{"id":1420,"date":"2020-04-07T10:18:25","date_gmt":"2020-04-07T08:18:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=1420"},"modified":"2025-03-03T12:39:14","modified_gmt":"2025-03-03T10:39:14","slug":"eva-geulen-geheimnis-gutachten-mit-hinweisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/04\/07\/eva-geulen-geheimnis-gutachten-mit-hinweisen\/","title":{"rendered":"Eva Geulen: GEHEIMNIS GUTACHTEN (MIT HINWEISEN)"},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">(1)<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Es ist nicht absehbar, was die Corona-Krise einmal alles zu verantworten haben wird. Zu den Dingen, von denen man behauptet, dass sie \u203anicht mehr so sein werden wie vorher\u2039, k\u00f6nnte die Pr\u00e4senzlehre an den Universit\u00e4ten geh\u00f6ren. Gemessen an anderen Vorstellungen, wie etwa dem vorbeugenden Einsatz biometrischer \u00dcberwachung aller, w\u00e4re das ein kleineres \u00dcbel. Hier wie dort gilt jedoch: Sind bestimmte Praktiken erst einmal, sei es auch tempor\u00e4r und zwangsweise, eingef\u00fchrt, dann kann daraus rasch Alltag werden.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Die universit\u00e4re Lehre betreffend w\u00e4re es dann vorbei mit dem, was Heidegger einmal raunend das \u00bbGeheimnis des Seminars\u00ab<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> genannt hat.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die US-amerikanischen Universit\u00e4ten haben mit den als Marketinginstrument eingesetzten und kommerziell sehr erfolgreichen MOOC-Vorlesungen (Massive Open Online Course) schon l\u00e4nger experimentiert. Hierzulande hat die Fernuniversit\u00e4t Hagen erfolgreich gezeigt, dass Studieren und Lehren auch \u203aremote\u2039 m\u00f6glich sind. Wahrscheinlich beschleunigen die Umst\u00e4nde also blo\u00df eine Entwicklung, die sich schon l\u00e4nger angebahnt hat und \u00fcberdies auch positive Effekte haben k\u00f6nnte.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Denn die technischen Optionen er\u00f6ffnen neue M\u00f6glichkeiten der \u203aflachen\u2039, enthierarchisierten Kollaboration und Kommunikation, die nicht nur die Wissenschaft in ihrem E-Mail-Twitter-Facebook-PowerPoint- und PDF-Alltag l\u00e4ngst pflegt.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Das omin\u00f6se \u00bbGeheimnis des Seminars\u00ab ist wahrscheinlich auch nur ein Element der Auratisierungsmachinationen des akademischen Betriebs, in dem sich Reste charismatischer Herrschaft hartn\u00e4ckig erhalten haben. Wer mehr dar\u00fcber wissen m\u00f6chte, lese das wunderbare Buch von William Clark, das Kuriosa aus der Geschichte der europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten versammelt.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Seine Pointe ist, dass es gerade die charismatischen Momente waren, die der modernen Forschungsuniversit\u00e4t zum Durchbruch verhalfen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Vielleicht ist der gegenw\u00e4rtige Ausnahmezustand ein guter Zeitpunkt, sich ein paar Gedanken \u00fcber eine wissenschaftliche Routine zu machen, die immer schon jenseits von Pr\u00e4senz und Kontakt ablief: das Gutachten. W\u00e4hrend \u203adas \u00f6ffentliche Leben zum Erliegen kommt\u2039, der Terminkalender sich leert, weil die vielen Treffen auf einmal doch verzichtbar sind, rei\u00dft der Fluss der Gutachten auch in der gro\u00dfen Verlangsamung nicht ab. Und wer glaubt, das sei so, weil an Gutachten eben <em>keine<\/em> Leben hingen, der irrt. Das \u00dcberleben der Begutachteten h\u00e4ngt im wissenschaftlichen Betrieb immer auch an Gutachten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Wer braucht Gutachten in den Geistes- und Kulturwissenschaften? In unserem evaluierungsbesessenen Betrieb eigentlich jeder und jede sofort und zunehmend f\u00fcr alles.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Die Studierenden brauchen Gutachten ihrer Abschlussarbeiten im BA und MA. Recht besehen brauchen sie auch eine Art Mini-Gutachten f\u00fcr jede abgeschlossene Hausarbeit. Das hei\u00dft dann aber nicht Gutachten, sondern Feedback. Ob man das als Dozentin im erwarteten Umfang liefert, wird in der Lehrevaluation festgestellt, die kein Gutachten im klassischen Sinne (n\u00e4mlich \u203afrei formuliert\u2039) ist, sondern meistens eine quantitative Abfrage. Diese Statistiken gehen in der Regel bei Bef\u00f6rderungs- und Entfristungsfragen in eine f\u00f6rmliche Begutachtung der Qualit\u00e4t der Lehre ein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Hinzu tritt, was sich unter \u203aForschungsgutachten\u2039<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> zusammenfassen l\u00e4sst. Es ist ziemlich viel: Gutachten zu Qualifikationsschriften, also zu Dissertationen (im Schnitt acht bis zw\u00f6lf Seiten Umfang), zu Habilitationsschriften (unter zehn Seiten geht da eigentlich nichts, an den meisten Unis werden in der Regel f\u00fcnf Gutachten eingeholt, ergibt mindestens 50 Seiten Gutachten pro Arbeit). Zweitgutachten bleiben jetzt einmal ebenso beiseite wie Drittgutachten, die meistens f\u00e4llig werden, wenn zwei Gutachtende in der Einsch\u00e4tzung einer Qualifikationsschrift stark voneinander abweichen. Und nat\u00fcrlich braucht man Gutachten f\u00fcr alle Preise und Nominierungen. Zu den Forschungsgutachten geh\u00f6rt au\u00dferdem die Begutachtung der Projekte von Promovierenden und Postdocs, die bei Stiftungen und anderen Forschungsf\u00f6rdereinrichtungen F\u00f6rdergelder beantragen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Hinzu tritt die Begutachtung von Verb\u00fcnden wie Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs oder Exzellenzclustern. Da geht es um Personengruppen zwischen acht und 200, deren Existenz bis zu vierzehn Jahre auch von diesen Gutachten abh\u00e4ngt. Die hier f\u00e4lligen Gutachten gelten als \u203aVorbegutachtungen\u2039, auf die dann im g\u00fcnstigsten Fall eine Vor-Ort-Begehung folgt. Die Begehung ist das Gutachten im Ausnahmefall des Pr\u00e4senzmodus. Aber nat\u00fcrlich sind die Einsch\u00e4tzungen der Begehungskommission vor Ort anschlie\u00dfend in einem schriftlichen Gutachten zusammenzufassen, das dann in die abschlie\u00dfende Begutachtung und die Entscheidung einflie\u00dft. Man kann sich vorstellen, was im Zusammenhang mit der j\u00fcngeren Exzellenzstrategie an Gutachten und Gutachten \u00fcber Gutachten produziert worden ist. Dort trat \u00fcbrigens ein Notstand ein, weil viele potentielle Gutachterinnen als Antragstellerinnen befangen waren und deshalb nicht selbst gutachten durften.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Und dann gibt es noch die bei jeder Berufung an eine Universit\u00e4t erforderlichen ausw\u00e4rtigen vergleichenden Gutachten, in denen bis zu vier Personen \u203anach Aktenlage\u2039 (also nur nach Ma\u00dfgabe der vorgelegten Dokumente, einschlie\u00dflich zur Verf\u00fcgung gestellter Gutachten zur Lehre) zu beurteilen sind und ein Listenvorschlag zu machen ist. Freilich k\u00f6nnen sich Berufungskommissionen \u00fcber die Einsch\u00e4tzungen der Gutachtenden hinwegsetzen, aber das hat Komplikationen in den Gremien zur Folge, der Fakult\u00e4t, dem universit\u00e4ren Senat und der berufenden Instanz. Um den Sachverhalt anekdotisch zu illustrieren: Ich bin nicht die einzige, deren Gutachtenprosa, in Manuskriptseiten gerechnet, mit den eigenen wissenschaftlichen Publikationen konkurriert. Wie viele Gutachten ich im Laufe der Jahrzehnte gelesen habe, wei\u00df ich nicht, aber wohl, dass ich mich \u00fcber sehr viele ge\u00e4rgert habe. Deshalb bin ich dazu \u00fcbergegangen, Gutachten, wann immer m\u00f6glich, zuletzt zu lesen \u2013 und hoffe widersinnig darauf, dass die Kollegen von mir verfasste Gutachten nicht so schn\u00f6de behandeln.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">(2)<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Effekte des astronomischen Anwachsens der Gutachten in einem immer mehr auf Evaluierung setzenden Betrieb vorl\u00e4ufig einmal beiseitegelassen, sind zwei Dinge bemerkenswert:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">1. F\u00fcr alles im Wissenschaftsbetrieb innerhalb und au\u00dferhalb der Universit\u00e4t gibt es Instruktionen, Anleitungen, Weiterbildungen, Coachings, Handb\u00fccher und Ratgeber. Aber wie man ein Gutachten anfertigt, das \u2013 mit Verlaub \u2013 sagt einem kein Schwein! Stattdessen wird in j\u00fcngerer Zeit (bei der Begutachtung von Gutachten) abgefragt, ob es sich um ein \u203aaussagef\u00e4higes\u2039 handelt oder nicht. Darunter versteht man offenbar etwas, das weder Lobhudelei noch Schm\u00e4hung ist. Aber wie man ein \u203aaussagef\u00e4higes\u2039 Gutachten erkennt oder ein solches verfasst, dar\u00fcber ist nichts zu erfahren: <em>Sapienti sat<\/em>. Und damit ist man auch schon bei der zweiten Besonderheit.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">2. Gutachten sind Geheimkommunikationen unter Eingeweihten. Bei den Gutachten f\u00fcr Qualifikationsschriften ist nicht einmal vorgesehen, dass sie an deren Verfasser weitergleitet werden \u2013 <em>nach<\/em> abgeschlossenem Verfahren, versteht sich! Obwohl eine Disputatio doch viel anregender und fruchtbarer w\u00e4re, wenn die Kandidatin Lob und Einw\u00e4nde der Gutachten bereits kennen w\u00fcrde. Bei Forschungsgutachten und Peer-Reviews erhalten die Bewerberinnen vielleicht anonymisierte Kurzfassungen. Es ist jedenfalls immer ein winziger Kreis, den diese in rauen Mengen produzierte Textsorte \u00fcberhaupt erreicht. Alle Gutachten landen rasch in der Tonne bzw. in den Archiven der Institutionen, denn die m\u00fcssen die amtlichen Dokumente ziemlich lange aufbewahren. Ans Licht einer \u00d6ffentlichkeit gelangen sie nur, wenn sich nach der jahrzehntelangen Sperrfrist jemand wissenschaftshistorisch und fachgeschichtlich f\u00fcr einen Vorgang interessiert. Die Ver\u00f6ffentlichung der elf Gutachten zu Friedrich Kittlers umstrittener Habilitationsschrift zu den \u00bbAufschreibesystemen\u00ab ist so ein Fall.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Mit gro\u00dfer Versp\u00e4tung und nur ausnahmsweise enth\u00fcllt sich da nicht blo\u00df, dass Gutachten im Wissenschaftsbetrieb \u00fcber berufliche Existenzen tats\u00e4chlich (mit\u2011)entscheiden, sondern dass sie trotz ihrer rasanten Zunahme Unersetzliches leisten k\u00f6nnen im Widerspiel von Selbstreproduktion und Transformation ganzer F\u00e4cher. Bei der Lekt\u00fcre von Manfred Schneiders Gutachten \u00fcber Hans Martin Gaugers Gutachten wird einem das schlagartig deutlich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die beiden Besonderheiten der Gutachtenkultur verdanken sich demselben Umstand: Das geisteswissenschaftliche Gutachten ist in all seinen Varianten, vom Referenzschreiben f\u00fcr eine Person (im Englischen <em>letter of recommendation<\/em>) bis zum anonymen Gutachten eines Verbundprojektes, stets ein Hybrid aus Patronage und Sachverst\u00e4ndigen- bzw. Expertenmeinung. Dabei gibt es auf Sender- und Empf\u00e4ngerseite unausgesprochene Erwartungshaltungen, Usancen und Codes, die die Vergleichbarkeit von Gutachten so sichern sollen, dass sie eine Entscheidungshilfe darstellen. Jede Arbeitgeberin wei\u00df bei der Lekt\u00fcre eines Arbeitszeugnisses um die feinen Unterschiede zwischen \u203azur Zufriedenheit\u2039, \u203azur vollen Zufriedenheit\u2039 und \u203azur vollsten Zufriedenheit\u2039. Beim akademischen Gutachten in den Geisteswissenschaften ist das im Prinzip \u00e4hnlich. Dass die Codes dort jedoch sehr viel weniger formalisiert und nicht generalisierbar sind, ruft die Gutachtenhermeneutik auf den Plan. Die kann die unterschiedlichen Konventionen \u2013 von Fach zu Fach, Land zu Land, Person zu Person \u2013 aber nur sehr bedingt in Rechnung stellen, weil niemand diesen \u00dcberblick haben kann.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">(3)<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Soweit das geisteswissenschaftliche Gutachten an der Idee des Sachverst\u00e4ndigengutachtens ausgerichtet ist, sorgt der Expertenstatus der Gutachtenden f\u00fcr dessen Gewicht und Relevanz. Alle Beteiligten einigen sich auf die Illusion, dass der Experte eben mehr wei\u00df, klarer sieht und mehr \u00fcberblickt als der Begutachtete. Nat\u00fcrlich wissen alle, dass auch bei naturwissenschaftlichen oder juristischen Gutachten ein subjektiver Standpunkt oder mindestens ein Interesse der Argumentation die Wege weist. Darauf reagieren insbesondere geisteswissenschaftliche Gutachten mit nerv\u00f6ser \u00dcberkompensation: Je unsicherer der Grund ist, auf dem sie stehen, desto objektivistischer gerieren sie sich. Und in den historisch-hermeneutischen F\u00e4chern, die ihre Gegenst\u00e4nde nicht haben, sondern je neu konstituieren m\u00fcssen, gibt es nun einmal keinen festen Grund. Das kann aber auch einen anderen Effekt zur Folge haben. Weil unsere F\u00e4cher keine unbestreitbaren Fundamentalartikel kennen und Kritik zum geisteswissenschaftlichen Selbstverst\u00e4ndnis geh\u00f6rt, tun sich manche mit dem Bef\u00fcrworten und Guthei\u00dfen von Haus aus schwer. In Verfahren wie denen der Deutschen Forschungsgemeinschaft, wo verschiedene Verbundforschungsprojekte \u00fcber F\u00e4chergrenzen hinweg vergleichend beurteilt werden, kann das einen strategischen Nachteil gegen\u00fcber den Naturwissenschaften bedeuten, deren Vertreterinnen m\u00f6glicherweise solidarischer sind, jedenfalls zu eindeutigen Aussagen neigen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die beim Expertengutachten rituell verschattete Subjektivit\u00e4t r\u00fcckt mit der Dimension der Patronage in den Vordergrund. Das kulturelle Kapital steckt hier im Ansehen der gutachtenden Person. Seit der Antike gibt es die Gattung der Empfehlungsschreiben (<em>litterae commendaticiae<\/em>), bei der Personen Dritten Zugang zu bestimmten Personen oder Aufnahme in gewisse Kreisen zu verschaffen suchen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Und noch bis vor kurzem verlief die Besetzung von Professuren nach einem Patronageprinzip, das auch dynastische Aspekte einschlie\u00dfen konnte (der \u203aNachwuchs\u2039 der Ordinarien verteilte sich auf die frei werdenden Professuren). Ein neoliberales Wettbewerbsprinzip hat diesem Betrieb die alten Z\u00f6pfe abgeschnitten. Paradoxerweise hat die demokratisierende Umstellung auf Evaluationen und Gutachten der Patronage aber zu ihrem \u00dcberleben als Cliquenwirtschaft oder Kartell verholfen. Dass wer viel begutachtet wird, auch selbst zunehmend als Gutachterin gefragt ist, kann zur Grundlage von Tauschaktionen vor allem im Drittmittelbereich und bei Nominierungen werden: Nominierst du mich f\u00fcr dieses, nominiere ich dich f\u00fcr jenes, empfiehlst du mich hier, empfehle ich dich dort. (In Parenthese und apropos Patronage: Als ich mir auf einer Gutachtersitzung, in der es um Strategien zur Erh\u00f6hung der Nominierungsquote von Frauen ging, die Bemerkung erlaubte, dass mir solche Absprachen unter Frauen nicht bekannt seien, entgegnete ein Kollege, die Frauen m\u00fcsse man eben \u203azum Jagen tragen\u2039.)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Vielleicht kann man darauf vertrauen, dass diejenigen Organisationen, die mit sehr vielen Gutachten zu tun haben, mit der Zeit auf solche Muster aufmerksam werden. Aber gesichert ist das nicht. Und deshalb bleibt es dabei, dass die beiden Str\u00e4nge des Gutachtenwesens \u2013 Expertenkultur und Patronage \u2013 auch und gerade in unserem hyperaktiven Evaluierungsbetrieb nicht zu entwirren sind. Da die immer gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Gutachten (\u00fcbrigens proportional dazu h\u00e4ufig auch ihr Umfang) im Zuge der steigenden Bedeutung der Drittmitteleinwerbung angesichts unterfinanzierter Universit\u00e4ten bekanntlich die Kernaufgaben der Wissenschaft an den Rand dr\u00e4ngt und die Kontingenzen versch\u00e4rft, deren man Herr zu werden versucht, sollte man diese verworrene und anf\u00e4llige Praxis mindestens in einigen Bereichen entweder ganz abschaffen \u2013 die VolkswagenStiftung hat bereits ein <a href=\"https:\/\/www.volkswagenstiftung.de\/unsere-foerderung\/unser-foerderangebot-im-ueberblick\/experiment\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Programm<\/a>, in dem das Los \u00fcber die F\u00f6rderung mitentscheidet \u2013 oder sie, pragmatisch, mit dem geringsten Aufwand nebenher betreiben, \u00bbwie man in fremden Tempeln etwa kniet\u00ab (Grillparzer).<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">(4)<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ein quasi fl\u00e4chendeckender Verzicht auf Gutachten aber w\u00e4re in seinen Konsequenzen wohl noch fataler als die bisherige Praxis einschlie\u00dflich ihrer Ausw\u00fcchse und Probleme. Das Gutachten ist ein unverzichtbares Medium der Selbstverst\u00e4ndigung und Selbstver\u00e4nderung unserer Wissenschaften. Seine Glaubw\u00fcrdigkeit h\u00e4ngt vom Vertrauen ab \u2013 aber gerade nicht vom Vertrauen in die involvierten Personen, sondern vom Vertrauen in das <em>Institut<\/em> des Gutachtens. Kantisch und mit Vaihinger formuliert: Man muss so gutachten, <em>als ob<\/em> eine Beurteilung in dieser Form m\u00f6glich sei.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die daf\u00fcr erforderliche Urteilskraft k\u00f6nnte sich an den Besonderheiten des \u00e4sthetischen Urteils bei Kant orientieren. W\u00e4hrend die bestimmende Urteilskraft das Besondere unter das Allgemeine subsumiert, ist es die (man k\u00f6nnte sagen: unendliche) Aufgabe der reflektierenden Urteilskraft, das Allgemeine zum Besonderen zu finden. Weil dem Geschmacksurteil weder ein subjektiver noch ein objektiver Zweck zugrunde gelegt werden kann, hat es nur die Form der Zweckm\u00e4\u00dfigkeit und kann seinen Anspruch auf Allgemeinheit nur subjektiv vorbringen, kann ihn den anderen nur ansinnen, aber nicht aufzwingen. Ob man bei dieser Urteilspraxis eher erz\u00e4hlend verf\u00e4hrt, wie in vielen US-amerikanischen Gutachten \u00fcblich, oder eher objektivistisch und \u203anach Aktenlage\u2039, ob man die personalen und individuellen Aspekte stark macht oder den Sachverstand, spielt keine gro\u00dfe Rolle. Es sind kulturell bedingte Unterschiede, wie es ja auch verschiedene Geschmacksurteile \u00fcber das Sch\u00f6ne gibt, die aber die Struktur dieses Typus von Urteil nicht tangieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Obwohl ge\u00fcbte Gutachtenleserinnen in allen \u203aaussagef\u00e4higen\u2039 Gutachten genau diese Urteilsstruktur wiedererkennen, kann man kaum verlangen, dass sich der potentielle Gutachter erst einmal in Kants dritte Kritik vertieft. Aber vielleicht l\u00e4sst sich das Wesentliche doch ins Pragmatische \u00fcbersetzen. Regeln kann es keine geben, aber \u203aHinweise f\u00fcr Gutachter\u2039.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Wenn es nicht darum geht, ein Partikulares unter ein Allgemeines zu subsumieren, dann er\u00fcbrigen sich alle quantifizierenden Angaben: Wie viele B\u00fccher, Aufs\u00e4tze etc. es sind, kann jeder und jede den Unterlagen entnehmen. Relevant wird es nur bei vergleichenden Gutachten, und auch da eigentlich nur, wenn sich Diskrepanzen ergeben, die aber vom Gutachtenden im Gutachten erst aussagef\u00e4hig gemacht werden m\u00fcssen. Das Gleiche gilt f\u00fcr die vor allem in der Begutachtung von Qualifikationsschriften grassierende Unsitte der ausf\u00fchrlichen, sich kapitelweise vorarbeitenden Paraphrase. Damit wird zwar das \u00fcbliche Seitensoll erf\u00fcllt, doch Urteilskraft bew\u00e4hrt sich so nicht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Worauf es ankommt, ist der andere Blick. Die Gutachterin ist in der Pflicht, eine Perspektive auf die zu begutachtende Arbeit (das Projekt oder den Aufsatz) zu gewinnen, die nicht diejenige ihres Verfassers ist. Dabei handelt es sich weder um einen Sachverst\u00e4ndigenblick, der ein gr\u00f6\u00dferes Feld \u00fcbersieht (Expertenlogik), noch um den des wohlwollenden (oder missg\u00fcnstigen) G\u00f6nners (Patronage). Dieser andere Blick wird dadurch m\u00f6glich, dass man unter den Voraussetzungen der jeweiligen Arbeit (des Aufsatzes, des Projekts etc.) m\u00f6glichst weit mitgeht, also gerade nicht von au\u00dfen urteilt, sondern erst einmal das nachvollzieht, was Adorno in anderem Zusammenhang und auch an Kunstwerke denkend die \u00bbLogik ihres Produziertseins\u00ab nannte.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Auch wissenschaftliche Werke haben eine Logik ihres Produziertseins. Dann geh\u00f6rt aber zu den Voraussetzungen eines aussagef\u00e4higen Gutachtens auch die Bereitschaft, das zu Begutachtende als Herausforderung zu begreifen: Im nachvollziehenden Mitdenken weiterdenkend, sind auch die eigenen Pr\u00e4missen zu durchdenken. Wenn es gut geht, wirklich gut geht, \u00e4ndern sich in diesem Prozess der Gegenstand der Begutachtung und der Gutachtende selbst. Und dann erf\u00fcllt das Gutachten seine doppelte Funktion als Gatekeeper- und Transformationsinstanz im Wissenschaftsbetrieb.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Jedes Gutachten ist immer auch eine Gelegenheit, etwas Neues kennenzulernen. Schon deshalb und also aus einem gewissen Eigennutz heraus sollte die Geheimkommunikation der Gutachten als integraler Bestandteil des Lehrens und Forschens und d. h. auch der permanenten Auseinandersetzung mit einem sich stetig wandelnden Fach gelten. Aber wo und wie kann man das in systematisch begr\u00fcndeter Ermangelung von Regeln erlernen? Eigentlich schon in und an jeder Hausarbeit! Oder in der Aus\u00fcbung einer anderen untersch\u00e4tzten und marginalisierten wissenschaftlichen Routine: der Rezension. Rezensions- und Gutachtenwesen sind mit denselben Problemen und Chancen behaftet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Mein Vertrauen in die Dauerpr\u00e4senz des Gutachtens ist etwas ersch\u00fcttert worden, seit die FAZIT-STIFTUNG j\u00fcngst bekannt gab, dass sie vorl\u00e4ufig \u00fcber gar keine Antr\u00e4ge mehr entscheiden wird, weil die Konsequenzen der Corona-Krise f\u00fcr ihre Ressourcen derzeit nicht absehbar seien. Ob versch\u00e4rfte Verteilungsk\u00e4mpfe dem Gutachten zu mehr Glaubw\u00fcrdigkeit verhelfen, darf bezweifelt werden. Im Gegenteil ist zu bef\u00fcrchten, dass die Prosa noch blumiger (oder geh\u00e4ssiger), der Umfang und die Mengen noch gr\u00f6\u00dfer werden und das Vertrauen in diese Gattung weiter abnimmt. Das entscheidet sich jedoch an jedem einzelnen Gutachten aufs Neue.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Zu den rechtlichen Implikationen vgl. Florian Meinel\/Christoph M\u00f6llers: \u00bbEine Pandemie ist kein Krieg\u00ab, in: <em><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/coronavirus\/eine-pandemie-ein-ausnahmezustand-aber-kein-krieg-16686801.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Frankfurter Allgemeine Zeitung<\/a><\/em>, 20.3.2020.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Martin Heidegger: <em>Seminare<\/em> (GA 15), Frankfurt a. M. 1986, S. 287.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Matthias Buschmeier\/Kai Kauffmann: \u00bbUnge\u00fcbt in der digitalen Lehre\u00ab,\u00a0in: <em><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/karriere-hochschule\/hoersaal\/studium-zu-corona-zeiten-unis-sind-ungeuebt-in-digitaler-lehre-16707420.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Frankfurter Allgemeine Zeitung<\/a><\/em>, 2.4.2020.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. Pola Gro\u00df\/Hanna Hamel: \u00bbNeue Nachbarschaften? Stil und Social Media in der Gegenwartsliteratur\u00ab, in: <a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/03\/18\/pola-gross-hanna-hamel-neue-nachbarschaften-stil-und-social-media-in-der-gegenwartsliteratur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>ZfL BLOG<\/em><\/a>, 18.3.2020.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> William Clark: <em>Academic Charisma and the Origins of the Research University<\/em>, Chicago 2006.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. Margit Osterloh\/Bruno S. Frey: \u00bbW\u00fcrfeln in der Wissenschaft? \u00dcber die Verbindung von Expertenurteilen und Zufall\u00ab, in: <em>Forschung &amp; Lehre<\/em> 23\/2 (2016), S. 134\u2013135.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> So die Bezeichnung der Leibniz-Gemeinschaft in der Datenabfrage ihrer Mitgliederinstitute.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Ute Holl\/Claus Pias (Hg.): \u00bbAufschreibesysteme 1980\/2010. In memoriam Friedrich Kittler (1943\u20132011)\u00ab, in: <em>Zeitschrift f\u00fcr Medienwissenschaft\u00a0<\/em>6\/1 (2012), S. 114\u2013192. Zur Diskussion vgl. Claudia Liebrand: \u00bb<em>Strong readings<\/em>, Paranoia und Kittlers Habilitationsverfahren. Prolegomena einer Fallstudie\u00ab, in: dies.\/Rainer J. Kaus (Hg.): <em>Interpretieren nach den \u00bbturns\u00ab. Literaturtheoretische Revisionen<\/em>, Bielefeld 2014, S. 217\u2013238.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vgl. Suzanne Marchand: \u00bbLetters of Rec: An Ancient Genre in Need of a Modern Upgrade\u00ab, in: <em><a href=\"https:\/\/www.historians.org\/publications-and-directories\/perspectives-on-history\/september-2018\/letters-of-rec-an-ancient-genre-in-need-of-a-modern-upgrade\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Perspectives on History<\/a><\/em>, 4.9.2018.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Theodor W. Adorno: \u00bbVal\u00e9rys Abweichungen\u00ab, in: <em>Noten zur Literatur<\/em> (GS 11), Frankfurt a. M. 1974, S. 158\u2013202, hier S. 159.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"><em>Die Literaturwissenschaftlerin <a style=\"color: #e63348;\" href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/geulen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Eva Geulen<\/a> ist die Direktorin des ZfL.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Eva Geulen: Geheimnis Gutachten (mit Hinweisen), in: ZfL BLOG, 7.4.2020, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/04\/07\/eva-geulen-geheimnis-gutachten-mit-hinweisen\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/04\/07\/eva-geulen-geheimnis-gutachten-mit-hinweisen\/<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">].<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20200407-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20200407-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20200407-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/04\/07\/eva-geulen-geheimnis-gutachten-mit-hinweisen\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"GEHEIMNIS GUTACHTEN (MIT HINWEISEN)\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Eva Geulen\",\n    \"givenName\": \"Eva\",\n    \"familyName\": \"Geulen\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"https:\/\/orcid.org\/0009-0004-3700-1661\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2020-04-07\",\n  \"datePublished\": 2020,\n  \"schemaVersion\": \"http:\/\/datacite.org\/schema\/kernel-4\",\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(1) Es ist nicht absehbar, was die Corona-Krise einmal alles zu verantworten haben wird. Zu den Dingen, von denen man behauptet, dass sie \u203anicht mehr so sein werden wie vorher\u2039, k\u00f6nnte die Pr\u00e4senzlehre an den Universit\u00e4ten geh\u00f6ren. Gemessen an anderen Vorstellungen, wie etwa dem vorbeugenden Einsatz biometrischer \u00dcberwachung aller, w\u00e4re das ein kleineres \u00dcbel. Hier <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/04\/07\/eva-geulen-geheimnis-gutachten-mit-hinweisen\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,21],"tags":[391,402,398,399,401,271,403,400],"class_list":["post-1420","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ad-hoc","category-einblick","tag-corona-virus","tag-expertentum","tag-gutachten","tag-kommunikation","tag-patronage","tag-stil","tag-urteilskraft","tag-wissenschaft"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1420","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1420"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1420\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3609,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1420\/revisions\/3609"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}