{"id":1348,"date":"2020-02-25T15:26:37","date_gmt":"2020-02-25T13:26:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=1348"},"modified":"2025-03-03T12:51:42","modified_gmt":"2025-03-03T10:51:42","slug":"carlo-ginzburg-gertrud-bing-ueber-aby-warburg-und-eine-philologie-der-ueberlieferung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/02\/25\/carlo-ginzburg-gertrud-bing-ueber-aby-warburg-und-eine-philologie-der-ueberlieferung\/","title":{"rendered":"Carlo Ginzburg: GERTRUD BING \u00dcBER ABY WARBURG UND EINE PHILOLOGIE DER \u00dcBERLIEFERUNG"},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">1.<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>Habent sua fata libelli<\/em>, \u00bbB\u00fccher haben ihre Schicksale.\u00ab \u2013 Diese oft zitierten Worte des lateinischen Grammatikers Terentianus Maurus lassen sich auch auf ein ungeschriebenes Buch beziehen: die Biographie Aby Warburgs, an der seine Assistentin Gertrud Bing bis an ihr Lebensende gearbeitet hat. Ihr unvollendetes Projekt wurde sp\u00e4ter von Ernst Gombrich wieder aufgegriffen, der damit seine Dankbarkeit gegen\u00fcber Bing zum Ausdruck brachte. Der gro\u00dfe Wiener Kunsthistoriker hat es dann zu Ende gef\u00fchrt, mit stupender Gelehrsamkeit, aber nur begrenzter intellektueller Sympathie f\u00fcr den, der Objekt dieser Biographie war.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Ganz entgegen Gombrichs Absicht hat das Buch eine wahre Warburg-Renaissance ausgel\u00f6st, die bis heute andauert. Man k\u00f6nnte also sagen, dass Bings Projekt Erfolg beschieden war, wenn auch auf verschlungenen und unvorhersehbaren Wegen.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ein Vergleich der beiden Biographien Warburgs, der vollendeten von Gombrich und der unvollendeten von Bing, d\u00fcrfte angesichts der offensichtlichen Differenzen ihrer beider Sichtweisen wenig ertragreich sein. Allerdings ist Bing, die eine enge Vertraute Warburgs war, etwas Wichtiges aufgefallen, das Gombrich entgangen ist und auch von weiten Teilen der darauffolgenden Literatur nicht zur Kenntnis genommen wurde:<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Warburg hatte Ludwig Traube, den Begr\u00fcnder der modernen Pal\u00e4ographie, als \u00bbGro\u00dfmeister unseres Ordens\u00ab bezeichnet.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Diese am\u00fcsante Ehrerbietung mit ihren freimaurerischen Untert\u00f6nen hat weitreichende hermeneutische Implikationen, die von Bing mit gro\u00dfem Scharfsinn entwickelt wurden. Hierzu stellen meine folgenden \u00dcberlegungen eine Erg\u00e4nzung dar.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">2.<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Traube \u00bbhatte Abschreibefehler als Hinweise auf Entstehungszeit und -ort innerhalb der \u00dcberlieferung antiker Texte erkannt\u00ab, schreibt Bing.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Ihm darin folgend analysierte Warburg in seinem Aufsatz \u00bbFlandrische und florentinische Kunst im Kreise des Lorenzo Medici um 1480\u00ab aus dem Jahr 1901 die \u00bb<em>antichit\u00e0 alla franzese<\/em>\u00ab. Mit dieser von ihm selbst andernorts gepr\u00e4gten paradoxen Formulierung fasst er die Tradierung antiker Formen im vormodernen franz\u00f6sischen Kulturraum (hier vor allem Flandern und Burgund). Denn die Antike lebte ihm zufolge zweimal nach: einmal im S\u00fcden, in der italienischen Renaissance durch \u00bbVerk\u00f6rperung des bewegten Lebens\u00ab, und einmal im Norden, in verpuppter Form in der franz\u00f6sischen Gotik. Warburg verstand auch Letztere als eine spezifische Schicht der \u00dcberlieferung der Antike, die als solche untersucht zu werden verdiente, und nicht nur als ein Hindernis bei der Wiederentdeckung der Antike durch die florentinischen K\u00fcnstler und Humanisten des Quattrocento. Um aber die von Bing ins Spiel gebrachte Analogie zwischen Abschreibefehlern und \u00dcberlieferungsvarianten zur G\u00e4nze zu verstehen, sollte daran erinnert werden, dass Traube zu Beginn seiner 1909, zwei Jahre nach seinem Tod erschienenen Vorlesungen zur Handschriftenkunde einen Vergleich zwischen Handschriften und Gem\u00e4lden unternommen hatte, und zwar im Rahmen einer W\u00fcrdigung der Untersuchungen von Giovanni Morelli. Dieser 1891 verstorbene Kunstkenner hatte unter Beweis gestellt, dass er den Urheber eines Gem\u00e4ldes anhand eines marginalen Details, beispielsweise der Darstellung eines Ohrs, erkennen konnte: nicht \u00bb<em>ex ungue leonem<\/em>\u00ab, sondern mit weit gewichtigeren Argumenten \u00bb<em>ex aure Raphaelum Urbinatem<\/em>\u00ab<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>, \u00bban der Tatze erkennt man den L\u00f6wen, am Ohr Raffael aus Urbino\u00ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Bedeutung dieses Hinweises auf Morelli wurde von Augusto Campana erkannt, den Warburg 1928 auf seiner letzten Reise nach Italien mit Bing in Rimini getroffen hatte. Warburg erkannte beim jungen Campana (er war damals 22 Jahre alt) nicht nur die Veranlagung zum Historiker, sondern stellte voller Verbl\u00fcffung auch dessen eingeschr\u00e4nktes Gesp\u00fcr f\u00fcr Bilder fest.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Letztere Einsch\u00e4tzung sollte drei\u00dfig Jahre sp\u00e4ter korrigiert werden, als Campana die Lehre der Handschriftenkunde an der Universit\u00e4t von Urbino \u00fcbernahm. Seine Antrittsvorlesung erwies sich schon im Titel als eine W\u00fcrdigung Traubes, und Campana hob dessen \u00bbungemein bedeutsame\u00ab Anspielung auf Morellis Methoden hervor, indem er auf der Wichtigkeit der Beziehung von Pal\u00e4ographie und Kunstgeschichte bestand.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Diese Anspielung tr\u00e4gt nicht nur zum Verst\u00e4ndnis Traubes bei, sondern hilft uns auch zu verstehen, wie Warburg Traube las. Fangen wir mit Ersterem an. Die unter dem Pseudonym Iwan Lermolieff ver\u00f6ffentlichten Schriften Morellis<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> l\u00f6sten nicht nur lebhafte Polemiken aus, sondern fanden auch Zustimmung, etwa von dem Kunsthistoriker Anton Springer. Unter Berufung auf Morellis Methoden schlug dieser in seinem Aufsatz \u00bbKunstkenner und Kunsthistoriker\u00ab (1881) eine Parallele zwischen dem Pal\u00e4ographen und dem Kunstkenner vor. Um die Echtheit eines Dokuments zu beweisen, habe sich der Spezialist mittelalterlicher Handschriften weniger auf den Titel oder die Initialen zu st\u00fctzen, sondern vielmehr auf marginale Details wie gedankenlos gezogene Schn\u00f6rkel. Auf gleiche Weise hat Morelli gezeigt, dass sich die Arbeit des Kunstkenners auf die Schn\u00f6rkel der K\u00fcnstler<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> zu konzentrieren hat. Der junge und fr\u00fchreife Traube (er war 1861 geboren) wird \u00fcber Morellis Ausf\u00fchrungen wahrscheinlich ebenso nachgedacht haben wie \u00fcber Springers Aufsatz zum Utrecht-Psalter, in dem ein Echo Morellis zu vernehmen ist.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Auf den Utrecht-Psalter kommt auch Adolph Goldschmidt zur\u00fcck, ein Sch\u00fcler Springers und enger Freund Warburgs, der aus dem gleichen Hamburger Bildungsmilieu kam (beide entstammten j\u00fcdischen Bankiersfamilien).<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Vermittelt \u00fcber seinen Lehrer begann Goldschmidt sich f\u00fcr Morelli zu interessieren, dem er 1887 in Mailand einen Besuch abstattete.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">3.<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">All dies scheint uns von Warburg zu entfernen, der im August 1903 in einem langen Brief an Goldschmidt (den er liebevoll \u00bbAd\u00f6lphle\u00ab nennt) seine Distanz zu Morelli und Kunstkennern ganz allgemein hervorhebt, die er mit einer gewissen Verachtung als \u00bbenthusiastische Kunstgeschichtler\u00ab<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> beschreibt. Es ist bekannt, dass Warburg f\u00fcr Kennerschaft nur wenig \u00fcbrig hatte.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Dennoch k\u00f6nnte Springers Parallelisierung von Pal\u00e4ographie und Kennerschaft, die von Warburgs Lehrer Hubert Janitschek aufgegriffen wurde, Warburg nicht nur auf Springer, sondern auch auf Traube gebracht haben.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Und Traubes Blick f\u00fcr die Fehler der Kopisten, den Bing betont hatte, impliziert \u2013 wie wir gesehen haben \u2013 eine Weiterentwicklung von Morellis Methode, die just dazu gedacht war, zwischen Original und Kopie zu unterscheiden. So bleiben Morellis Ideen bei Warburg durch den Filter von Traube und unter anderem Namen am Leben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Damit sind wir bei der entscheidenden Methodenfrage, auf die Bing im Zuge ihrer \u00dcberlegungen zur Bedeutung Traubes f\u00fcr Warburg zu sprechen kommt:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbNun lie\u00df sich auch die klassische Bilderwelt mit ihrem burgundischen Zwischenspiel auf derselben Ebene einordnen. Das bewies auch den gro\u00dfen Wert der antiken Tradition als Untersuchungsgegenstand. Der historische Augenblick kann sozusagen mit einer Zwei-St\u00e4rken-Brille betrachtet werden: Ein Linsenpaar ist auf die \u00e4u\u00dfere Erscheinung eingestellt, auf die Frage, was sie realiter darstellt, das andere auf die Wege, auf denen die Kenntnis der Vergangenheit gewonnen worden ist. Die Geschichte, die jedes Zeitalter absichtlich oder stillschweigend von seiner eigenen ferneren Vergangenheit erz\u00e4hlt, reflektiert Licht in beide Richtungen.\u00ab<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Quelle dieser nicht belegten Passage ist einmal mehr Traube, genauer seine Einleitung zu den <em>Karolingischen Dichtungen<\/em>:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbDer Aufstieg vom geschichtlichen Material zur Begreifung einer geschichtlichen Tatsache ist ein dreigeteilter: von der Beurteilung (Kritik mit Interpretation) der \u00dcberlieferung \u00fcber die Beurteilung des \u00dcberlieferers zur Beurteilung des \u00dcberlieferten. D.\u00a0h. angewandt z.\u00a0B. auf die Begreifung einer in einem Schriftstellertexte \u00fcberlieferten Tatsache: von den Hss. \u00fcber den Schriftsteller zum Dargestellten (Hss.-, Quellen-, Tatsachenbeurteilung).\u00ab<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Traube schreibt, er habe diese Themen \u00bbnach dem gl\u00e4nzenden Vorgang\u00ab Hermann Useners in <em>Philologie und Geschichtswissenschaft <\/em>(1882) \u00bbnoch einmal zu entwickeln nicht gewagt\u00ab.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> In Wirklichkeit aber geht Traube sehr viel weiter als Usener (ein anderer wegweisender Autor f\u00fcr Warburg). Die oben zitierte Passage enth\u00e4lt im Kern ein bislang nicht \u00fcbersetztes Hauptwerk der Philologie des 20. Jahrhunderts, die <em>Storia della tradizione e critica del testo <\/em>von Giorgio Pasquali (1934).<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> So nimmt es auch nicht wunder, dass Bing ihren am weitesten ausgearbeiteten Text \u00fcber Warburg mit einem Zitat aus einem Artikel Pasqualis beginnen l\u00e4sst, den dieser 1930 dem ein Jahr zuvor verstorbenen Warburg gewidmet hatte.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Im Jahr darauf ver\u00f6ffentlichte Pasquali noch einen weiteren Aufsatz, \u00bbPaleografia quale scienza dello spirito\u00ab, der im Kern eine W\u00fcrdigung Traubes und seines au\u00dfergew\u00f6hnlich reichhaltigen Werks war.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Pasquali erkannte ebenso wie Bing, dass sich Warburg und Traube aufeinander beziehen lie\u00dfen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Implikationen dieser Verflechtungen sind vielf\u00e4ltig. Die r\u00e4tselhafte Konvergenz von Warburg und Freud, die sich niemals begegnet sind, sollte ebenfalls von Morelli aus begriffen werden, dessen Arbeiten auf je eigene Weise sowohl von Freud als auch von Traube weiterentwickelt wurden. Und der strahlenden Intuition Bings folgend, sollte man von Traube ausgehen, um Warburg in einem neuen Licht zu lesen.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">4.<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Bei alldem riskieren diese, wenn auch provisorischen, Schlussfolgerungen, Traube und Warburg ihrer eigenen Zeit zu entheben. Man k\u00f6nnte also mit gutem Grund den Schluss von Traubes Vorwort zu den <em>Karolingischen Dichtungen<\/em> zitieren,<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbdass die Philologie, gerade weil sie Geschichtswissenschaft ist, prinzipiell kein Ende hat. Als H\u00fcterin des Kunstwerkes aber wird sie sich von der Poetik im Sinne W. Scherers abl\u00f6sen lassen m\u00fcssen, einer \u00c4sthetik, die im Verzicht auf dogmatische Gewalt eine Welt von neuer Kunst uns zu erschlie\u00dfen im Begriffe steht, die neben Goethe und Homer auch die Gebr\u00fcder Goncourt und Dostojewski zu Worte kommen l\u00e4sst, und die sich auf die bildende Kunst \u00fcbertragen muss, damit wir neben Pheidias und Michelangelo nicht B\u00f6cklin und Bastien-Lepage \u00fcbersehen.\u00ab<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ein heute mehr noch als damals provozierender Schluss \u2013 aus Gr\u00fcnden, die Traube nicht hat vorhersehen k\u00f6nnen. Und wieder sind wir nicht weit entfernt von Warburg: Sein Enthusiasmus f\u00fcr B\u00f6cklin, den Gombrich \u2013 wom\u00f6glich mit einem Hauch Schadenfreude \u2013 registriert hatte, scheint uns hoffnungslos veraltet.<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> Botticelli durch B\u00f6cklin oder gar Michelangelo durch Bastien-Lepage zu begreifen: Haben wir es hier, k\u00f6nnte man s\u00fcffisant fragen, mit einer neuen Art von <em>antichit\u00e0 alla todesca<\/em> oder <em>alla franzese<\/em> zu tun? Gleichwohl birgt dieser imagin\u00e4re Dialog ein reales Problem. So wie von Traube dargelegt und von Warburg vorgef\u00fchrt, erreicht uns die Vergangenheit \u00fcber Vermittlungen, die ein jedes Mal kritisch analysiert werden m\u00fcssen, \u00fcber Filter, die uns etwas \u00fcber die Vergangenheit und sich selbst mitteilen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Ernst H. Gombrich: <em>Aby Warburg. Eine intellektuelle Biographie<\/em> (1970), aus d. Engl. von Matthias Fienbork, Frankfurt a.M. 1981. Gertrud Bing und Fritz Saxl hatten Gombrich 1946\/47 mit der Aufgabe betraut, eine kommentierte Edition der theoretischen Schriften Warburgs herauszugeben. Zwischen ihm und Bing kam es sp\u00e4ter zu Meinungsverschiedenheiten, wovon Gombrich im ersten Kapitel seines Buches berichtet (S. 16): \u00bbals ich ihr meine Entw\u00fcrfe vorlegte, war sie \u00fcber die kritische Distanz meiner Darstellung nicht immer gl\u00fccklich\u00ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Agamben hat die Bedeutung dieses Details durchaus registriert, vgl. Giorgio Agamben: \u00bbAby Warburg oder die namenlose Wissenschaft\u00ab [1975], in: ders.: <em>Die Macht des Denkens. Gesammelte Essays<\/em>, \u00fcbers. von Francesca Raimondi, Frankfurt a. M. 2013, S. 139\u2013166.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Gertrud Bing: \u00bbA. M. Warburg\u00ab, in: Aby M. Warburg: <em>Ausgew\u00e4hlte Schriften und W\u00fcrdigungen<\/em>, hg. von Dieter Wuttke, 3., durchges. u. erg. Auflage, Baden-Baden 1992, S. 437\u2013454, hier S. 447; im englischen Original in: Gertrud Bing: <em>Fragments sur Aby Warburg. <\/em><em>Documents originaux et leur traduction fran\u00e7aise<\/em>, hg. von Philippe Despoix\/Martin Treml, Paris 2020, S. 132\u2013182, hier S. 164.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Ebd.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Ludwig Traube: \u00bbGeschichte der Pal\u00e4ographie\u00ab [1909], in: ders.: <em>Vorlesungen und Abhandlungen<\/em>, hg. von Franz Boll, M\u00fcnchen 1965, S. 7: \u00bbAus dem Ohr z. B. und seinen bei verschiedenen Malern so verschiedenen Bildungen hat der Italiener Morelli (Iwan Lermolieff), der vor einiger Zeit gestorben ist, erst stark versp\u00f6ttelte, dann immer mehr anerkannte Schl\u00fcsse gezogen, und mit weit gr\u00f6\u00dferem Rechte als \u203aex ungue leonem\u2039 konnte man von diesen stets exakter werdenden Forschungen sagen: \u203aex aure Raphaelum Urbinatem\u2039.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> \u00bbDer sich als ganz feiner Historiker herausstellt\u00ab und \u00bb[m]erkw\u00fcrdig wenig Sinn f\u00fcr das Bild\u00ab zeigt, schreibt Warburg am 30. Oktober 1928 \u00fcber Campana, in: <em>Tagebuch der kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg mit Eintr\u00e4gen von Gertrud Bing und Fritz Saxl<\/em>, hg. von Karen Michels\/Charlotte Schoell-Glass, Berlin 2001, S. 358.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Augusto Campana: \u00bbPaleografia oggi. Rapporti, problemi e prospettive di una \u203acoraggiosa disciplina\u2039\u00ab, in: <em>Studi urbinati<\/em> XLI.1\u20132 (1967), Bd. II: <em>Studi in onore di Arturo Massolo<\/em>, S. 1013\u20131030, insb. S.\u00a01208. Der Ausdruck <em>coraggiosa disciplina<\/em> ist eine Anspielung auf Traube: \u00bbGeschichte der Pal\u00e4ographie\u00ab (Anm. 5), S. 3: \u00bbDie Pal\u00e4ographie ist eine mutige Disziplin.\u00ab Ich erinnere mich noch lebhaft an eine Vorlesung von Campana (dessen Sch\u00fcler ich das Gl\u00fcck zu sein hatte) in seinem Seminar an der Scuola Normale Superiore in Pisa.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Iwan Lermolieff: <em>Die Werke italienischer Meister in den Galerien von M\u00fcnchen, Dresden und Berlin. Ein kritischer Versuch<\/em>, aus dem Russ. \u00fcbers. von Johannes Schwarze, Leipzig 1880. Teile dieser Textsammlung waren zuvor in der <em>Zeitschrift f\u00fcr bildende Kunst<\/em> erschienen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Anton Springer: \u00bbKunstkenner und Kunsthistoriker. Ein Nachwort\u00ab, in: ders.: <em>Bilder aus der neueren Kunstgeschichte<\/em>, Bonn 1886, Bd. II, S. 379\u2013404, insb. S. 385 f. Vgl. auch Kathryn Brush: <em>The Shaping of Art History. <\/em><em>Wilhelm V\u00f6ge, Adolph Goldschmidt and the Study of Medieval Art<\/em>, Cambridge 1996, S. 169 f., Fn. 63 (\u00fcber Springer und Morelli).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Anton Springer: \u00bbDie Psalter-Illustrationen im fr\u00fchen Mittelalter. Mit besonderer R\u00fccksicht auf den Utrechtpsalter. Ein Beitrag zur Geschichte der Miniaturmalerei\u00ab, in: <em>Abhandlungen der philologisch-historischen Classe der K\u00f6nigl. S\u00e4chs. Gesellschaft der Wissenschaften<\/em>, Bd. VIII, Leipzig 1880, S. 187\u2013256, insb. S.\u00a0197\u2013199.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Christine Kreft: <em>Adolph Goldschmidt und Aby\u00a0M.\u00a0Warburg. Freundschaft und kunstwissenschaftliches Engagement<\/em>, Weimar 2010. Vgl. auch Adolph Goldschmidt: \u00bbDer Utrechtpsalter\u00ab, in: <em>Repertorium f\u00fcr Kunstwissenschaft<\/em> XV (1892), S. 159\u2013169, und dessen Besprechung von Ludwig Traube, \u00bbPal\u00e4ographische Anzeigen III\u00ab [1901], in: <em>Kleine Schriften <\/em>[1920], hg. von Samuel Brandt, M\u00fcnchen 1965, S. 229\u2013246, insb. S. 237 f. In seinen Memoiren, die nicht zur Ver\u00f6ffentlichung bestimmt waren und erst posthum bekannt geworden sind, schreibt Goldschmidt r\u00fcckblickend kritisch \u00fcber Springers Seminare, vgl. Adolph Goldschmidt: <em>Lebenserinnerungen 1863<\/em>\u2013<em>1944<\/em>, hg. von Marie Roosen-Runge, Berlin 1989, S. 69\u201371. \u00dcberaus positiv hingegen f\u00e4llt sein Urteil in einem Jugendbrief aus (ebd., S. 70, Fn. 58). Vgl. Henrik Karge: \u00bbAnton Springer und Adolph Goldschmidt: Kunstgeschichte als exakte Wissenschaft?\u00ab, in: Gunnar Brands\/Heinrich Dilly (Hg.): <em>Adolph Goldschmidt (1863<\/em>\u2013<em>1944). <\/em><em>Normal Art History im 20. Jahrhundert<\/em>, Weimar 2007, S. 131\u2013145, insb. S.\u00a0135.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. Brush: <em>The Shaping of Art History<\/em> (Anm. 9), S. 167, Fn. 46.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. die Klassifikation von Kunsthistorikern, die sich in dem langen, von Gombrich ver\u00f6ffentlichten Brief befindet; Gombrich: <em>Aby Warburg<\/em> (Anm. 1), S. 182.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Ebd., S. 411.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Hubert Janitschek: \u00bbAnton Springer als Kunsthistoriker\u00ab, in: Anton Springer: <em>Aus meinem Leben<\/em>, Berlin 1892, S. 358\u2013382 (wo Morelli allerdings nicht genannt wird).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Bing: \u00bbA. M. Warburg\u00ab (Anm. 3), S. 447 f.; im englischen Original in: Bing:<em> Fragments sur Aby Warburg<\/em> (Anm. 3), S. 165.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Ludwig Traube: <em>Karolingische Dichtungen<\/em>, Berlin 1888, \u00bbVorwort\u00ab, S. 3. Traubes Orthographie ist hier zur besseren Lesbarkeit modernisiert worden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Ebd., S. 4.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> In diesem Werk finden sich unz\u00e4hlige Verweise auf die Forschungen Traubes.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Giorgio Pasquali: \u00bbAby Warburg\u00ab [1930], in: ders.: <em>Pagine stravaganti di un filologo<\/em>, Florenz 1968, S. 40\u201354.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Giorgio Pasquali: \u00bbPaleografia quale scienza dello spirito\u00ab [1931], in: ebd., S. 103\u2013117.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Traube: <em>Karolingische Dichtungen<\/em> (Anm. 17), \u00bbVorwort\u00ab, S. 5. Scherers <em>Poetik<\/em> war posthum ebenfalls im Jahr 1888 erschienen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Gombrich: <em>Aby Warburg<\/em> (Anm. 1), S. 194.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>\u00dcbersetzung von Dirk Naguschewski<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica; color: #e63348;\"><em>Carlo Ginzburg ist Historiker und bekannt f\u00fcr seine Forschungen zum Nachleben der Antike in der europ\u00e4ischen Tradition. Der vorliegende Text wurde urspr\u00fcnglich als Vorwort zu einer Edition von Gertrud Bings Arbeiten \u00fcber Warburg verfasst: <\/em><em><a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/publikationen-detail\/items\/fragments-sur-aby-warburg.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gertrud Bing:\u00a0<\/a><\/em><\/span><a style=\"font-family: helvetica;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/publikationen-detail\/items\/fragments-sur-aby-warburg.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>\u00bbFragments sur Aby Warburg.\u00ab<\/em><\/a> <em style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Documents originaux et leur traduction fran\u00e7aise, hg. von Philippe Despoix und <a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/treml.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Martin Treml<\/a>, Paris: \u00c9ditions de l\u2019Institut national d\u2019histoire de l\u2019art<\/em><em style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">\u00a0(INHA) 2020, S. 11\u201317.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Carlo Ginzburg: Gertrud Bing \u00fcber Aby Warburg und eine Philologie der \u00dcberlieferung, in: ZfL BLOG, 25.2.2020, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/02\/25\/carlo-ginzburg-gertrud-bing-ueber-aby-warburg-und-eine-philologie-der-ueberlieferung\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/02\/25\/carlo-ginzburg-gertrud-bing-ueber-aby-warburg-und-eine-philologie-der-ueberlieferung\/<\/a>].<br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20200225-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20200225-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20200225-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/02\/25\/carlo-ginzburg-gertrud-bing-ueber-aby-warburg-und-eine-philologie-der-ueberlieferung\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"GERTRUD BING \u00dcBER ABY WARBURG UND EINE PHILOLOGIE DER \u00dcBERLIEFERUNG\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Carlo Ginzburg\",\n    \"givenName\": \"Carlo\",\n    \"familyName\": \"Ginzburg\",\n    \"@type\": \"Person\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2020-02-25\",\n  \"datePublished\": 2020,\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Habent sua fata libelli, \u00bbB\u00fccher haben ihre Schicksale.\u00ab \u2013 Diese oft zitierten Worte des lateinischen Grammatikers Terentianus Maurus lassen sich auch auf ein ungeschriebenes Buch beziehen: die Biographie Aby Warburgs, an der seine Assistentin Gertrud Bing bis an ihr Lebensende gearbeitet hat. Ihr unvollendetes Projekt wurde sp\u00e4ter von Ernst Gombrich wieder aufgegriffen, der damit <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/02\/25\/carlo-ginzburg-gertrud-bing-ueber-aby-warburg-und-eine-philologie-der-ueberlieferung\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[287,19],"tags":[372,376,377,374,373,375],"class_list":["post-1348","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-jahresthema-historisieren-heute","category-lektueren","tag-aby-warburg","tag-gertrud-bing","tag-ludwig-traube","tag-nachleben-der-antike","tag-philologie","tag-ueberlieferung"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1348","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1348"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1348\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3614,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1348\/revisions\/3614"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1348"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1348"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}