{"id":1336,"date":"2020-01-27T16:14:23","date_gmt":"2020-01-27T14:14:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=1336"},"modified":"2025-03-03T12:54:00","modified_gmt":"2025-03-03T10:54:00","slug":"pola-gross-stilisierung-zum-kuschel-philosophen-zur-rezeption-von-adornos-aspekte-des-neuen-rechtsradikalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/01\/27\/pola-gross-stilisierung-zum-kuschel-philosophen-zur-rezeption-von-adornos-aspekte-des-neuen-rechtsradikalismus\/","title":{"rendered":"Pola Gro\u00df: STILISIERUNG ZUM KUSCHEL-PHILOSOPHEN. Zur Rezeption von Adornos \u00bbAspekte des neuen Rechtsradikalismus\u00ab"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Euphorisch nahm das deutsche Feuilleton im letzten Sommer ein schmales B\u00e4ndchen auf: Theodor W. Adornos <em>Aspekte des neuen Rechtsradikalismus<\/em>, vom Suhrkamp-Verlag im Juli 2019 als schwarzer, mit oranger und wei\u00dfer Schrift ebenso schlicht wie eindringlich wirkender Vorabdruck ver\u00f6ffentlicht.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a> Ihm liegt ein von Adorno urspr\u00fcnglich 1967 vor Wiener Studierenden gehaltener Vortrag zugrunde, in dem er auf den Einzug der NPD in einige deutsche Landesparlamente Ende der 1960er Jahre reagierte.\u00a0Vorherrschend in den Besprechungen war der Verweis auf \u00bberstaunliche Parallelen\u00ab zwischen dem Rechtsradikalismus der 1960er Jahre und den \u00bbgegenw\u00e4rtigen Entwicklungen\u00ab.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> Die meisten Rezensionen, von der <em>S\u00fcddeutschen Zeitung<\/em> \u00fcber die <em>Welt<\/em> bis zur <em>ZEIT<\/em>, konstatieren in eben diesem Sinne eine verbl\u00fcffende Aktualit\u00e4t von Adornos Vortrag, die Redaktion von <em>Spiegel Online <\/em>attestiert Adorno gar hellseherische F\u00e4higkeiten, wenn sie titelt: \u00bb<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/literatur\/aspekte-des-neuen-rechtsradikalismus-von-theodor-w-adorno-a-1280586.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Was Adorno 1967 schon \u00fcber die Neue Rechte wusste<\/a>.\u00ab<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Angeregt wurde diese Rezeption durch das clevere Marketing des Suhrkamp-Verlags, der den Vortrag im Klappentext der handlichen Ausgabe als \u00bbFlaschenpost an die Zukunft\u00ab bewirbt. Bekr\u00e4ftigt wird diese Analogie zwischen heute und den 1960er Jahren durch den Hinweis auf das Nachwort des Historikers und Publizisten Volker Wei\u00df, der den \u00bbWert\u00ab von Adornos \u00dcberlegungen \u00bbf\u00fcr unsere Gegenwart\u00ab herausarbeite.<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a> Dieses Nachwort beginnt tats\u00e4chlich mit der Feststellung, dass sich Adornos Vortrag \u00bbpassagenweise wie ein Kommentar zu aktuellen Entwicklungen\u00ab lesen lasse.<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a> Damit ist es dem Verlag geschickt gelungen, die Dringlichkeit des schmalen B\u00e4ndchens zu behaupten &#8211; in kaum einer Buchhandlung, die etwas auf sich hielt, stand es letzten Sommer nicht an verkaufsstrategisch prominenter Stelle.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Magnus Klaue ist einer der wenigen Rezensenten, der in die Jubelrufe nicht einstimmt. In seiner Besprechung in der <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/-in2-9qi7p\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>Frankfurter Allgemeinen Zeitung<\/em><\/a> kritisiert er nicht Adornos Vortrag selbst, sondern die aus seiner Sicht \u00bbum den Preis der Enthistorisierung\u00ab allzu munter betriebene Parallelisierung der damaligen mit aktuellen politischen Entwicklungen. Klaue pl\u00e4diert f\u00fcr die Einordnung von Adornos Vortrag in seinen zeitgeschichtlichen Entstehungskontext, da sich die Situation Ende der 1960er Jahre von der heutigen deutlich unterscheide. Insbesondere kritisiert er eine tats\u00e4chlich recht lapidar anmutende Formulierung aus dem Nachwort: <\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbZu einer Historisierung Kritischer Theorie besteht also kein Anlass\u00ab (S. 86).<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a> <\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ausgehend von dieser Formulierung weist Klaue Wei\u00df in durchaus polemischem Ton eine enthistorisierende Lekt\u00fcre und falsche historische Gleichsetzungen wie beispielsweise die zwischen Rechtsradikalismus und Nationalsozialismus nach. In weitaus weniger polemischer Manier verdeutlicht er jedoch den Punkt, um den es ihm dabei geht: Gerade wenn Adornos kritische Theorie und Thesen heute noch etwas ausrichten sollen, m\u00fcssten sie historisiert werden. Es gelte \u00bbihren Zeitkern zu entfalten, um im Licht der Differenz zur Gegenwart die Frage aufzuwerfen, was sie heute erhellen k\u00f6nnen.\u00ab Eine \u00bbforcierte Aktualisierung\u00ab dagegen, wie Wei\u00df und der Gro\u00dfteil des Feuilletons sie betrieben, hebt nach Klaue \u00bbwider Willen jene Momente hervor, in denen ein Denken wirklich historisch geworden ist\u00ab, und verfehlt damit das eigentliche Anliegen, n\u00e4mlich Antworten auf die dr\u00e4ngenden Fragen nach dem Umgang mit und der Bek\u00e4mpfung von rechten Bewegungen und Parteien zu finden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Wie berechtigt ist die Kritik an Wei\u00df? Zun\u00e4chst m\u00f6chte man ihr vorbehaltlos zustimmen, denn tats\u00e4chlich kommt sein Nachwort ein wenig zu leichtf\u00fc\u00dfig daher, wenn er gegen Adornos Kritik an der Reproduktion m\u00fcndlicher Vortr\u00e4ge, in denen dieser \u00bbein Symptom jener Verhaltensweise der verwalteten Welt\u00ab sieht, \u00bbwelche noch das ephemere Wort, das seine Wahrheit an der eigenen Verg\u00e4nglichkeit hat, festnagelt, um den Redenden darauf zu vereidigen\u00ab,<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a> lediglich einwendet, dass der Inhalt von Adornos Rede eben nicht von fl\u00fcchtigem Charakter sei (S. 60). Stattdessen h\u00e4tte Wei\u00df auf die sorgf\u00e4ltig edierte, zwei Monate sp\u00e4ter erscheinende Gesamtausgabe von Adornos <em>Vortr\u00e4gen 1949\u20131968<\/em> verweisen k\u00f6nnen, die der von Adorno benannten Gefahr durch eine ausf\u00fchrliche Kontextualisierung zu begegnen versucht. Auch scheint Klaues Kritik an einer Einebnung der historischen Differenzen berechtigt, wenn man Stellen wie die folgende bei Wei\u00df betrachtet: \u00bbZu seinem [Adornos, PG] historischen Fluchtpunkt, dem Nationalsozialismus, und dem unmittelbaren Redekontext, den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, tritt nun eine Gegenwart, in der sich eine \u00e4u\u00dferste Rechte erneut zur einflussreichen politischen Kraft entwickelt. Das verleiht Adornos Worten ihre Aktualit\u00e4t.\u00ab (S. 61) Kurz darauf betont allerdings auch Wei\u00df, dass Adornos \u00dcberlegungen nicht unumwunden auf heute zu \u00fcbertragen und die \u00bbUnterschiede zu beachten\u00ab seien (S. 74). Unter R\u00fcckgriff auf Adornos ber\u00fchmte Formulierung vom Zeitkern der Wahrheit <a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> fordert Wei\u00df in durchaus \u00e4hnlicher Formulierung wie Klaue: \u00bbDie hellsichtig wirkende Aktualit\u00e4t ist mit dem historischen Zeitkern ihrer Wahrheit ins Verh\u00e4ltnis zu setzen.\u00ab (S. 62) Solche Formulierungen deuten darauf hin, dass die wie in obigem Zitat mitunter etwas vorschnell gezogenen Parallelen zwischen den 1930ern, 1960ern und 2010ern wohl vor allem dem Zweck geschuldet sind, das Nachwort f\u00fcr die sommerliche Ausgabe schnell fertigzustellen. Denn bei allen tats\u00e4chlich zu leichtfertigen Vergleichen (wie zum Beispiel von Adornos Er\u00f6rterungen der Propagandatechnik der NPD mit heutigen medialen Erscheinungsformen wie Bots, Trollen und Fake News), die einer differenzierteren Analyse bedurft h\u00e4tten, geht es Wei\u00df vor allem darum zu zeigen, dass in einer Gegenwart, in der Politiker*innen, Intellektuelle, Journalist*innen und gro\u00dfe Teile der \u00d6ffentlichkeit gleicherma\u00dfen mit Rat- und Hilflosigkeit auf den Erfolg rechter Parteien blicken, die Texte der Kritischen Theorie wertvolle Einsichten und Analyseinstrumente bereithalten k\u00f6nnten, um der zunehmenden Gefahr von rechts zu begegnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Unter diesem Blickwinkel betrachtet scheint es so, als ob Klaue und Wei\u00df grunds\u00e4tzlich gar nicht so weit voneinander entfernt sind, jedoch g\u00e4nzlich Unterschiedliches unter Historisierung verstehen:<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\"><\/a> Was Wei\u00df als Historisierung der Kritischen Theorie ablehnt, ist vor allem eine Relativierung ihrer Einsichten und Positionen. Gegen den relativistischen Vorwurf des Veraltetseins hebt er daher bewusst hervor, dass die Arbeiten der Kritischen Theorie f\u00fcr aktuelle gesellschaftstheoretische und -politische Analysen \u00bbunverzichtbar\u00ab seien (S. 87). Klaue dagegen versteht unter Historisierung die Einbettung von Adornos \u00dcberlegungen in ihre jeweiligen historischen und theoretischen Kontexte. Nur aus diesen heraus und mitunter im Widerspruch zur heutigen Situation k\u00f6nnen sie ihre Sprengkraft entfalten: \u00bb<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/karriere-hochschule\/rechtsradikalismus-vortrag-adorno-war-nicht-in-der-antifa-16353205.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Nur ein Denken, das nicht zu jeder Zeit zu allem passt, ist lebendig.<\/a>\u00ab Wollen Klaue und Wei\u00df also letztlich dasselbe, haben aber unterschiedliche Begriffe von Historisierung?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Wie auch immer man diese Frage beantwortet, festzuhalten bleibt, dass Klaue kritischer und deutlicher als die meisten Rezensent*innen darauf hingewiesen hat, dass Adornos Thesen nicht umstandslos auf die Gegenwart zu \u00fcbertragen sind, wenn sie wirksam sein sollen. Die Einbettung seiner Argumentation in ihren urspr\u00fcnglichen Kontext ist wichtig, um die heutige Situation nicht herunterzuspielen. Adorno attestiert der NPD beispielsweise Diskursfeindlichkeit und \u00bbTheorielosigkeit\u00ab (S. 448); beides kann von der Neuen Rechten heute (leider) nicht mehr behauptet werden. Auch Wei\u00df\u2019 Feststellung, dass im Nationalsozialismus \u00bbder Rechtsradikalismus [&#8230;] Staatsraison gewesen\u00ab sei (S. 67f.), setzt nicht nur beide Ph\u00e4nomene f\u00e4lschlich in eins, sondern macht es sich &#8211; und vor allem der Neuen Rechten &#8211; entschieden zu einfach. Denn genau diese Argumente kennt Letztere mittlerweile nur zu gut und hat gelernt, sie etwa durch den knappen Hinweis, eine demokratische Bewegung zu sein, abzutun. Erst das genaue Auseinanderhalten der historisch unterschiedlichen Zeiten und Sachverhalte erm\u00f6glicht eine treffende Analyse der jeweiligen Ph\u00e4nomene. Ansonsten verkennt man, was sich geschichtlich ge\u00e4ndert hat: Die Kritik sitzt besser, wenn man unterscheidet.<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Eine Enthistorisierung von Adornos Vortrag im Sinne einer vorschnellen Aktualisierung dagegen tr\u00e4gt dazu bei, seine Thesen zu entsch\u00e4rfen und Adorno selbst zu einer Art Kuschel-Philosophen zu degradieren. Auf einmal macht man es sich mit dem guten alten Adorno (wer h\u00e4tte das gedacht?) auf dem Sofa gem\u00fctlich, nickt zustimmend zu den so aktuell anmutenden Thesen, legt das B\u00e4ndchen weg und w\u00e4hnt sich selbst schon recht widerst\u00e4ndig. Einer solchen Rezeption leistet auch die handliche Ausgabe Vorschub, die vor allem die Aktualit\u00e4t des Vortrags betont und dadurch verpasst, die historischen und theoretischen Voraussetzungen und Anl\u00e4sse von Adornos Denken zu kl\u00e4ren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Kurzum: Tr\u00e4gt nicht gerade die Herausl\u00f6sung von Adornos Vortrag aus seinem historisch-theoretischen Kontext dazu bei, sich mit der scheinbar so gut aufgehenden Analogie zu begn\u00fcgen und dabei das (Weiter-)Denken einzustellen? Damit ger\u00e4t man dann allerdings erst recht in jenes \u00bbschlecht zuschauerhafte[] Verh\u00e4ltnis zur Wirklichkeit\u00ab (S. 467), vor dem Adorno am Ende von <em>Aspekte des neuen Rechtsradikalismus <\/em>warnt. Eine Lekt\u00fcre, die die historischen Differenzen allzu schnell beiseite wischt, stilisiert Adorno zu einem Klassiker (der er nie gewesen ist), dessen einzig kritisches Potential darin besteht, der Gegenwart nahezu prophetisch die politische Analyse abzunehmen. Dass dies genau nicht sein Anliegen war, stellt Adorno selbst am Ende seines Vortrags durch die Weigerung klar, Prognosen \u00fcber die Zukunft des Rechtsradikalismus zu geben:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbIch halte diese Frage f\u00fcr falsch, denn sie ist viel zu kontemplativ. In dieser Art des Denkens, die solche Dinge von vornherein ansieht wie Naturkatastrophen, \u00fcber die man Voraussagen macht wie \u00fcber Wirbelwinde oder \u00fcber Wetterkatastrophen, da steckt bereits eine Art von Resignation drin, durch die man sich selbst als politisches Subjekt eigentlich ausschaltet [&#8230;].\u00ab (S. 466f.)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Mit Adorno selbst muss man daher Einspruch erheben gegen die Verkl\u00e4rung seines Vortrags als \u00bbFlaschenpost an die Zukunft\u00ab.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Der Vorabdruck ging dem von Michael Schwarz edierten Band <em>Theodor W. Adorno. Vortr\u00e4ge 1949\u20131968<\/em> voraus, der innerhalb der vom Theodor W. Adorno Archiv herausgegebenen <em>Nachgelassenen Schriften<\/em> im September 2019 erschien und insgesamt zwanzig bisher unver\u00f6ffentlichte Vortr\u00e4ge versammelt. Umfassend und ausf\u00fchrlich werden die Vortr\u00e4ge in ihren theoretischen wie zeithistorischen Kontext eingeordnet. Im Folgenden zitiere ich Adornos <em>Aspekte des neuen Rechtsradikalismus<\/em> aus diesem Band unter Angabe der Seitenzahl im Text.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Raphael Schmaroch: \u00bbTheodor W. Adorno. \u203aAspekte des neuen Rechtsradikalismus\u2039\u00ab, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/theodor-w-adorno-aspekte-des-neuen%20rechtsradikalismus.1310.de.html?dram:article_id=457557\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Deutschlandfunk<\/a>, 2.9.2019 (zuletzt abgerufen am 16.1.2020).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Klappentext zu: Theodor W. Adorno: <em>Aspekte des neuen Rechtsradikalismus. Ein Vortrag<\/em>, Berlin 2019.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Volker Wei\u00df: \u00bbNachwort\u00ab, in: ebd., S. 59\u201387, hier S. 59. Im Folgenden zitiert unter Angabe der Seitenzahl im Text.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Diese Aussage zweifelt auch Rudolf Walther in der <em>taz <\/em>an, allerdings weniger aufgrund einer problematischen Enthistorisierung von Adornos Thesen, sondern weil ihn diese in ihrer Skizzenhaftigkeit entt\u00e4uschten; vgl. Rudolf Walther: \u00bbDrastische Namen f\u00fcr Propaganda\u00ab, in: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Adorno-Vortrag-ueber-Rechtsradikalismus\/!5606842\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>Die Tageszeitung<\/em><\/a>, 15.7.2019 (zuletzt abgerufen am 16.1.2020).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Theodor W. Adorno: \u00bbZur Bek\u00e4mpfung des Antisemitismus heute\u00ab, in: ders.: <em>Gesammelte Schriften<\/em> 20.1, hg. v. Rolf Tiedemann, Frankfurt a. M. 1997, S. 360, Fu\u00dfnote.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> Adorno spricht an vielen Stellen in seinem Werk vom Zeitkern der Wahrheit; vgl. exemplarisch Adorno: <em>Der Essay als Form<\/em>, GS 11, S. 18.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> Vgl. hierzu auch die bisherigen Beitr\u00e4ge des ZfL zum <a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/historisieren-heute.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jahresthema \u00bbHistorisieren heute\u00ab<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> Diese Formulierung verdanke ich Hendrik Gehlmann.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"><em>Die Literaturwissenschaftlerin <a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/gross.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pola Gro\u00df<\/a> ist seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZfL. In diesem Jahr erscheint bei De Gruyter ihre Dissertation unter dem Titel \u00bbAdornos L\u00e4cheln: Das \u203aGl\u00fcck am \u00c4sthetischen\u2039 in seinen literatur- und kulturtheoretischen Essays\u00ab.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Pola Gro\u00df: Stilisierung zum Kuschel-Philosophen. Zur Rezeption von Adornos \u00bbAspekte des neuen Rechtsradikalismus\u00ab, in: ZfL BLOG, 27.1.2020, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/01\/27\/pola-gross-stilisierung-zum-kuschel-philosophen-zur-rezeption-von-adornos-aspekte-des-neuen-rechtsradikalismus\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/01\/27\/pola-gross-stilisierung-zum-kuschel-philosophen-zur-rezeption-von-adornos-aspekte-des-neuen-rechtsradikalismus\/<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">].<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20200127-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20200127-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<h1 id=\"title\" class=\"a-size-large a-spacing-none\"><\/h1>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20200127-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/01\/27\/pola-gross-stilisierung-zum-kuschel-philosophen-zur-rezeption-von-adornos-aspekte-des-neuen-rechtsradikalismus\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"STILISIERUNG ZUM KUSCHEL-PHILOSOPHEN. 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Adornos Aspekte des neuen Rechtsradikalismus, vom Suhrkamp-Verlag im Juli 2019 als schwarzer, mit oranger und wei\u00dfer Schrift ebenso schlicht wie eindringlich wirkender Vorabdruck ver\u00f6ffentlicht.[1] Ihm liegt ein von Adorno urspr\u00fcnglich 1967 vor Wiener Studierenden gehaltener Vortrag zugrunde, in dem er auf <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/01\/27\/pola-gross-stilisierung-zum-kuschel-philosophen-zur-rezeption-von-adornos-aspekte-des-neuen-rechtsradikalismus\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,287,19],"tags":[288,310,369,371,368,271,367,354,103,370],"class_list":["post-1336","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ad-hoc","category-jahresthema-historisieren-heute","category-lektueren","tag-historisierung","tag-kritik","tag-kritische-theorie","tag-magnus-klaue","tag-rechtsradikalismus","tag-stil","tag-suhrkamp-verlag","tag-theodor-w-adorno","tag-theoriegeschichte","tag-volker-weiss"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1336","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1336"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1336\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3615,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1336\/revisions\/3615"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1336"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1336"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1336"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}