{"id":2537,"date":"2022-05-23T09:53:36","date_gmt":"2022-05-23T07:53:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=2537"},"modified":"2025-02-28T17:22:34","modified_gmt":"2025-02-28T15:22:34","slug":"leander-scholz-symbiotische-existenzen-zur-geschichte-des-oekologischen-imaginaeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2022\/05\/23\/leander-scholz-symbiotische-existenzen-zur-geschichte-des-oekologischen-imaginaeren\/","title":{"rendered":"Leander Scholz: SYMBIOTISCHE EXISTENZEN \u2013 ZUR GESCHICHTE DES \u00d6KOLOGISCHEN IMAGIN\u00c4REN"},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">I.<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Am zweiten Wochenende des Oktobers 1913 versammelten sich weit \u00fcber zweitausend junge Frauen und M\u00e4nner auf dem Hohen Mei\u00dfner in Hessen. Eingeladen zu diesem Treffen hatte eine lose Vereinigung von Jugendb\u00fcnden, die den patriotischen Ausw\u00fcchsen des Kaiserreichs etwas entgegensetzen wollten. Denn im gleichen Monat fanden die offiziellen Festakte zum hundertj\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der sogenannten V\u00f6lkerschlacht bei Leipzig statt, in der die napoleonischen Truppen ihre entscheidende Niederlage erlitten hatten. Anl\u00e4sslich des R\u00fcckblicks auf dieses historische Ereignis sollte ein monumentales Denkmal eingeweiht werden.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Zu den jugendlichen Gegnern der Reichspolitik geh\u00f6rten Gruppierungen der Wanderv\u00f6gel und Lebensreformer, die sich f\u00fcr einen fundamentalen Wandel einsetzten. Ihr politisches Ziel war es, die Geschlossenheit einer Jugendbewegung zu demonstrieren, die nichts mehr mit den alten Feindschaften zu tun hatte. Die Alternativveranstaltung war als ein \u00bbFest der Jugend\u00ab gedacht, das die Sehnsucht nach einem anderen Leben zum Ausdruck bringen sollte. Die Bewegung forderte unter anderem ein neues Naturverh\u00e4ltnis, das den Ausgangspunkt einer sozialen und \u00f6kologischen Gegenwelt zur modernen Gesellschaft mit ihren zerst\u00f6rerischen Tendenzen bilden sollte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Das Gru\u00dfwort zu diesem \u00bbErsten Freideutschen Jugendtag\u00ab hat Ludwig Klages geschrieben, abgedruckt in der Festschrift unter dem Titel <em>Mensch und Erde<\/em>. Es gilt als ein fr\u00fches Manifest der ersten Umweltbewegung in Deutschland. Der Text beginnt mit einer \u00bbTotenliste\u00ab, in der die Pflanzen und Tiere aufgez\u00e4hlt werden, die bereits durch die Menschen ausgerottet wurden, und zeichnet das Bild einer gesch\u00e4ndeten Erde:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbEine Verw\u00fcstungsorgie ohnegleichen hat die Menschheit ergriffen, die \u203aZivilisation\u2039 tr\u00e4gt die Z\u00fcge entfesselter Mordlust, und die F\u00fclle der Erde verdorrt vor ihrem giftigen Anhauch.\u00ab<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die Bilanz des Fortschritts, die Klages mit Blick auf die vergangenen zwei Jahrhunderte zieht, f\u00e4llt verheerend aus. Der \u00bbmoderne Vernichtungskrieg\u00ab der Menschen gegen die Natur m\u00fcnde in einer \u00bbSelbstzersetzung des Menschentums\u00ab.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>\u00a0Das Gru\u00dfwort endet mit einer Mahnung zur Umkehr, die sich in der Hoffnung auf eine neue Zivilisation an die versammelten Jugendlichen richtet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">In der Kritik steht bei Klages alles, was die neuzeitliche Philosophie zu bieten hat. Der Lebensphilosoph rechnet das gesamte Ger\u00fcst der modernen Rationalit\u00e4t einem \u00bbLogozentrismus\u00ab zu, der f\u00fcr die Unf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen Zivilisation verant\u00adwort\u00adlich sei, die Konsequenzen ihres Handelns zu begreifen: <\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbMit jeder Tatsache, die es findet, hat sich das findende Ich in die geurteilte Welt hinausverlegt. Die Objekte sind entfremdete Subjekte, und das Sein \u00fcberhaupt ist entfremdeter Geist. Darnach w\u00e4re \u203aErkenntnis\u2039 das Ergebnis einer logozentrischen Umdeutung des Wirklichen und, falls nur die Menschheit dem Logos zur St\u00e4tte dient, auch einer anthropozentrischen.\u00ab<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Im Zuge einer neuen \u203abiozentrischen Meta\u00adphysik\u2039 solle daher an die Stelle moderner Subjekte eine kosmische Gemeinschaft aller Lebensformen treten, deren Horizont prinzipiell die gesamte Erde darstellt. Bemerkenswert dabei ist, dass Klages im Unterschied zu einigen Lebensphilosophien seiner Zeit nicht den \u203aKampf ums Dasein\u2039 in den Mittelpunkt seiner \u00dcberlegungen gestellt hat. Im Gegenteil, die Evolutionstheorie und alle sozialdarwinistischen Zuspitzungen gelten ihm als Ausl\u00e4ufer einer Moderne, die nicht in der Lage ist, die zahlreichen Symbiosen wahrzunehmen, die \u00bbdurch das ganze Tierreich und \u00fcber die ganze Erde verbreitet sind\u00ab.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">An die Stelle der Konkurrenz zwischen den Lebewesen r\u00fcckt im Programm des Kosmologen deren planetarische Verbundenheit. Die politische \u00d6konomie, die im 19. Jahrhundert nicht nur die ma\u00dfgeblichen Fassungen des menschlichen Soziallebens gepr\u00e4gt hat, sondern auch die revolution\u00e4re Erkl\u00e4rung der Entstehung der Arten, geh\u00f6rt zu den Wissensbest\u00e4nden, die es f\u00fcr Klages zu \u00fcberwinden gilt, will das \u00bbMenschentum\u00ab weiterhin existieren. Die \u00f6kologischen Gegenwelten beginnen mit einem neuen Blick auf die Natur, in der nicht mehr die \u00bbh\u00f6heren Raubtiere\u00ab das entscheidende Prinzip verk\u00f6rpern, sondern die \u00bbPflanzenseele\u00ab und das Vegetative mit seiner \u00bbGabe der Wandlung einer es <em>durchdringenden<\/em> Umwelt\u00ab.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Wie viele konservative Zivilisationskritiker seiner Zeit hat sich auch Klages von den Nationalsozialisten eine Umsetzung seines Programms erhofft. Dabei passte der von Nietzsche \u00fcbernommene Antichristianismus und Antijudaismus, dem Klages eine antisemitische Wendung gab, problemlos zu dem Versuch einer Allianz mit den neuen Machthabern und ihrem Rassenwahn. Selbst gro\u00dfe Teile der emanzipatorischen Jugend umarmten den faschistischen Vitalismus. Dass die v\u00f6lkische Bewegung dem modernen \u203aWillen zur Macht\u2039 jedoch keinen Einhalt gebot, sondern ihn auf allen Ebenen zu einer \u203atotalen Mobilmachung\u2039 steigerte, geh\u00f6rte zu den Entt\u00e4uschungen des Antimilitaristen, der bereits angesichts der Kriegsbegeisterung im Vorfeld des Ersten Weltkriegs in die Schweiz ausgewandert war. Aber auch dieses politische B\u00fcndnis und die Sehnsucht nach einer Gemeinschaft, die \u00fcber die demokratischen Formen des Liberalismus hinausgeht, geh\u00f6ren zum Erbe der ersten Umweltbewegung und ihrer \u203atellurischen Wende\u2039, die nicht nur Klages als Zeichen einer neuen \u00f6kologischen Epoche verstanden hat.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">II.<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Im Kontext der zweiten Umweltbewegung, die zeitgleich mit den neuen sozialen Bewegungen der Nachkriegszeit entstand, hat die Biologin Lynn Margulis in ihrem Buch <em>Symbiotic Planet<\/em> (1998) eine Sicht auf die Evolution entfaltet, bei der ebenfalls nicht die Konkurrenz der Lebewesen ma\u00dfgeblich ist, sondern deren Verbundenheit. Von der Zellsymbiose bis zur Symbiose zwischen Tieren und Bakterien seien gewisserma\u00dfen alle Lebewesen symbiotisch. Kaum ein Lebewesen lebt allein. Auf Dauer sind aus solchen Partnerschaften neue Spezies hervorgegangen, ohne die es keine Evolution auf der Erde gegeben h\u00e4tte:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbWir sind Symbionten auf einem symbiontischen Planeten, und wenn wir genau hinschauen, finden wir \u00fcberall Symbiose. F\u00fcr viele verschiedene Arten von Leben ist dieser k\u00f6rperliche Kontakt unentbehrliche Lebensbedingung.\u00ab<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die Fokussierung der Kooperation anstelle der Konkurrenz ver\u00e4ndert die Auffassung des Lebendigen, nicht nur als Naturordnung, sondern ebenso als Sozialordnung. Symbiosen produzieren die Lebensbedingungen aller Lebewesen, auch der Menschen. Ihre Erforschung bringt nicht nur neues Wissen hervor, sondern auch eine neue Selbstdeutung der menschlichen Gesellschaft:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbNach meiner Vermutung wird es fu\u0308r die Zukunft der Spezies Homo sapiens schon sehr bald notwendig sein, sich der Verschmelzung und Vermischung unserer Mitbewohner auf der Erde, die uns im Mikrokosmos vorausgegangen sind, bewusster zu werden.\u00ab<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Ausgehend von ihren Arbeiten zur Evolutionsbiologie hat Margulis in der zentralen Rolle der Symbiose einen Beleg f\u00fcr die Gaia-Hypothese des Biophysikers James Lovelock gesehen. Benannt nach der personifizierten Erde in der griechischen Mythologie, ist damit das irdische Lebenssystem gemeint, das wie ein einziger Organismus betrachtet werden soll, der sich selbst erh\u00e4lt. Alle Lebewesen der Biosph\u00e4re sorgen demnach mit ihrer Interdependenz zusammen f\u00fcr ein chemisch und physikalisch stabiles Milieu als Grundlage ihrer Existenz. Sie halten den Salzgehalt in den Meeren konstant und begrenzen die Schwankungen des Klimas.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Im Unterschied zu den Evolutionstheorien des 19. Jahrhunderts, bei denen die Anpassungsleistungen des Lebens an seine Umgebung im Zentrum standen, ist das Leben hier sch\u00f6pferisch und schafft sich seine Umgebung selbst. Aus der Physiologie der Erde wird ein gemeinschaftliches Produkt aller Lebewesen. Da diese in der Lage sind, die Bedingungen ihrer Existenz selbst zu gestalten, stellt ihre Interdependenz nun die entscheidende Gr\u00f6\u00dfe des Planeten dar. Die Gemeinschaft des Lebendigen erscheint jetzt nicht mehr nur als eine \u00f6kologische Gegenwelt zu den \u00fcberkommenen politischen Traditionen, sondern wird zum bestimmenden Faktor f\u00fcr die Zukunft der Menschheit. Will diese \u00fcberleben, muss sie die verschiedenen Dimensionen ihrer symbiotischen Existenz verstehen lernen.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><strong>III.<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">In der Fernsehserie <em>Sense8<\/em>, die in Zusammenarbeit der Geschwister Wachowski mit J. Michael Straczynski entstanden ist, wird diese Thematik als Programm einer gesellschaftlichen Avantgarde entfaltet. Eine Gruppe von Menschen entdeckt nach und nach ihre unfreiwillige symbiotische Existenz. Die acht Protagonisten sind sich bis dahin noch nie begegnet, leben in verschiedenen Teilen der Welt, geh\u00f6ren verschiedenen Kulturen an und sind auch in sexueller Hinsicht divers. Es dauert eine Weile, bis sie herausfinden, dass zwischen ihnen eine enge Verbindung besteht, die es m\u00f6glich macht, nicht nur einzelne Erinnerungen und Wahrnehmungen, sondern auch besondere F\u00e4higkeiten in der Gruppe zu teilen. Sie m\u00fcssen ihre symbiotische Existenz erst begreifen, um zu erkennen, welche ungeheuren M\u00f6glichkeiten sie ihnen bietet. Als Erkl\u00e4rung f\u00fcr dieses Ph\u00e4nomen, mit dem nicht nur die acht Protagonisten, aber eben nicht alle Menschen konfrontiert sind, bietet die Fernsehserie an, dass es sich um eine andere Spezies mit dem Namen \u203aHomo sensorium\u2039 handelt, die sich als evo\u00adlution\u00e4rer Seitenstrang zugleich mit dem Homo sapiens herausgebildet hat. Im Unterschied zum aggressiven Verhalten der dominanten Menschenart ist die neue Spezies mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft verbunden. Auch diese Fantasie einer neuen gemeinschaftlichen Existenz, mit der die modernen Konzepte zum \u203aNeuen Menschen\u2039 noch \u00fcbertroffen werden, geh\u00f6rt zum \u00f6kologischen Imagin\u00e4ren im Zwischenraum von Politik und Natur.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em>Der Philosoph und Schriftsteller <a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/scholz.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leander Scholz<\/a>\u00a0 ist <span class=\"text\">Forschungsstipendiat im Programmbereich <a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/lebenswissen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lebenswissen<\/a><\/span>.\u00a0<span class=\"text\">Sein Beitrag wurde erstmals auf dem <a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/gegenwelten.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Faltblatt des ZfL zum \u00bbJahresthema 2022\/23, Gegenwelten\u00ab<\/a>\u00a0ver\u00f6ffentlicht.<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Ludwig Klages: Mensch und Erde (1913), in: ders.: <em><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Mensch und<\/span> Erde. Sieben Abhandlungen<\/em>, Jena 1938,<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">S. 11\u201341, hier S. 26.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ebd.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Ludwig Klages: <em>Der Geist als Widersacher der Seele (1929\u20131932)<\/em>, Bonn 1981, S. 121.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Klages: Mensch und Erde (Anm. 1), S. 13.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Klages: <em>Der Geist als Widersacher der Seele <\/em>(Anm. 3), S. 1111.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Lynn Margulis: <em>Der symbiotische Planet oder Wie die Evolution wirklich verlief<\/em>, Frankfurt a. M. 2017, S. 14.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Ebd., S. 21.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Leander Scholz: Symbiotische Existenzen \u2013 Zur Geschichte des \u00f6kologischen Imagin\u00e4ren, in: ZfL BLOG, 23.5.2022, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2022\/05\/23\/leander-scholz-symbiotische-existenzen-zur-geschichte-des-oekologischen-imaginaeren\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2022\/05\/23\/leander-scholz-symbiotische-existenzen-zur-geschichte-des-oekologischen-imaginaeren\/<\/a>].<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">DOI: <\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20220523-01\"><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20220523-01<\/span><\/a><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20220523-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2022\/05\/23\/leander-scholz-symbiotische-existenzen-zur-geschichte-des-oekologischen-imaginaeren\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"SYMBIOTISCHE EXISTENZEN \u2013 ZUR GESCHICHTE DES \u00d6KOLOGISCHEN IMAGIN\u00c4REN\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Leander Scholz\",\n    \"givenName\": \"Leander\",\n    \"familyName\": \"Scholz\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"Leander Scholz\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2022-05-23\",\n  \"datePublished\": 2022,\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. Am zweiten Wochenende des Oktobers 1913 versammelten sich weit \u00fcber zweitausend junge Frauen und M\u00e4nner auf dem Hohen Mei\u00dfner in Hessen. Eingeladen zu diesem Treffen hatte eine lose Vereinigung von Jugendb\u00fcnden, die den patriotischen Ausw\u00fcchsen des Kaiserreichs etwas entgegensetzen wollten. 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