SynergieWissen | Gesprächskreis am ZfL Berlin

Der Berliner Gesprächskreis des Forums SynergieWissen trifft sich in unregelmäßigen Abständen in offener Werkstattatmosphäre am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, um aktuelle Forschungsprojekte oder allgemeine wissenschaftliche und künstlerische Reflexionen zu Synergie-Konzepten vorzustellen und zu diskutieren. Die jeweiligen Referenten stellen vor den einzelnen Treffen Materialien als Diskussionsvorlage zur Verfügung und führen zu Beginn der Gesprächsrunde in das Thema ein.


Synergietalks01: Beyond Reductionism, 26.10.2011

Der Gesprächskreis Synergietalks nimmt seine Arbeit mit einer Diskussion des Begriffs der Chreode auf, mit dem C.H. Waddington die spontane Ausbildung von Stabilität in komplexen biologischen Wechselwirkungssystemen beschrieben hat. In das Thema führen die Psychologin Vanessa Lux und der Medienwissenschaftler Peter Berz (beide ZfL) ein.

Treffpunkt: 16-18 Uhr, ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3. Etage, Seminarraum 303

Kontakt: synergie@zfl-berlin.org


Synergietalks02: Die Teile des Ganzen, 07.12.2011

Der aristotelische Ausspruch „Das Ganze ist vor seinen Teilen“ oder auch „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ lebt in den holistischen Traditionslinien in Philosophie und Wissenschaft fort. Das 'Ganze' steht für das System, das Organ, die Einheit des Vielfältigen. Was charakterisiert die impliziten Teile, aus deren Wechselwirkungen Komplexität und Emergenz resultiert? Unsere Lektüren zum Verhältnis Teil und Ganzes setzen bei der Mikro- und Mesoebene an. Als Diskussionsvorlage dienen Auszüge aus Texten von F. Kittler, E. Nagel, A. Whitehead, C. H. Waddington, C. Walker und W. Ashby, letztere kommentiert von P. Berz, sowie C. Beisbart. Eine kurze Einführung zum Thema „Die Teile des Ganzen. Lektüren zu Elementen und Relationen in Systemen“ gibt Tatjana Petzer (ZfL/Zürich).

Treffpunkt: 16-18 Uhr am ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3. Etage, Seminarraum 303. Kontakt: synergie@zfl-berlin.org


Synergietalks03: „R. B. Fuller, Synergy und Prognostik“, 18.01.2012

Mit seinen konstruktiven Erfindungen und Zukunftsentwürfen gehört der US-amerikanische Architekt, Designer und Philosoph Richard Buckminster Fuller zu den bedeutendsten Visionären des 20. Jahrhunderts. Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir der Frage nachgehen, inwieweit Fullers programmatisches Synergie-Konzept, seine technophile Kosmologie und globalistische Planungsutopie durch prognostische Faktoren und Erwartungen geleitet sind. Unsere Referenten am Mittwoch sind Benjamin Bühler (ZfL Berlin, Forschungsschwerpunkt: politische Ökologie, soziale Utopien) und Christina Vagt (TU Berlin, Forschungsschwerpunkt: Kosmologie und Wissenschaft).

Treffpunkt: 16-18 Uhr, ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3. Etage, Seminarraum 303. Kontakt: synergie@zfl-berlin.org


Synergietalks04: Zusammenschlüsse. Konzepte der Symbiose in Biologie und Soziologie, 25.04.2012

Was zeichnet Symbiosen in der Natur aus? Was bedeutet die Theorie der Symbiogenese, Anfang des 20. Jahrhunderts von Konstantin Merežkovskij begründet und von Lynn Margulis weiterentwickelt, für die Konzepte der Evolution und Organisation? Und inwieweit lassen sich Phänomene der Symbiose in der Natur auf die Gesellschaft übertragen, wie - angefangen von dem Darwin-Kritiker Pёtr Kropotkin („Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt“) und dem Lamarckisten Paul Kammerer („Genossenschaften von Lebewesen“) bis hin zu dem jüngsten Buch von Kai Ehlers über symbiotische Misch-Beziehungen in Wirtschaft und Versorgung - vielfach nahegelegt wurde? Als Diskussionseinstieg beleuchten der Biologe Ekkehard Höxtermann (Berlin) und der Medienwissenschaftler Peter Berz (ZfL) Symbiosen sowie komplexe symbiotische Beziehungen und synergetische Symbiosen in Mikro- und Makroorganismen.

Treffpunkt: 16-18 Uhr, ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3. Etage, Seminarraum 303. Kontakt: synergie@zfl-berlin.org


Synergietalks05: Komplexität in Theorie und Praxis, 30.05.2012

Komplexe Systeme stehen für das dynamische Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos, zwischen Stabilität und Instabilität. Wie beeinflusst das Wissen über integrative Wechselwirkungen, emergente Eigenschaften, Strukturbildungsprozesse und die Selbstorganisation komplexer Systeme die angewandte Forschung? Im Gespräch mit dem Wissenschaftstheoretiker Klaus Mainzer (TU München), dessen Buch Thinking in Complexity uns als Diskussionsvorlage dienen wird, erörtern wir den Umgang mit Komplexität(en). In die aktuelle Komplexitätsforschung wird die Philosophin Marie-Luise Heuser (TU Braunschweig) einführen.

Treffpunkt: 16-18 Uhr, ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3. Etage, Seminarraum 303. Kontakt: synergie@zfl-berlin.org


Synergietalks06: Synergie - eine Elementaridee an der Nahtstelle von Religion und Medizin, 04.07.2012

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Die Anhänger des „Synergismus“ sind als Häretiker in die Geschichte der protestantischen Dogmatik der frühen Neuzeit eingegangen. Anders als Luther waren sie von der Freiheit und aktiven Mitwirkung des Menschen im Heilsprozess überzeugt. Während Luther den Sündenfall mit dem Tod des Menschen gleichsetzte, stützten sich die Synergisten auf die Metaphern der Krankheit und der Verwundung; der Mensch konnte demnach geheilt werden. Analog können in der weltlichen Heilpraxis „synergetische“ Aushandlungen gefunden werden, etwa der paritätische Kompromiss, wonach die Heilwirkung der Medikamente auf eine Kooperation zwischen ärztlicher Kunst und Heiligem Geist, körperlicher Stärkung und der Reinigung der Seele zurückzuführen sei. Dieser bahnte den Weg für eine säkulare Arzneimittellehre und führte zum Vitalismus Georg Ernst Stahls (1659-1734), der den Arzt zum „Mitarbeiter der Natur“ erhob. Aus dieser historischen Perspektive diskutiert der Medizin- und Wissenschaftshistoriker Igor Polianski (Universität Ulm) das Synergie-Konzept als Elementaridee (A. Lovejoy) zwischen Religion, Medizin und Ethik und fragt, ob und wie diese Denkfigur in der heutigen Medizin nachlebt.

Treffpunkt: 16-18 Uhr am ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3. Etage, Seminarraum 303. Kontakt: synergie@zfl-berlin.org


Synergietalks07: Emergenz und Innovation. Dynamiken des Neuen in Natur und Kultur, Workshop am 02.11.2012

Emergenz steht für das sprunghafte Verhalten komplex wechselwirkender dynamischer Systeme: plötzlich bilden sich neuartige Eigenschaften heraus, zufällig entstehen neue Ordnungen. Wird diese Unvorhersagbarkeit des Emergenten durch die neuen Methoden von Systemtheorie und Systembiologie prognostizierbar? Kann das emergent Neue durch innovative Techniken simuliert und konstruiert werden? Der Workshop geht aktuellen Emergenzkonzepten und Parallelbegriffen (Synergie, Innovation, Qualitätssprung, Übersummativität) in verschiedenen disziplinären Zusammenhängen nach und beleuchtet anhand von Diskussionsbeiträgen aus kognitions-, lebens- und kulturwissenschaftlicher Perspektive deren theoretische und praktische Implikationen. Darüber hinaus wird das Neue an den Schnittstellen von Wissenschaft und Ästhetik diskutiert und gefragt, inwiefern beispielsweise komplexe technische und literarische Artefakte als „emergente Ordnungen“ beschreibbar sind.

Mit Diskussionsbeiträgen von Tatjana Petzer, Jörg Richter, Achim Stephan und Georg Toepfer.

Treffpunkt: 10-16 Uhr, ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3. Etage, Seminarraum 303. Kontakt: synergie@zfl-berlin.org


Synergietalks08: Symbol & Theurgie. Die Transformationsästhetik der russischen Moderne, Workshop am 05.07.2013

Auf der Suche nach einem Ausweg aus der allgemeinen Kulturkrise um 1900 wurde für den russischen Religionsphilosophen Vladimir Solov’ev das theurgische Kunstschaffen, in dem Gott und Mensch bei der kreativen Umformung der Welt synergetisch zusammenwirken, programmatisch. In seiner Nachfolge verpflichteten sich insbesondere die russischen Symbolisten der performativen Theurgielehre und strebten nach einer umfassenden Transformation und Erneuerung der Wirklichkeit mittels der Synthese von Religion, Kunst und Technik. Dass das Wort, gottgewirkt und vergöttlichend zugleich, maßgeblichen Anteil an der religiösen und kulturellen Erneuerung haben sollte, wurde auch im Postsymbolismus manifest. Der Workshop untersucht die epistemischen, anthropologischen und ästhetischen Bedingungen und Konsequenzen dieser theurgisch-transformatorischen Sprache in der russischen sowie frühsowjetischen symbolistischen, nachsymbolistischen und avantgardistischen Kunst und Literatur.

Mit Diskussionsbeiträgen von Susanne Frank, Aage Hansen-Löve, Jurij Murašov, Tatjana Petzer und Henrieke Stahl.

Treffpunkt: 10-17 Uhr am ZfL Berlin, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et., Seminarraum 303. Kontakt: synergie@zfl-berlin.org


Synergietalks09: Synergien zwischen moralischer Vergewisserung und wissenschaftlicher Forschung. Kants Beschluss, 22.01.2014

The starry heavens above us, and the moral law within 1969/2010 by Anselm Kiefer...

Ausgangspunkt der Diskussion mit Magnus Schlette (Leiter des Arbeitsbereichs „Theologie und Naturwissenschaft“, FEST Heidelberg, bildet die Schlusspassage von Kants Kritik der praktischen Vernunft, in der sich die berühmte Formulierung findet: „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“ Die Vertrautheit des Satzes lässt leicht darüber hinweg lesen, dass Kant darin programmatisch die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen den heterogenen Wissensformen moralischer Reflexion einerseits,naturwissenschaftlicher Forschung andererseits einfordert. Im Horizont des zeitgenössischen Ringens um ein interdisziplinäres Gespräch zwischen Naturwissenschaften und Ethik stellt sich deshalb die Frage nach Implikationen, Aktualität und Grenzen von Kants kryptischem Text.

Treffpunkt: 16-18 Uhr am ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3. Etage, Seminarraum 303. Kontakt: synergie@zfl-berlin.org


Synergietalks10: Synergie, Kooperation und Emergenz: Zauberworte zur Erklaerung eines Ganzen aus seinen Teilen, 12.02.14

Welche Stellung hat der Synergiebegriff in naturwissenschaftlichen, insbesondere biologischen Erklaerungen? Der langen Geschichte des Konzepts entsprechend reichen die betrachteten Anwendungsfaelle von der Antike bis in die Gegenwart. Dabei betrachtet der Philosoph und Biologe Georg Toepfer die epistemische Rolle des Synergiebegriffs im Kontext verwandter Begriffe, die ebenfalls holistische Relationen bezeichnen, etwa des Emergenzbegriffs, mit dem aber, umgekehrt als im Fall von ›Synergie‹, vom Ganzen zu den Teilen geblickt wird. Ein besonderer Fokus des Gesprächs mit Georg Toepfer wird auf der Frage liegen, wie es diesen Brueckenbegriffen gelingt, eine analytische und eine synthetische Perspektive in der Betrachtung von ganzheitlichen Systemen miteinander zu verbinden.

Treffpunkt: 16-18 Uhr am ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3. Etage, Seminarraum 303. Kontakt: synergie@zfl-berlin.org


Synergietalks11: The Vibratory Cultures of Modern Art | 23rd May 2014

Talk with Linda Dalrymple Henderson (University of Texas at Austin, currently fellow at the American Academy in Berlin) and discussion of her book project on The Energies of Modernism

Histories of modern art have generally been written by scholars far removed from the context of the early twentieth century and for whom the term “science” has invariably signified Einstein and Relativity Theory. Yet, with the popularization of Einstein and his theories occurring only after the 1919 eclipse expedition, the key figures of modern art—from Cubists to the pioneers of abstraction Kandinsky, Mondrian, and Malevich—operated in a milieu quite different from that of the 1920s onward. The ether of space, for example, dismissed by Einstein as irrelevant, was basically lost to cultural history during most of the last century. Yet, as Charles Gibson’s 1909 statement documents, the ether was still at the center of the popular understanding of the nature of reality in this period. In addition to a conception of space as filled with vibrating ether, matter had been reconceived in the wake of the discovery of X-rays, the electron, and radioactivity in the 1890s and was now often discussed as dissolving into the ether or being formed from it, as in Lord Kelvin’s “vortex atom.” How can we comprehend the works of modern artists and their theories without a better grasp of the popular understanding of science and the nature of space and matter in the first decades of the century? Linda Henderson’s current book project, “The Energies of Modernism: Art, Science, and Occultism in the Early 20th Century,” seeks to remedy this situation, focusing on the “meta-reality” beyond human vision that stimulated the imaginations of artists in the early 20th century—from higher, unseen dimensions of space (“the fourth dimension”) to the long-forgotten ether.

venue: ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3. Etage, seminar room 303, 11-13

contact: synergie@zfl-berlin.org, organized in cooperation with Margarete Vöhringer (ZfL): voehringer@zfl-berlin.org


Synergietalks12: Synergie und Sympathie. Sozialphilosophische Überlegungen, 28.05.2014

Der Philosoph Dieter Thomä, Professor an der School of Humanities and Social Sciences der Universität St. Gallen, erkundet in Auseinandersetzung mit Klassikern wie Adam Smith, Jean-Jacques Rousseau und Sigmund Freud die Potentiale und Wirkungsgeschichte des Synergiebegriffs als einer zu Unrecht vernachlässigten Option sozialtheoretischen Denkens. Synergie und Sympathie werden als sozialphilosophische Grundbegriffe entwickelt, die für verschiedene Formen der Vergesellschaftung stehen: Neben Mitleiden und Mitfühlen treten Zusammenhandeln und Zusammenwirken. Dieses begriffliche Doppel wird im Rückgang auf einen der wichtigsten Theoretiker der Sympathie erkundet, der zugleich auch Theoretiker der Synergie ist: Adam Smith. Bei Smith ergibt sich eine Leerstelle beim politischen Kollektiv, die mit Hilfe von Jean-Jacques Rousseau geschlossen werden kann. Es zeigt sich, dass die sozialphilosophische Erörterung von Synergie und Sympathie starke gendertheoretische Implikationen hat, weshalb am Ende ein Blick auf Sigmund Freud und die Psychoanalyse lohnend erscheint.

Treffpunkt: 16-18 Uhr, ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 4. Etage, Seminarraum 403. Kontakt: synergie@zfl-berlin.org


Synergietalks13 Deleuzes Falte Begriff, Textur, Perzeption, 03.02.16


In Faltungen und Ausfaltungen sah Deleuze den grundlegenden Wesenszug der barocken Architektur und des monadologischen Denkens von Leibniz. Andreas Keller (ZfL) führt zunächst ein in die Prämissen und die diskursive Funktion des Begriffs der Falte. Er folgt dieser Denkfigur der Beweglichkeit anhand von Beispielen gefalteter Materie und Texturen bzw. der Falten in der Seele und des Geistes, die sich im Prozess der Perzeption bilden. Daran anschließend geht Tatjana Petzer (ZfL) dem Hinweis auf einen »islamischen Barock« nach. Deleuze machte einen solchen im Faltensystem marokkanischer Frauengewänder aus, wie es um 1900 von Gaëtan Gatian de Clérambault fotografisch dokumentiert wurde und nicht zuletzt dessen medizinischen Blick beeinflusste. Dieser Fall eröffnet dann die Diskussion über die Aktualität von Deleuzes Falte.

Treffpunkt: 16-18 Uhr am ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3. Etage, Seminarraum 303. Diskussionsvorlage auf Anfrage.Kontakt: synergie@zfl-berlin.org


Synergietalks14 »Wurmloch« und »Dunkle Energie«. Fiktive Entitäten und ihr exploratives Potential für die Theoretische Physik, 27.4.2016/ SynergyTalks14: “Wormhole” and “Dark Energy”. Fictitious Entities and their Explorative Potential in Theoretical Physics

27.4.2016, 4pm – 6pm, ZfL Berlin

Welcher diskursiver Praktiken bedienen sich Theoretische Physik und Astrophysik, um die Beschaffenheit von »Wurmlöchern« und »Dunkler Energie« zu konzeptionalisieren? Diese werden als »fiktive Entitäten« bzw. »diskursive Leerstellen« verstanden, denen die Funktion zukommt, zukünftige Forschungsfelder zu organisieren. Fokussiert wird zum einen die Zusammenarbeit zwischen Carl Sagan, Autor des Romans Contact (1988) und Kip Thorne, ehemaliger Inhaber der Feynman Professur für theoretische Physik am California Institute of Technology sowie Autor wegweisender Schriften zur Allgemeinen Relativitätstheorie, die sich auch mit »Wormholes« und Zeitreisen beschäftigen. Zum anderen wird die Arbeit der Nobelpreisträger für Physik Saul Perlmutter und Adam G. Riess zur Konzeptualisierung einer weiteren fiktiven Entität, »Dark Energy«, betrachtet.

Which discursive practices do theoretical physics and astrophysics adopt in conceptualizing the nature of “wormholes” and “dark energy”? These are understood as “fictitious entities” or rather “discursive voids”, which serve the function of organizing future research fields. The focus of the talks will be the cooperation between Carl Sagan, author of the novel Contact (1988) and Kip Thorne, former holder of the Feynman professorship in theoretical physics at the California Institute of Technology as well as the author of leading texts on relativity theory, which also concern themselves with “wormholes” and time travel. Of further consideration will be the work of the Nobel Prize winners in physics, Saul Permutter and Adam G. Riess, on the conceptualization of another fictitious entity, “dark energy”.

Vortrag und Gespräch mit Dr. Aura Heydenreich (FAU Erlangen-Nürnberg), Literaturwissenschaftlerin und Mitbegründerin von ELINAS, dem Erlangener Forschungszentrum für Literatur- und Naturwissenschaft

Talk and discussion with Dr. Aura Heydenreich (University of Erlangen-Nuremberg), literary scholar and co-founder of ELINAS, the Center for Literature and Natural Science Studies.

Treffpunkt: 16-18 Uhr am ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3. Etage, Seminarraum 303. Diskussionsvorlage auf Anfrage. Kontakt: synergie@zfl-berlin.org
Venue: 4pm – 6pm at ZfL Berlin, Schützenstrasse 18, 3rd floor, seminar room 303. Discussion document available on request.




Synergietalks15: Synergy Book Release Talk & Wine, 29.06.16, 18 Uhr, ZfL Berlin

Am Mittwoch, den 29. Juni 2016, lädt das Forum »SynergieWissen« zur Präsentation des neu erschienenen Buches »Synergie. Kultur- und Wissensgeschichte einer Denkfigur« (Paderborn, Fink Verlag 2016) ein. Die Herausgeber Tatjana Petzer und Stephan Steiner sowie die AutorInnen Igor Polianski, Georg Toepfer und Christina Vagt lesen aus dem Buch und diskutieren die Ergebnisse. Im Anschluss an die Buchvorstellung gibt es einen kleinen Umtrunk.

Der Band versammelt Texte von Lisa Borland, Peter Corning, Susanne von Falkenhausen, Gabrielle Fois-Kaschel, Dietmar Hansch und Hermann Haken, Marie-Luise Heuser, Georgi Kapriev, Elena Knyazeva, Joachim Krausse, Vanessa Lux, Klaus Mainzer, Tatjana Petzer, Igor Poliankski, Stephan Steiner, Dieter Thomä, Georg Toepfer und Christina Vagt. Die Beiträge verstehen sich allesamt als Bausteine zu einer Kultur- und Wissensgeschichte der Synergie. Über die historisierende Betrachtung hinaus untersuchen die AutorInnen die Aktualität des Synergieparadigmas und die Denkfigur der Synergie als treibende Kraft der holistischen Modellbildung in Theologie, Philosophie, Wissenschaft, Medizin und Kunst. Insbesondere fragen sie nach der Funktion und Nutzbarmachung synergetischer Perspektiven in Hinblick auf die Generierung, Integration und Anwendung von (Zukunfts-)Wissen.

Inhaltsverzeichnis und Einleitung zum Band: https://www.fink.de/katalog/titel/978-3-7705-5896-4.html

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