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Bibliothek des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung

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Schützenstr. 18, 10117 Berlin
2. Etage

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Aktuelles

Indexierungsopfer

In Telepolis erschien ein Text unter dem Titel „Auch Pierre Bourdieu ist ein Indexierungsopfer“. Dabei handelt es sich um ein Interview, das Ulrich Herb mit Terje Tüür-Fröhlich über Wissenschaftsevaluation und fehlerhafte Zitationsdatenbanken geführt hat. Anlass ist das Erscheinen ihrer Dissertation, die den Titel: The Non-trivial Effects of Trivial Errors in Scientific Communication and Evaluation trägt. Zur Begründung des Themas führt sie aus, dass Chancen und Karrieren junger Wissenschaftler und Bewertungen von Institutionen oftmals von Zitationsdatenbanken abhängen und sie geht davon aus, dass das Erstellen und Pflegen von solchen Datenbanken eine fehlerproduzierende Aktivität ist (Begriff von Karl Popper). Für sie leben wir überdies im Zeitalter der Evaluationswut und daraus ergeben sich die schwerwiegenden Folgen der laut ihrer Untersuchung überaus häufigen banalen Fehler in den Datenbanken.

(gefunden auf Netbib)

2017/06/16 12:39 · rh · 0 Kommentare
Weltreparatur

In der Open Access Edition des Transcript-Verlages:

Andrea Baier / Tom Hansing / Christa Müller / Karin Werner (Hg.) Die Welt reparieren
Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis

„Weltweit entstehen immer mehr Initiativen des Selbermachens, in denen eine Vielfalt von Anliegen und Problemen kollektiv bearbeitet werden. In diesen – jenseits von Markt und Staat angesiedelten – kollaborativen Zusammenhängen wird ein basisdemokratisch orientiertes Verständnis von Zusammenleben und Urbanität erprobt und zugleich nach ökologisch und sozial sinnvollen Lösungen für grundlegende Formen der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie sowie für alle zugängliche Technik gesucht. Dabei entstehen faszinierende neue Formen des gemeinsamen Produzierens, Reparierens und Tauschens von Dingen, die die industrielle Logik des 20. Jahrhunderts herausfordern und sogar auf den Kopf stellen.

Das Buch widmet sich der visionären Kraft dieser vielversprechenden innovativen Praxis und bietet zugleich eine gesellschaftliche Einordnung der neuen »Labore« gesellschaftlicher Transformation.“
2017/06/15 10:03 · rh · 0 Kommentare
Lichtschalter und Hirnscan

Mal wieder ein Hinweis auf die wissenschaftliche Blog-Platform Scilogs:

Einen interessanten Austausch (oder Schlagabtausch) über die Natur des Bewusstseins führten dort in den letzten Wochen Christian Hoppe in seinem Blog WIRKLICHKEIT - Hirnforschung und Theologie und Stephan Schleim in MENSCHEN-BILDER - Mensch, Gesellschaft und Wissenschaft. Vorausgegangen war bereits ein Artikel in der Telepolis von Konrad Lehmann über Denken mit Leib und Seele, auf den Schleim mit Körper ist Geist erwidert hatte.

2017/06/14 13:17 · rh · 0 Kommentare
Twitteratur

Stereotypen medial vernutzten Sprechens - KUNO 1) „hat unterschiedliche Autoren zu einem Exkurs zur Twitteratur gebeten, und glücklicherweise sind die Antworten so vielfältig, wie die Arbeiten dieser Autoren. […]“ Der Artikel fasst die unterschiedlichen Beiträge überblicksartig zusammen und verweist auf die diversen Sichtweisen. So schreibt Anja Wurm zum Beispiel in ihrem Beitrag: „Große Gedanken in Miniaturen erbauen, den Fitzel zutage bringen im Gesamtwerk, den, der die Kunst im Wesen zusammenhält; ohne Schnörkel, ohne Erklärung, ohne Hinweise auf das, was du denken sollst, wenn ich schreibe und du liest.“, während Matthias Hagedorn in der Wortspielhalle Wert auf die Festellung legt, dass „[…] die große Zeit des bürgerlichen Bildungsromans beendet“ ist und dass „das Internet […] mit Hilfe des Hyperlinks andere Ein– und Ausstiegsmöglichkeiten für das Erzählen [bietet], es kann dazu Beiträge leisten, denn es ist ein Medium, das uns die Möglichkeit der Entkörperung gibt.“

2017/06/12 11:11 · rh · 0 Kommentare
Gegenlabel

Die Libreas-Ausgabe #30 widmet sich dem interessanten Begriff und Thema der Post-Digital Humanities. Im Editorial schreibt die Redaktion zur Erläuterung:

Warum Post-Digital-Humanities? Eine Antwort auf diese Frage haben wir im Call for Papers dieser Ausgabe zu formulieren versucht. […]

Wir gingen davon aus, dass sich „Post-Digital-Humanities“ als eine Art Gegenlabel sowohl zu den traditionellen Geisteswissenschaften als auch zu den Digital Humanities anbieten. Das Potential dieses Ansatzes, so schrieben wir, „liegt in der Öffnung eines dekonstruktiven und damit das Selbstverständnis hinterfragenden und zugleich voran bringenden Ansatzes. Denn ein allen Geisteswissenschaften gemeinsames Merkmal ist der Diskurs, der auch das Hinterfragen der eigenen Methoden beinhaltet.“

Da „post-digital“ als Begriff, wie wir ihn unten noch einmal nennen, im Prinzip seine eigene Überflüssigkeit beinhaltet, ist sein einziger Zweck tatsächlich der einer Bewusstmachung. So wie die Idee der Postmoderne jegliche Bildung von Schulen und Ideologien notwendig unterlief, ist die Attributierung von „post-digital“ ein diskursiver Hebel, um das vermeintlich Selbstverständliche zu konfrontieren. Und zwar einerseits mit einer Vielzahl von näheren und entfernteren Entwicklungen und andererseits immer auch mit sich selbst. [... Weiterlesen]
2017/06/09 12:20 · rh · 0 Kommentare
1)
KUNO - Kulturnotizen zu Kunst, Musik und Poesie
startseite.txt · Zuletzt geändert: 2017/05/08 14:10 von rh