{"id":1295,"date":"2019-10-30T15:39:55","date_gmt":"2019-10-30T13:39:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=1295"},"modified":"2025-03-03T13:01:07","modified_gmt":"2025-03-03T11:01:07","slug":"falko-schmieder-ueber-den-abfall-des-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/10\/30\/falko-schmieder-ueber-den-abfall-des-menschen\/","title":{"rendered":"Falko Schmieder: \u00dcBER DEN ABFALL DES MENSCHEN"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Wenn der kanadische Publizist Giles Slade seine Studie <em>Made to Break<\/em> mit der Gegen\u00fcberstellung von \u00e4gyptischen Herrscherpyramiden und Computerschrottbergen er\u00f6ffnet,<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> wird damit ein Ph\u00e4nomen zu neuer Kenntlichkeit entstellt, das Leuten, zu deren Sprachschatz der \u203aWeltraumschrott\u2039 geh\u00f6rt, schon allzu vertraut geworden ist: der M\u00fcll. Im Licht der Pyramiden wird der M\u00fcllberg als Grabh\u00fcgel erkennbar. Die historisch gewachsene Relevanz des Abfallproblems kulminiert in j\u00fcngsten theoretischen Versuchen, die Kultur als Ganzes <em>vom M\u00fcll her<\/em> in den Blick zu nehmen. Damit wird ausbuchstabiert, worauf Begriffe wie \u203aWegwerfgesellschaft\u2039 hindeuten: dass M\u00fcll nicht nur als Anderes oder Rest der Produktion zu denken ist, sondern in einem viel grundlegenderen Zusammenhang mit dieser steht.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Eine bis heute relevante Pionierarbeit zum M\u00fcll ist Michael Thompsons <em>Rubbish Theory<\/em>.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Am Beispiel von Seidenbildern aus dem 19. Jahrhundert zeigt er, wie einstmals Wertloses zur Antiquit\u00e4t wurde und welche sozialen Distinktionen mit der Deklaration einer Sache als Abfall verbunden sind. In seiner Spur lesen neuere soziologische Studien am M\u00fcllaufkommen den sozialen Status der \u203aEntsorger\u2039 ab: Zeige ihnen deinen M\u00fcll, und sie sagen dir, wer du bist. Reich sein hei\u00dft auch, etwas wegzuwerfen haben, und was den einen M\u00fcll, ist andern Lebensmittel. Nach Thompson ist klar geworden, dass etwas zu M\u00fcll nicht allein aufgrund seiner intrinsischen Eigenschaften wird. Eine spezielle Aufgabe der Kulturwissenschaften liegt daher in der Untersuchung der kulturellen und sozialen Codierung von M\u00fcll und des historischen Wandels objektbezogener Wertzuschreibungen.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Zu Letzterem geh\u00f6rt auch die Kritik von R\u00fcckprojektionen des M\u00fcllproblems sowie moderner Abfallkategorien in die Geschichte.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Moderner Abfall<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u203aM\u00fcll\u2039 taucht in einschl\u00e4gigen Lexika erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts als eigenst\u00e4ndiges Stichwort auf.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Der heute oft synonym gebrauchte Begriff Abfall begegnete im 18. Jahrhundert vorwiegend in den religi\u00f6sen und politischen Bedeutungen der Abtrennung oder Abkehr von Gott oder Staat; im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde diese religi\u00f6se Dimension zunehmend durch eine politische \u00fcberlagert und sukzessive verdr\u00e4ngt. Zugleich werden seit der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts unter dem Stichwort Abfall vermehrt gewerbliche und industrielle Restbest\u00e4nde thematisiert, die die Lemmata seit den 1870er Jahren zu dominieren beginnen. Heute k\u00f6nnte Schillers <em>Geschichte des<\/em> <em>Abfalls der vereinigten Niederlande<\/em> eine M\u00fcllstudie erwarten lassen. Die sprachhistorischen Befunde legen jedenfalls die Annahme nahe, dass es Abfall als allgemeines gesellschaftliches Ph\u00e4nomen und Problem erst seit der Moderne gibt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Der \u00dcbergang zur Konsumgesellschaft bedeutete eine anthropologische Revolution und einen kulturgeschichtlichen Wendepunkt in der Beziehung des modernen Menschen zu den Alltagsdingen. Zugleich erscheint er als ein markanter Moment der Beschleunigung der Abfallgeschichte. Standen fr\u00fchere Zeiten im Zeichen von Knappheit und Mangel, so wurde unter den fordistischen Bedingungen industrieller Massenproduktion der Absatz von Waren zu einem grundlegenden Problem. Komplement\u00e4r zum Anwachsen der Warenberge verschwanden mit den Speichern, Kellern, St\u00e4llen, Schuppen und Speisekammern Orte dauernder Aufbewahrung und daran gekn\u00fcpfte Alltagskulturen und Formen des Zeitbewusstseins. \u00c4lteren Dingbeziehungen und Werthaltungen wie dem Sparen, Pflegen, Reparieren und Schonen haftete bald das Odium des R\u00fcckst\u00e4ndigen und Antiquierten oder das Stigma der Armut an. Es entstand der neue Sozialcharakter des <a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2018\/12\/10\/falko-schmieder-verbraucher\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Verbrauchers<\/a>, dem das Wegwerfen von Dingen, die noch funktionsf\u00e4hig sind, unter den Bedingungen permanenter Innovation und Vermodung zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit wurde.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Der US-amerikanische Publizist Vance Packard lieferte Analysen der Verschlei\u00dfproduktion (<em>planned obsolescence<\/em>) und eine Kritik an der zeitgen\u00f6ssischen, auf Kurzlebigkeit abgestellten Kultur, die er das <em>Throwaway Age<\/em> nannte.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Seit den 1970er Jahren r\u00fcckte dann die sich herausbildende \u00d6kologiebewegung die Kosten des neuen Produktionsregimes in den Blick: drohende Ressourcenknappheit, Umweltsch\u00e4den und wachsende Entsorgungsprobleme, die sich im Symbol des M\u00fcllbergs verdichteten. In ihrem Klassiker <em>Die Grenzen des Wachstums<\/em> (1972) stellten Dennis Meadows et al. einen grundlegenden Widerspruch zwischen kapitalistischer Wachstums\u00f6konomie und \u00d6kologie fest. Seit der Jahrtausendwende werden unter dem neuen Epochenbegriff des Anthropoz\u00e4ns die sich katastrophisch zuspitzenden Folgen dieses Widerspruchs reflektiert. Die Persistenz des Grundkonflikts zeigt sich am Verh\u00e4ltnis zweier Leitsymbole: dem ins Unendliche weisenden Wachstumspfeil und dem Recycling-Symbol, in dem die kosmologische Idee der ewigen Wiederkehr und das Modell einer nat\u00fcrlichen Kreislauf\u00f6konomie fusionieren, die die b\u00fcrgerliche Gesellschaft faktisch aber hinter sich gelassen hat.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u203a\u00dcberfl\u00fcssige\u2039 Menschen<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Hinter dem allgemeinen Gegensatz von Pfeillinie und Kreislauf stehen verschiedene soziale Gef\u00e4llelagen. Giles Slade betrachtet es als ein Erbe des Kolonialismus, dass die rohstoffexportierenden L\u00e4nder zugleich diejenigen sind, in die die reichen L\u00e4nder ihren M\u00fcll entsorgen. In vielen L\u00e4ndern fallen M\u00fcllkategorien und soziale Klassierungen zusammen. Beispielhaft hierf\u00fcr stehen die zum Alltagsbild von Buenos Aires geh\u00f6renden Cartoneros oder die brasilianischen Catadores. Diese Menschen leben vom Verkauf wiederverwertbarer Reststoffe, die sie auf M\u00fcllkippen oder in den Stra\u00dfen der Gro\u00dfstadt aufgesammelt haben, eine \u2013 h\u00e4ufig gesundheitssch\u00e4dliche \u2013 Form der Sicherung der eigenen Existenzgrundlage. Die europ\u00e4ischen Vorfahren der Cartoneros und Catadores waren die Lumpensammler, die Chiffoniers.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Ein neues Ph\u00e4nomen in der j\u00fcngeren deutschen Alltagsgeschichte bildet die Erscheinung vornehmlich \u00e4lterer Menschen, die \u2013 ausger\u00fcstet mit Taschenlampen, Greifern und Rollw\u00e4gelchen \u2013 einen Teil ihres Tages damit zubringen, Pfandflaschen zu sammeln oder in M\u00fcllbeh\u00e4ltern nach Verwertbarem zu suchen. Der Soziologe Zygmunt Bauman hat diese \u00bbAusgegrenzten der Moderne\u00ab als \u00bbverworfenes Leben\u00ab bezeichnet und im Rahmen einer Kritik der \u00bbFl\u00fcchtigen Moderne\u00ab eine verallgemeinerte Abfalltheorie konzipiert, die die Produktion \u203anutzloser\u2039, \u203a\u00fcberfl\u00fcssiger\u2039 Menschen einbezieht.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> In seiner Interpretation von Becketts <em>Endspiel<\/em> hat Adorno einer solchen Theorie vorgearbeitet:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbDie Alten sind nach dem Ma\u00df der gesellschaftlich n\u00fctzlichen Arbeit, die sie nicht mehr leisten, \u00fcberfl\u00fcssig und w\u00e4ren wegzuwerfen. [\u2026] Das Endspiel schult f\u00fcr einen Zustand, wo alle Beteiligten, wenn sie von der n\u00e4chsten der gro\u00dfen M\u00fclltonnen den Deckel abheben, erwarten, die eigenen Eltern darin zu finden. Der nat\u00fcrliche Zusammenhang des Lebendigen ist zum organischen Abfall geworden.\u00ab<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00c4hnliche \u00dcberlegungen finden sich zur selben Zeit bei Hannah Arendt. Die entfesselte Dynamik der Technik provoziert ihr zufolge das Schreckbild der R\u00fcckverwandlung des Menschen \u00bbin eine Art Schaltier\u00ab. F\u00fcr sie hat die moderne Arbeit \u00bbgewisserma\u00dfen ein unnat\u00fcrliches Wachstum des Nat\u00fcrlichen selbst entfesselt\u00ab \u2013 mit der paradoxen Konsequenz, dass des Menschen \u00bbwuchernde Fruchtbarkeit schlie\u00dflich die Welt selbst und die produktiven Verm\u00f6gen, denen sie ihre Entstehung verdankt, in ihrer Eigenst\u00e4ndigkeit bedroht\u00ab.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Ihre Beobachtung allerdings, dass die Dinge nicht mehr die Menschen \u00fcberdauern, wird durch neue Arten von Abfall relativiert. Allen voran durch eine, die sich \u00bbweder sinnlich wahrnehmen, noch stofflich tilgen, noch zeitlich \u00fcberleben, sondern nur auf Jahrzehntausende einsperren und bewachen l\u00e4sst: der Atomm\u00fcll\u00ab.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Auf eine andere Art Abfall, die sich als <em>side effect<\/em> des Fortschritts der Technik ergibt, verweist ex negativo das unscheinbare Label <em>biodegradable<\/em>. Am Ende k\u00f6nnten es solche quasi unverg\u00e4nglichen Arten des Abfalls sein, die die dauerhafteste Hinterlassenschaft der Menschheit bilden werden. Bei G\u00fcnter Grass ist es die \u2013 kulturgeschichtlich mit Unrat und Abfall assoziierte \u2013 Ratte, die den Nachruf auf den Menschen h\u00e4lt:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbWo der Mensch war, an jedem Ort, den er verlie\u00df, blieb M\u00fcll. Selbst auf der Suche nach letzter Wahrheit und seinem Gott auf den Fersen, machte er M\u00fcll. An seinem M\u00fcll, der Schicht auf Schicht lagert, war er, sobald man ihm nachgrub, jederzeit zu erkennen; denn langlebiger als der Mensch ist sein Abfall. Einzig M\u00fcll hat ihn \u00fcberdauert.\u00ab<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die M\u00fcllberge w\u00e4ren demnach die modernen Pyramiden, die nur noch Ratten an den Menschen erinnern.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Giles Slade: <em>Made to Break. Technology and Obsolescence in America<\/em>, Harvard 2006.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Michael Thompson: <em>Rubbish Theory. The creation and destruction of value<\/em>, Oxford 1979, dt.<em> Die Theorie des Abfalls<\/em>, Stuttgart 1981.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Sonja Windm\u00fcller: <em>Die Kehrseite der Dinge. M\u00fcll, Abfall, Wegwerfen als kulturwissenschaftliches Problem<\/em>, M\u00fcnster 2004, S. 21\u201337.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. Ludolf Kuchenbuch: \u00bbAbfall. Eine Stichwortgeschichte\u00ab, in: Hans Georg Soeffner (Hg.): <em>Kultur und Alltag<\/em>, G\u00f6ttingen 1988, S. 155\u2013170.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. Rainer Keller: <em>M\u00fcll \u2013 Die gesellschaftliche Konstruktion des Wertvollen. Die \u00f6ffentliche Diskussion \u00fcber Abfall in Deutschland und Frankreich<\/em>, Wiesbaden 2009, S. 24\u00a0f.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. Vance Packard: <em>The Hidden Persuaders<\/em>, London\/New York\/Toronto 1957; ders.: <em>The Waste Makers<\/em>, New York 1961, S. 7.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. Zygmunt Bauman: <em>Fl\u00fcchtige Moderne<\/em>, Frankfurt a.\u00a0M. 2003, sowie ders<em>.: Verworfenes Leben. Die Ausgegrenzten der Moderne<\/em>, Bonn 2005.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Theodor W. Adorno: \u00bbVersuch, das Endspiel zu verstehen\u00ab, in: ders.: <em>Gesammelte<\/em> <em>Schriften<\/em>, hg. von Rolf Tiedemann, Frankfurt a.\u00a0M. 1986, Bd. 11, S. 281\u2013332, hier S. 311.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Hannah Arendt: <em>Vita activa <\/em><em>oder Vom t\u00e4tigen Leben<\/em>, M\u00fcnchen 2002, S. 181, S. 407.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Kuchenbuch: \u00bbAbfall\u00ab (Anm. 4), S. 170.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> G\u00fcnter Grass: <em>Die R\u00e4ttin<\/em>, zit. nach Kuchenbuch (Anm. 4), S. 155.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\"><em>Der Kulturwissenschaftler <a style=\"color: #e63348;\" href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/schmieder.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Falko Schmieder<\/a> arbeitet im ZfL-Forschungsprojekt \u00bb<a style=\"color: #e63348;\" href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/begriffsgeschichte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Theorie und Konzept einer interdisziplin\u00e4ren Begriffsgeschichte<\/a>\u00ab. Am 15.\/16. November 2019 findet die von ihm mitveranstaltete Tagung \u00bbVerwalten \u2013 verwerten \u2013 vernichten. Kulturpoetische Formationen des Abfalls seit 1930\u00ab statt.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Falko Schmieder: \u00dcber den Abfall des Menschen, in: ZfL BLOG, 30.10.2019, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/10\/30\/falko-schmieder-ueber-den-abfall-des-menschen\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/10\/30\/falko-schmieder-ueber-den-abfall-des-menschen\/<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">].<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20191030-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20191030-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20191030-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/10\/30\/falko-schmieder-ueber-den-abfall-des-menschen\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"\u00dcBER DEN ABFALL DES MENSCHEN\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Falko Schmieder\",\n    \"givenName\": \"Falko\",\n    \"familyName\": \"Schmieder\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-7977-8071\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2019-10-30\",\n  \"datePublished\": 2019,\n  \"schemaVersion\": \"http:\/\/datacite.org\/schema\/kernel-4\",\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn der kanadische Publizist Giles Slade seine Studie Made to Break mit der Gegen\u00fcberstellung von \u00e4gyptischen Herrscherpyramiden und Computerschrottbergen er\u00f6ffnet,[1] wird damit ein Ph\u00e4nomen zu neuer Kenntlichkeit entstellt, das Leuten, zu deren Sprachschatz der \u203aWeltraumschrott\u2039 geh\u00f6rt, schon allzu vertraut geworden ist: der M\u00fcll. 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