{"id":1603,"date":"2020-11-16T11:45:17","date_gmt":"2020-11-16T09:45:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=1603"},"modified":"2025-03-03T12:10:09","modified_gmt":"2025-03-03T10:10:09","slug":"ernst-mueller-wende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/11\/16\/ernst-mueller-wende\/","title":{"rendered":"Ernst M\u00fcller: WENDE"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><span style=\"color: #e63348;\"><strong>I.\u00a0<\/strong><\/span>Wer heute bezogen auf die deutsche Geschichte von \u203ader Wende\u2039 spricht, meint die im Herbst 1989 in der DDR beginnenden und mit deren Anschluss an die Bundesrepublik endenden politischen Umw\u00e4lzungen. Zwar favorisieren damalige Akteure und manche Historiker daf\u00fcr pathetischere Bezeichnungen wie \u203aFreiheitsrevolution\u2039 oder das vom damaligen Westberliner B\u00fcrgermeister Walter Momper am Tage nach der Mauer\u00f6ffnung gepr\u00e4gte, etwas sperrige Oxymoron \u203afriedliche Revolution\u2039.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Doch gerade die ostdeutsche Alltagssprache hat diese nie \u00fcbernommen, vielleicht, weil im DDR-Sprachgebrauch \u203aRevolution\u2039 mit sozialem Fortschritt, mit etwas grunds\u00e4tzlich Neuem verbunden war.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Dass \u203aWende\u2039 zur nahezu neutralen Bezeichnung dieser Prozesse werden w\u00fcrde, war zeitgen\u00f6ssisch keineswegs absehbar. Denn es war Egon Krenz, der als Nachfolger Erich Honeckers in der Funktion des Generalsekret\u00e4rs des Zentralkomitees der SED bei seiner Antrittsrede am 18. Oktober 1989 zun\u00e4chst verk\u00fcndete:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbMit der heutigen Tagung werden wir eine Wende einleiten, werden wir vor allem die politische und ideologische Offensive wieder erlangen.\u00ab<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Der Ausdruck war wohl weder in seiner vor allem im Sport (beim Schwimmen) verwendeten Bedeutung der einfachen Kehre noch im Sinne einer moralisch-religi\u00f6sen Umkehr gemeint, sondern sollte offenbar sehr sp\u00e4t noch die Bedeutung des russischen Wortes <em>perestroika<\/em> (Umgestaltung) aufnehmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Der durchaus reflektierte Versuch, die Deutungs- und Handlungshoheit durch ein vages Schlagwort mit nicht explizierter Metaphorik wiederzuerlangen, war sogleich umstritten. Die eigenen Leute musste Krenz\u2019 Formulierung irritieren, weil das Wort \u203aWende\u2039 politisch durch die CDU Helmut Kohls besetzt war, der f\u00fcr den liberal-konservativen Regierungswechsel 1983 mit der Formel der \u203ageistig-moralischen Wende\u2039 geworben hatte. Christa Wolf interpretierte in ihrer Rede vor etwa einer Million Demonstranten am 4. November 1989 \u203aWende\u2039 als Metapher der Seglersprache:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbMit dem Wort \u203aWende\u2039 habe ich meine Schwierigkeiten. Ich sehe da ein Segelboot, der Kapit\u00e4n ruft \u203aKlar zur Wende!\u2039, weil der Wind sich gedreht hat, und die Mannschaft duckt sich, wenn der Segelbaum \u00fcber das Boot fegt. Stimmt das Bild? Stimmt es noch in dieser t\u00e4glich vorw\u00e4rtstreibenden Lage? Ich w\u00fcrde von \u203arevolution\u00e4rer Erneuerung\u2039 sprechen.\u00ab<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">In der gleichen Rede nimmt Wolf die polemische Metapher des Wendehalses als Bezeichnung f\u00fcr diejenigen auf, die sich nur aus taktischer Berechnung zu den Umbr\u00fcchen bekannten. Und auf Plakaten der Demonstrierenden war zu lesen: \u00bbHarte Wende ist jetzt Pflicht, Kurve kriegen reicht jetzt nicht\u00ab.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Im gleichen Sinne argumentierte retrospektiv der B\u00fcrgerrechtler Jens Reich:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bb\u203aWende\u2039 f\u00fcr die bedeutendste geschichtswirksame Handlung, die jemals in Deutschland nicht als Diktat von oben, sondern als spontane B\u00fcrgerbewegung hervorgebracht wurde \u2013 das ist nun tats\u00e4chlich eine Freudsche Verdr\u00e4ngung. [\u2026] \u203aWende\u2039 macht die Sache klein und verleiht ihr den Geruch einer von oben mit Weisheit und Einsicht eingeleiteten Ma\u00dfnahme.\u00ab<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Bezeichnung hat sich offensichtlich erst durchgesetzt, nachdem der kurze Versuch einer demokratischen Erneuerung der DDR mit der Mauer\u00f6ffnung abgebrochen war. Der (nachvollziehbare) Ruf nach Reisefreiheit, die Sehnsucht nach harter W\u00e4hrung und schneller Wiedervereinigung k\u00fcndeten weniger von unb\u00e4ndigem Freiheitswillen als vielmehr vom postheroischen Konsumenten. Zwar gab es diejenigen, die sich Erosion und Zusammenbruch der DDR als Resultat eigener Handlungen zuschrieben. Gerade der Prozess der deutschen Wiedervereinigung l\u00f6ste aber bei vielen das Gef\u00fchl aus, einer Ver\u00e4nderung ausgesetzt zu sein, die sie nicht intendiert und nicht in der Hand hatten. Die Erfahrung eines durch Marktlogiken anonymisierten oder \u203avon oben\u2039 gesteuerten Prozesses hat sicher dazu beigetragen, dass \u203aWende\u2039 als angemessenerer Ausdruck empfunden wurde. Die Bef\u00fcrworter einer demokratischen Revolution der DDR standen dieser \u203aWende in der Wende\u2039, wie es sp\u00e4ter auch genannt wurde, im Wege.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Auseinandersetzung um den Wendebegriff taugt bis heute, um starke politische Differenzen auszutragen. Drei\u00dfig Jahre nach 1989 stritten in der FAZ die beiden Ostdeutschen Ilko-Sascha Kowalczuk und Detlef Pollock darum, ob B\u00fcrgerrechtler eine Revolution oder aber die eher unpolitischen Ausreisewilligen eine Implosion ausgel\u00f6st h\u00e4tten. Dem Mythos zu widersprechen, dass der Freiheitsrevolution konsequenterweise die deutsche Einheit folgte, erschien aber beiden Seiten nicht opportun: Die eine Seite tabuisiert, dass kaum einer der B\u00fcrgerrechtler im Herbst 1989 die deutsche Einheit gewollt hatte, die andere, dass es eine Kontinui\u00adt\u00e4t gibt von der damals im Westen eifrig begr\u00fc\u00dften, die demokratische Erneuerung abbrechenden nationalistischen Wende zu heutigen rechtspopulistischen Aufrufen einer sogenannten Wende 2.0 oder dem Slogan \u203aVollende die Wende\u2039.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><span style=\"color: #e63348;\"><strong>II. <\/strong><\/span>\u203aWende\u2039 geh\u00f6rt zu den modernen Verzeitlichungsbegriffen und best\u00e4tigt die These Reinhart Kosellecks, dass zeitliche Begriffe r\u00e4umlichen Metaphern entspringen. Sprach man lange, fern jeglicher \u00dcberh\u00f6hung, von der \u203aWende vom 19. zum 20. Jahrhundert\u2039, ist hier wiederum ein Zeitbegriff selbst zum Subjekt geworden, \u00e4hnlich dem Fortschritt, der Geschichte oder der Beschleunigung. G\u00e4ngige Formulierungen wie \u203akonstantinische Wende\u2039 f\u00fcr den \u00dcbergang zum Staatskirchentum oder \u203akopernikanische Wende\u2039 f\u00fcr die Abkehr vom geozentrischen Weltbild sind nachtr\u00e4gliche Zuschreibungen. Auch Immanuel Kants Transzendentalphilosophie wurde \u2013 als Metapher der Metapher \u2013 erst im 19. Jahrhundert als \u203akopernikanische Wende\u2039 bezeichnet, er selbst hat diesen Ausdruck nicht gebraucht. Diese Interpretationen beziehen sich meist auf die zweite Auflage der <em>Kritik der reinen Vernunft<\/em>, in der sich zwar der Ausdruck \u00bbRevolution der Denkart\u00ab findet, nicht aber bezogen auf Kopernikus, dessen Theorie Kant als \u00bbUm\u00e4nderung der Denkart\u00ab bezeichnet. Schon f\u00fcr Kant-Exegeten scheint \u203aWende\u2039 also ein Revolutionsvermeidungsbegriff zu sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Wie auch \u203aUmbruch\u2039 ist der Ausdruck \u203aWende\u2039 Zeichen einer postheroischen Perspektive. Das Wort l\u00e4sst zun\u00e4chst keine Wertung erkennen, sie muss expliziert werden (die \u203aWende zum Besseren\u2039\/\u00ad\u203azum Schlechteren\u2039). Im Unterschied zum modernen Begriff der Zeitenwende, den insbesondere der deutsch-israelische Historiker Richard Koebner als Merkmal der Moderne seit Francis Bacon herausgestellt hat,<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> hat \u203aWende\u2039 keine Richtung \u2013 anders als etwa \u203aFortschritt\u2039. \u203aWende\u2039 hat aber zugleich die doppelte Dimension von Ereignis und Handlung, die sich die Politik situationsgerecht zurechnen kann. Je nach Kontext lassen sich unterschiedliche Bedeutungen abrufen, unterschiedliche Adressaten einbinden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica; color: #e63348;\"><strong>III.\u00a0<\/strong><\/span><span style=\"font-family: helvetica;\">Neben der mit dem bestimmten Artikel akzentuierten Wende von 1989 hat sich in den letzten Jahren die Wendemetapher im politischen Diskurs etabliert. In Komposita f\u00fchrt das Wort eine zwar unauff\u00e4llige, aber ubiquit\u00e4re Existenz; es gibt u. a. die \u00f6kologische, die Verkehrs-, die Mobilit\u00e4ts- und die Klimawende. \u203aWende\u2039 hat hier oft eine doppelte Bedeutung: Mit den Richtlinien der Politik \u00e4ndert sich auch die zuvor vertretene Position. Die erste dieser Wenden, die in diesem Fall nicht zuf\u00e4llig auch eine Kehrtwendung der Regierenden bezeichnete, war die sogenannte Energiewende, also der ma\u00dfgeblich von Angela Merkel initiierte Atomausstieg, die \u203aenergiepolitische Kehrtwende\u2039 nach dem Reaktorungl\u00fcck von Fukushima. \u203aWende\u2039 ersetzt dabei auch das bei der Vorg\u00e4ngerregierung eher gebr\u00e4uchliche, offenbar mit der Kritik am Neoliberalismus verschlissen erscheinende Schlagwort der Reform oder den b\u00fcrokratischen Ausdruck \u203aAgenda\u2039. Der permanente Krisenmodus der sp\u00e4tkapitalistischen Gesellschaft erlaubt offenbar nur kurzfristige, situationsbezogene Taktik statt langfristige Strategien.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Urspr\u00fcnglich war die \u00f6kologische Wende ein Schlagwort der Umwelt- und Anti-\u00adAtomkraft-Bewegung der 1970er Jahre,<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> insofern l\u00e4sst sich die Wende der ehemaligen Umweltministerin Merkel auch als Enteignungsgeschichte erz\u00e4hlen. \u203aWende\u2039 nimmt dabei die postheroischen Attribute ihres Regierungsstils auf: von oben, technokratisch, vermittelnd, alternativlos, eine Kraftanstrengung ohne gro\u00dfes Versprechen. Um die Distinktion zu erhalten, m\u00fcssen ihre Gegner heute von der \u203aKlimawende von unten\u2039 sprechen. Die mit \u203aWende\u2039 zugleich verbundene \u00c4nderung der eigenen Politik kann dabei nat\u00fcrlich als Wendigkeit oder Beliebigkeit zum blo\u00dfen Machterhalt interpretiert werden. Als k\u00e4me eine andere Eigenschaft als der sprichw\u00f6rtliche Opportunismus des unauff\u00e4lligen und in seiner mitteleurop\u00e4ischen Existenz bedrohten Wendehalses (<em>Jynx torquilla<\/em>) zum Tragen: Der H\u00f6hlenbr\u00fcter, der sich selbst keine H\u00f6hlen schaffen kann, ist auf das Vorhandensein von nat\u00fcrlichen Baumh\u00f6hlen oder auf Spechth\u00f6hlen angewiesen, deren Vorbesitzer er samt Eiern oder Jungen verdr\u00e4ngt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica; color: #e63348;\"><em>Der Philosoph Ernst M\u00fcller leitet am ZfL das Schwerpunktprojekt \u00bbDas 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur politisch-sozialen und kulturellen Semantik in Deutschland\u00ab. <span class=\"text\">Sein Beitrag erschien <\/span><\/em><em><span class=\"text\">erstmals auf dem Faltblatt zum Jahresthema des ZfL 2020\/21, \u00bb<a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/epochenwenden.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Epochenwenden<\/a>\u00ab.<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. Bernd Lindner: \u00bbBegriffsgeschichte der Friedlichen Revolution. Eine Spurensuche\u00ab, in: <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/apuz\/185602\/begriffsgeschichte-der-friedlichen-revolution-eine-spurensuche?p=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>Aus Politik und Zeitgeschichte<\/em> 24\u201326\/2014<\/a>: Aufbruch \u201989.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Egon Krenz: \u00bbErkl\u00e4rung des Politb\u00fcros des Zentralkomitees der SED\u00ab, in: <em>Berliner Zeitung<\/em>, 19.10.1989.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Christa Wolf: <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/archiv\/ausstellungen\/4november1989\/cwolf.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rede am 4. November 1989<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Dieter Herberg\/Doris Steffens\/Elke Tellenbach: <em>Schl\u00fcsselw\u00f6rter der Wendezeit. W\u00f6rter-Buch zum \u00f6ffentlichen Sprachgebrauch 1989\/90<\/em>, Berlin\/New York 1990.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Jens Reich: \u00bbVereint in der Schlu\u00dfmusik\u00ab, in: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/1994\/43\/vereint-in-der-schlussmusik?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>Die Zeit<\/em><\/a>, Nr. 43, 21.10.1994.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Richard Koebner: \u00bbDie Idee der Zeitwende (1941\u20131943)\u00ab, in: ders.: <em>Geschichte, Geschichtsbewusstsein und Zeitwende. Vortr\u00e4ge und Schriften aus dem Nachla\u00df<\/em>, Gerlingen 1990, S. 147\u2013193.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Den Begriff \u203aEnergiewende\u2039 pr\u00e4gte das \u00d6ko-Institut 1980 mit dem in mehreren Auflagen erschienenen Buch <em>Energiewende \u2013 Wachstum und Wohlstand ohne Erd\u00f6l und Uran<\/em>, hg. von Florentin Krause\/Hartmut Bossel\/Karl-Friedrich M\u00fcller-Rei\u00dfmann, Frankfurt a. M. 1981.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Ernst M\u00fcller: Wende, in: ZfL BLOG, 16.11.2020, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/11\/16\/ernst-mueller-wende\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/11\/16\/ernst-mueller-wende\/<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">].<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20201116-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20201116-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20201116-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/11\/16\/ernst-mueller-wende\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"WENDE\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Ernst M\u00fcller\",\n    \"givenName\": \"Ernst\",\n    \"familyName\": \"M\u00fcller\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"Ernst M\u00fcller\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2020-11-16\",\n  \"datePublished\": 2020,\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I.\u00a0Wer heute bezogen auf die deutsche Geschichte von \u203ader Wende\u2039 spricht, meint die im Herbst 1989 in der DDR beginnenden und mit deren Anschluss an die Bundesrepublik endenden politischen Umw\u00e4lzungen. 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