{"id":1435,"date":"2020-04-14T11:50:25","date_gmt":"2020-04-14T09:50:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=1435"},"modified":"2025-03-03T12:37:14","modified_gmt":"2025-03-03T10:37:14","slug":"claude-haas-heldenpandemie-oder-pandemiehelden-bemerkungen-zur-neuesten-heroismusforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/04\/14\/claude-haas-heldenpandemie-oder-pandemiehelden-bemerkungen-zur-neuesten-heroismusforschung\/","title":{"rendered":"Claude Haas: Heldenpandemie oder Pandemiehelden? BEMERKUNGEN ZUR NEUESTEN HEROISMUSFORSCHUNG"},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u203aCorona-Helden\u2039: Sinn und Unsinn<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Wie in tr\u00fcben Zeiten \u00fcblich, schie\u00dfen Helden*innen im Augenblick wie Pilze aus dem Boden. Vor allem die <em>Bild<\/em>-Zeitung ruft seit Wochen unabl\u00e4ssig neue \u00bbCorona-Helden\u00ab aus. In ihrer Onlineausgabe mitunter mehrmals t\u00e4glich. Die restliche Presse zog bald nach. Der Verbreitung des Virus konnten die vielen Helden und die sie k\u00fcrenden Instanzen freilich von Anfang an nicht hinterherkommen. Das ist schlecht. Denn Helden sind herk\u00f6mmlichen Vorstellungen zufolge eher zu schnell als zu langsam und ihre Wirkmacht h\u00e4ngt davon ab, dass es nur wenige von ihnen gibt. Zwar ist die Inflation des Heldentitels eine feste Signatur der Moderne, doch verr\u00e4t sie stets, dass die Zeit der \u203aechten\u2039 Helden und ihrer weltbewegenden Taten schon lange vorbei ist \u2013 wenn es sie au\u00dferhalb der Literatur denn \u00fcberhaupt je gegeben hat. Je mehr Helden man in n\u00e4chster Zeit ans Licht zerrt, desto weniger werden sie am Ende ausgerichtet haben.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Es kommt nicht von ungef\u00e4hr, dass die Seuchenbek\u00e4mpfung traditionell kein heroisches Terrain gewesen ist. Denn sie setzt ein Ma\u00df an Umsicht und Organisationsf\u00e4higkeit voraus, das Helden chronisch abgeht. Helden k\u00f6nnen Staaten vielleicht gr\u00fcnden. Regieren oder auch nur verwalten k\u00f6nnen sie diese in der Regel nicht. Wenn jetzt allerorten zu h\u00f6ren ist, in der Krise schlage politisch gesehen die Stunde der Exekutive, dann t\u00e4ten Regierungen und ihre Apparate gut daran, auch kerngesunde Helden umgehend in Quarant\u00e4ne zu schicken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Das gilt ebenso f\u00fcr die Medizin. Zwar geh\u00f6rt die Lebensrettung zum heroischen Kernbestand, aber nicht mit Mundschutz. Davon abgesehen mussten Helden sich seit alters her auf das T\u00f6ten besser noch als auf das Bewahren von Leben verstehen. Die Herrschaft \u00fcber Leben und Tod scheint derzeit jedoch einem ohnm\u00e4chtigen Sterbenlassen im Verfahren der Triage gewichen. Was immer dazu eines Tages sonst noch zu sagen sein wird: Die Triage bildet die Nullstufe des Heroischen, und zwar weit \u00fcber konkrete Entscheidungstr\u00e4ger in Kliniken hinaus.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Diese leisten Unerh\u00f6rtes. Das Aussortieren von Todkranken zieht aber selbst noch heroisierbare Restbest\u00e4nde des derzeitigen Geschehens in den Abgrund.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Dass die Pr\u00e4sidenten insbesondere Frankreichs und der USA den Kampf gegen das Virus relativ z\u00fcgig zum \u203aKrieg\u2039 umzudeuten versuchten, d\u00fcrfte nicht zuletzt dem Bem\u00fchen geschuldet sein, \u00fcber intellektuelle Zumutungen dieser und anderer Art hinwegzusehen und eine imagin\u00e4re Referenz zu bem\u00fchen, die das Heroische notd\u00fcrftig intakt zu halten erlaubt. Und das ist verst\u00e4ndlicher als es zun\u00e4chst scheinen mag. Obwohl die Kriegsbehauptung in dieser Form in Deutschland aufgrund der NS-Vergangenheit nach wie vor unzul\u00e4ssig w\u00e4re und man sich eine bew\u00e4hrte Krisenkanzlerin als Kriegskanzlerin auch metaphorisch partout nicht vorstellen will, d\u00fcrfte sich hierzulande kaum jemand finden, der den j\u00fcngst zu Helden promovierten Krankenpfleger*innen, \u00c4rzt*innen, Supermarktkassierer*innen, Busfahrer*innen und vereinzelt sogar Politiker*innen ihren Status leichtfertig, geschweige denn \u00f6ffentlich abspenstig machen wollte. Shitstorms w\u00e4ren jedenfalls vorprogrammiert, und sie k\u00e4men ausnahmsweise sogar zu Recht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Der Heldenbegriff ist n\u00e4mlich weit geschmeidiger als die Helden selbst. Dies gilt zumal f\u00fcr die moderne Tradition, die dem Helden die Definitionshoheit \u00fcber seinesgleichen kategorisch entziehen musste. Aus diesem Grund d\u00fcrfen sich Helden schon seit geraumer Zeit nicht mehr selbst Helden nennen, wenn sie als solche Bestand haben sollen. \u203aHeld\u2039 ist zu einer Fremdzuschreibung geworden, und als solche ist sie bis heute weder zu ersetzen noch leicht zu kontrollieren. Wenn massiver Heldenbedarf besteht, m\u00fcssen Helden \u00fcberall dort rekrutiert werden, wo sie diesen Bedarf decken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Man hat heroische Attribute wie \u203aMut\u2039 l\u00e4ngst zur \u203aZivilcourage\u2039 domestiziert, aber f\u00fcr den \u203aHelden\u2039 oder die \u203aHeldin\u2039 l\u00e4sst sich Vergleichbares nicht beobachten. Selbst den strengsten Ideologiekritikern d\u00fcrfte ein irgendwie tragbares Synonym f\u00fcr die \u00bbCorona-Helden\u00ab kaum einfallen. Sie m\u00fcssten entweder kompletten Verzicht anmahnen oder den Helden konzeptionell so beflissen zurechtstutzen, dass in dem Wort von der jahrtausendealten Geschichte des Ph\u00e4nomens kaum etwas \u00fcbrig bliebe.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Man kann diese \u2013 wie jede \u2013 Geschichte aber nicht einfach absch\u00fctteln. Sie hat viele d\u00fcstere Seiten und sie ist mit aufkl\u00e4rerischen, demokratischen oder humanen Werten nur unter Aufwand in Einklang zu bringen. Schon Hegel, der die Helden konsequent der Vergangenheit \u00fcberantworten wollte, aber zugleich ein viel zu gro\u00dfes Faible f\u00fcr sie hatte, um sie aus der eigenen Gegenwart vollst\u00e4ndig zu verbannen, wusste, dass \u00bbgro\u00dfe Gestalt[en] manche unschuldige Blume zertreten, manches zertr\u00fcmmern auf ihrem Wege.\u00ab<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Mit \u00bbunschuldigen Blumen\u00ab war es in den seltensten F\u00e4llen getan.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Es sind jedoch exakt diese Schwierigkeiten, die den Heroismus gerade heute theoretisch so faszinierend machen. Wie rettet man etwas, das unrettbar verloren scheint und das man in Reinform wom\u00f6glich gar nicht wiederhaben will?<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u203aPostheroismus\u2039 oder \u203ademokratischer\u2039 Heroismus?<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Um diese Frage kreisen indirekt zwei neuere B\u00fccher zur aktuellen Lage des Heroismus: Ulrich Br\u00f6cklings soziologische Studie mit dem Titel <em>Postheroische Helden. Ein Zeitbild<\/em> (Berlin: Suhrkamp, 2020)\u00a0und Dieter Thom\u00e4s philosophische Tour de Force <em>Warum Demokratien Helden brauchen. Pl\u00e4doyer f\u00fcr einen zeitgem\u00e4\u00dfen Heroismus <\/em>(Berlin: Ullstein, 2019).<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Beide B\u00fccher sind vor dem Ausbruch des Virus erschienen, k\u00f6nnen aber aufgrund ihres Gegenstands unabh\u00e4ngig von diesem vorerst nicht mehr gelesen werden.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Das ist ihren Verfassern gegen\u00fcber ungerecht und es geht an deren Intentionen zwangsl\u00e4ufig vorbei, aber ein \u00e4hnliches Schicksal d\u00fcrfte in den n\u00e4chsten Wochen und Monaten noch manch andere geisteswissenschaftliche Studie ereilen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Auf den ersten Blick sind Br\u00f6ckling und Thom\u00e4 Kontrahenten wie aus dem Bilderbuch. W\u00e4hrend Br\u00f6ckling das Heroische \u00bbkaputtdenken\u00ab (17 u.\u00f6.) will, versucht sich Thom\u00e4 in einer Apologie der Helden angesichts der Krise \u2013 ausgerechnet \u2013 der Demokratie. Damit waren vor wenigen Monaten freilich nicht die derzeit staatlich eingefrorenen B\u00fcrgerrechte, sondern der beklemmende Boom des Populismus gemeint.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Thom\u00e4 zufolge wurden Helden und Demokratie in der Vergangenheit weitgehend irrt\u00fcmlich in Opposition zueinander ger\u00fcckt, denn die Rettung der Demokratie ist nach seiner \u00dcberzeugung von den f\u00fcr sie k\u00e4mpfenden Helden sogar direkt abh\u00e4ngig. Dort, wo Br\u00f6ckling die westliche Welt wie unz\u00e4hlige andere Soziolog*innen und Politolog*innen sichtlich beruhigt als eine \u203apostheroische\u2039 begreift, h\u00e4lt Thom\u00e4 die Vorsilbe <em>post<\/em>&#8211; f\u00fcr eine \u00bbder erfolgreichsten und schlechtesten Erfindungen der neueren Geistesgeschichte\u00ab (13). Damit w\u00fcrden sich insbesondere Intellektuelle gerne \u00bbin eine Nachzeit [&#8230;] versetzen\u00ab (ebd.) und sich freiwillig in die \u00bbKnechtschaft der Geschichte\u00ab (14) begeben.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Demokratische Helden oder Helden in der Demokratie?<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Den Vorwurf einer solchen \u00bbfreiwilligen Knechtschaft\u00ab kann man gegen Dieter Thom\u00e4s Buch in der Tat nicht erheben. In dieser Hinsicht bleibt er ganz Philosoph. Daf\u00fcr zahlt er allerdings einen exorbitant hohen Preis. \u00dcber die kulturhistorische Tradition des Heldentums sieht er gr\u00f6\u00dftenteils hinweg oder greift aus ihr lediglich bruchst\u00fcckhaft solche Momente heraus, die eine Art Demokratieanmutung haben. Man erkennt das schon an seinem Personal. Ein Loblied stimmt er etwa auf Odysseus an, der Name Achills geht ihm (sehe ich recht) kein einziges Mal \u00fcber die Lippen. Das hat gute Gr\u00fcnde, denn um die Helden fit f\u00fcr die Demokratie zu machen, bestreitet Thom\u00e4 unter anderem, dass es \u00bbbeim Heldentum immer um Leben und Tod gehen muss\u00ab (20). Auch vom Krieg will er den Heroismus folgerichtig am liebsten so weit wie m\u00f6glich \u00bbl\u00f6sen\u00ab (40). Sein Anliegen k\u00f6nnte radikaler kaum sein:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbEs gibt durchaus Soldaten, die Anerkennung als Helden verdient haben. Aber sie besetzen nicht von Berufs wegen den Spitzenplatz in Sachen Heldentum. Dieser Platz geb\u00fchrt den unbestrittensten Helden der Weltgeschichte, n\u00e4mlich denjenigen, die Widerstand gegen ein totalit\u00e4res Regime leisten.\u00ab (41)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Nun geh\u00f6ren Steigerungen und Superlative traditionell eher in den Heldenkatalog als in die Heldenanalyse. Und tats\u00e4chlich l\u00e4uft Thom\u00e4s Pl\u00e4doyer eher auf eine neue Kanon- oder Katalogbildung als auf eine tiefsch\u00fcrfende Untersuchung des Heroischen hinaus. Die \u00bbunbestrittensten Helden der Weltgeschichte\u00ab sind die, die er f\u00fcr solche h\u00e4lt. Thom\u00e4 interessiert sich nicht f\u00fcr die politischen oder gesellschaftlichen Mechanismen, die wirksam werden, wenn bestimmte historische, literarische oder filmische Figuren zu Helden proklamiert werden, er \u00fcbernimmt solche Proklamationen schlankerhand selbst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Damit begibt er sich auf d\u00fcnnes Eis. Seine Untersuchung stellt \u00fcber weite Strecken eine reine Setzung dar. Schon aus der soeben zitierten Definition d\u00fcrften die meisten \u00bbHelden der Weltgeschichte\u00ab aufgrund ihrer politischen Indifferenz n\u00e4mlich schlicht und ergreifend herausfallen. Wollte man den das Heroische angeblich konstituierenden \u00bbWiderstand gegen ein totalit\u00e4res Regime\u00ab beim Wort nehmen, h\u00e4tte es vor dem 20. Jahrhundert streng genommen \u00fcberhaupt keine Helden gegeben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Wenn Thom\u00e4s Buch die Lekt\u00fcre gleichwohl lohnt, hat dies insbesondere zwei Gr\u00fcnde. Erstens gelingen dem Autor solide Einsichten in die Verfassung der westlichen Demokratien vor der Corona-Krise. Vor allem die kategorische Verwechslung von Kapitalismus und Demokratie und die noch verh\u00e4ngnisvollere Verwechslung von B\u00fcrokratie und Demokratie sind fabelhaft analysiert. Zweitens muss Thom\u00e4 sein eigenes Heldenverst\u00e4ndnis so nachdr\u00fccklich gegen etablierte Heldenvorstellungen in Schutz nehmen, dass ihm gerade zu diesen ungewollt und indirekt wesentliche Erkenntnisse gelingen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Das l\u00e4sst sich etwa seinen Darlegungen zu der wissenschaftlich oft \u00fcbersehenen Temporalit\u00e4t des Helden ablesen. Thom\u00e4 ist der Meinung, dass demokratische Helden einen \u00bbProzess der inneren Selbstverwandlung\u00ab (82) durchlaufen m\u00fcssen, sie w\u00fcrden \u00bbnicht schon im Bereitschaftsmodus geboren\u00ab (ebd.) und seien folglich eher \u00bbGelegenheitshelden\u00ab als \u00bbFertig-\u00ab oder \u00bbDauerhelden\u00ab (83). In meinen Augen ist \u203aGelegenheitsheld\u2039 ein Oxymoron, das das traditionelle Verst\u00e4ndnis des Zusammenhangs von Held und Zeit musterg\u00fcltig exemplifiziert. Helden sind immer schon fertig und sie sind immer Held. Aus dem Grund d\u00fcrfen sie beispielsweise weder eine Steuererkl\u00e4rung ausf\u00fcllen noch alt werden. Wenn man Helden partout an die Demokratie binden will, ist es zwar konsequent, mit solchen das Heroische ehemals begr\u00fcndenden Merkmalen zu brechen. Nur d\u00fcrfte dann auch von Helden keine Rede mehr sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Zumindest nicht von solchen Helden, die strukturell die Bedingungen des \u203ademokratischen\u2039 Helden erf\u00fcllen, die also eine substanzielle Einheit von Held und Demokratie vorf\u00fchren sollen. Zwar weist Thom\u00e4 wiederholt darauf hin, dass nicht jeder Held demokratisch sei, aber mit der M\u00f6glichkeit dieses (Sonder-)Falls stehen und fallen seine gesamten \u00dcberlegungen. Im Verlauf der Lekt\u00fcre und im Verlauf vor allem der vielen Definitions- und Typologieversuche, die er aufbietet (\u00bbholistische Helden\u00ab, \u00bbaltruistische Helden\u00ab, \u00bbHelden der \u00dcberwindung\u00ab, \u00bbHelden der \u00dcbererf\u00fcllung\u00ab etc.), fragt man sich allerdings, ob sein Buch tats\u00e4chlich von <em>demokratischen<\/em> Helden oder nicht vielleicht eher von Helden <em>in<\/em> der Demokratie handelt. Dieser gewichtige Unterschied w\u00e4re in unz\u00e4hligen seiner Fallstudien \u2013 von Odysseus \u00fcber Galilei bis hin zu John McCain und Carola Rackete \u2013 systematisch in Rechnung zu stellen gewesen. \u00dcbrigens auch mit Blick auf die \u203aGelegenheit\u2039. Wenn der demokratische Held gelegentlich ein Held ist, ist er als Held dann tats\u00e4chlich noch demokratisch? Oder ist der Gelegenheitsheld etwa auch ein Gelegenheitsdemokrat?<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Thom\u00e4s Buch dreht sich mehr um ein synkretistisches und hybrides \u00dcberleben der Helden in der Demokratie als um eine demokratische Veranlagung oder Verfassung der Helden. Und das f\u00fchrt in der neuesten Heroismusforschung zu einer bemerkenswerten Konstellation. Denn Thom\u00e4 und Br\u00f6ckling stellen sich damit als Kontrahenten heraus, die unfreiwillig in gro\u00dfen Teilen das gleiche Buch geschrieben haben. Der Nachweis, dass die \u203apostheroischen\u2039 Demokratien nach 1989 Helden am Flie\u00dfband produzierten, bildet n\u00e4mlich das Kernanliegen Br\u00f6cklings. Was Br\u00f6ckling \u203apostheroisch\u2039 nennt, hei\u00dft bei Thom\u00e4 \u203ademokratisch\u2039.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Thom\u00e4 h\u00e4lt gleich zu Beginn seiner Studie apodiktisch fest:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbDie Vorstellung von einer postheroischen Zeit, die bei Bedarf ein bisschen heroisch agiert, ist fast so absurd wie das postnatale Bild einer jungen Mutter, die noch ein bisschen schwanger ist. [&#8230;] Man kann nicht die Helden zugleich abschaffen und f\u00fcr sich anschaffen lassen.\u00ab (15f.)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Dass man dies sehr wohl kann und dass abgeschmackte Bonmots die Sch\u00e4rfe auch und gerade eigener Einsichten oft zu verspielen drohen, verr\u00e4t eine Gegen\u00fcberstellung beider B\u00fccher. Trotz sehr unterschiedlicher Wege erreichen sie am Ende das gleiche Ziel.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Von Helden und Kuchenglasuren im Postheroismus<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Br\u00f6ckling macht keinen Hehl daraus, dass er sich als Soziologe eher f\u00fcr die \u00bbkleinen Leute\u00ab als f\u00fcr Helden interessiert (9). Auch l\u00e4sst er f\u00fcr all die Theorien, die im Heroismus ein probates Mittel gegen \u00bbMediokrit\u00e4t und Stillstand\u00ab (228) sehen, nur wenig Sympathie erkennen. Alles in allem handelt es sich beim Heldentum in seinen Augen um eine \u00fcberaus problematische \u00bbEntpolitisierungsstrategie\u00ab (230).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Anders als unz\u00e4hlige Kulturhistoriker*innen vor ihm unternimmt Br\u00f6ckling gar nicht erst den Versuch, eine linear verlaufende (Verfalls-)Geschichte des Heroismus zu schreiben. Eher ist es ihm um den Aufweis einer \u00bbGleichzeitigkeit von Heroisierungen und Deheroisierungen in der Vergangenheit wie in der Gegenwart\u00ab (75) zu tun. Der postheroische Held ist demnach keiner, der auf den heroischen Helden historisch folgen k\u00f6nnte, er ist eine \u00bbparadoxe Figur\u00ab, die sich vor allem \u00bbdurch ihr Geschick\u00ab auszeichnet, \u00bbflexibel zwischen On- und Off-Modus hin- und herzuwechseln\u00ab (16). Bei Thom\u00e4 war dies der \u00bbGelegenheitsheld\u00ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Der Typus scheint mir bei Br\u00f6ckling aber insofern \u00fcberzeugender analysiert, als er auf der Paradoxie einer heroischen \u203aFlexibilit\u00e4t\u2039 von vornherein beharrt und diese nicht als gro\u00dfen \u203ademokratischen\u2039 Imperativ begreift. Vielmehr sp\u00fcrt er unaufgeregt ihrer Ausbreitung etwa in der Subjektbildung, im modernen Management und in der zeitgen\u00f6ssischen Kriegsf\u00fchrung nach. Den Helden begreift er dabei konsequent als \u00bbFremdzuschreibung\u00ab (56). Sein Ansatz bleibt streng funktional. Br\u00f6ckling feiert keine heroische Leistung, sondern fragt nach den soziopolitischen Leistungen dieser (vermeintlichen) Leistung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Im Zuge dessen spricht er sich zu Recht dagegen aus, \u00bbdas Heroische [&#8230;] von all seinen dunklen Bestandteilen zu reinigen\u00ab (202). Solche entdeckt Br\u00f6ckling stringenterweise nicht exklusiv bei den Helden selbst, sondern auch bei denen, die Helden \u00fcberhaupt erst zu Helden emporheben. Derartige \u00bbBewunderungsclans\u00ab (206) arbeiteten mit der Heldenverehrung stets auch ihrer eigenen \u00bbSelbstverkleinerung\u00ab (25) zu: \u00bbWer gehorchen will, wird nach Gr\u00fcnden daf\u00fcr suchen und denjenigen, dem er nachl\u00e4uft, auch zum Heros k\u00fcren.\u00ab (26)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00c4hnlich wie Thom\u00e4, der in einer Multiplikation der Helden nicht etwa eine egalit\u00e4re Nivellierung, sondern Indizien einer grundlegenden Demokratisierung des Heroischen zu erkennen meint, deutet auch Br\u00f6ckling Tendenzen der Vermehrung und Trivialisierung von Helden als \u00bbheilsame Entgiftung\u00ab (19). Als beispielhaft dient ihm eine zum \u00bbHelden des Alltags\u00ab ausgerufene Kuchenglasur von Aldi S\u00fcd. Prinzipiell gilt: <\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbWenn wir die Helden schon nicht ganz loswerden k\u00f6nnen, dann lebt es sich besser mit vielen als mit nur einem.\u00ab (66)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"> Es ist die schiere Heldenvermehrung, in deren Einsch\u00e4tzung beide B\u00fccher sich voll und ganz treffen. Sie stellt das Remedium gegen die finsteren Seiten des Heroismus bereit. Wo Thom\u00e4 Morgenluft wittert, bleibt Br\u00f6ckling zwar auf der Hut. Das kann \u00fcber die tiefen Affinit\u00e4ten ihrer B\u00fccher indes nicht hinwegt\u00e4uschen.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Corona II<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Fragt sich nur, ob ihre vor wenigen Monaten erschienenen Bestandsaufnahmen jetzt \u00fcberhaupt noch Bestand haben. Es w\u00e4re sicher naheliegend, in der medialen Explosion der \u203aCorona-Helden\u2039 jene Verfahren eines postheroischen Heroismus am Werk zu sehen, die insbesondere Br\u00f6ckling eindringlich analysiert hat. Sind die vielen neuen Helden also Sendboten einer \u00bbheilsamen Entgiftung\u00ab? Sind sie so heroisch wie eine Kuchenglasur von Aldi S\u00fcd? Die Frage zeigt den Abgrund, der uns von den Studien von Br\u00f6ckling und Thom\u00e4 zwangsl\u00e4ufig bereits trennt. Allerdings ist in Sachen Heroismus mit solchen Schl\u00fcssen \u00e4u\u00dferste Vorsicht geboten. Denn Helden lassen sich auf den ersten Blick nie einfach in eine etablierte Heroismusgeschichte einf\u00fcgen, auch nicht in eine postheroische. Helden suggerieren immer, dass die Heldengeschichte mit ihnen \u00fcberhaupt erst beginnt. Mit jedem Helden muss diese Geschichte neu geschrieben werden. Darin liegt die tiefe Paradoxie einer ihrer wichtigsten Konventionen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Es k\u00f6nnte demnach sein, dass Helden mit Blick auf Corona unmittelbar Trost spenden. Und zwar vornehmlich dadurch, dass sie das derzeitige Geschehen unabh\u00e4ngig von jeder heroischen oder paraheroischen Tat schlicht einer (neuen alten) Heldengeschichte assimilieren. Damit w\u00fcrden \u203aCorona-Helden\u2039 die gesamte Rede von \u203aBruch\u2039 oder \u203aKrise\u2039 unterschwellig als business as usual imaginieren lassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">F\u00fcr ein auch nur ann\u00e4hernd zuverl\u00e4ssiges Inventar der \u203aCorona-Helden\u2039 ist es aber zu fr\u00fch. Das \u00e4ndert nichts daran, dass insbesondere zwei Einsichten Br\u00f6cklings sich jetzt schon vision\u00e4r lesen:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">1. \u00bbKrisenzeiten steigern den Heldenbedarf, aber Heldenkonjunkturen erzeugen auch Krisenbedarf. Heroen operieren im Modus permanenter Mobilmachung und brauchen den Notstand wie die Polizei das Verbrechen.\u00ab (232)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">2. \u00bbHeldenurkunden zu verteilen, ist billiger, als zus\u00e4tzliches Personal einzustellen.\u00ab (198)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">An beides werden Medien und Politik hoffentlich bald zu erinnern sein.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbScholz denkt \u00fcber Steuerbonus f\u00fcr Corona-Helden nach\u00ab \u2013 so titelte <em>Bild<\/em> am 24. M\u00e4rz. Solange die Corona-Helden \u00fcber ihren Steuerbonus auch ihrerseits nachdenken, d\u00fcrfte zumindest die Demokratie allzu viel nicht zu bef\u00fcrchten haben. Sicher scheint derzeit aber noch nicht einmal das.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. hierzu Henning Tr\u00fcper: \u00bbUnsouver\u00e4nit\u00e4t in der Pandemie\u00ab, in: <em><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/03\/24\/henning-trueper-unsouveraenitaet-in-der-pandemie\/\">ZfL Blog<\/a><\/em>, 24.3.2020.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> G.W.F. Hegel: <em>Vorlesungen \u00fcber die Philosophie der Geschichte. Werke 12<\/em>, Frankfurt a. M. 1986, S. 49.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Beide B\u00fccher werden im Folgenden nach diesen Ausgaben im laufenden Text zitiert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. zu einer Gegen\u00fcberstellung beider B\u00fccher auch Julika Griem: \u00bbWer sind Helden?\u00ab, in: <em><a href=\"https:\/\/blog.kulturwissenschaften.de\/wer-sind-helden\/\">KWI-Blog<\/a><\/em>, 6.4.2020.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em><span style=\"color: #e63348;\">Der Literaturwissenschaftler <a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/haas.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Claude Haas<\/a> ist stellvertretender Direktor des ZfL und Ko-Leiter des Programmbereichs <a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/theoriegeschichte.html\">Theoriegeschichte<\/a>.<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Claude Haas: Heldenpandemie oder Pandemiehelden? Bemerkungen zur neuesten Heroismusforschung, in: ZfL BLOG, 14.4.2020, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/04\/14\/claude-haas-heldenpandemie-oder-pandemiehelden-bemerkungen-zur-neuesten-heroismusforschung\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/04\/14\/claude-haas-heldenpandemie-oder-pandemiehelden-bemerkungen-zur-neuesten-heroismusforschung\/<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">].<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20200414-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20200414-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20200414-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/04\/14\/claude-haas-heldenpandemie-oder-pandemiehelden-bemerkungen-zur-neuesten-heroismusforschung\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"Heldenpandemie oder Pandemiehelden? BEMERKUNGEN ZUR NEUESTEN HEROISMUSFORSCHUNG\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Claude Haas\",\n    \"givenName\": \"Claude Haas\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"https:\/\/orcid.org\/0009-0007-4753-4543\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2020-04-14\",\n  \"datePublished\": 2020,\n  \"schemaVersion\": \"http:\/\/datacite.org\/schema\/kernel-4\",\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u203aCorona-Helden\u2039: Sinn und Unsinn Wie in tr\u00fcben Zeiten \u00fcblich, schie\u00dfen Helden*innen im Augenblick wie Pilze aus dem Boden. Vor allem die Bild-Zeitung ruft seit Wochen unabl\u00e4ssig neue \u00bbCorona-Helden\u00ab aus. In ihrer Onlineausgabe mitunter mehrmals t\u00e4glich. Die restliche Presse zog bald nach. Der Verbreitung des Virus konnten die vielen Helden und die sie k\u00fcrenden Instanzen freilich <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/04\/14\/claude-haas-heldenpandemie-oder-pandemiehelden-bemerkungen-zur-neuesten-heroismusforschung\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,19],"tags":[391,405,407,404,408,103,406],"class_list":["post-1435","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ad-hoc","category-lektueren","tag-corona-virus","tag-dieter-thomae","tag-helden","tag-heroismus","tag-heroismusforschung","tag-theoriegeschichte","tag-ulrich-broeckling"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1435","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1435"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1435\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3608,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1435\/revisions\/3608"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1435"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1435"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1435"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}