Note | Aristoteles

siehe auch: Übersummativität

geb. 384 v. Chr. in Stageira gest. 322 v. Chr. in Chalkis

Griechischer Gelehrter, dessen Schriften zur Naturphilosophie, Ontologie und Metaphysik zu den einflussreichsten der Geschichte zählen. Ein Satz des Aristoteles aus der Metaphysik beschreibt das übersummative Verhalten von Teilen eines Ganzen, das heute auch für den Synergiebegriff gilt. In den Schriften des Aristoteles ist letzter selbst jedoch kaum anzutreffen.

Wegmarken

zw. 348 u. 322 v.Chr. Aristoteles formuliert in der Metaphysik (Τῶν μετὰ τὰ φυσικά), VII, 17 (1041b) übersummatives Verhalten wie folgt: »Dasjenige, was so zusammengesetzt ist, daß das Ganze eines ist, nicht wie ein Haufen, sondern wie die Silbe, ist nur seine Elemente«. Vielzitiert wurde dieser Satz in folgender Verkürzung: »Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«.

Literatur

2016Georg Toepfer: »Durch Konkurenz zur Kooperation. Der Synergiebegriff in den Lebenswissenschaften«, in: Tatjana Petzer/Stephan Steiner (Hg.): Synergie. Kultur- und Wissensgeschichte einer Denkfigur. Paderborn: Wilhelm Fink 2016, S. 93–110.


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