Synergietalks12: Synergie und Sympathie. Sozialphilosophische Überlegungen, 28.05.2014, 16 Uhr, ZfL Berlin

Gespräch mit dem Philosophen Dieter Thomä, Professor an der School of Humanities and Social Sciences der Universität St. Gallen

Dieter Thomä erkundet in Auseinandersetzung mit Klassikern wie Adam Smith, Jean-Jacques Rousseau und Sigmund Freud die Potentiale und Wirkungsgeschichte des Synergiebegriffs als einer zu Unrecht vernachlässigten Option sozialtheoretischen Denkens. Synergie und Sympathie werden als sozialphilosophische Grundbegriffe entwickelt, die für verschiedene Formen der Vergesellschaftung stehen: Neben Mitleiden und Mitfühlen treten Zusammenhandeln und Zusammenwirken. Dieses begriffliche Doppel wird im Rückgang auf einen der wichtigsten Theoretiker der Sympathie erkundet, der zugleich auch Theoretiker der Synergie ist: Adam Smith. Bei Smith ergibt sich eine Leerstelle beim politischen Kollektiv, die mit Hilfe von Jean-Jacques Rousseau geschlossen werden kann. Es zeigt sich, dass die sozialphilosophische Erörterung von Synergie und Sympathie starke gendertheoretische Implikationen hat, weshalb am Ende ein Blick auf Sigmund Freud und die Psychoanalyse lohnend erscheint.

Diskussionsgrundlage auf Anfrage.

Treffpunkt: 16-18 Uhr, ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 4. Etage, Seminarraum 403. Kontakt: synergie@zfl-berlin.org

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