{"id":1066,"date":"2019-04-29T09:39:48","date_gmt":"2019-04-29T07:39:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=1066"},"modified":"2025-03-03T13:23:35","modified_gmt":"2025-03-03T11:23:35","slug":"patrick-eiden-offe-verrufenes-historisieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/04\/29\/patrick-eiden-offe-verrufenes-historisieren\/","title":{"rendered":"Patrick Eiden-Offe: VERRUFENES HISTORISIEREN"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">In <em>Das <\/em><em>Elend der Philosophie <\/em>seziert Marx das Vorgehen der \u00bbb\u00fcrgerlichen\u00ab \u00d6konomen in wenigen S\u00e4tzen:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbDie \u00d6konomen verfahren auf eine sonderbare Art. Es gibt f\u00fcr sie nur zwei Arten von Institutionen, k\u00fcnstliche und nat\u00fcrliche. Die Institutionen des Feudalismus sind k\u00fcnstliche Institutionen, die der Bourgeoisie nat\u00fcrliche. Sie gleichen darin den Theologen, die auch zwei Arten von Religionen unterscheiden. Jede Religion, die nicht die ihre ist, ist eine Erfindung der Menschen, w\u00e4hrend ihre eigene Religion eine Offenbarung Gottes ist. Wenn die \u00d6konomen sagen, da\u00df die gegenw\u00e4rtigen Verh\u00e4ltnisse \u2013 die Verh\u00e4ltnisse der b\u00fcrgerlichen Produktion \u2013 nat\u00fcrliche sind, so geben sie damit zu verstehen, da\u00df es Verh\u00e4ltnisse sind, in denen die Erzeugung des Reichtums und die Entwicklung der Produktivkr\u00e4fte sich gem\u00e4\u00df den Naturgesetzen vollziehen. Somit sind diese Verh\u00e4ltnisse selbst von dem Einflu\u00df der Zeit unabh\u00e4ngige Naturgesetze. Es sind ewige Gesetze, welche stets die Gesellschaft zu regieren haben. Somit hat es eine Geschichte gegeben, aber es gibt keine mehr; es hat eine Geschichte gegeben, weil feudale Einrichtungen bestanden haben und weil man in diesen feudalen Einrichtungen Produktionsverh\u00e4ltnisse findet,\u00a0vollst\u00e4ndig verschieden von denen der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft, welche die \u00d6konomen als nat\u00fcrliche und demgem\u00e4\u00df ewige angesehen wissen wollen.\u00ab<em><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Demnach basiert das b\u00fcrgerliche Verfahren der Historisierung auf einem System von Entgegensetzungen: Das K\u00fcnstliche und Erfundene steht dem Nat\u00fcrlichen und Naturgegebenen gegen\u00fcber, das Zeitliche und Ver\u00e4nderliche dem Ewigen und Unver\u00e4nderlichen. Die Grundannahme, dass alles Menschliche historisch wandelbar ist und deshalb wissenschaftlich historisiert werden muss \u2013 das historische Apriori des 19. Jahrhunderts, das zum Historismus f\u00fchren wird \u2013, basiert auf einer scharfen Markierung der Grenzen von Historisierung. Und diese Grenzen sind politisch motiviert, sie pr\u00e4sentieren sich aber (vielleicht wie alle Grenzen) als nat\u00fcrliche und unwandelbare. F\u00fcr die von Marx kritisierte Ideologie des Historischen ist die Gegenwart als End- und Zielpunkt der Geschichte dieser gerade nicht unterworfen, sondern erscheint ins \u00dcberzeitlich-Ewige entr\u00fcckt. Das Bestehende sichert sich dadurch ab, dass alles Vergangene historisch eingeordnet wird als Hinf\u00fchrung zur Gegenwart.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Marx\u2019 Kritik weist indes auch eine R\u00fcckseite auf. Denn die Marx\u2019sche Geschichtskonstruktion entkommt der kritisierten Ideologie keineswegs (und die sp\u00e4tere marxistische Konstruktion noch viel weniger); sie installiert vielmehr selbst eine Ideologie, die umso wirksamer ist, als sie die b\u00fcrgerliche in sich \u00bbaufhebt\u00ab und damit in gesteigerter logischer Konsistenz fortsetzt. Zugespitzt: Dem Heute, das dem historisch gewordenen (und historisierbaren) Gestern in der b\u00fcrgerlichen Ideologie als ewig und \u00fcberzeitlich gegen\u00fcbergestellt wird, entspricht in der marxistischen das Morgen. Das Heute gilt im Marxismus blo\u00df als Transitorium, das erst im Morgen endg\u00fcltig \u00fcberwunden sein wird: <em>Somit wird es eine Geschichte gegeben haben\u00a0\u2026<\/em> Auch im Marxismus bleibt somit eine Hintergrundideologie wirksam, in der das 19. Jahrhundert gleichsam zu sich selbst kommt: Die Ideologie des Historischen in Reinform ist die des Fortschritts.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Idee und Ideologie des Fortschritts wurden im 19. Jahrhundert nicht zuletzt von den historischen Wissenschaften hervorgebracht und durch die enormen Fortschritte der Wissenschaften ungemein plausibilisiert. Nach einer These Walter Benjamins liegt die Voraussetzung jedes konkreten Begriffs von Fortschritt in der Vorstellung einer \u00bbhomogene[n] und leere[n] Zeit\u00ab, die von den Menschen in der Geschichte durchlaufen wird.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Genau diese Zeitvorstellung liegt auch jener Ideologie des Historischen zugrunde, wie sie Marx kritisiert und fortgesetzt hat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Vielleicht m\u00fcssen wir rabiat werden, wenn wir den uns immer noch selbstverst\u00e4ndlichen ideologischen Komplex von Fortschritt, Zeit und Historisierung verstehen und \u00fcberwinden wollen; Immanuel Wallerstein hat daf\u00fcr einmal die sprachlich gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftige Formel eines \u00bbUnthinking the 19th Century\u00ab ins Spiel gebracht.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Vielleicht m\u00fcssen wir unsere begrifflichen und rhetorischen Routinen \u2013 die auch in Deckbegriffen wie der Moderne, der Gesellschaft oder der Wissenschaft noch wirksam sind \u2013 irritieren, etwa durch \u203aillegitime\u2039, \u203aunwissenschaftliche\u2039 oder verrufene Formen des Historisierens.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Einen unfreiwilligen Hinweis darauf, wo solche Verfahren zu finden w\u00e4ren, hat Lucien Febvre gegeben, als er den Anachronismus als \u00bbdie schlimmste, die unverzeihlichste aller S\u00fcnden\u00ab identifiziert hat, deren ein Historiker sich schuldig machen kann.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Von dieser Tods\u00fcnde haben sich Nicole Loraux und Jacques Ranci\u00e8re willig locken lassen. Gegen die Vorstellung einer determinierenden Epochentotalit\u00e4t, die den Rahmen aller m\u00f6glichen Handlungs- und Reflexionsweisen der historischen Akteur*innen absteckt, setzt Loraux eine \u00bbkontrollierte Praxis des Anachronismus\u00ab.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Nur wer etwa die anachronistische Frage nach dem modernen Konzept der \u00f6ffentlichen Meinung in den Poleis der griechischen Antike nicht von vornherein ausschlie\u00dft, kann in der Differenz antike Formen kollektiver Willens- und Urteilsbildung entziffern, die umso sch\u00e4rfer gefasst werden, je l\u00e4nger und sturer man am (unpassenden) modernen Vergleichskonzept festh\u00e4lt. Das historistische Vorurteil, <em>dass damals alles ganz anders war<\/em>, wird so auf eine strenge Probe gestellt \u2013 und wom\u00f6glich punktuell auch widerlegt. Vor allem aber wird durch das anachronistische Verfahren schlie\u00dflich die Identit\u00e4t der Historikerin mit ihrer eigenen Epoche aufgebrochen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">F\u00fcr Ranci\u00e8re ist der Anachronismus nicht nur eine historische Methode, sondern ein Moment der untersuchten Objektebene selbst. Der Anachronismus erscheint bei ihm als Handlungsoption der historischen Akteur*innen; ja, Handlung im emphatischen Sinn ver\u00e4ndernder Praxis kann es \u00fcberhaupt nur geben, wenn die Akteur*innen einen Anachronismus zwischen sich und ihrer Epoche aufbrechen lassen;<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> wenn, nach einem sch\u00f6nen Wort Jakob Tanners, \u00bbMenschen sich der Zumutung widersetzen, mit der Zeit, in der sie leben, \u203a\u00e4hnlich\u2039 zu werden\u00ab.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Neben den Anachronismus treten andere, durchaus traditionsreiche Tods\u00fcnden, etwa Romantik, Melancholie und Nostalgie: So, wie Michael L\u00f6wy das despektierlich gemeinte Urteil Georg Luk\u00e1cs\u2019 vom \u00bbromantischen Antikapitalismus\u00ab umkehrt und zum positiven Beweggrund der meisten antikapitalistischen Bewegungen und Theorieprojekte der letzten zweihundert Jahre erkl\u00e4rt,<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> so wendet Enzo Traverso die von Walter Benjamin lancierte Polemik gegen die \u00bblinke Melancholie\u00ab, um diese zu einer imaginativen Ressource linker Zukunftsaussichten zu machen.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">In seinen Thesen <em>\u00dcber den Begriff der Geschichte<\/em> hat Benjamin die Vergangenheitsseligkeit des b\u00fcrgerlichen Historismus genauso angegriffen wie die sozialdemokratische und stalinistische Fortschrittsgl\u00e4ubigkeit. Er zielte dabei auf das Zentrum jeder Geschichtsideologie: die Vorstellung einer stabilen Gegenwart, die blo\u00dfer \u00dcbergangspunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft sein soll. Gegen diese Vorstellung will Benjamin die Gegenwart aus dem \u00bbKontinuum der Geschichte\u00ab heraussprengen; er konzipiert eine (\u00bbmessianisch\u00ab aufgeladene) \u00bbJetztzeit\u00ab, in der \u00fcber alles Vergangene je neu entschieden werden muss.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Benjamins historischer Messianismus zielt, ebenso wie Anachronismus, Nostalgie oder Utopismus, auf eine Kritik der eigenen Gegenwart.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Wenn wir aus Marx\u2019 Spott \u00fcber die Unf\u00e4higkeit der \u00bbb\u00fcrgerlichen\u00ab Wissenschaft zur Historisierung ihrer eigenen Gegenwart heute eine radikale Konsequenz ziehen wollen, dann best\u00fcnde die vielleicht darin, diese Unf\u00e4higkeit zu verallgemeinern: Weder die Vergangenheit noch die Zukunft, geschweige denn die Gegenwart, lassen sich historisieren im Sinne einer einfachen Einordnung in eine kontinuierlich ablaufende Geschichte, in der alles seinen Ort hat. Historisierung muss vielmehr immer auch zeigen, wie Ereignisse, Handlungen, W\u00f6rter und Akteur*innen nicht in ihrer Zeit aufgehen, wie sie \u00fcber diese hinausweisen und hinter ihr zur\u00fcckbleiben, untergr\u00fcndige Verbindungen \u00fcber die Zeiten hinweg eingehen, sich in Wiederholungsschlaufen verfangen oder Fixierungen reproduzieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Eine Kritik der Ideologie des Historischen mit ihren fixen Zeit- und Geschichtsvorstellungen kann schlie\u00dflich auch als produktive Irritation verstanden werden: als Anregung, mit verschiedenen Verfahren und Darstellungsweisen der Historisierung zu experimentieren. Indem wir ein \u00bbSpiel von heterogenen Zeitreihen\u00ab er\u00f6ffnen,<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> k\u00f6nnen unsere \u203aunwissenschaftlichen\u2039, verrufenen Formen des Historisierens dazu f\u00fchren, das wissenschaftliche Feld des Historischen genauer zu vermessen und zu erweitern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Karl Marx: <em>Das Elend der Philosophie. Antwort auf Proudhons \u00bbPhilosophie des Elends\u00ab<\/em>, in: Karl Marx\/Friedrich Engels: <em>Werke <\/em>(MEW), Bd. 4, Berlin\/DDR 1974, S. 63\u2013182, hier S. 139\u00a0f.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Walter Benjamin: <em>\u00dcber den Begriff der Geschichte<\/em>, in: ders.: <em>Gesammelte Schriften<\/em>, Bd. 1.2: <em>Abhandlungen<\/em>, Frankfurt a.\u00a0M. 1991, S. 691\u2013704, hier These XIII, S. 701.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Immanuel Wallerstein: \u00bbShould we unthink nineteenth-century social science?\u201c, in: <em>International Social Science Journal<\/em> 118 (1988), S. 525\u2013531.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Lucien Febvre: <em>Das Problem des Unglaubens im 16. Jahrhundert: Die Religion des Rabelais<\/em>, Stuttgart 2002, S. 17.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. Nicole Loraux: \u00bb\u00c9loge de l\u2019anachronisme en histoire<em>\u00ab<\/em>, in: <em>Le genre humain<\/em> 27 (1993), S. 23\u201338, hier S. 28. Vgl. auch Caroline Arni: \u00bbZeitlichkeit, Anachronismus und Anachronien. Gegenwart und Transformationen der Geschlechtergeschichte aus geschichtstheoretischer Perspektive\u201c, in: <em>L\u2019Homme. Europ\u00e4ische Zeitschrift f\u00fcr Feministische Geschichtswissenschaft<\/em> 18.2 (2007), S. 53\u201376, hier S. 59.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Jacques Ranci\u00e8re: \u00bbDer Begriff des Anachronismus und die Wahrheit des Historikers\u00ab, in: Eva Kernbauer (Hg.): <em>Kunstgeschichtlichkeit. Historizit\u00e4t und Anachronie in der Gegenwartskunst<\/em>, Paderborn 2015, S. 33\u201350.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Jakob Tanner: <em>Historische Anthropologie zur Einf\u00fchrung<\/em>, Hamburg 2004, S. 69.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Michael L\u00f6wy\/Robert Sayre: <em>Romanticism against the Tide of Modernity<\/em>, Durham 2001.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Enzo Traverso: <em>M\u00e9lancolie de gauche: La force d\u2019une tradition cach\u00e9e, <\/em>Paris 2016. Vgl. dazu auch S.D. Chrostowska\/James D. Ingram (Hg.): <em>Political Uses of Utopia.<\/em> <em>New Marxist, Anarchist, and Radical Democratic Perspectives<\/em>, New York 2017.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Benjamin: Thesen, S. 701 und 704.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Ranci\u00e8re: Anachronismus, S. 49.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em>Der Literaturwissenschaftler <a style=\"color: #e63348;\" href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/eiden-offe.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Patrick Eiden-Offe<\/a> leitet am ZfL das Forschungsprojekt \u00bb<a style=\"color: #e63348;\" href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/theoriebildung-im-medium-von-wissenschaftskritik.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Theoriebildung im Medium von Wissenschaftskritik<\/a>\u00ab. Sein Beitrag erschien erstmals auf dem Faltplakat zum ZfL-Jahresthema 2019\/2020, \u00bb<a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/historisieren-heute.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Historisieren heute<\/a>\u00ab.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Patrick Eiden-Offe: Verrufenes historisieren, in: ZfL BLOG, 29.4.2019, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/04\/29\/patrick-eiden-offe-verrufenes-historisieren\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/04\/29\/patrick-eiden-offe-verrufenes-historisieren\/<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">].<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20190429-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20190429-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20190429-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/04\/29\/patrick-eiden-offe-verrufenes-historisieren\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"VERRUFENES HISTORISIEREN\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Patrick Eiden-Offe\",\n    \"givenName\": \"Patrick\",\n    \"familyName\": \"Eiden-Offe\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-0583-3944\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2019-04-29\",\n  \"datePublished\": 2019,\n  \"schemaVersion\": \"http:\/\/datacite.org\/schema\/kernel-4\",\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Das Elend der Philosophie seziert Marx das Vorgehen der \u00bbb\u00fcrgerlichen\u00ab \u00d6konomen in wenigen S\u00e4tzen: \u00bbDie \u00d6konomen verfahren auf eine sonderbare Art. 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