{"id":2399,"date":"2021-12-08T11:19:50","date_gmt":"2021-12-08T09:19:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=2399"},"modified":"2025-02-28T17:52:00","modified_gmt":"2025-02-28T15:52:00","slug":"anna-foerster-theorie-uebersetzung-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2021\/12\/08\/anna-foerster-theorie-uebersetzung-geschichte\/","title":{"rendered":"Anna F\u00f6rster: THEORIE\u00a0\u2013 \u00dcBERSETZUNG \u2013 GESCHICHTE"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Sammelb\u00e4nde zu rezensieren ist eine notorisch schwierige Angelegenheit. Dies liegt \u2013 vor allem anderen \u2013 an ihrer programmatischen Heterogenit\u00e4t. H\u00e4ufig wird vollkommen Disparates mit hohem argumentativem Einsatz zusammengespannt und unter das Dach einer im Grunde nicht ein- sondern lediglich zugeschriebenen Leitfrage gezwungen. Sehr viel seltener ist hingegen, dass Vielfalt und Unterschiedlichkeit seiner Zug\u00e4nge, Standpunkte und Argumente dem Sammelband nicht zum Nachteil gereichen, sondern, im Gegenteil, sich mimetisch zur Unabgeschlossenheit einer aktuellen Diskussion verhalten. Genau so verh\u00e4lt es sich erfreulicherweise im Falle des von Wolfgang Hottner herausgegebenen Sammelbands<em>\u00a0Deutsch-franz\u00f6sischer und transatlantischer Theorietransfer im 20. Jahrhundert<\/em> (Stuttgart: J.B. Metzler, 2020)<em>.<\/em> Denn die Diskussion \u00fcber die Frage, welche Rolle \u00dcbersetzungsprozesse f\u00fcr die Theoriegeschichte spielen und welchen Stellenwert ihnen die Theoriegeschichtsschreibung einzur\u00e4umen habe, wird \u2013 von wenigen Ausnahmen abgesehen<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> \u2013 zumindest hierzulande erst seit Kurzem ernsthaft gef\u00fchrt.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Noch 2015 erz\u00e4hlte Philipp Felsch in <em>Der lange Sommer der Theorie<\/em> die Geschichte des in den 1970er und 80er Jahren wesentlich durch die Ver\u00f6ffentlichung franz\u00f6sischer Theoretiker*innen bekannt gewordenen West-Berliner Merve Verlags, ohne die daf\u00fcr ganz offensichtlich konstitutiven \u00dcbersetzungsvorg\u00e4nge und -instanzen auch nur ein einziges Mal zu erw\u00e4hnen \u2013 eine Tatsache, die nicht nur Felsch selbst sp\u00e4ter bedauernd einr\u00e4umte,<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> sondern die auch f\u00fcr den nun vorliegenden Sammelband einen diskursiven Ausgangspunkt darstellt. Seither sind im deutschsprachigen Raum vermehrt Versuche unternommen worden, sich diesem Fragekomplex zu n\u00e4hern. Die Spannbreite der thematischen Schwerpunktsetzungen sowie der zugrunde gelegten konzeptionellen und begrifflichen Vorentscheidungen ist dabei gro\u00df und l\u00e4sst \u2013 wie k\u00f6nnte es insbesondere bei diesem Gegenstand anders sein \u2013 immer wieder Eintragungen andernorts gef\u00fchrter Diskussionen erkennen. So finden sich an Felsch anschlie\u00dfende, aber die \u00dcbersetzungsproblematik nicht ausblendende Verlagsgeschichten<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> sowie Verflechtungsgeschichten, die sich an den Methoden der aus der Globalgeschichtsschreibung stammenden <em>entangled history<\/em> orientieren und die Rolle von \u00dcbersetzungsprozessen f\u00fcr die Theoriegeschichte eher akteurszentriert oder mit Blick auf sogenannte \u00bbOrte der Theorie\u00ab betrachten.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/978-3-476-05796-9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2400 size-full\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/978-3-476-05796-9.jpg\" alt=\"\" width=\"306\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/978-3-476-05796-9.jpg 306w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/978-3-476-05796-9-198x300.jpg 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 306px) 85vw, 306px\" \/><\/a>Es geh\u00f6rt zu den St\u00e4rken des Sammelbandes, dass er nur wenige terminologische und methodologische Vorentscheidungen trifft, sondern den Beitr\u00e4ger*innen die M\u00f6glichkeit gibt, sich dem Gegenstand \u203aTheorie\u00fcbersetzungsgeschichte\u2039 individuell zu n\u00e4hern. Dies beginnt schon mit dem titelgebenden Mehrfachkompositum selbst, l\u00e4sst es doch die Frage, in welcher Beziehung seine einzelnen Komponenten zueinander stehen \u2013 ob es hier also um eine Geschichte der Theorie\u00fcbersetzung, oder, wie Franziska Humphreys in ihrem Beitrag formuliert, um die Betrachtung von Theoriegeschichte \u00bbdurch das Prisma der \u00dcbersetzung[&#8230;]\u00ab geht (53) \u2013 auf elegante Weise offen. An keiner Stelle unternimmt die umfangreiche Einleitung des Herausgebers in dieser Hinsicht definitorische Fixierungen, sondern gibt lediglich an, sich \u00bbder Geschichte der Theorie in Hinblick auf ihre \u00dcbersetzungen\u00ab n\u00e4hern (2) und dabei auch die Tatsache ber\u00fccksichtigen zu wollen, dass \u00bbviele Theoretiker*innen selbst \u00fcbersetzerisch t\u00e4tig sind oder sich als Herausgeber*innen von \u00dcbersetzungen f\u00fcr die Verbreitung fremdsprachlicher Werke einsetzen\u00ab (8). Dass insbesondere mit Blick auf Letzteres die doch \u2013 irgendwie \u2013 im Zentrum dieser Publikation stehende Historisierung etwas zu kurz kommt, geh\u00f6rt zu den wenigen hier anzubringenden Kritikpunkten. Gerade die Beitr\u00e4ge aktiver Theorie\u00fcbersetzer*innen \u2013 immerhin zehn von insgesamt 14<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> \u2013 zeigen jedoch, wie nahe sich das hier Betriebene oft an der Grenze zur Selbsthistorisierung bewegt. Das mag irritieren, oder aber, wie vorgeschlagen wird, als Ausweis f\u00fcr eine \u00bbWechselseitigkeit von Theorie und \u00dcbersetzung\u00ab (ebd.) gelten. Es k\u00f6nnte aber auch daf\u00fcr sprechen, das \u00dcbersetzen von Theorie selbst als <em>doing theory<\/em> zu betrachten, also als einen Modus nicht (nur) der Theorie-Reproduktion, sondern (auch) des Theorie-Machens.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Der Band ist in vier quantitativ sehr unterschiedlich gewichtete Teile gegliedert. Die erste Sektion umfasst unter dem programmatischen Titel \u00bbTheorie\u00fcbersetzungspraxis\u00ab vier Beitr\u00e4ge, in denen die Theorie\u00fcbersetzer*innen Norbert Haas, Susanne L\u00fcdemann, Johannes Kleinbeck und Sebastien Fanzun ihre Arbeit mit und an Texten Lacans, Derridas und Levinas\u2019 reflektieren.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Im Zentrum dieser Beitr\u00e4ge stehen die spezifische Sprachgebundenheit der franz\u00f6sischen Philosophie und Psychoanalyse der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts und die multiplen Herausforderungen, die sich daraus f\u00fcr die \u00dcbersetzung der in diesem Zusammenhang entstandenen Texte ergeben. Wie L\u00fcdemann treffend bemerkt, bauen diese Texte nicht nur in hohem Ma\u00dfe auf die sprach- und \u00fcbersetzungstheoretischen \u00dcberlegungen anderer auf \u2013 zu denken w\u00e4re hier an die Bedeutung Freuds f\u00fcr Lacan oder Saussures, Jakobsons und Benjamins f\u00fcr Derrida \u2013, sondern formulieren auch selbst Vergleichbares. Dadurch, so L\u00fcdemann, sei jedes \u00dcbersetzen ihrer Texte notwendigerweise auch ein Sich-Verhalten zur Sprach- und \u00dcbersetzungstheorie (und -praxis) der jeweiligen Autor*innen (vgl. 33, 41\u201347).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Eine Schwierigkeit, die vielfach anklingt, besteht darin, dass die Texte dieser und anderer Autor*innen wie beispielsweise Walter Benjamin (vgl. den Beitrag von Maurin) oder H\u00e9l\u00e8ne Cixous (vgl. den Beitrag von der Ostens) etablierte Vorstellungen und Schreibweisen des Theoretischen konsequent unterlaufen und deshalb auch in Hinblick auf ihre \u00dcbertragung in andere Sprachen h\u00e4ufig eher ins Feld der Literatur- als in das der Theorie\u00fcbersetzung fallen. Nicht zuletzt wird dabei der hohe interpretatorische Einsatz deutlich, der mit der \u00dcbersetzung Derridas, Lacans oder \u00e4hnlich gelagerter Autor*innen einhergeht. Mehr noch als andernorts gilt hier, dass \u00dcbersetzungen eben nicht Kopien eines unver\u00e4nderlichen Originals, sondern eher \u00bbVarianten\u00ab (28) desselben sind. Sie schaffen Deutungsmonopole und kanonisieren ganz bestimmte, vom Ursprungskontext mitunter stark abweichende Lesarten. Wie weit dies reichen kann, demonstriert der kurze, die Sektion beschlie\u00dfende Beitrag von Sebastien Fanzun, der 2019 gemeinsam mit Philippe P. Haensler Emmanuel Levinas\u2019 Buch <em>Husserls Theorie der Anschauung<\/em> \u00fcbersetzt und dabei, wie er schreibt, \u00bbkonsequent Gendersternchen\u00ab gesetzt hat (49). Zwar bestehe deren Funktion in erster Linie darin, einer durch die l\u00e4ngst erfolgte Kanonisierung von Levinas\u2019 Denken bedingten \u00bbfl\u00fcssige[n] Lekt\u00fcre\u00ab mit Irritation und St\u00f6rung zu begegnen (50), gleichzeitig aber steht das Vorgehen auch exemplarisch f\u00fcr eine Theorie\u00fcbersetzungspraxis, die sich ihres Interpretation-Seins in hohem Ma\u00dfe bewusst ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Der zweite Teil des Bandes ist mit \u00bbTheoriegeschichten \u2013 \u00dcbersetzungsgeschichten\u00ab \u00fcberschrieben. Hier lassen sich zwei Schwerpunkte ausmachen. Zum einen wird die grunds\u00e4tzliche Frage diskutiert, was \u203aTheorie\u2039 eigentlich ist, wie das Theoretische vom Nicht-Theoretischen abzugrenzen sei und welche Rolle dabei das Verh\u00e4ltnis zu \u00dcbersetzung und \u00dcbersetzbarkeit spielen k\u00f6nnte. So schl\u00e4gt etwa Franziska Humphreys vor, eben dies zum entscheidenden Kriterium f\u00fcr die Herausarbeitung eines spezifisch geisteswissenschaftlichen Theoriebegriffs zu machen, der sich vom Theorieverst\u00e4ndnis der <em>hard sciences<\/em> \u2013 oder, wie hier hinzuzuf\u00fcgen w\u00e4re und wie u.a. Derrida anschaulich demonstriert hat,<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> auch der Logik \u2013 dadurch unterscheidet, dass er das Theoretische nicht mit totaler Transparenz und entsprechend rest- und reibungsloser \u00dcbersetzbarkeit assoziiert. Gerade der Fokus auf \u00dcbersetzungen und \u00dcbersetzungsprozesse mache sichtbar, so Humphreys, dass sich das theoretische Wissen der Geisteswissenschaften in einem Textkorpus konstituiere, das eben gerade nicht auf dem Phantasma einer vor- und au\u00dfersprachlichen Erkenntnis beruhe, sondern sich, im Gegenteil, aus einer Vielzahl von Sprachen speise (vgl. 53\u201355).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Einen zweiten Schwerpunkt bilden in dieser Sektion die Beitr\u00e4ge von Elias Kreuzmair und Klaus Birnstiel, die sich mit der Frage nach dem epistemologischen Mehrwert einer auf \u00dcbersetzungsprozesse fokussierenden Theoriegeschichte befassen. So fragt Kreuzmair nach der Eignung dieser Perspektive, wenn es darum geht, die An- oder Abwesenheit einzelner Autor*innen in einem gegebenen theoretischen Kanon zu erkl\u00e4ren. Am Beispiel Maurice Blanchots zeigt er, in welchem Ausma\u00df diskontinuierlich, asystematisch und in st\u00e4ndig wechselnden Kontextualisierungen erfolgende \u00dcbersetzungen die Kanonisierung von Autor*innen be- oder sogar verhindern k\u00f6nnen. Birnstiel hingegen sieht in der Untersuchung von \u00dcbersetzungsprozessen eine M\u00f6glichkeit, einige der im deutschsprachigen Raum mit Blick auf die Rezeption des franz\u00f6sischen Poststrukturalismus etablierte Narrative zu korrigieren. Damit richtet er sich vor allem gegen die im eingangs erw\u00e4hnten Buch von Philipp Felsch formulierte \u00bbLegende, [&#8230;] wonach sich der Poststrukturalismus leidglich \u00fcber seine Rezeption im links-alternativen West-Berliner Milieu der siebziger und achtziger Jahre\u00ab etabliert habe (109). Birnstiel zufolge zeigt gerade die Einbeziehung \u00fcbersetzungsgeschichtlicher Aspekte, dass viele der Autor*innen, die in diesem Zeitraum bei Merve oder auch in linken Zeitschriften wie der <em>alternative<\/em> publiziert wurden,<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> in den 1960er Jahren bereits bei Suhrkamp oder im <em>Kursbuch<\/em> und damit entgegen weit verbreiteter Annahmen durchaus in normbildenden, wenn nicht gar autoritativen Kontexten erschienen waren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Der dritte Teil des Bandes, \u00bb\u00dcbertragungen \u2013 St\u00f6rungen\u00ab, enth\u00e4lt neben den oben bereits genannten Beitr\u00e4gen von Kasper und Sauter auch einen Aufsatz von Antonia von Sch\u00f6ning, der mit der Technikgeschichte des \u00dcbersetzens einen im Band ansonsten nicht vertretenen Aspekt in die Diskussion einbringt. Erinnert wird hier an die Computerpionierin Ada Lovelace und das von ihr geschriebene Programm f\u00fcr die 1843 von Charles Babbage entwickelte <em>Analytical Engine<\/em>, das Lovelace in den Augen Sch\u00f6nings zur Vordenkerin der maschinellen \u00dcbersetzung macht. Hervorzuheben ist hier die scheinbar nebens\u00e4chliche Beobachtung, dass Lovelace ihr Programm und weiterf\u00fchrende \u00dcberlegungen nicht in einem eigenen Text, sondern in einem Kommentar zu einer von ihr \u00fcbersetzten Schrift Babbages formuliert. Wenn auch eher indirekt r\u00fcckt damit die Rolle von \u00fcbersetzerischen Paratexten f\u00fcr eine m\u00f6gliche Historiographie der Theorie\u00fcbersetzung in den Blick und es wird erahnbar, dass diese nicht nur, wie Hottner in seiner Einleitung anmerkt, die \u00bbkonstitutive Nachtr\u00e4glichkeit von \u00dcbersetzungen\u00ab markieren und Handreichungen f\u00fcr die Rezeption formulieren (17), sondern dass sie auch selbst Ort und Medium genuiner Theoriearbeit sein k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Den Band beschlie\u00dft ein vierter Teil, in dem mit Alexander Garc\u00eda D\u00fcttmann ein weiterer Derrida-\u00dcbersetzer zu Wort kommt, der jedoch weniger seine konkrete \u00fcbersetzerische Arbeit denn die ihr zugrunde liegende Motivation thematisiert \u2013 und dabei das \u00dcbersetzen theoretischer Texte als ebenso intellektuellen wie institutionellen Aktivismus vorstellt. Hier wird deutlich, wie wenig deckungsgleich \u00dcbersetzungs- und Institutionengeschichte trotz ihrer unzweifelhaft engen Verkn\u00fcpfung h\u00e4ufig sind. Derrida zu \u00fcbersetzen, so D\u00fcttmann, habe in der Bundesrepublik der 1980er Jahre bedeutet, gegen die ihn ob seines angeblichen Irrationalismus verleumdende akademische Philosophie Partei zu ergreifen. Ja mehr noch, der Enthusiasmus und die Naivit\u00e4t, ohne die ein derartig gelagertes \u00dcbersetzungsprojekt nicht h\u00e4tte betrieben werden k\u00f6nnen, seien im institutionalisierten akademischen Kontext sogar einigerma\u00dfen suspekt gewesen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #e63348;\">*<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Geradezu panoramatisch wirft Hottners Sammelband eine Reihe von Fragen auf, welche die Diskussion um die Rolle von \u00dcbersetzungsprozessen f\u00fcr die Theoriegeschichte und -geschichtsschreibung noch eine ganze Weile besch\u00e4ftigen d\u00fcrften.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Da ist, <span style=\"color: #e63348;\">erstens<\/span>, die Frage, wie legitim es ist, eine hier ja bereits im Untertitel in Aussicht gestellte \u203adeutsch-franz\u00f6sische Theorie\u00fcbersetzungsgeschichte\u2039 ausschlie\u00dflich und vor allem unkommentiert als rein <em>west<\/em>deutsche Angelegenheit zu untersuchen. Dies ist keineswegs ein Problem allein dieser Publikation, sondern folgt einer disziplin\u00e4ren Logik, welche die DDR habituell als Sonderfall einstuft und dabei \u00fcbersieht, dass gerade auch im Kontext der auch in zahlreichen Beitr\u00e4gen des Sammelbands ber\u00fchrten Verlags- und Editionsgeschichte theoretischer Texte nicht von zwei separaten Historiographien, sondern eher von einer gemeinsamen \u00bbverflochtene[n] Parallelgeschichte\u00ab auszugehen ist.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Speziell f\u00fcr den Fokus auf \u00dcbersetzungsprozesse ist der deutsch-deutsche Fall sogar von besonderem Interesse, zeigt er doch, dass das <em>Ausbleiben<\/em> von \u00dcbersetzungst\u00e4tigkeit nicht notwendigerweise nur eine Folge institutioneller und politischer Beschr\u00e4nkungen ist, sondern immer auch im Zusammenhang mit der (inoffiziellen) Verf\u00fcgbarkeit und sprachlichen Zug\u00e4nglichkeit anderweitig entstandener \u00dcbersetzungen betrachtet werden muss.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">In methodischer Hinsicht demonstriert der Band, <span style=\"color: #e63348;\">zweitens<\/span>, auf exemplarische Weise, wie schwierig es ist, die \u00bb\u00e4u\u00dfere Geschichte der \u00dcbersetzungen\u00ab mit \u00bbdem Projekt einer Analyse [ihrer] inneren Geschichte\u00ab zu verbinden (99), wie es Kreuzmair in seinem Beitrag formuliert. Deren Aufgabe w\u00e4re es, neben den sozial-, institutions- und diskursgeschichtlichen Dimensionen von \u00dcbersetzungsgeschichte, die hier ganz \u00fcberwiegend im Fokus stehen, auch die Geschichte der dabei zum Einsatz kommenden linguistischen und terminologischen Operationen in den Blick zu nehmen. Im vorliegenden Sammelband wird dies bedauerlicherweise nur vereinzelt und auch dann lediglich kursorisch versucht (vgl. z.B. einige Passagen in Birnstiels Beitrag, S. 113\u2013115). Auch hier lohnt ein Blick \u00fcber den (west-)deutschen bzw. deutschsprachigen Kontext hinaus. So werden \u2013 von der deutschen Forschungslandschaft bedauerlicherweise weitgehend unbemerkt \u2013 etwa in Polen seit einigen Jahren intensive und vor allem mit Blick auf die Interdependenz von \u00dcbersetzungsverfahren und Terminologieentwicklung h\u00f6chst bemerkenswerte Forschungen zur \u00dcbersetzungsgeschichte unter anderem Derridas betrieben.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Und schlie\u00dflich stellt sich, <span style=\"color: #e63348;\">drittens<\/span>, die Frage, inwiefern der Inblicknahme von \u00dcbersetzungsprozessen das Potenzial eignet, Grunds\u00e4tzliches \u00fcber die Entstehung, Vermittlung und Diffusion theoretischen Wissens sichtbar zu machen \u2013 oder ob das hier behauptete und nicht zuletzt in den \u00dcbersetzer*innen-Beitr\u00e4gen auch immer wieder unter Beweis gestellte \u00bbWechselverh\u00e4ltnis zwischen Theorie und \u00dcbersetzung\u00ab doch eher ein geisteswissenschaftliches Spezifikum ist,<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> wenn nicht sogar eines, das sich auf die hier adressierte franz\u00f6sische Theorie der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts beschr\u00e4nkt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"><em>Die Literaturwissenschaftlerin <a href=\"https:\/\/www.uni-erfurt.de\/philosophische-fakultaet\/seminare-professuren\/literaturwissenschaft\/professuren\/slawistische-literaturwissenschaft\/dr-anna-foerster\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anna F\u00f6rster<\/a> arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur f\u00fcr Slawistische Literaturwissenschaft der Universit\u00e4t Erfurt.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. beispielsweise Armin Paul Frank (Hg.): <em>\u00dcbersetzen, verstehen, Br\u00fccken bauen. Geisteswissenschaftliches und literarisches \u00dcbersetzen im internationalen Kulturaustausch<\/em>, Berlin 1993.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Philipp Felsch: <em>Der lange Sommer der Theorie. Geschichte einer Revolte 1960\u20131990<\/em>, Frankfurt a.M. 2016, S. 241.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Morten Paul: \u00bbTheorie\u00fcbersetzungen. Die fr\u00fchen B\u00fccher Jacques Derridas im Suhrkamp Verlag\u00ab, in: <em>Internationales Archiv f\u00fcr Sozialgeschichte der deutschen Literatur<\/em> 43.1 (2018), S. 198\u2013234.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Als Beispiel genannt sei hier ein an den Universit\u00e4ten T\u00fcbingen, M\u00fcnster und Warschau sowie der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin angesiedeltes Handbuchprojekt zur internationalen Verflechtungsgeschichte mittel- und osteurop\u00e4ischer Literaturtheorie im 20. Jahrhundert. Vgl. hierzu Schamma Schahadat\/Micha\u0142 Mrugalski\/Irina Wutsdorff: \u00bbModern Literary Theory in the Cultures of Central and Eastern Europe as an Entangled Intellectual History Beginning in the 20<sup>th<\/sup> Century to the Present\u00ab, in: <em>Slovo a smysl\/Word and Sense<\/em> 24 (2015), S. 231\u2013238. Informiert wird dieses Projekt u.a. von der seit einigen Jahren in Polen gef\u00fchrten Diskussion um eine topographisch angelegte und auf \u203aOrte der Theorie\u2039 (so auch der Titel der seit 2002 in Pozna\u0144 erscheinenden Zeitschrift <em>Przestrzenie teorii<\/em>) perspektivierende Theoriegeschichtsschreibung. Als paradigmatische Orte der Theorie werden in diesem Zusammenhang \u00dcbersetzungen ausgemacht. Vgl. Danuta Ulicka: \u00bbRzut oka na nowoczesne polskie literaturoznawstwo teoretyczne\u00ab, in: dies. (Hg.): <em>Wiek teorii. Sto lat nowoczesnego literaturoznawstwa polskiego<\/em>, Warszawa 2020, S. 9\u2013159, hier S. 85.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Dies gilt f\u00fcr die Beitr\u00e4ge von Norbert Haas, Susanne L\u00fcdemann, Johannes Kleinbeck, Sebastien Fanzun, Marion Maurin, Esther von der Osten, Oliver Precht, Judith Kasper, Caroline Sauter und Alexander Garc\u00eda D\u00fcttmann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Letzteres findet sich bei minimaler zeitlicher und r\u00e4umlicher Ausweitung des Horizonts schnell best\u00e4tigt, etwa wenn man den Beitrag bedenkt, den Tzvetan Todorov mit seinen 1965 unter dem bezeichnend universalistischen Titel <em>Th\u00e9orie de la litt\u00e9rature <\/em>erschienenen \u00dcbersetzungen russischer Formalisten von \u0160klovskij und Jakobson bis hin zu Propp f\u00fcr die Herausbildung der strukturalen Erz\u00e4hltheorie in Frankreich geleistet hat (<em>Th\u00e9orie de la litt\u00e9rature. <\/em><em>Textes des Formalistes russes r\u00e9unis, pr\u00e9sent\u00e9s et traduits par Tzvetan Todorov. Pr\u00e9face de Roman Jakobson<\/em>, Paris 1966). Sehr viel weniger bekannt, aber ganz \u00e4hnlich gelagert und vor allem noch zweieinhalb Jahrzehnte vor Todorov entstanden sind die slowakischen \u00dcbersetzungen russischer Formalisten durch den Literaturwissenschaftler Mikul\u00e1\u0161 Bako\u0161 (<em>Te\u00f3ria literat\u00fary. V\u00fdbor z \u203aForm\u00e1lnej met\u00f3dy\u2039. Sostavil a prelo\u017eil Mikul\u00e1\u0161 Bako\u0161,<\/em> Trnava 1941), die wesentlich zur Herausbildung eines vom Prager Linguistischen Zirkel unabh\u00e4ngigen slowakischen Strukturalismus beigetragen haben. Die Parallelen zwischen beiden F\u00e4llen reichen bis in die Titel der Anthologien hinein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> An anderen Stellen im Band einsortiert, thematisch sowie mit Blick auf die Verfasser*innen aber ebenfalls in diesem Kontext zu verorten, sind au\u00dferdem die Beitr\u00e4ge von Esther von der Osten, Oliver Precht, Marion Maurin, Judith Kasper und Caroline Sauter.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Vgl. Jacques Derrida: \u00bbIf There Is Cause to Translate I. Philosophy in its National Language (Towards a \u203alicterature en fran\u00e7ois\u2039)\u00ab, in: ders.: <em>Eyes of the University. <\/em><em>Right to Philosophy 2<\/em>, Stanford 2004, S. 1\u201320. Zum in Analogie zu den Theoriebegriffen der <em>hard sciences<\/em> gepr\u00e4gten Begriff einer \u203asoft theory\u2039 siehe Wolfgang Iser: <em>How to Do Theory<\/em>, Malden\/Oxford 2006, S. 5\u20137.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Zur theoriegeschichtlichen Bedeutung der <em>alternative <\/em>vgl. auch Moritz Neuffer: <em>Die journalistische Form der Theorie. Die Zeitschrift \u203aalternative\u2039, 1958\u20131982<\/em>, G\u00f6ttingen 2021.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Christoph Kle\u00dfmann: \u00bbSpaltung und Verflechtung \u2013 Ein Konzept zur integrierten Nachkriegsgeschichte 1945-1990\u00ab, in: ders.\/Peter Lautzas (Hg.): <em>Teilung und Integration. Die doppelte deutsche Nachkriegsgeschichte als wissenschaftliches und didaktisches Problem<\/em>, Bonn 2005, 20-36 passim. Speziell mit Blick auf die Geschichte ost-westdeutscher Lizenzausgaben Anke Jaspers: \u00bbAusgabenpolitik. Verlagspraktiken im geteilten Deutschland am Beispiel von Angela Krau\u00df, Volker Braun und Uwe Kolbe\u00ab, in: <em>Internationales Archiv f\u00fcr Sozialgeschichte der deutschen Literatur<\/em> 43 (2018) 1, 151\u2013180.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Ein interessantes Beispiel hierf\u00fcr ist die Rezeption Roland Barthes\u2019 in der DDR. Obwohl dort 1968 die an der Berliner Humboldt-Universit\u00e4t lehrende Romanistin Rita Schober die erste deutschsprachige Monographie zu Barthes ver\u00f6ffentlichte und sich selbst der oberste Kulturverantwortliche und SED-Chefideologe Kurt Hager f\u00fcr eine m\u00f6gliche \u00dcbersetzung seiner Werke in der DDR offen zeigte, wurde dies nie realisiert, waren doch viele seiner Arbeiten zu diesem Zeitpunkt bereits in der BRD auf Deutsch erschienen. Vgl. Rita Schober: <em>Im Banne der Sprache. Strukturalismus in der Nouvelle Critique, speziell bei Roland Barthes<\/em>, Halle 1968; hierzu auch Wolfgang Asholt: \u00bbRita Schober und die Entwicklung der Romanistik im 20. Jahrhundert\u00ab, in: <em>Sitzungsberichte der Leibnitz-Soziet\u00e4t der Wissenschaften zu Berlin<\/em> 136 (2018), S. 11\u201329, sowie Hans-Christoph Rauh: \u00bbEine abgebrochene interdisziplin\u00e4re Debatte zum Strukturalismus an der Humboldt-Universit\u00e4t im Jahre 1969 aus philosophischer Sicht\u00ab, in: Wolfgang Girnus\/Klaus Meier (Hg.): <em>Die Humboldt-Universit\u00e4t Unter den Linden 1945\u20131990. Zeitzeugen \u2013 Einblicke \u2013 Analysen<\/em>, Leipzig 2010, S. 533\u2013567.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Exemplarisch zu nennen ist hier Barbara Brzezicka: <em>Problematyka przek\u0142adu filozoficznego. <\/em><em>Na przyk\u0142adzie t\u0142umacze\u0144 Jacques\u2019a Derridy w Polsce<\/em>, Warszawa 2018.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. hierzu auch Barbara Cassin: \u00bbLa traduction comme savoir-faire avec les diff\u00e9rences, ou du meilleur paradigme pour les sciences humaines\u00ab, in: dies.: <em>\u00c9loge de la traduction. <\/em><em>Compliquer l\u2019universel<\/em>, Paris 2016, S. 223\u2013226, sowie Cassins vielfach zitiertes Projekt eines W\u00f6rterbuchs der \u203aUn\u00fcbersetzbaren\u2039 der europ\u00e4ischen Philosophie (<em>Vocabulaire europ\u00e9en de philosophies. Dictionnaire des intraduisibles<\/em>, Paris 2004), das dieser Diskussion gewichtige Impulse gegeben hat, aber nicht zuletzt aufgrund seiner enzyklop\u00e4dischen Anlage gerade dann an seine Grenzen ger\u00e4t, wenn es um Fragen der Historisierung und damit um den Schritt von der Theorie<em>\u00fcbersetzung <\/em>zur Theorie\u00fcbersetzungs<em>geschichte<\/em> geht.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Anna F\u00f6rster: Theorie \u2013 \u00dcbersetzung \u2013 Geschichte, in: ZfL BLOG, 8.12.2021, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2021\/12\/08\/anna-foerster-theorie-uebersetzung-geschichte\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2021\/12\/08\/anna-foerster-theorie-uebersetzung-geschichte\/<\/a>].<br \/>\nDOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20211208-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20211208-01<\/a><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20211208-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2021\/12\/08\/anna-foerster-theorie-uebersetzung-geschichte\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"THEORIE \u2013 \u00dcBERSETZUNG \u2013 GESCHICHTE\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Anna F\u00f6rster\",\n    \"givenName\": \"Anna\",\n    \"familyName\": \"F\u00f6rster\",\n    \"@type\": \"Person\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2021-12-08\",\n  \"datePublished\": 2021,\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sammelb\u00e4nde zu rezensieren ist eine notorisch schwierige Angelegenheit. 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Sehr viel seltener ist hingegen, dass Vielfalt und Unterschiedlichkeit seiner Zug\u00e4nge, Standpunkte und <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2021\/12\/08\/anna-foerster-theorie-uebersetzung-geschichte\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[37,103,558,557,123],"class_list":["post-2399","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lektueren","tag-theorie","tag-theoriegeschichte","tag-theorietransfer","tag-uebersetzen","tag-uebersetzung"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2399","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2399"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2399\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3576,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2399\/revisions\/3576"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2399"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2399"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2399"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}