{"id":1222,"date":"2019-10-24T10:47:31","date_gmt":"2019-10-24T08:47:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=1222"},"modified":"2025-03-03T13:02:12","modified_gmt":"2025-03-03T11:02:12","slug":"jana-lubasch-halina-hackert-ruth-huebner-umwuchtungen-die-wechselvolle-geschichte-der-zfl-bibliothek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/10\/24\/jana-lubasch-halina-hackert-ruth-huebner-umwuchtungen-die-wechselvolle-geschichte-der-zfl-bibliothek\/","title":{"rendered":"Jana Lubasch, Halina Hackert, Ruth H\u00fcbner: \u00bbUmwuchtungen\u00ab. DIE WECHSELVOLLE GESCHICHTE DER ZfL-BIBLIOTHEK"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">F\u00fcr Jorge Luis Borges ist die Bibliothek Ort unermesslichen Wissens und Metapher f\u00fcr die Unendlichkeit.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Umberto Eco beschreibt sie in <em>Der Name der Rose <\/em>als einen Raum voller Kr\u00e4fte, als Schatzhaus voller Geheimnisse. M\u00f6gen sich die Bibliotheken \u00fcber die Jahrhunderte auch einen Teil dieses Zaubers bewahrt haben, sind sie heute mehr denn je moderne Informationseinrichtungen in einer digitalen Gesellschaft. Vor allem in gro\u00dfen wissenschaftlichen Bibliotheken ist dieser Wandel sp\u00fcrbar; als Dienstleistungsunternehmen ist ihre Atmosph\u00e4re von Betriebsamkeit und Anonymit\u00e4t gepr\u00e4gt. Kleinere Institutsbibliotheken hingegen haben sich st\u00e4rker einen Teil des Magischen bewahren k\u00f6nnen. In gewisser Weise verf\u00fcgen sie \u00fcber eine besondere Atmosph\u00e4re, einen \u00bbspirit\u00ab, geformt von dem Ort selbst und den dort anwesenden Menschen.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Auch in der Bibliothek des Leibniz-Zentrums f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung (ZfL) liegt ein ganz besonderer B\u00fccherduft in der Luft, in dem die Zeit konserviert scheint. Die Geschichte dieser Bibliothek ist gepr\u00e4gt von etlichen Br\u00fcchen und Umbr\u00fcchen und spiegelt damit, gleichsam als Ged\u00e4chtnis ihrer wechselnden Tr\u00e4gereinrichtungen, nicht zuletzt auch deutsch-deutsche Geschichte wider.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\">Gr\u00fcndung<\/span><\/h4>\n<figure id=\"attachment_1280\" aria-describedby=\"caption-attachment-1280\" style=\"width: 199px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/StempelDAdW2-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1280 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/StempelDAdW2-Kopie-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/StempelDAdW2-Kopie-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/StempelDAdW2-Kopie-768x1157.jpg 768w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/StempelDAdW2-Kopie-680x1024.jpg 680w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/StempelDAdW2-Kopie-1200x1808.jpg 1200w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/StempelDAdW2-Kopie.jpg 1734w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 85vw, 199px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1280\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Es l\u00e4sst sich keine genaue Geburtsstunde der Bibliothek ausmachen. Vielmehr hat sie \u2013 wie das im Zuge der Reform der Akademie der Wissenschaften der DDR aus dem Institut f\u00fcr deutsche Sprache und Literatur hervorgegangene Zentralinstitut f\u00fcr Literaturgeschichte, aus dem sich seinerseits das ZfL entwickelt hat \u2013 eine l\u00e4ngere Vorgeschichte. Dabei war die Geschichte der Bibliothek bis zum Ende der DDR eng an die Akademie gebunden. Den Grundstock ihres Bestandes bildete die Sammlung des Instituts f\u00fcr deutsche Sprache und Literatur (IDSL), das 1952 an der Akademie gegr\u00fcndet wurde und vor allem in den ersten Jahren als wichtiger Ort der gesamtdeutschen Germanistik galt (Abb. 1). Neben der zentralen Institutsbibliothek, die ihren Sitz in der Otto-Nuschke-Stra\u00dfe 22\/23 (heute J\u00e4gerstra\u00dfe) hatte, existierten verstreute Buchbest\u00e4nde, die unmittelbar zu den verschiedenen Forschungsvorhaben geh\u00f6rten. <\/span><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Wer heute in der ZfL-Bibliothek st\u00f6bert, st\u00f6\u00dft deshalb in den B\u00fcchern auch auf Stempel ehemaliger Vorhaben wie <em>Goethe-Ausgabe<\/em>, <em>DAW \/ Arbeitsstelle Literaturtheorie <\/em>oder <em>Goedekes Grundri\u00df<\/em>. Die gesamten Best\u00e4nde des IDSL von etwa 50.000 B\u00e4nden wurden Ende der 1960er Jahre unter der Leitung von Dietlinde Wolf in die Bibliothek des neugegr\u00fcndeten Zentralinstituts f\u00fcr Literaturgeschichte (ZIL) integriert und mussten daf\u00fcr nicht einmal die R\u00e4ume wechseln.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_1285\" aria-describedby=\"caption-attachment-1285\" style=\"width: 201px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Romanistik.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1285 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Romanistik-201x300.jpg\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Romanistik-201x300.jpg 201w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Romanistik-768x1148.jpg 768w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Romanistik-685x1024.jpg 685w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Romanistik.jpg 856w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 85vw, 201px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1285\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Gleichwohl markierte die Gr\u00fcndung des ZIL am 15. August 1969 einen Neubeginn auch f\u00fcr die Bibliothek, da nach einer \u00dcbergangsphase die inhaltliche Ausrichtung nun vor allem in Hinblick auf \u00fcbergreifende literaturgeschichtliche Forschungen erfolgte. So wurden auch aus anderen Einrichtungen der Akademie wie dem Institut f\u00fcr Slavistik und dem Institut f\u00fcr romanische Sprachen und Kultur weitere Best\u00e4nde \u00fcbernommen \u2013 auch diese sind in Form von Buchstempeln noch immer pr\u00e4sent (Abb. 2). Fortan arbeiteten neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Germanistik, Slawistik, Polonistik, Romanistik, Hispanistik, Anglistik und Amerikanistik auch solche aus der Philosophie, \u00c4sthetik, Geschichte, Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte. Bis heute ist der Bestand deshalb interdisziplin\u00e4r und komparatistisch angelegt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Schon damals geh\u00f6rte zu den Aufgaben der Bibliothek die Auswahl, Beschaffung, Katalogisierung und Systematisierung von Literatur entsprechend dem Forschungsprofil. Es ist allerdings fraglich, wie gut die etwa 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts bereits zu Beginn mit ihrem wichtigsten Arbeitsmittel versorgt werden konnten, da sie sich zunehmend neuen Forschungsfeldern zuwandten und von den unvollendeten Vorhaben des IDSL allem Anschein nach nur die Georg-Forster-Ausgabe im ZIL weitergef\u00fchrt wurde. Ein Bibliotheksbenutzer der ersten Stunde erinnert sich, dass er h\u00e4ufig in die Staatsbibliothek und die Bibliothek der Humboldt-Universit\u00e4t ausgewichen ist, um an die ben\u00f6tigte Forschungsliteratur zu kommen. Auch beschrieb er die Bibliothek als r\u00e4umlich beengt und nicht sehr nutzerfreundlich, da es keinen Lesesaal gab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Der Aufbau der Bibliothek entsprach der Struktur des ZIL, das in f\u00fcnf Forschungsbereiche aufgeteilt war. Die Kataloge der einzeln aufgestellten Bereiche wurden relativ uneinheitlich nach den Preu\u00dfischen Instruktionen gef\u00fchrt. An den Bestandszahlen der Anfangsjahre l\u00e4sst sich erkennen, dass erhebliche B\u00fcchermengen beispielsweise in Form von Nachl\u00e4ssen in die Bibliothek gelangten und eingearbeitet werden mussten. Es bedarf nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, wie aufw\u00e4ndig diese Arbeiten waren, denn tats\u00e4chlich mussten dabei auch stets gro\u00dfe Mengen aussortiert werden. So dauerte die vollst\u00e4ndige Erschlie\u00dfung der vielen Teilbest\u00e4nde bis weit in die 1980er Jahre hinein.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\">Umz\u00fcge<\/span><\/h4>\n<figure id=\"attachment_1277\" aria-describedby=\"caption-attachment-1277\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/L\u00e4mmert.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1277 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/L\u00e4mmert-300x218.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/L\u00e4mmert-300x218.jpg 300w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/L\u00e4mmert-768x557.jpg 768w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/L\u00e4mmert-1024x742.jpg 1024w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/L\u00e4mmert-1200x870.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1277\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Unter den B\u00fcchern, die die ZIL-Bibliothek vom Institut f\u00fcr deutsche Sprache und Literatur \u00fcbernommen hat, befand sich auch die wegweisende germanistische Dissertation <em>Bauformen des Erz\u00e4hlens <\/em>von Eberhard L\u00e4mmert (Abb. 3). Das bereits 1955 publizierte Buch wurde 1966 \u00fcber die Universit\u00e4tsbuchhandlung f\u00fcr 24,50 (Ost-)Mark bezogen, erhielt eine Zugangsnummer und wurde mit einem gelben Lenkerband-Signaturschild versehen. 30 Jahre sp\u00e4ter wurde Eberhard L\u00e4mmert Gr\u00fcndungsdirektor des Zentrums f\u00fcr Literaturforschung. Verfolgt man den Weg seines Buches von der Otto-Nuschke-Stra\u00dfe \u00fcber die J\u00e4gerstra\u00dfe bis zur Sch\u00fctzenstra\u00dfe im heutigen Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung, l\u00e4sst sich daran auch die Entwicklung der Bibliothek nachzeichnen, die damals nur eingeschr\u00e4nkt f\u00fcr ein Fachpublikum zug\u00e4nglich war. Ende der 1970er Jahre zog das L\u00e4mmert-Buch zusammen mit rund 67.600 anderen in die Otto-Nuschke-Stra\u00dfe 10\/11. Aber nur ein kleiner Teil der B\u00fccher konnte dort in einem Lesesaalbereich aufgestellt werden, der Gro\u00dfteil befand sich in einem geschlossenen Magazin, zu dem nur das Bibliothekspersonal Zugang hatte. F\u00fcr jeden Buchwunsch musste man einen Leihschein ausf\u00fcllen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Mit dem Ortswechsel ging eine Zentralisierung des Bestandes und damit eine aktivere Nutzung einher, was die j\u00e4hrliche Ausleihzahl von rund 2.800 Medien belegt. Wenige Jahre sp\u00e4ter mussten die Besch\u00e4ftigten dann wieder Kisten packen: Nicht ganz freiwillig zogen im Jahr 1983 das ZIL sowie das Zentralinstitut f\u00fcr Sprachwissenschaft und das Zentralinstitut f\u00fcr Philosophie an den n\u00f6rdlichen Stadtrand von Berlin. Der schmucklose Plattenbau in der Prenzlauer Promenade war von diplomatischen Vertretungen abgelehnt und deshalb der Akademie zur Verf\u00fcgung gestellt worden. Fernab von der City und den zentralen Berliner Bibliotheken wuchs die Bedeutung der Institutsbibliothek, die sich zunehmend zu einer funktionst\u00fcchtigen Fachbibliothek entwickelte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Ein Vorteil des neuen Standortes war, dass der gr\u00f6\u00dfte Teil des Bestandes nun in einem offenen Freihandmagazin mit Lesesaal aufgestellt werden konnte. Auch erm\u00f6glichte die andauernde umfassende Vereinheitlichung und Revision der Kataloge einen besseren Zugang zum st\u00e4ndig wachsenden Buch- und Zeitschriftenbestand. Aufgrund eines gesicherten Bibliotheksetats konnten die f\u00fcr die Forschungsarbeit ben\u00f6tigten B\u00fccher und Zeitschriften weitgehend angeschafft werden, dazu geh\u00f6rte \u2013 wie das Buch von Eberhard L\u00e4mmert \u2013 eingeschr\u00e4nkt auch die sogenannte NSW-Literatur, also Literatur aus dem nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet. Zudem wertete eine freundliche B\u00fcchergabe der franz\u00f6sischen Botschaft den Romanistikbestand der Bibliothek auf. Trotz alledem blieb der Zugang zu westlicher Literatur aufgrund von Devisenkontingenten und Zensurbestimmungen begrenzt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden dennoch Mittel und Wege, die begehrten B\u00fccher in die Hand zu bekommen, indem sie beispielsweise f\u00fcr den am ZIL herausgegebenen <em>Referatedienst zur Literaturwissenschaft <\/em>schrieben und dar\u00fcber Rezensionsexemplare ergatterten oder private Kontakte zur Literaturbeschaffung nutzten. Sie hatten als Angeh\u00f6rige der Akademie au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit, sich <\/span>\u203a<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Westb\u00fccher\u2039 an die ZIL-Adresse schicken zu lassen, auch wenn diese oft versp\u00e4tet eintrafen und zum Teil der Bibliothek \u00fcbereignet werden mussten. Und nat\u00fcrlich gab es den ber\u00fcchtigten Giftschrank im Keller des Hauses, in dem aber nur eine relativ geringe Anzahl von B\u00fcchern lagerte, die von der allgemeinen Benutzung ausgeschlossen war. Dazu geh\u00f6rten Werke von Ernst J\u00fcnger, Leo Trotzki, Wolf Biermann und Alexander Solschenizyn. Diese Titel waren nur mit einer Sondergenehmigung in den R\u00e4umen der Bibliothek nutzbar. Alles in allem war die ZIL-Bibliothek f\u00fcr DDR-Verh\u00e4ltnisse aber recht gut mit Literatur aus der BRD und dem westlichen Ausland ausgestattet.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\">Neuanfang<\/span><\/h4>\n<figure id=\"attachment_1255\" aria-describedby=\"caption-attachment-1255\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/img707-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1255 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/img707-1-300x266.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/img707-1-300x266.jpg 300w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/img707-1-768x681.jpg 768w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/img707-1-1024x908.jpg 1024w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/img707-1.jpg 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1255\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 4<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Der gr\u00f6\u00dfte Einschnitt erfolgte durch das Ende der DDR und die nachfolgende Abwicklung des Zentralinstituts f\u00fcr Literaturgeschichte im Jahr 1991. Doch bedeutete dies erstaunlicher- und gl\u00fccklicherweise nicht die Aufl\u00f6sung der Bibliothek. Sie blieb zun\u00e4chst f\u00fcr eine \u00dcbergangszeit von vier Jahren erhalten: als Arbeitsinstrument des Forschungsschwerpunkts Literaturforschung, der 1992 auf Empfehlung des Wissenschaftsrats von der F\u00f6rderungsgesellschaft Wissenschaftliche Neuvorhaben mbH unter Betreuung der Max-Planck-Gesellschaft gegr\u00fcndet wurde (Abb. 4). Anf\u00e4nglich arbeiteten 25 positiv evaluierte ehemalige ZIL-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in neu zusammengesetzten Projekten weiter in den R\u00e4umen der Prenzlauer Promenade. Vordringliche Aufgabe der Bibliothek blieb die Unterst\u00fctzung der Projektarbeit, doch um der neuen Forschungslage gerecht zu werden, mussten zun\u00e4chst Bestandsl\u00fccken geschlossen werden. Dies gelang aufgrund der Flexibilit\u00e4t als Spezialbibliothek mittlerer Gr\u00f6\u00dfe und des zunehmenden Einsatzes der EDV immer besser. Nach und nach verstummte das Klappern der Schreibmaschinen, und auch wenn diese Umstellung f\u00fcr die eine oder andere Bibliotheksmitarbeiterin schmerzhaft war, war sie doch unvermeidlich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Das gro\u00dfe Engagement Eberhard L\u00e4mmerts f\u00fcr die Gr\u00fcndung des Zentrums f\u00fcr Literaturforschung schloss in der schwierigen Phase der Neuorientierung und bei der Suche nach einer geeigneten zentralen Unterkunft ausdr\u00fccklich auch immer das Fortbestehen der Bibliothek mit ein. Nach seinem beherzten Einsatz f\u00fcr den neuen Standort des Instituts inklusive Bibliothek in der J\u00e4gerstra\u00dfe 10\/11 war eine wahre Herkulesaufgabe zu bew\u00e4ltigen. Die F\u00f6rderungsgesellschaft Wissenschaftliche Neuvorhaben hatte zur Bedingung gemacht, dass der Bibliotheksbestand von etwa 105.000 B\u00e4nden auf 30.000 reduziert werden m\u00fcsse. Diese Entscheidung hat nicht nur die Herzen der damaligen Bibliothekarinnen bluten lassen. Eberhard L\u00e4mmert hat die Verkleinerung der Bibliothek als eine krasse Zumutung beschrieben, die eine fast v\u00f6llige Zerlegung der Best\u00e4nde und eine Neufassung aller Namen-, Standort- und Sachkataloge zur Folge hatte.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Auch personell gab es gro\u00dfe Einschnitte, da die bisherigen acht zur Verf\u00fcgung stehenden Bibliothekarstellen auf nunmehr drei (heute nur noch zwei) gek\u00fcrzt wurden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Ende 1995 bezog das Zentrum f\u00fcr Literaturforschung schlie\u00dflich die neuen R\u00e4ume\u00a0 \u2013 mit der Bibliothek im Erdgeschoss. Nach dem Umzug wurde die Chance genutzt, die Bibliothek grundlegend neu zu organisieren. Mit Hilfe der damaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter Justus Fetscher (heute Professor f\u00fcr Neuere deutsche Literaturwissenschaft in Mannheim) und Eckart Goebel (heute Professor f\u00fcr Deutsche Philologie und Komparatistik an der Eberhard Karls Universit\u00e4t T\u00fcbingen) wurde verst\u00e4rkt an einer systematischen Aufstellung gearbeitet, B\u00fccher m\u00fchevoll umsigniert und gleichzeitig die Titel in den Computer \u00fcbertragen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Justus <a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/bibliothek\/lib\/exe\/fetch.php?media=bibliothek:prenzlauer_promenade.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fetscher <\/a>erinnert sich an den Prozess des Aussortierens:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em>\u00bbDie sachliche Wucht der Arbeit, die ich zu tun hatte, war die einer Umwuchtung. Es galt, die Best\u00e4nde der Instituts-Bibliothek so klein zu machen, dass sie in das neue Domizil des Forschungsschwerpunkts in der J\u00e4gerstra\u00dfe passten. Noch kam es, 1995\/96, niemandem in den Sinn, sie seien, als materielle Altlasten, virtuell entbehrlich, sofern und sobald man auf sie im Netz zugreifen k\u00f6nnte. Es half also kein technokratisches Denken noch irgendein Euphemismus, obgleich sich die markante Analogiebildung zum Minuswachstum: \u203aPlusschrumpf\u2039 daf\u00fcr angeboten h\u00e4tte. Immerhin fanden sich hier und da einfache Teill\u00f6sungen. Massige Regalmeter von Periodica des B\u00f6rsenvereins waren entbehrlich, und die wenigen B\u00fccher und Zeitschriften, die sich auf rum\u00e4nische und bulgarische Kultur, Geschichte und Literatur bezogen, \u00fcbernahm dankbar ein Leipziger Institut. Mehr Skrupel hatte ich, als ich summarisch fl\u00e4chendeckend angelegte Anthologien des Verlags Volk und Welt beiseitelegte. Und bis heute bedaure ich den Ausschluss eines bebilderten Taschenbuchs zum Leben der Schauspielerin Romy Schneider. Fragw\u00fcrdige Zensur! Heute w\u00e4re es prima Material f\u00fcr einen Power-Point-Vortrag, der unter der Flagge der Performativit\u00e4tstheorie segelte.\u00ab<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><\/a><\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Und Eckart <a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/bibliothek\/lib\/exe\/fetch.php?media=bibliothek:cobra.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Goebel<\/a> beschreibt die bibliothekarische Neuordnung:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em>\u00bbDie ausgezeichnete Bibliothek der J\u00e4gerstra\u00dfe war [\u2026] nach dem \u203anumerus currens\u2039 geordnet und sollte, nunmehr \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich, neu nach einer Systematik aufgestellt werden. Diese Systematik war urspr\u00fcnglich die des anderen von Eberhard L\u00e4mmert in Berlin gegr\u00fcndeten Instituts, also des Instituts f\u00fcr Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der FU Berlin: \u203aurspr\u00fcnglich\u2039, weil sich schnell herausstellte, dass die Systematik der AVL nicht glatt auf die J\u00e4gerstra\u00dfe \u00fcbertragbar war, trotz des gro\u00dfen, aktuellen Bestands an \u203aWest-B\u00fcchern\u2039 im ZfL. Die Neuordnung wurde daher ein kleines Lehrst\u00fcck der Wiedervereinigung.<br \/>\n<\/em><\/span><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em>Die AVL hatte z. B. kaum russische B\u00fccher in der Originalsprache, weil die ber\u00fchmte \u203aSlawistik-Professur\u2039 nie besetzt worden war. Das ZfL hatte nat\u00fcrlich eine ganze Menge. Auch entsinne ich mich zahlreicher Romane des sozialistischen Realismus mit einpr\u00e4gsamer Umschlagbebilderung, die jetzt kostbare Rara sind. \u00dcberraschend war f\u00fcr mich, wie reich der Bestand an franz\u00f6sischer und spanischer Literatur war, was nat\u00fcrlich daran lag, dass mit Carlo Barck und Wolfgang Klein die gro\u00dfen Romanisten der DDR am ZfL waren.\u00ab<\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die Bibliothek des ZfL war danach eine der ersten Bibliotheken Berlins, die ihren Bestand mittels des Datenbanksystems Allegro-C vollst\u00e4ndig online pr\u00e4sentieren konnte. Mit seiner frisch vergebenen Signatur EP 0 Lae\/Bau wurde das L\u00e4mmert-Buch <em>Bauformen des Erz\u00e4hlens <\/em>nun in neuer Nachbarschaft in der Systematikgruppe Epik aufgestellt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">2006, nur zehn Jahre sp\u00e4ter, musste das ZfL samt seiner Bibliothek erneut umziehen. Der neue, noch immer aktuelle Standort in der Sch\u00fctzenstra\u00dfe 18 \u2013 im ehemaligen Mossehaus, dem heutigen Mossezentrum \u2013 liegt zwar nur zwei U-Bahn-Stationen entfernt, doch f\u00fcr die Bibliothek war der logistische und personelle Aufwand immens. <\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\">Austausch und Inspiration<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Trotz anf\u00e4nglicher Skepsis erwies sich das neue Domizil in jeglicher Hinsicht als ein Gl\u00fccksfall. W\u00e4hrend sich einst in die dunklen und k\u00fchlen Bibliotheksr\u00e4ume, von manchem Leser auch Katakomben genannt, gelegentlich sogar die eine oder andere Maus verirrte, sind die aktuellen R\u00e4ume lichtdurchflutet. Auch der Kontakt zu den Leserinnen und Lesern wurde direkter, da die sogenannte Theke der Bibliothek, die sich fr\u00fcher in einem separaten\u00a0<\/span>\u203a<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Glaskasten\u2039 befand, nunmehr in der Mitte der Bibliothek aufgestellt werden konnte.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_1281\" aria-describedby=\"caption-attachment-1281\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/ZfL-Leibniz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1281 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/ZfL-Leibniz-300x235.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/ZfL-Leibniz-300x235.jpg 300w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/ZfL-Leibniz-768x602.jpg 768w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/ZfL-Leibniz-1024x802.jpg 1024w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/ZfL-Leibniz-1200x940.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1281\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 5<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Heute managt die Bibliothek die komplette Literaturversorgung des Zentrums, das seit 2019 als Leibniz-Institut f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung zur Leibniz-Gemeinschaft geh\u00f6rt (Abb. 5). Die Erwerbung richtet sich auch weiterhin nach den laufenden Forschungsprojekten. Dadurch verf\u00fcgt die Bibliothek \u00fcber einen einzigartigen Bestand, der die wissenschaftliche Entwicklung des ZfL abbildet. Nicht nur sind einige Fachbereiche, wie Religion oder Kulturwissenschaften, in den letzten Jahren enorm angewachsen, es mussten auch Signaturengruppen durch neue Projekte beispielsweise auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften erst geschaffen werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die forschungsunterst\u00fctzende Aufgabe der Bibliothek hat sich im digitalen Zeitalter gewandelt; zur raschen Bereitstellung aller ben\u00f6tigten Forschungsmaterialien geh\u00f6rt heute der Zugang zu elektronischen Ressourcen. Die Bibliothek ist hier eine wichtige Schnittstelle, wenn es um den systematischen Nachweis digitaler Quellen und um die Verwaltung von Lizenzen geht. Ein besonderes Anliegen der Bibliothek ist die weitere Etablierung von Open Access. Sie arbeitet deshalb aktiv an der 2015 begonnenen freien Ver\u00f6ffentlichung der ZfL-Forschungsergebnisse in digitaler Form auf dem Publikationsserver der Universit\u00e4tsbibliothek Frankfurt a. M. Die Kooperation mit der UB Frankfurt wurde im Rahmen des bewilligten DFG-Antrages auf F\u00f6rderung des Fachinformationsdienstes Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft mit dem Aufbau eines neuen zentralen Webportals <a href=\"https:\/\/www.avldigital.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">avldigital.de<\/a> und eines fachspezifischen Repositoriums fortgef\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die Geschichte eines halben Jahrhunderts f\u00fchrte die Bibliothek des ZfL in und durch verschiedene R\u00e4ume und bewegte Zeiten. In ihrem Kern blieb sie stabil und richtete sich doch auch immer wieder neu aus. Nach eigenem Bekunden sehen die G\u00e4ste und Besch\u00e4ftigten des ZfL in ihr nicht nur einen technischen Wissensspeicher, sondern mehr denn je einen Ort des Austauschs und der Inspiration. Eckart Goebel <a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/bibliothek\/lib\/exe\/fetch.php?media=bibliothek:cobra.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">schreibt<\/a> r\u00fcckblickend:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em>\u00bbIch habe in der Bibliothek des ZfL sehr viel \u00fcber B\u00fccher gelernt, zeitweise allerdings auch einen Horror vor Bibliotheksnutzung entwickelt, der nie ganz gewichen ist (ein Problem in meinem Beruf!). Die habitualisierte Scheu gilt aber nur der \u203aid\u00e9e fixe\u2039 bedrohlich gro\u00dfer B\u00fcchermengen ohne Signatur, nicht aber Bibliothekarinnen und Bibliothekaren. Auch nach dem Abschluss der Neuaufstellung blieb mir die Bibliothek [\u2026] der liebste Zufluchtsort im ZfL, mit dem ich \u2013 neben der gemeinsamen Arbeit mit Herrn L\u00e4mmert \u2013 meine sch\u00f6nsten Erinnerungen verbinde.\u00ab<\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\">Jana Lubasch, Halina Hackert und Ruth H\u00fcbner arbeiten als Bibliothekarinnen am ZfL. <\/span><\/em><em><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\">Eine fr\u00fchere Fassung ihres Texts erschien in: Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin (Hg.): <a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/publikationen-detail\/items\/bericht-ueber-das-forschungsjahr-2015.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bericht \u00fcber das Forschungsjahr 2015<\/a>, Berlin 2016, S. 107\u2013117.<br \/>\n<\/span><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Jorge Louis Borges: <em>Borges und Ich, <\/em>Frankfurt a. M. 1993, S. II: \u00bbDie Ger\u00e4usche der Plaza bleiben zur\u00fcck, und ich betrete die Bibliothek. Fast k\u00f6rperlich empfinde ich die Schwerkraft der B\u00fccher, den stillen Bereich einer Ordnung, die magisch pr\u00e4parierte und konservierte Zeit.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Jonas Fansa: <em>Bibliotheksflirt. Bibliothek als \u00f6ffentlicher Raum<\/em>, Bad Honnef 2008, S. 25.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Eberhard L\u00e4mmert: \u00bbEine\u00a0<\/span>\u203a<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Hausbesetzung\u2039 in der J\u00e4gerstra\u00dfe 10\/11\u00ab, in: Wolfgang Kreher\/Ulrike Vedder (Hg.): <\/span><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em>Von der J\u00e4gerstra\u00dfe zum Gendarmenmarkt. Eine Kulturgeschichte aus der Berliner Friedrichstadt<\/em>, Berlin 2007, S. 219\u2013225, hier S. 223.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Justus Fetscher und Eckart Goebel haben ihre Erinnerungen an die ZfL-Bibliothek eigens f\u00fcr diesen Beitrag aufgeschrieben. Sie sind nachzulesen im <a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/bibliothek\/doku.php?id=bibliothek:geschichte:startseite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wiki<\/a> der Bibliothek.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Jana Lubasch, Halina Hackert, Ruth H\u00fcbner: \u00bbUmwuchtungen\u00ab. Die Wechselvolle Geschichte der ZfL-Bibliothek, in: ZfL BLOG, 24.10.2019, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/10\/24\/jana-lubasch-halina-hackert-ruth-huebner-umwuchtungen-die-wechselvolle-geschichte-der-zfl-bibliothek\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/10\/24\/jana-lubasch-halina-hackert-ruth-huebner-umwuchtungen-die-wechselvolle-geschichte-der-zfl-bibliothek\/<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">].<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20191024-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20191024-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20191024-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/10\/24\/jana-lubasch-halina-hackert-ruth-huebner-umwuchtungen-die-wechselvolle-geschichte-der-zfl-bibliothek\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"\u00bbUmwuchtungen\u00ab. 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M\u00f6gen sich die Bibliotheken \u00fcber die Jahrhunderte auch einen Teil dieses Zaubers bewahrt haben, sind sie heute mehr denn je moderne Informationseinrichtungen <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/10\/24\/jana-lubasch-halina-hackert-ruth-huebner-umwuchtungen-die-wechselvolle-geschichte-der-zfl-bibliothek\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[347,344,345,346,83,152],"class_list":["post-1222","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einblick","tag-akademie-der-wissenschaften-der-ddr","tag-bibliothek","tag-eberhard-laemmert","tag-wissenschaftsgeschichte","tag-zentralinstitut-fuer-literaturgeschichte","tag-zfl"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1222","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1222"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1222\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3619,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1222\/revisions\/3619"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1222"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1222"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1222"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}