{"id":1083,"date":"2019-04-15T09:49:15","date_gmt":"2019-04-15T07:49:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=1083"},"modified":"2025-03-03T13:27:50","modified_gmt":"2025-03-03T11:27:50","slug":"ueber-kunst-wissenschaft-und-das-ende-der-natur-judith-elisabeth-weiss-im-gespraech-mit-regine-rapp-und-christian-de-lutz-von-art-laboratory-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/04\/15\/ueber-kunst-wissenschaft-und-das-ende-der-natur-judith-elisabeth-weiss-im-gespraech-mit-regine-rapp-und-christian-de-lutz-von-art-laboratory-berlin\/","title":{"rendered":"\u00dcBER KUNST, WISSENSCHAFT UND DAS ENDE DER NATUR. Judith Elisabeth Weiss im Gespr\u00e4ch mit Regine Rapp und Christian de Lutz von Art Laboratory Berlin"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>Die Natur steckt in einer doppelten Krise: Die \u00f6kologische Forschung sagt ihr angesichts des menschen<\/em><em>gemachten Klimawandels und des dramatischen Artensterbens d\u00fcstere Aussichten voraus. Gleichzeitig stimmen gegenw\u00e4rtige Theoriediskurse den Abgesang auf die Natur an, indem sie g\u00e4ngige philosophisch und politisch untermauerte Natur-\/Kultur-Konzepte aufk\u00fcndigen. Mit dem Schlagwort vom \u203aEnde der Natur\u2039 ist die Forderung verbunden, Natur nicht mehr als das Andere der Kultur zu begreifen, das es qua Verf\u00fcgungsgewalt zu beherrschen gilt. Jean-Jacques Rousseau befand schon im 18. Jahrhundert, dass der Mensch die Natur verlassen habe und es keinen Weg zur\u00fcck gebe, die Wirkungen eines urspr\u00fcnglichen Naturzustandes aber noch sp\u00fcrbar seien. Die aktuellen Diskurse radikalisieren diese Ansicht und versuchen den Begriff der Natur durch neue Wo<\/em><em>rtpr\u00e4gungen zu ersetzen. Diese sollen die Verwicklungen des Menschen deutlich machen, indem sie die Trennlinie zwischen Natur und Kultur aufheben.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em><!--more-->Die amerikanische Biologin und Wissenschaftsphilosophin Donna Haraway spricht beispielsweise lieber von \u00bbNatureCulture\u00ab, da die Auswirkungen menschlicher Technologien die Strukturen dessen ver\u00e4nderten, was einmal unter dem Begriff \u203aNatur\u2039 firmierte. Der franz\u00f6sische Soziologe Bruno Latour bevorzugt die Bezeichnung \u00bbNat\/Cul\u00ab und hat dar\u00fcber hinaus ein ganzes Begriffsarsenal parat: So wendet sich sein j\u00fcngst entwickeltes Konzept des \u203aTerrestrischen\u2039 unter anderem gegen eine Ikonographie des Gr\u00fcnen als Signum der Natur. Sch\u00fctzenswert sei demnach nicht eine Natur, die aus den gr\u00fcnen Anteilen unserer Erde besteht, sondern eine Naturkultur, die den Menschen als Teil des Nat\u00fcrlichen \u00fcberhaupt erst zu begreifen und einzubeziehen habe. Folgt man seiner Argumentation, dann ist unse<\/em><em>r Planet in ein Zeitalter eingetreten, in dem es einer politischen \u00d6kologie nicht einfach nur um Umweltschutz im Sinne einer gr\u00fcnen Bewegung gehen kann, sondern um die Frage gehen muss, wie wir mit allen Akteuren auf dieser Welt zusammenleben wollen.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>Eine Natur jenseits normativer anthropozentrischer Konzepte machen auch die Mitbegr\u00fcnder und Leiter des <a href=\"http:\/\/www.artlaboratory-berlin.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Art Laboratory Berlin (ALB),<\/a> die Kunsttheoretikerin und Kuratorin Regine Rapp und der K\u00fcnstler und Kurator Christian de Lutz, im Gespr\u00e4ch mit Kunstforum International geltend.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Die intensive Auseinandersetzung des ZfL-Forschungsschwerpunkts \u00bbLebenswissen\u00ab mit kritischer \u00d6kologie, mit Natur\/Kultur-Konzepten und der Verbindung von Biologie und Kulturwissenschaften anhand theoretischer Texte von Erich H\u00f6rl, Timothy Morton, Hubert Zapf, Ursula Heise, Didier Debaise, Catherine Malabou, Ernst Cassirer, Hans Blumen<\/em><em>berg und Bruno Latour gab den Anlass, das Gespr\u00e4ch mit dem Art Laboratory Berlin fortzusetzen.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>Die 2006 als gemeinn\u00fctziger Verein gegr\u00fcndete, mehrfach preisgekr\u00f6nte Institution versteht sich als eine internationale und interdisziplin\u00e4re Forschungs- und Ausstellungsplattform, die theoretische Reflexionen, wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Errungenschaften in die k\u00fcnstlerische Praxis einbezieht. Die in diesem Rahmen en<\/em><em>tstehende hybride Kunst l\u00e4sst k\u00fcnstlerische Forschung als Generator eigenst\u00e4ndiger Formen der Wissensbildung begreifen. Regine Rapp und Christian de Lutz betonen dabei vor allem den prozessorientierten Charakter ihrer Arbeit. Sie verstehen ihren Kunstraum als einen Ort, in dem sich Projekte \u00fcber einen langen Zeitraum \u2013 wie in einem Labor \u2013 in vielen verschie<\/em><em>denen Formaten transdisziplin\u00e4r entwickeln k\u00f6nnen. Die von ihnen herausgegebene Publikation <\/em>[macro]biologies &amp; [micro]biologies <em>(Berlin 2015) besch\u00e4ftigt sich mit dem \u00bbbiologischen Erhabenen\u00ab in der Kunst des 21. Jahrhunderts und greift dabei den aktuellen Diskurs der Lebenswissenschaften \u00fcber Konzepte von Natur, Welt, Organismen und die Rolle des Menschen auf.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">JEW: Art Laboratory Berlin wurde 2006 als Kunstverein von einem internationalen Team aus Kunsthistorikern und K\u00fcnstlern gegr\u00fcndet. Seither agieren Sie mit Ihrem Programm an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie. Wie wird der Br\u00fcckenschlag zwischen den Disziplinen konkret praktiziert?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">RR\/CdL: Seit neun Jahren \u2013 seitdem nunmehr wir beide das Art Laboratory Berlin leiten, Projekte kuratieren und Themen erforschen \u2013 verstehen wir unsere Institution als Kunst- und Forschungsplattform. Da wir uns stets mit der \u00fcbergeordneten Frage auseinandersetzen, wie wir Ph\u00e4nomene des 21. Jahrhunderts \u00fcber die Kunst verstehen k\u00f6nnen, kommen wir mehrheitlich mit K\u00fcnstlern in Kontakt, die sich intensiv mit (natur\u2011)wissenschaftlichen Themen und Fragestellungen besch\u00e4ftigen und meist auch mit (Natur\u2011)Wissenschaftlern zusammenarbeiten. Das gestaltet den Br\u00fcckenschlag recht einfach. Die K\u00fcnstler, die uns am meisten interessieren, sind jene, die traditionelle (post\u2011)moderne Medienprozesse und -ans\u00e4tze hinter sich gelassen und hybride Prozesse und Ans\u00e4tze entwickelt haben, die Wissenschaft und neue Technologien kritisch nutzen.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_1092\" aria-describedby=\"caption-attachment-1092\" style=\"width: 291px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1092\" src=\"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/5_Maja-300x177.jpg\" alt=\"\" width=\"291\" height=\"172\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/5_Maja-300x177.jpg 300w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/5_Maja-768x452.jpg 768w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/5_Maja.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 291px) 85vw, 291px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1092\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-family: helvetica;\">Maja Smrekar, K-9_topology: I Hunt Nature and Culture Hunts Me, 2014, Performance, Le Nadir, Bourges, Frankreich, Foto: Amar Belmabrouk, Courtesy: ALB<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ein pr\u00e4gnantes Beispiel ist die slowenische K\u00fcnstlerin Maja Smrekar: In ihrer Arbeit \u00bbEcce Canis\u00ab, Teil des l\u00e4nger angelegten Projekts \u00bb<a href=\"https:\/\/www.majasmrekar.org\/k-9topology-cyberarts-2017-prix-ars-electronica-exhibition\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">K9_Topology<\/a>\u00ab, erforschte sie Stoffwechselprozesse, die emotionale Impulse ausl\u00f6sen, die Menschen und Hunde aneinander binden und erfolgreich miteinander koexistieren lassen. Die Installation pr\u00e4sentiert Serotonin der K\u00fcnstlerin und ihres Border Collies Byron, das durch chemische Protokolle in einen Geruch verwandelt wurde und das man als chemisches Wesen dieser Mensch-Hund-Beziehung verstehen kann. F\u00fcr dieses Projekt hat Smrekar mit Naturwissenschaftlern des Instituts f\u00fcr Biochemie der Universit\u00e4t Ljubljana zusammen gearbeitet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Wir beide haben \u00fcber die Jahre hinweg eine offene Form entwickelt, die die k\u00fcnstlerische Arbeit stets in den Vordergrund stellt und die nicht die Theorie belegt, sondern an der sich die Theorie orientieren kann. Wir haben daf\u00fcr den Begriff \u203ainduktive kuratorische Praxis\u2039 entwickelt. Wir arbeiten von den k\u00fcnstlerischen Projekten und der Forschung ausgehend nach au\u00dfen; Theorie fungiert als Rahmen, aber nicht zwingend als Ausgangspunkt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Wir kommen nicht so sehr aus der Richtung des \u203anew curating\u2039. Vielmehr sehen wir unsere Rolle in jener Funktion, die das Kuratieren wortw\u00f6rtlich versteht: \u203acurare\u2039 als \u203asich k\u00fcmmern\u2039, unbedingt in Verbindung mit einer radikal neuen Kunstproduktion. K\u00fcmmern \u2013 praktisch und organisatorisch (z.B. Pflege von lebenden Organismen w\u00e4hrend der Ausstellungsdauer), aber auch theoretisch (an den Themen selbst forschen und eine sinnvolle Aufbereitung komplexer Themen f\u00fcr das Publikum finden). Auch der Br\u00fcckenschlag geh\u00f6rt hier dazu (z.B. Netzwerke zwischen K\u00fcnstlern und naturwissenschaftlichen Instituten herstellen).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Gibt es auch k\u00fcnstlerische R\u00fcckkoppelungen in die Naturwissenschaft hinein? Und wenn ja, wie sehen sie aus?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ja, in der Tat. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr ist die britische K\u00fcnstlerin Anna Dumitriu, die sich seit vielen Jahren auf hochintelligente und \u00e4sthetisch \u00fcberzeugende Weise mit Bakterien auseinandersetzt. Vor mehreren Jahren ist sie in das Gro\u00dfprojekt \u00bbModernising Medical Microbiology\u00ab der Universit\u00e4t Oxford und anderer Universit\u00e4ten Gro\u00dfbritanniens in Form einer unbefristeten Art Residency eingeladen worden, urspr\u00fcnglich in der Funktion einer \u00bbCommunication Person\u00ab. Doch im Laufe ihrer Arbeit hat sie eine gro\u00dfe Professionalit\u00e4t mit den mikrobiologischen Protokollen entwickelt. Sie konnte einigen ihrer naturwissenschaftlichen Kollegen wesentliche Impulse geben, die in deren Forschungsarbeiten und Denkweisen auch eingeflossen sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ein anderes interessantes Beispiel hat sich in Indonesien abgespielt. Dort gibt es seit vielen Jahren eine ganze Reihe von Art &amp; Science- und Do-it-yourself-Kollektiven, die auch mit Biologen aus dem akademischen Kontext zusammenarbeiten. Irfan Prijambada arbeitet als Professor an der Abteilung f\u00fcr Agrikulturelle Mikrobiologie der Gadjah Mada University in Yogyakarta. Vor ein paar Jahren hat er in einem Gespr\u00e4ch erkl\u00e4rt, dass ihn die Zusammenarbeit mit K\u00fcnstlern sehr inspiriert habe, weil sie ihn zu einer Reflexion \u00fcber seinen Forschungsbereich aus einer anderen Perspektive anregte. Da gebe es Fragen, die Naturwissenschaftler nie stellen w\u00fcrden. Er hat es sich schlie\u00dflich zur Aufgabe gemacht, seine Biologiestudenten dazu zu bringen, \u00fcber den Tellerrand hinauszuschauen und neue Denkweisen zu entwickeln. So wie Kunst und Wissenschaft neue epistemologische Territorien f\u00fcr K\u00fcnstler bieten, ist dies sicherlich auch f\u00fcr (Natur\u2011)Wissenschaftler der Fall, um ihre Forschung von au\u00dfen betrachten zu k\u00f6nnen und Auswege aus Sackgassen zu finden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Seit letztem Jahr f\u00fchren Sie mit dem Institut f\u00fcr Biotechnologie der Technischen Universit\u00e4t Berlin das Kooperationsprojekt <a href=\"https:\/\/www.forschung.tu-berlin.de\/servicebereich\/menue\/forschung_an_der_tu\/citizen_science_projekte_2018\/mind_the_fungi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00bbMind the Fungi\u00ab<\/a> durch, das sich der Erforschung lokaler Pilze und der aktuellen Pilzbiotechnologie widmet. Unter anderem geht es darum, zusammen mit Berliner B\u00fcrgern sowie K\u00fcnstlern und Designern neue Ideen und Technologien f\u00fcr pilz- und flechtenbasierte Materialien der Zukunft zu generieren. Warum gerade Pilze? Und welche Rolle spielt die Kunst dabei?<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_1094\" aria-describedby=\"caption-attachment-1094\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Mtf-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1094 size-medium\" src=\"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Mtf-2-300x99.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"99\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Mtf-2-300x99.jpg 300w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Mtf-2-768x252.jpg 768w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Mtf-2.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1094\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-family: helvetica;\">WALK &amp; TALK mit Theresa Schubert, Briesetal, Oktober 2018, Courtesy: ALB<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Pilze haben tats\u00e4chlich ein ph\u00e4nomenales Potential \u2013 als Material k\u00f6nnen sie\u00a0f\u00fcr Verpackungen, als Baustoff oder veganes Leder eingesetzt werden. Dieser nachhaltige Material-Shift k\u00f6nnte Leder und Zement abl\u00f6sen, beides Materialien, deren Herstellung nicht umweltfreundlich ist. Uns interessieren Pilze als nachwachsender Naturrohstoff.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Rolle der Kunst und des Designs spielen in unserem interdisziplin\u00e4ren Projekt eine elementare Rolle: Wir haben die K\u00fcnstlerin Theresa Schubert und die K\u00fcnstlerin-Designerin Fara Peluso ins Projekt geholt und k\u00f6nnen jetzt schon die Bereicherung des intensiven interdisziplin\u00e4ren Dialogs erkennen. Im letzten Herbst beispielsweise hat Theresa Schubert mit \u00bbWalks &amp; Talks\u00ab das Publikum in die Berliner und Brandenburger W\u00e4lder begleitet und k\u00fcnstlerisch, kulturhistorisch, performativ, aber auch wissenschaftlich ins Sammeln von Baumpilzen eingef\u00fchrt, unterst\u00fctzt durch unsere Kollegen aus der Biotechnologie der TU Berlin. Im Anschluss ging das Publikum ins Labor der Biotechnologen, und gemeinsam kultivierten wir das Pilzmaterial in Petrischalen. Das war eine sehr bemerkenswerte Station unseres Citizen-Science-Projekts, denn genau dieses Pilzmaterial stellt die Grundlage der derzeitigen Forschung in unseren Laboren dar. Zwischenzeitlich haben Theresa Schubert und Fara Peluso ihren Artist-in-Residence-Aufenthalt in den Laboren der Biotechnologen der TU Berlin gestartet. Und hier erweist sich das Art\/Science-Forschen als Mehrwert: K\u00fcnstler arbeiten gemeinsam mit den Biotechnologen am Pilzmaterial, um neue Anwendungen und Verwendungszwecke zu erproben, und produzieren eigene neue k\u00fcnstlerische Arbeiten. Das ist der ber\u00fchmte Moment des \u00bbThink-outside-the-box\u00ab! K\u00fcnftig wird auch Fara Peluso in einer Workshop-Reihe mit der \u00d6ffentlichkeit das Pilzmaterial experimentell erkunden. Das Artists-in-Residence-Programm bringt die beiden als konstruktive Ideengeberinnen ein \u2013 und erm\u00f6glicht dadurch projektimmanent kritische Fragen \u00fcber wissenschaftliches Forschen. Unser Ansatz, naturwissenschaftliche Forschung mit k\u00fcnstlerischer und designbasierter Forschung zu kombinieren, zeigt schon jetzt Fr\u00fcchte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Ist die Natur\u00e4sthetik am Ende, wie Hartmut B\u00f6hme j\u00fcngst fragte? Ist sie mit Blick auf die Debatten um Nachhaltigkeit vielleicht nur noch ein romantischer Rest einer Sehnsucht nach einer unversehrten Natur angesichts der \u00f6kologischen Katastrophe und angesichts der Technisierung, die in alle Bereiche unseres Lebens Einzug gehalten hat?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u203aNatur\u00e4sthetik\u2039 ist zum einen eine historische Reliquie, die mit der Dominanz der europ\u00e4ischen Zivilisation im 19. Jahrhundert zusammenfiel, weist aber zum anderen auch gewisse Resonanzen in anderen Kulturen auf \u2013 zum Beispiel die Darstellung von Landschaft, Flora und Fauna in der chinesischen und japanischen Malerei, was sich die fr\u00fche Moderne im \u00dcbrigen bereitwillig aneignete. Diese kulturellen Artefakte werden sicherlich f\u00fcr einige Zeit Teil unseres \u00e4sthetischen Werkzeugkastens bleiben. Aber es werden auch kritischere Standpunkte hinzukommen. Wiederum sind klare Grenzen hier illusorisch. Die meisten Biologen erkl\u00e4ren die Natur mit gro\u00dfer Emotion; nehmen wir etwa den Begriff \u203aBiophilia\u2039 von E. O. Wilson als aktuelles Konzept der \u203aLiebe zur Natur\u2039. F\u00fcr uns als Gesellschaft k\u00f6nnte es aufschlussreicher sein, die Natur sowohl auf der Ebene von Zellen, Genen und Enzymen als auch auf der Ebene von Tieren, Pflanzen oder Landschaften zu betrachten. Hier empfiehlt es sich, aus der anthropozentrischen Perspektive herauszutreten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Timothy Morton, Erich H\u00f6rl, Bruno Latour und Donna Haraway sind nur einige einer ganzen Reihe von Theoretikern, die sich, zumindest in einigen ihrer Publikationen, gegen Anthropozentrismus und damit auch gegen die Anthropoz\u00e4ndebatte positionieren. In Ihrer Besch\u00e4ftigung mit \u203aNonhuman Agents\u2039 und nichtmenschlicher Subjektivit\u00e4t verfolgen Sie eine \u00e4hnliche Sto\u00dfrichtung. K\u00f6nnen Sie kurz erl\u00e4utern, was Sie an diesen Theoremen interessiert?<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_1093\" aria-describedby=\"caption-attachment-1093\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Krauth-8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1093 size-medium\" src=\"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Krauth-8-300x186.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Krauth-8-300x186.jpg 300w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Krauth-8.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1093\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-family: helvetica;\">Alinta Krauth, Under-Mine, 2017, Interaktive Video-Installation, Still, Detail, Installationsansicht Nonhuman Subjectivities, Art Laboratory Berlin, 2017, Courtesy: ALB<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Unsere Reihe \u00bbNonhuman Subjectivities\u00ab basierte auf verschiedenen theoretischen \u00dcberlegungen, die den Anthropozentrismus kritisch hinterfragen und eine objektorientierte Sicht vorschlagen; dazu geh\u00f6ren sowohl die objektorientierte Ontologie als auch der Bereich des New Materialism. Wir wollten und wollen damit auf eine Realit\u00e4t verweisen, die nicht mehr nur durch anthropozentrische Parameter beschrieben werden kann \u2013 und damit nicht mehr linguistisch, kulturell, politisch oder historisch kodifiziert werden kann. Neben wesentlichen Theorien von Donna Haraway seien auch die Philosophin Karen Barad mit ihrer faszinierenden Theorie des <em>intra-acting<\/em> und die Anthropologin Anna Tsing zu nennen (eigentlich k\u00f6nnte man da schon von einer \u203aSchule von Santa Cruz\u2039 sprechen). Eine weitere Inspiration f\u00fcr uns war John Gray, dessen Buch <em>Straw Dogs<\/em> mit einer kritischen Abrechnung des Humanismus in theoretischen Kreisen unserer Meinung nach unterbewertet wurde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ja, wir interessieren uns tats\u00e4chlich f\u00fcr eine Abkehr von der traditionellen westlichen Perspektive. Wir glauben, dass der Erfolg, vielleicht sogar das \u00dcberleben unserer Kultur ironischerweise davon abh\u00e4ngt, ob unsere Spezies als Teil eines komplexen Systems \u2013 oder einer Menge von Systemen \u2013 verstanden wird. Dass diese \u203aWeltanschauung\u2039 naturwissenschaftlich genauer gefasst werden kann als der Ansatz der Moderne, macht das Ganze noch ph\u00e4nomenaler. Die Erkenntnis, dass der moderne Individualismus eine Selbstt\u00e4uschung ist, dass die meisten unserer Entscheidungen nicht nur auf unserer eigenen Biochemie beruhen, sondern auch auf der Biochemie der vielen Mikroben, die uns bewohnen, ist faszinierend. Es gibt uns auch die M\u00f6glichkeit, Potentiale jenseits des Individuums zu entdecken. Wenn die Natur, wie Sie vorgeschlagen haben, ein \u00dcberrest der romantischen \u00c4ra ist, dann ist es die Vorstellung vom individuellen k\u00fcnstlerischen Genie auch. Wie viel interessanter wird doch kreatives Potential, wenn es sich um etwas handelt, das aus der Zusammenarbeit oder sogar aus kollektivem Engagement entsteht? Hier sind andere Teile der Welt, wie Indonesien, besonders interessant und Europa weit voraus. Und auch andere Gemeinschaften, wie zum Beispiel Hacker- und Do-it-yourself- bzw. Do-it-with-others-Bewegungen, sind den K\u00fcnsten voraus. Nicht ohne Grund betont ja Richard Grusin im Vorwort des Sammelbandes <em>The Nonhuman Turn<\/em>, dass beinahe jedes Problem des 21. Jahrhunderts (Klimawandel, D\u00fcrre, Biotechnologien) unmittelbar mit dem Nichtmenschlichen verbunden ist (mit Tieren, K\u00f6rpern, Maschinen oder organischen und geophysikalischen Systemen). Dieses Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine intensive Auseinandersetzung mit dem Nichtmenschlichen kann man nur unterst\u00fctzen. Und so haben wir versucht, mit Ausstellungen, Seminaren, Workshops und einer abschlie\u00dfenden Konferenz einen Beitrag dazu zu leisten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Unsere Konferenz \u00bbNonhuman Agents\u00ab vom November 2017 kann man auch als Antwort auf Ihre Frage nehmen: Das interdisziplin\u00e4re Symposium begann mit einer Reflexion \u00fcber den Post-Anthropozentrismus; wir haben unterschiedliche Formen der Intelligenz (menschliche, tierische und pflanzliche) befragt und Begriffe wie \u203aAgency\u2039 (Handlungsf\u00e4higkeit) und \u203aSentience\u2039 (Empfindungsf\u00e4higkeit) genauer zu definieren versucht. Wir haben \u00fcber das Ph\u00e4nomen der Pilze (das Myzel, das Internet von B\u00e4umen oder Hefen) und Formen mikrobieller Handlungsf\u00e4higkeiten (z.B. das Quorum sensing oder Biofilme) diskutiert und Formen der Mikrosubjektivit\u00e4t untersucht. In unserer Auseinandersetzung mit dem Mikrobiom bis hin zur Ethologie f\u00fcr die technowissenschaftliche \u00c4ra haben wir stets versucht, wichtige internationale Denker sowohl aus der k\u00fcnstlerischen Forschung wie auch den Geistes- und Naturwissenschaften zu vereinen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Schlie\u00dflich hat sich auch im Kontext unserer Projekte \u00bbNonhuman Subjectivities\u00ab und \u00bbNonhuman Agents\u00ab ein Ph\u00e4nomen bemerkbar gemacht, das wir derzeit weiter erforschen: Es geht um das Ph\u00e4nomen einer nichtrepr\u00e4sentativen Kunst. Die K\u00fcnstler befassen sich in offenen, zug\u00e4nglichen Formaten mit Biomaterie, ohne sie anschlie\u00dfend in ein traditionelles k\u00fcnstlerisches Format zur\u00fcckzubinden (etwa in ein Gem\u00e4lde). Das Repr\u00e4sentieren wird zugunsten einer unmittelbaren k\u00fcnstlerischen Auseinandersetzung mit der Materie bewusst unterlaufen. Faszinierend ist bei diesem k\u00fcnstlerischen Paradigma, dass man verst\u00e4rkt das offene und fl\u00fcchtige Format der Performance und kollaborative Arbeitsformen antreffen kann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Sich mit Natur auseinanderzusetzen \u2013 ob sie nun k\u00fcnstlich, nat\u00fcrlich oder im Verschwinden begriffen sei \u2013 bedeutet heute, die Rahmenbedingungen und Grundlagen unserer Existenz unter die Lupe zu nehmen. Die Kunst der Gegenwart bewegt sich zwischen Kultur-Technologie-Natur-Konstrukten bis hin zu poetischen Zugriffen auf eine Natur, die nach wie vor Ideengeberin und Stofflieferantin ist. Wo steht die Natur nach Ihrer Auffassung heute?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Am Ende ihres spannenden Buches <em>Symbiotic Planet<\/em> stellte Lynn Margulis die Frage, ob unsere Spezies wirklich in der Lage sei, die Natur zu zerst\u00f6ren. Es hat eine wirklich erfrischende Wirkung, sich einige Passagen ihres Buches (das \u00fcbrigens inzwischen auch auf Deutsch erschienen ist) vor Augen zu f\u00fchren. An einer Stelle schrieb sie sinngem\u00e4\u00df, dass wir Menschen der Natur kein Ende setzen k\u00f6nnen; eigentlich k\u00f6nnen wir nur eine Bedrohung f\u00fcr uns selbst darstellen. Sie fand die Vorstellung, dass der Mensch alles Leben zerst\u00f6ren k\u00f6nnte, l\u00e4cherlich angesichts der Tatsache, dass Bakterien in den Gew\u00e4ssern der Kernkraftwerke und in kochend hei\u00dfen Quellen bestens leben k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Eine fantastische und ironische Abrechnung mit dem anthropozentrischen Naturkonzept stellt das <a href=\"https:\/\/www.postnatural.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Center for PostNatural History <\/a>dar, ein langfristig angelegtes k\u00fcnstlerisches Projekt in Pittsburgh. Es versteht sich als Kunst- und Forschungsprojekt, das sich mit der Geschichte der Manipulation von Lebensformen durch die Menschheit befasst, von der fr\u00fchen Landwirtschaft bis zur genetischen Ver\u00e4nderung. Eine Arbeit aus diesem Projekt, \u00bbPostNatural Organisms of the European Union\u00ab, war 2014 im Art Laboratory Berlin zu sehen: Sie stellt eine Art Museum dar, das Biofakte von lebenden, konservierten und dokumentierten Organismen pr\u00e4sentiert \u2013 also europ\u00e4ische Exemplare, die durch menschliche Eingriffe ver\u00e4ndert wurden. Unter anderem konnten die Besucher da einen roten Kanarienvogel und eine transgene M\u00fccke zur Bek\u00e4mpfung der Malaria studieren oder etwas \u00fcber das Svalbard-Samengew\u00f6lbe in Nordnorwegen in Erfahrung bringen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Wenn wir \u00fcber die gegenw\u00e4rtig modische Infragestellung des Begriffes \u203aNatur\u2039 hinausgehen und \u203aNatur\u2039 als Leben auf unserem Planeten definieren (von dem wir nat\u00fcrlich ein Teil sind), haben wir es mit einem Paradoxon zu tun. Auf der einen Seite gibt es eine Biodiversit\u00e4tskrise von noch nicht definierbarer Gr\u00f6\u00dfe. Das ist nicht neu, und Homo sapiens war wahrscheinlich schon lange vor der Jungsteinzeit f\u00fcr die Zerst\u00f6rung der europ\u00e4ischen, asiatischen und amerikanischen Megafauna verantwortlich. Auf der anderen Seite ist der Planet auf mikrobieller Ebene erstaunlich reich. Das sogenannte Anthropoz\u00e4n ist eigentlich doch nur ein kleiner Fleck in einer planetarischen, von Bakterien dominierten Geschichte, heute wie fr\u00fcher.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Der gegenw\u00e4rtige Trend, den Begriff der Natur infrage zu stellen oder durch den Begriff \u203aAnthropoz\u00e4n\u2039 auszudr\u00fccken, hat letztendlich ja auch etwas mit der Unf\u00e4higkeit der Geisteswissenschaften zu tun, sich mit einer Weltanschauung auseinanderzusetzen, in der die Menschheit nicht eines der Zentren oder gar das Zentrum des Universums ist. Selbst als Zerst\u00f6rer ist unsere Rolle im Vergleich zu Cyanobakterien recht unbedeutend. Die Philosophin Rosi Braidotti fordert in ihrem Werk \u00fcber den Posthumanismus mit gutem Grund unter anderem, dass wir Wissenschaftler noch viel interdisziplin\u00e4rer arbeiten m\u00fcssen \u2013 und zwar die Geistes- mit den Naturwissenschaftlern zusammen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em><span style=\"color: #e63348;\">Judith Elisabeth Weiss ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZfL und leitet das Teilprojekt <a style=\"color: #e63348;\" href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/urform-und-umbildung.html\">\u00bbUrform und Umbildung\u00ab<\/a> des Verbundprojektes \u00bbBildvorlagen\u00ab. Sie ist Mitherausgeberin des ausstellungsbegleitenden Bandes <a href=\"https:\/\/www.wallstein-verlag.de\/9783835334670-von-pflanzen-und-menschen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00bbVon Pflanzen und Menschen. Leben auf dem gr\u00fcnen Planeten\u00ab<\/a> (im Auftrag des Deutschen Hygiene-Museums Dresden).<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Siehe den Themenband <em>Kunstnatur\u00a0|\u00a0Naturkunst. Natur in der Kunst nach dem Ende der Natur<\/em>, <em>Kunstforum International<\/em> Bd. 258, 2019, S. 161-167.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: \u00dcber Kunst, Wissenschaft und das Ende der Natur. Judith Elisabeth Weiss im Gespr\u00e4ch mit Regine Rapp und Christian de Lutz von Art Laboratory Berlin, in: ZfL BLOG, 15.4.2019, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/04\/15\/ueber-kunst-wissenschaft-und-das-ende-der-natur-judith-elisabeth-weiss-im-gespraech-mit-regine-rapp-und-christian-de-lutz-von-art-laboratory-berlin\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/04\/15\/ueber-kunst-wissenschaft-und-das-ende-der-natur-judith-elisabeth-weiss-im-gespraech-mit-regine-rapp-und-christian-de-lutz-von-art-laboratory-berlin\/<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">].<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20190415-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20190415-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20190415-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/04\/15\/ueber-kunst-wissenschaft-und-das-ende-der-natur-judith-elisabeth-weiss-im-gespraech-mit-regine-rapp-und-christian-de-lutz-von-art-laboratory-berlin\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"\u00dcBER KUNST, WISSENSCHAFT UND DAS ENDE DER NATUR. 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Gleichzeitig stimmen gegenw\u00e4rtige Theoriediskurse den Abgesang auf die Natur an, indem sie g\u00e4ngige philosophisch und politisch untermauerte Natur-\/Kultur-Konzepte aufk\u00fcndigen. Mit dem Schlagwort vom \u203aEnde der Natur\u2039 ist die Forderung verbunden, Natur nicht <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/04\/15\/ueber-kunst-wissenschaft-und-das-ende-der-natur-judith-elisabeth-weiss-im-gespraech-mit-regine-rapp-und-christian-de-lutz-von-art-laboratory-berlin\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[299,301,93,129,302,300,298],"class_list":["post-1083","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einblick","tag-art-laboratory-berlin","tag-biotechnologie","tag-lebenswissen","tag-natur","tag-naturaesthetik","tag-transdisziplinaritaet","tag-zeitgenoessische-kunst"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1083","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1083"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1083\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3634,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1083\/revisions\/3634"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}