{"id":1143,"date":"2019-05-29T11:26:24","date_gmt":"2019-05-29T09:26:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=1143"},"modified":"2025-03-03T13:18:25","modified_gmt":"2025-03-03T11:18:25","slug":"der-elefant-im-raum-ein-gespraech-von-pola-gross-mit-kathrin-roeggla","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/05\/29\/der-elefant-im-raum-ein-gespraech-von-pola-gross-mit-kathrin-roeggla\/","title":{"rendered":"DER ELEFANT IM RAUM. Ein Gespr\u00e4ch von Pola Gro\u00df mit Kathrin R\u00f6ggla"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>Noch bis einschlie\u00dflich 2. Juni ist in der Berliner Akademie der K\u00fcnste das Ausstellungsprojekt <\/em>Der Elefant im Raum<em> der Schriftstellerin <a href=\"https:\/\/www.kathrin-roeggla.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kathrin R\u00f6ggla<\/a> zu sehen. Es ist Teil der gro\u00dfen k\u00fcnstlerisch-experimentellen Werkstatt <\/em><a href=\"https:\/\/www.adk.de\/de\/projekte\/2019\/wo-kommen-wir-hin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">wo kommen wir hin<\/a><em>, die sie zusammen mit dem Komponisten Manos Tsangaris und der bildenden K\u00fcnstlerin Karin Sander initiiert hat. Durch die Kontrastierung verschiedener Medien und Materialien und die labyrinthische Bewegung der Besucher*innen im Geb\u00e4ude schafft die Ausstellung R\u00e4ume, in denen Spannungsfelder zwischen Sicht- und Unsichtbarkeit, zwischen Sprechen, Gespr\u00e4ch und Unterbrechung sowie zwischen An- und Abwesenheit sp\u00fcrbar werden. Mit Kathrin R\u00f6ggla sprach dar\u00fcber Pola Gro\u00df.<\/em><!--more--><\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">PG: Was war der Ausgangspunkt eures gemeinsamen Projekts <\/span><\/em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">wo kommen wir hin<\/span><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">?<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">KR: Wir haben dar\u00fcber diskutiert, wie man \u00fcber \u00e4sthetische Formen und Formierungen heute \u00fcberhaupt noch sprechen kann. Wir erleben es so, dass, wenn es um das Verh\u00e4ltnis von Politik und Kunst geht, im Kunstbetrieb vor allem Themenausstellungen gemacht werden \u2013 wie beispielsweise zur Fl\u00fcchtlingskrise, zum Klimawandel \u2013 und uns war das zu illustrativ. Wir wollten das umkehren und als politisch denkende Menschen von unserer k\u00fcnstlerischen Arbeit her, mit unseren Werkzeugk\u00e4sten, dar\u00fcber nachdenken, wie sich die Politik der \u00c4sthetik bedient und wie sie Formen und Sachverhalte instrumentalisiert. Zugleich wollten wir nach der Verbindung von Form und politischem Inhalt fragen und herausfinden, ob Kunst noch widerst\u00e4ndig sein kann und was der Zukunftsbegriff damit zu tun hat. Wir haben in drei verschiedenen Projekten unsere jeweiligen Zugangsweisen gew\u00e4hlt und meine ist der Elefant im Raum.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"> Und wie bist du auf den Elefanten gekommen?<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Eigentlich bin ich sehr fr\u00fch schon auf den Gedanken gekommen, dass f\u00fcr mich diese Redewendung einen Knotenpunkt darstellt. \u203aDer Elefant im Raum\u2039 ist ein Problem, das alle Anwesenden wahrnehmen, aber keiner traut sich, es anzusprechen. Der Elefant ist eine formale Figur, eine \u00e4sthetische Figur, er wird aber auch als rhetorische Figur politisch missbraucht. Sie hat hohen politischen Gehalt und ist als solche eine Art Bruchstelle des \u00f6ffentlichen Diskurses. Und sie bezeichnet eine soziale und kommunikative Krise gleicherma\u00dfen. Damit ist sie auch eine sehr gegens\u00e4tzliche und in sich widerspr\u00fcchliche Figur, denn der Elefant hat Masse, ist eine gro\u00dfe, pr\u00e4sent wirkende Figur, ist aber gleichzeitig nicht wirklich da. Wir wissen, wir m\u00fcssten, und trotzdem k\u00f6nnen wir nicht dr\u00fcber reden. Er taucht auf, und in dem Moment, wo er voll da ist, verschwindet er.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Das ist paradox, denn eigentlich ist der Elefant ja ein sehr raumeinnehmendes Tier. Welche Rolle spielt der Raum in deinem Projekt?<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die K\u00fcnstler Mark Lammert, Eran Schaerf, Leopold von Verschuer und ich, wir haben diesen <em>Elefant im Raum<\/em> gemeinsam entwickelt und viele andere K\u00fcnstler*innen, unter anderem Alexander Kluge, mit ins Boot geholt. Dadurch dass wir nicht einen Raum alleine bespielen, sondern verschiedene R\u00e4ume miteinander verkn\u00fcpfen, kann es <em>den einen<\/em> Raum gar nicht geben. Gerade im Akademiegeb\u00e4ude am Hanseatenweg kann man das gut zeigen. Wir konnten das halbprivate Atelier, in dem Samuel Beckett zeitweilig gewohnt hat, mit dem \u00f6ffentlichen Ausstellungsraum und einem halb\u00f6ffentlichen Produktionsraum verbinden, um zu zeigen, dass es f\u00fcr den Elefanten immer ein Netzwerk aus R\u00e4umen gibt \u2013 \u00f6ffentliche R\u00e4ume werden konstruiert und immer wieder neu hergestellt, sie existieren nie alleine.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"> In vielen deiner fr\u00fcheren Arbeiten, wie beispielsweise in den Texten aus <\/span><\/em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">die alarmbereiten<\/span><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">, thematisierst du bewusst produzierte Dynamiken medialer Katastrophendiskurse. Steht diese Diagnose nicht im Widerspruch zum Elefanten im Raum? Oder gibt es Ber\u00fchrungspunkte?<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"> Im Widerspruch w\u00fcrde ich nicht sagen. Die Katastrophengrammatiken werden ja zu einem gewissen Teil instrumentell benutzt. Wenn man politisch etwas durchsetzen will, benutzt man bestimmte Narrative, gewisse Dynamiken, um etwas zu lancieren und durchzubringen. Der Elefant wird auch rhetorisch instrumentalisiert. Aber er ist so vielschichtig! Deswegen ist es schwer, da eine eindeutige Antwort zu geben. Er lebt auf politischem, sozialem und psychologischem Gebiet.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Ich w\u00fcrde auch die Ber\u00fchrungspunkte betonen. Denn der Elefant im Raum steht ja gerade auch f\u00fcr dieses permanente Reden, w\u00e4hrend zugleich kleingehalten wird, wor\u00fcber man eigentlich reden m\u00fcsste. Und das korrespondiert mit dem medialen Katastrophendiskurs, in dem st\u00e4ndig geredet \u2013 oder wie du schreibst \u2013 nur noch \u201ealarmiert\u201c wird, das tats\u00e4chliche Leid aber \u00fcberhaupt nicht mehr zur Sprache kommt.<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ja genau, das geh\u00f6rt zusammen. Es wird \u00fcber die falschen Dinge gesprochen. Obwohl oder indem man permanent spricht, wird etwas anderes unterdr\u00fcckt. Daher verbinde ich mit dem Elefanten im Raum auch das Reden \u00fcber \u00c4ngste. Das sind nicht unbedingt die gro\u00dfen Zukunfts\u00e4ngste, sondern situative, allt\u00e4gliche. Der Elefant kann \u00fcberall und permanent auftauchen. Diese Angst hat ein anderes Tempo oder einen anderen Rhythmus als die Panik der Katastrophenerz\u00e4hlung. Es geh\u00f6rt aber zusammen, ist schwer zu trennen, aber es ist auch eine andere Perspektive, mehr aus der Situation heraus. Nat\u00fcrlich spielt beim Elefanten auch eine Rolle, darauf ist auch Mark Lammert sofort angesprungen, dass dieses Tier ein koloniales Zeichen ist. Die Redewendung bezeichnet ja nicht zuf\u00e4llig einen Elefanten, sondern die Ursprungsgeschichte ist auch eine koloniale Geschichte. Da spielt etwas rein, was vielleicht unser gesellschaftlich Unbewusstes angeht.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Darauf hast du ja auch in deiner Er\u00f6ffnungsrede und in der szenischen Lesung von George Orwells Essay <\/span><\/em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Einen Elefanten erschie\u00dfen<\/span><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"> verwiesen. Die Verbindung von Elefant und Politik ist mir dar\u00fcber klarer geworden.<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ja, genau, das h\u00e4ngt zusammen.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Die Ausstellung umfasst nicht nur verschiedene R\u00e4ume und Perspektiven, ihr arbeitet alle auch multi- und transmedial, das hei\u00dft, ihr setzt unterschiedliche Medien parallel ein oder eure Arbeiten selbst wechseln das Medium. Ich habe das als einen Versuch verstanden \u2013 und ich glaube die Formulierung stammt von Alexander Kluge \u2013, Zusammenhang herzustellen. Und zwar einen Zusammenhang, der sich der einfachen Erkl\u00e4rung oder eines schnell konsumierbaren Newsflash verweigert. Wie w\u00fcrdest du das beschreiben?<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Absolut. F\u00fcr mich war unser gemeinsames Auftreten und Arbeiten sehr wichtig. Und es hat eine Form gefunden, die sehr schwer zu kommunizieren ist. Sie ist vielschichtig und weit entfernt von Ausstellungen, wie man sie meist erleben kann. Es ist nicht so, dass man irgendwo reingeht und dann sieht man drei Installationen und dann ist gut. Wir haben viele performative Elemente drin, es war und ist etwas zwischen Festival und Ausstellung, man h\u00f6rt sehr viel, sieht auch viel &#8211; es ist wirklich eine eigene Sache geworden und darum ging es uns auch. Und es war uns ein Anliegen, in diesem Miteinander-Nachdenken gemeinsam ein St\u00fcck weiterzukommen und nicht irgendwie nur egoshooterm\u00e4\u00dfig das auszustellen, was man auch woanders gemacht h\u00e4tte.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">In der Ausstellung gibt es vier von euch gestalteten Zeitungen, die man sich einfach mitnehmen kann und die noch mal einen weiteren Zusammenhang er\u00f6ffnen. Hier finden sich Texte, Interviews und Briefe, aber auch Bildmaterial, Zeichnungen und Fotos, die miteinander kombiniert sind, die aufeinander und auf die Ausstellung verweisen. Meiner Ansicht nach ist aber doch der Text dominierend. Sind die Zeitungen deine literarische Antwort auf den Elefanten im Raum?<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Das w\u00fcrde ich so nicht sagen, wir haben sechs Stunden Audiomaterial, da habe ich im Grunde wahnsinnig viel Text f\u00fcr geschrieben. Daher ist eigentlich die Audioinstallation meine literarischste Antwort. Ich w\u00fcrde sagen, die Zeitschriften decken Verschiedenes ab. Meine ist sicher textbasiert, Eran Schaerf hat sich auch f\u00fcr einigen Text entschieden, er arbeitet ja auch zwischen den Medien. Mark Lammert hat sich f\u00fcr reine Bildstrecken entschieden. Und ja, es stimmt schon, die vierte Zeitschrift, die Anthologie, die ich herausgegeben habe, die ist komplett auf meinen Mist gewachsen, die ist dann wieder sehr textbasiert. Da wollte ich dann gezielt Schriftstellerkolleg*innen einbinden.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Ich meine mit dem Literarischen vielleicht auch zweierlei, zun\u00e4chst recht profan den textbasierten Zugang, dann aber vor allem deine ganze Herangehensweise, die ich als literarisch beschreiben w\u00fcrde \u2013 ganz klar auch bei deinen H\u00f6rproduktionen. Und bei den Zeitungen f\u00e4llt ja sofort auf, dass das keine Zeitungen im \u00fcblichen Sinne sind, sondern literarisch gestaltete Publikationen.<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Das sind Kunstobjekte, ja.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Gerade in der von dir gestalteten Zeitung finden sich sehr viele literarische Bez\u00fcge. Du erw\u00e4hnst die Autoren Thomas Melle, Eug\u00e8ne Ionesco und andere, weist auf Mark Twains Erz\u00e4hlung vom gestohlenen Elefanten hin und nennst Michel Foucault einen Elefantenschriftsteller. Auf der Titelseite deiner \u2013 ich nenne sie jetzt so \u2013 literarischen Zeitschrift finden sich Ausschnitte von Website-Adressen. Wenn man genau hinschaut, erkennt man den Link zu dem Dokumentarfilm <\/span><\/em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Die Frau mit den 5 Elefanten<\/span><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"> von 2009. Der Film portr\u00e4tiert Swetlana Geier, eine der bekanntesten \u00dcbersetzerinnen russischer Literatur ins Deutsche. Sie bezeichnete die Neu\u00fcbersetzung der f\u00fcnf gro\u00dfen Romane von Fjodor Dostojewskij als ihre \u00bbf\u00fcnf Elefanten\u00ab. Daher doch noch einmal: Welche Rolle hat die Literatur in dieser Arbeit gespielt?<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Der Elefant ist erstmal eine literarische Figur und er kommt auch aus der Literatur. Es geht um Sprache. Es geht darum, was nicht adressiert werden kann. Und die Frage danach, was nicht kommuniziert werden kann, ist ja verbunden mit Sprache. Es geht um Erz\u00e4hlung und Dramaturgie \u2013 das sind sehr viele F\u00e4hrten, die dann in die Literatur hineinf\u00fchren und mich interessiert diese Vielschichtigkeit und Ambivalenz. Mit dem Nachdenken \u00fcber den Elefanten im Raum kommt man auf sehr verschiedene literarische Verfahrensebenen. Die Redewendung verweist auf das Erscheinen und Wieder-Verschwinden, auf Pl\u00f6tzlichkeit, sie hat etwas zu tun mit Thematisieren und Nicht-Thematisieren, mit der Frage, ob man richtig sitzen kann in seiner eigenen Sprache oder nicht, also auch mit der Frage, was Fremdsprache ist.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Auch etwas mit Konstruktion, oder?<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ja. Was sind vorherrschende Narrative, was sind Konstruktionen? Ich habe mir ein Dreivierteljahr Zeit genommen und mit Eran Schaerf und Mark Lammert einen Briefverkehr gef\u00fchrt, der auch in der Zeitung abgedruckt ist, und mich darin auf die Suche nach dem Narrativ des Elefanten im Raum begeben. Da habe ich sehr viel gefunden und das ist schon erstmal ein sehr literarisches Feld. Meine Kolleg*innen aus den anderen Kunstsparten haben so ein bisschen geschmunzelt und ich h\u00f6rte auch, das ist typisch Schriftstellerin, dass ich diesen Titel ausw\u00e4hle.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"> Das ist interessant, da man deine Ausstellung auf den ersten Blick ja nicht sofort mit Literatur assoziieren w\u00fcrde. Diese findet sich eher in deinem literarischen Zugang, den Bild-Text-Kombinationen, den H\u00f6rstationen und nicht zuletzt in den Zeitschriften. Diese bieten noch einmal eine andere Voraussetzung daf\u00fcr, Zusammenhang herzustellen, n\u00e4mlich \u00fcber die M\u00f6glichkeit, sich Zeit zu nehmen. Man kann Texte noch einmal nachlesen, wieder lesen, in Kontext mit seinen Erinnerungen an die Ausstellung bringen.<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Wiederholung ist drin. Manchmal. Und dann sozusagen immer in ver\u00e4nderter Form. <em>(Lacht)<\/em><\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">In der Ausstellung gibt es eine Station, an der man zuh\u00f6ren kann, wie der Schriftsteller Doron Rabinovici dir \u00fcber eine halbe Stunde lang Witze erz\u00e4hlt. Daher zum Abschluss: Hast du einen Lieblings-Elefantenwitz?<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>(Lacht<\/em>) Da muss ich \u00fcberlegen. Ich hab einen in Erinnerung, den finde ich eigentlich im Rahmen der Ausstellung am lustigsten: Woran erkennt man, dass ein Elefant im K\u00fchlschrank ist?<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Mmh, den hab ich wohl nicht mitbekommen \u2011 wei\u00df ich nicht.<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">An den Fu\u00dfstapfen in der Butterdose.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>(Beide lachen.)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Der ist so absurd, deswegen mag ich ihn. Es gibt \u00fcbrigens Elefantenwitze, die sich Kinder erz\u00e4hlen, wenn sie so zwischen sechs und acht sind, die erz\u00e4hlen sie sich nur in diesem Alter und da gibt\u2019s ganz viele Elefant und Maus-Witze. Weil die Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse irgendwie lustig sind oder eine Rolle spielen.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Ein Witz ist auch, dass der Elefant das politische Wappentier der US-Republikaner ist.<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ja! Die verwenden die Redewendung \u00f6fter mal, aber zu rein instrumentellen Zwecken. Und ich will ihn quasi wieder befreien, befreien aus den F\u00e4ngen der Republikaner!<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Das ist ein gutes Schlusswort!<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>Die Literaturwissenschaftlerin <a href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/gross.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pola Gro\u00df<\/a> bearbeitet am ZfL das Forschungsprojekt \u00bb<a href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/stil-und-kitsch-um-1900.html\">Stil und Kitsch um 1900<\/a>\u00ab.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Der Elefant im Raum. Ein Gespr\u00e4ch von Pola Gro\u00df mit Kathrin R\u00f6ggla, in: ZfL BLOG, 29.5.2019, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/05\/29\/der-elefant-im-raum-ein-gespraech-von-pola-gross-mit-kathrin-roeggla\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/05\/29\/der-elefant-im-raum-ein-gespraech-von-pola-gross-mit-kathrin-roeggla\/<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">].<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20190529-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20190529-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20190529-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/05\/29\/der-elefant-im-raum-ein-gespraech-von-pola-gross-mit-kathrin-roeggla\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"DER ELEFANT IM RAUM. 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