{"id":1673,"date":"2021-01-14T12:29:07","date_gmt":"2021-01-14T10:29:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=1673"},"modified":"2025-03-03T12:02:29","modified_gmt":"2025-03-03T10:02:29","slug":"moritz-neuffer-prekaere-theorie-oder-wer-ist-hildegard-brenner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2021\/01\/14\/moritz-neuffer-prekaere-theorie-oder-wer-ist-hildegard-brenner\/","title":{"rendered":"Moritz Neuffer: PREK\u00c4RE THEORIE,\u00a0oder: Wer ist Hildegard Brenner?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbWhat makes a great magazine editor?\u00ab, fragte der britische Literaturwissenschaftler Matthew Philpotts k\u00fcrzlich in einem <a href=\"https:\/\/www.eurozine.com\/makes-great-magazine-editor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Essay f\u00fcr <em>Eurozine<\/em><\/a> und stellte eine Typologie von Herausgebertypen auf, die in der Intellektuellengeschichte des 20. Jahrhunderts bedeutende Rollen spielten. In dieser Typologie finden sich charismatische und \u203aperformative\u2039 Leitfiguren wie Herwarth Walden (<em>Der Sturm<\/em>) oder Karl Kraus (<em>Die Fackel<\/em>), n\u00fcchterne und bescheidene Verwalter wie Carl von Ossietzky (<em>Die<\/em> <em>Weltb\u00fchne<\/em>) oder Herbert Steiner (<em>Corona<\/em>), aber auch Jongleure zwischen diesen Extremen wie Peter Suhrkamp (<em>Neue Rundschau<\/em>) oder Jean Paulhan (<em>Nouvelle Revue Fran\u00e7aise<\/em>). Der einzelg\u00e4ngerische <em>Criterion<\/em>-Herausgeber T.S. Eliot wird dem \u203akollektiven\u2039 Stil von Sartres <em>Les<\/em> <em>Temps Modernes<\/em> gegen\u00fcbergestellt, w\u00e4hrend Thomas Mann als Co-Herausgeber von <em>Mass und Wert<\/em> wiederum dazwischen steht. Der Kanon der \u203agro\u00dfen\u2039 verlegenden M\u00e4nner legt den Gedanken nahe, dass Hildegard Brenner (*1927) in der intellektuellen \u00d6ffentlichkeit des 20. Jahrhunderts eine Ausnahmeerscheinung darstellte.<!--more--> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Tats\u00e4chlich war die 1952 promovierte Germanistin, die zun\u00e4chst als Journalistin und sp\u00e4ter als Professorin an der Universit\u00e4t Bremen arbeitete, in der Bundesrepublik Deutschland bis in die 1970er Jahre hinein die einzige Frau, die ein intellektuelles Journal von \u00fcberregionaler Bedeutung herausgab. Von 1964 bis 1982 leitete sie in West-Berlin die Literatur- und Theoriezeitschrift <em>alternative<\/em>, die mit Heften zur materialistischen \u00c4sthetik, zum Strukturalismus, zur Literatur der DDR, des Exils und der Arbeiterbewegung eine Auflage von bis zu 10.000 Exemplaren pro Nummer erreichte. Der Erfolg gr\u00fcndete zum einen auf weitreichenden Verbindungen nach Paris und Potsdam, Riga und Rom, hinein in Verlage und Zeitschriftenredaktionen, akademische Institutionen und dissidente Zirkel. Er verdankte sich aber wohl ebenso dem strengen Stil, mit dem Brenner einstigen Redaktionsmitgliedern im Ged\u00e4chtnis geblieben ist: \u00bbEin Gedanke pro Satz gen\u00fcgt!\u00ab, erinnert sich Helmut Lethen, 1966 und 1967 Redakteur der Zeitschrift, in seiner j\u00fcngst erschienenen Autobiografie an das oberste Gebot seiner damaligen \u00bbChefin\u00ab.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Obwohl Zeitgenossen wie Lethen und sein Mitredakteur Heinz Dieter Kittsteiner gelegentlich an Brenner erinnert haben,<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> ist ihr Name nur wenigen gel\u00e4ufig. Dabei hinterlie\u00df sie Spuren in der Geschichte der Kritischen Theorie, als sie in der <em>alternative<\/em> die Editionspolitik von Theodor W. Adorno, Rolf Tiedemann und Peter Unseld kritisierte und eine \u00bbwissenschaftliche \u00d6ffentlichkeit\u00ab f\u00fcr die nachgelassenen Schriften Walter Benjamins forderte.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Ebenso wird in der Forschung zum Nationalsozialismus gelegentlich ihr Buch <em>Die Kunstpolitik des Nationalsozialismus<\/em> zitiert, das 1963 in der popul\u00e4ren Sachbuchreihe <em>rowohlts deutsche enzyklop\u00e4die <\/em>erschien und damaligen Rezensenten als eine der besten Analysen der Zerschlagung und Gleichschaltung der Kultur unter dem Hakenkreuz galt. Andere Arbeiten und Aktivit\u00e4ten Brenners hingegen sind kaum bekannt, geschweige denn erforscht \u2013 was auch der Tatsache geschuldet ist, dass sie sich nach der Einstellung der <em>alternative<\/em> im Jahr 1982 fast vollst\u00e4ndig aus der intellektuellen \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckzog. Auch im <em>Internationalen Germanistenlexikon<\/em> ist ihr kein Eintrag verg\u00f6nnt. <\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_1680\" aria-describedby=\"caption-attachment-1680\" style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Neuffer_Brenner-Bild_mittel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1680 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Neuffer_Brenner-Bild_mittel-240x300.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Neuffer_Brenner-Bild_mittel-240x300.jpg 240w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Neuffer_Brenner-Bild_mittel.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 85vw, 240px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1680\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1, Vorlass Hildegard Brenner; Foto: Dirk Naguschewski\/ZfL<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">In Anlehnung an eine Begriffspr\u00e4gung aus der Ideengeschichte der Fr\u00fchen Neuzeit lie\u00dfe sich Brenners Lebenswerk somit als ein Fall \u00bbprek\u00e4ren\u00ab Wissens betrachten, dessen Fortbestand unsicher und ungesichert ist.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Der umfangreiche pers\u00f6nliche Vorlass, der im Jahr 2019 dem Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung zur Sichtung \u00fcbergeben wurde (Abb. 1), erm\u00f6glicht es nun, im Rahmen eines von der DFG gef\u00f6rderten <a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/erforschung-hildegard-brenner-archiv.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forschungsprojekts<\/a> Brenners Rolle als Wissenschaftlerin und Herausgeberin erstmals zu ergr\u00fcnden. Die daf\u00fcr zu erschlie\u00dfenden Materialien umfassen Manuskripte, Korrespondenzen, Verlagsdokumente, Zeitungsausschnitte, Tonb\u00e4nder und vieles Weitere, was den Redaktionsnachlass der <em>alternative<\/em> im Deutschen Literaturarchiv Marbach erg\u00e4nzt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Wovon aber l\u00e4sst sich anhand eines intellektuellen Werdegangs wie desjenigen Hildegard Brenners erz\u00e4hlen, wenn er einmal rekonstruiert ist? Ein erster Problemkomplex liegt auf der Hand: Aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive l\u00e4sst sich insbesondere f\u00fcr die alte Bundesrepublik ein eklatanter Mangel an Studien zur Geschichte weiblicher Intellektueller ausmachen. Auffallend ist dabei, dass deren Situation und Repr\u00e4sentation bereits zu Brenners eigenen Arbeitsinteressen geh\u00f6rten: Sie gab die bis heute einzige deutschsprachige Edition von Texten der lettischen Dramaturgin und Theatertheoretikerin Asja L\u0101cis (1891\u20131979) heraus, die ohne diese Publikation haupts\u00e4chlich als Co-Autorin Walter Benjamins und aus dessen Essay \u00fcber das proletarische Kindertheater bekannt w\u00e4re. Ebenso war Brenner daran gelegen, das Werk der Kunsttheoretikerin und Schriftstellerin Lu M\u00e4rten (1879\u20131970) in Erinnerung zu halten. Der Vorlass zeugt damit von publizistischen und archivischen M\u00f6glichkeiten, mit der Marginalisierung von Autorinnen in der Intellektuellengeschichte umzugehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">In der Generation der Achtundsechziger, deren Traditionsbez\u00fcge Brenner ma\u00dfgeblich mitpr\u00e4gte, nahm sie eine Sonderstellung ein. 1927 geboren, war sie im Schnitt zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre \u00e4lter als die studentischen Redakteur*innen der <em>alternative<\/em>, f\u00fcr die sie damals die Funktion einer Mentorin hatte. So vermittelte Brenner zwischen \u00e4lteren theoretischen Traditionen und den Ans\u00e4tzen der sich ab ca. 1960 formierenden Neuen Linken. Ihr theoretisches Interesse galt immer auch den historischen Erfahrungen, die Intellektuelle wie Karl Korsch, Carl Einstein oder Walter Benjamin, die in den 1960er Jahren wiederentdeckt wurden, in ihren Theorien verarbeitet hatten. Brenners Erlebnisse in den Kulturbetrieben des geteilten Nachkriegsdeutschland verliehen ihr ein praktisches Wissen \u00fcber Verquickungen von \u00c4sthetik und Politik, das sie zu einer Instanz im Umfeld der Studentenbewegung werden lie\u00df. Zu ihren pr\u00e4genden Arbeitserfahrungen, die sie auch mangels akademischer Festanstellung in den 1950er Jahren gemacht hatte, geh\u00f6rten eine Hospitanz bei Bertolt Brecht am Berliner Ensemble und ihre freie T\u00e4tigkeit f\u00fcr den Hessischen und den S\u00fcddeutschen Rundfunk, f\u00fcr die sie \u00fcber die Theater- und Intellektuellenszene in Ostberlin berichtete.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Da Hildegard Brenners Werk in einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Vielfalt akademischer und journalistischer, monografischer und kollaborativer Schreibweisen vorliegt, stellt ihr Vorlass ein wichtiges Quellenkorpus an der Schnittstelle von Medien- und Intellektuellengeschichte dar. Theoretische Schriften zirkulierten ab den 1950er Jahren zunehmend in schnelllebigen, leicht zug\u00e4nglichen Publikationsformen wie Zeitschriften, Taschenb\u00fcchern, Brosch\u00fcren oder Raubdrucken, und in der Medienlandschaft der Nachkriegsgesellschaften wurden die Zeitung, das Radio und das Fernsehen vermehrt als Orte des Transfers zwischen akademischer Wissenschaft und \u00d6ffentlichkeit eingesetzt. Ihr pers\u00f6nliches Archiv dokumentiert, wie Brenner diese Vielfalt medialer M\u00f6glichkeiten \u00fcber Jahrzehnte hinweg nutzte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Vor diesem Hintergrund l\u00e4sst sie sich in mehrfacher Hinsicht als Akteurin eines intellektuellen Formenwandels begreifen, dem die Ideen- und Intellektuellengeschichte allerdings noch lange hinterherhinkte: Bei denjenigen Intellektuellen, die sich weniger durch das \u203agro\u00dfe\u2039 Werk exponierten als durch editorische, dokumentarische und journalistische T\u00e4tigkeiten, verst\u00e4rkt derartige publizistische Vielseitigkeit die Gefahr der Vernachl\u00e4ssigung durch die Geschichtsschreibung \u2013 es sei denn, sie werden irgendwann als \u203agro\u00dfe\u2039 Herausgeberfiguren kanonisiert. Wem diese Aufmerksamkeit zuteilwird, ist eine Frage von Interesse und Auswahl. Vor diesem Hintergrund erscheint es geboten, Hildegard Brenners Archiv in zweifacher Absicht zu erschlie\u00dfen: nicht nur, um ihren Platz im Kanon der \u00bbgreat editors\u00ab zu bestimmen, sondern auch, um der Geschichte dieses Kanons selbst zu begegnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em><span style=\"color: #e63348;\">Der Historiker <a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/neuffer.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Moritz Neuffer<\/a> ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZfL, wo sein Projekt zur \u00bb<a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/erforschung-hildegard-brenner-archiv.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erforschung des pers\u00f6nlichen Archivs der Germanistin, Publizistin und Kulturhistorikerin Hildegard Brenner<\/a>\u00ab von der DFG gef\u00f6rdert wird.<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Helmut Lethen: <em>Denn f\u00fcr dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug. Erinnerungen<\/em>, Berlin 2020, S. 382.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Heinz Dieter Kittsteiner: \u00bbUnverzichtbare Episode. Berlin 1967\u00ab, in: <em>Zeitschrift f\u00fcr Ideengeschichte<\/em> 2 (2008) 4, S. 31\u201344, insb. S. 31.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Redaktion alternative: \u00bbZu diesem Heft\u00ab, in: <em>alternative<\/em> 56\/57 (1968), S. 47.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Mit dem Begriff des \u00bbprek\u00e4ren Wissens\u00ab erfasst Martin Mulsow (<em>Prek\u00e4res Wissen. Eine andere Ideengeschichte der Fr\u00fchen Neuzeit<\/em>, Berlin 2012, S. 14f.) den ungesicherten Status von materiellen Wissenstr\u00e4gern, aber auch von gesellschaftlich marginalisierten Gelehrten, ihren Sprecherrollen und Aussagen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Moritz Neuffer: Prek\u00e4re Theorie, oder: Wer ist Hildegard Brenner?, in: ZfL BLOG, 14.1.2021, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2021\/01\/14\/moritz-neuffer-prekaere-theorie-oder-wer-ist-hildegard-brenner\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2021\/01\/14\/moritz-neuffer-prekaere-theorie-oder-wer-ist-hildegard-brenner\/<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">].<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20210114-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20210114-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20210114-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2021\/01\/14\/moritz-neuffer-prekaere-theorie-oder-wer-ist-hildegard-brenner\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"PREK\u00c4RE THEORIE, oder: Wer ist Hildegard Brenner?\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Moritz Neuffer\",\n    \"givenName\": \"Moritz\",\n    \"familyName\": \"Neuffer\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"0000-0001-6713-2479\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2021-01-14\",\n  \"datePublished\": 2021,\n  \"schemaVersion\": \"http:\/\/datacite.org\/schema\/kernel-4\",\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbWhat makes a great magazine editor?\u00ab, fragte der britische Literaturwissenschaftler Matthew Philpotts k\u00fcrzlich in einem Essay f\u00fcr Eurozine und stellte eine Typologie von Herausgebertypen auf, die in der Intellektuellengeschichte des 20. 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