{"id":2814,"date":"2022-12-21T10:24:05","date_gmt":"2022-12-21T08:24:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=2814"},"modified":"2025-02-11T16:06:49","modified_gmt":"2025-02-11T14:06:49","slug":"ernst-mueller-lazar-gulkowitschs-fruehe-grundlegung-der-begriffsgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2022\/12\/21\/ernst-mueller-lazar-gulkowitschs-fruehe-grundlegung-der-begriffsgeschichte\/","title":{"rendered":"Ernst M\u00fcller: LAZAR GULKOWITSCHS FR\u00dcHE GRUNDLEGUNG DER BEGRIFFSGESCHICHTE"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die erste Monografie, die sich ausdr\u00fccklich und titelgebend mit der \u00bbbegriffsgeschichtlichen Methode\u00ab befasste, stammt von dem j\u00fcdischen Religionswissenschaftler Lazar Gulkowitsch (1898\u20131941). Vier Jahre vor seiner Ermordung durch die Nationalsozialisten ver\u00f6ffentlichte er 1937 <em>Zur <\/em><em>Grundlegung einer begriffsgeschichtlichen Methode in der Sprachwissenschaft<\/em> in einer deutschsprachigen, der Wissenschaft des Judentums gewidmeten Reihe, die an der Universit\u00e4t Tartu (Dorpat), dem Ort seines estnischen Exils, erschien.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Obwohl sich in den letzten Jahren verschiedene Publikationen Gulkowitsch und seinem Werk widmeten,<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> ist seine Schrift zur Begriffsgeschichte selbst dem Fachpublikum dieser geisteswissenschaftlichen Methode unbekannt geblieben, ebenso wie die zahlreichen Untersuchungen, in denen er die Begriffsgeschichte auf den Begriff \u203aChassid\u2039 (Frommer) sowie den Chassidismus<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> anwandte. Gulkowitsch entwickelte dort an Konzepten der j\u00fcdischen Geistesgeschichte eine speziell auf die Geschichte des Judentums bezogene Theorie der Begriffsgeschichte, die aber zugleich mit dem Anspruch einer universalistischen Metatheorie der Geistesgeschichte f\u00fcr verschiedene Kulturen antrat.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die Begriffsgeschichte bildete f\u00fcr ihn das methodische Zentrum f\u00fcr die j\u00fcdische Geistesgeschichte und f\u00fcr die Beantwortung einer ganzen Reihe j\u00fcdisch-theologischer Fragen. Gleich im Vorwort seiner <em>Grundlegung <\/em>bezeichnete er den historischen Ort seines Unterfangens. Gulkowitsch sah zeitgen\u00f6ssisch \u00bbden Anbruch einer neuen Epoche in der Geschichte der Sprachen\u00ab, der sich dadurch auszeichne, \u00bbda\u00df die Sprachentwicklung bewu\u00dft in den Dienst aktiver Geschichtsgestaltung gestellt\u00ab werde.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Deutlich erkennbar hatte er die \u00bbgegenw\u00e4rtigen Bestrebungen zur Ausgestaltung des modernen Hebr\u00e4isch\u00ab im Blick<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> und suchte in der Begriffsgeschichte auch nach Antworten, um die Zukunft eines geistigen Judentums zwischen Assimilation und Zionismus zu bestimmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Lange Zeit erschien die \u00bbGerman Begriffsgeschichte\u00ab, die in gro\u00dfe begriffsgeschichtliche W\u00f6rterb\u00fccher wie die <em>Geschichtlichen Grundbegriffe <\/em>oder das <em>Historische W\u00f6rterbuch der Philosophie<\/em> m\u00fcndete, in ihrem theoretischen R\u00fcckgriff auf Carl Schmitt, Otto Brunner oder Werner Conze als eine Tradition nicht nur eher konservativer, sondern auch deutschnationaler Intellektueller, die anderen Kulturen und anderen Sprachen kaum verst\u00e4ndlich war.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Neben dieser Tradition gab es allerdings eine andere Linie oftmals ins Exil getriebener, in der Diskussion erst schrittweise ins Ged\u00e4chtnis zur\u00fcckgerufener oder eher untergr\u00fcndig wirkender j\u00fcdischer oder aus dem Judentum stammender Intellektueller, die sich direkt oder von der Sache her mit der Historizit\u00e4t von Begriffen besch\u00e4ftigte: Sie l\u00e4sst sich zur\u00fcckf\u00fchren bis auf Moritz Lazarus und reicht \u00fcber Fritz Mauthner, Ernst Cassirer und Karl Mannheim bis zu den explizit begriffsgeschichtlich arbeitenden Romanisten Leo Spitzer und Erich Auerbach, dem polnischen Bakteriologen und Wissenschaftshistoriker Ludwik Fleck sowie dem Medi\u00e4visten und Begr\u00fcnder der Geschichtswissenschaft an der Hebr\u00e4ischen Universit\u00e4t Jerusalem Richard Koebner. Unter Einbezug dieser Gelehrten, die unabh\u00e4ngig und meist in wechselseitiger Unkenntnis voneinander ihre Arbeiten zur Begriffsgeschichte nahezu gleichzeitig um die Mitte der 1930er Jahre ver\u00f6ffentlichten (Lazarus und Mauthner ausgenommen), erscheint diese kurze Spanne \u2013 um Reinhart Kosellecks Begriff umzum\u00fcnzen \u2013 geradezu als \u203aSattelzeit\u2039 der Begriffsgeschichte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Warum aber interessierten sich j\u00fcdische Intellektuelle f\u00fcr die Begriffsgeschichte? Warum entwickelten sich die Begriffs- und auch die Ideengeschichte zu Favoriten ihrer Narration? Gulkowitsch spezifizierte seine begriffsgeschichtliche Methode an Besonderheiten der j\u00fcdischen und hebr\u00e4ischen Sprachgeschichte (<em>ein<\/em> Urtext, eine allein durch Sprache zusammengehaltene Diasporaexistenz): \u00bbDie Sprache ist immer die letzte Zuflucht einer von au\u00dfen her bedr\u00e4ngten eigenst\u00e4ndigen Kultur.\u00ab<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Die \u00bbletzte Zerst\u00f6rung des Tempels in Jerusalem\u00ab<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> erscheint bei Gulkowitsch wie ein Gleichnis auf seine unmittelbare Gegenwart und die erneute Vertreibung und Verfolgung der Juden. Die <em>Grundlegung einer begriffsgeschichtlichen Methode<\/em> l\u00e4sst sich damit auch als Gulkowitschs unmittelbare Antwort auf die j\u00fcdische Gegenwartssituation verstehen. Begriffsgeschichte erweist sich als Fortsetzung der j\u00fcdischen Geschichte mit anderen Mitteln:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbEinem k\u00fcnstlichen Ersatz des Tempelkultes w\u00e4re es niemals gelungen, Wirkungen in der Geschichte hervorzubringen. Nur dadurch, da\u00df der Eingriff von au\u00dfen her die Explikation der Begriffe nicht radikal abschneiden konnte, sondern ihr blo\u00df eine andere, aber dem Wesen dieser Kultur durchaus ad\u00e4quate Richtung gab, wurde der Fortbestand der j\u00fcdischen Kultur als solcher garantiert, fand ihre Geschichte nicht etwa ein Ende, wie dies von der Geschichtsforschung des \u00d6ftern behauptet worden ist. Es ist f\u00fcr das Wesen eines solchen Eingriffes von au\u00dfen her ohne Belang, ob ein sichtbares Symbol, wie ein Tempel, zerst\u00f6rt wird. Jeder Eingriff gegen geistige Werte ist eine solche Tempelzerst\u00f6rung. In solchen F\u00e4llen ist es von entscheidender Bedeutung, ob das in Frage gestellte geistige Prinzip stark genug ist, um in neuen Formen anstelle der zerst\u00f6rten einen ad\u00e4quaten Ausdruck zu finden.\u00ab<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die Diasporasituation legt es nahe, Geschichte vor allem als Geschichte von Sprache und Auslegung zu fassen. Der Zeitlosigkeit des g\u00f6ttlichen Gesetzes, die im Zentrum alles J\u00fcdischen steht und um die herum sich konzentrisch profanere Gebiete gruppieren, trifft auch die Voraussetzungen, unter denen Gulkowitsch dachte. \u00bbDie das Judentum tragenden, sakral durchdrungenen Begriffswelten\u00ab, so Dan Diner \u00bbgelten zu allen Zeiten und \u00fcber alle R\u00e4ume j\u00fcdischer Existenzerfahrung hinweg. Dabei sind sie religionsgesetzlich begr\u00fcndeten Anpassungen unterworfen\u00ab.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Diese Perspektive macht deutlich, warum in Gulkowitschs Schriften mitunter eine merkw\u00fcrdige Raum- und Ortlosigkeit herrscht, in der er das \u00bbKontinuum der Entwicklung von der Entstehung des Judentums an bis zum heutigen Tage\u00ab ansiedelt.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Sein ambitionierter Versuch, in den 1930er Jahren auf einem noch unbestellten Feld eine Begriffsgeschichte von der oder f\u00fcr die j\u00fcdische Geschichte zu entwerfen, ist in Kenntnis wichtiger sprachwissenschaftlicher und sprachphilosophischer Str\u00f6mungen der Zeit verfasst. Dabei verwendete er eine Reihe methodischer Begriffe, die f\u00fcr das Jahr 1937 erstaunlich modern klingen: Latenz, Spur, Emergenz, Sprechakt, Begriff des Unbegrifflichen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die Edition von Gulkowitschs Schriften bietet nun Gelegenheit, sich die Modernit\u00e4t dieses fr\u00fchen Begriffshistorikers zu vergegenw\u00e4rtigen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em>Der Philosophiehistoriker Ernst M\u00fcller leitet das ZfL-Schwerpunktprojekt \u00bb<a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/das-20-jahrhundert-in-grundbegriffen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland<\/a>\u00ab. Von 2018\u20132022 arbeitete er, gef\u00f6rdert durch die S\u00e4chsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, am ZfL gemeinsam mit Annett Martini (Freie Universit\u00e4t Berlin) an der <a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/lazar-gulkowitsch-schriften-zur-begriffsgeschichte-edition.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Edition von Gulkowitschs begriffsgeschichtlichen Schriften<\/a>.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em><span style=\"color: #e63348;\">Der Beitrag ist eine geringf\u00fcgig modifizierte Fassung des ersten Teils der von Ernst M\u00fcller zusammen mit Annett Martini verfassten Einleitung zur Edition von Lazar Gulkowitsch: \u00bb<\/span><span style=\"color: #e63348;\"><a href=\"https:\/\/www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com\/detail\/index\/sArticle\/57987\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schriften zur begriffsgeschichtlichen Methode 1934\u20131940\/41<\/a>\u00ab<\/span><span style=\"color: #e63348;\"> (G\u00f6ttingen: Vandenhoek &amp; Ruprecht, [Bibliothek j\u00fcdischer Geschichte und Kultur\/Library of Jewish History and Culture, 3], 2022). Die Edition ist im Open Access verf\u00fcgbar und enth\u00e4lt neben \u00bb<\/span><span style=\"color: #e63348;\">Zur Grundlegung einer begriffsgeschichtlichen Methode in der Sprachwissenschaft\u00ab<\/span><span style=\"color: #e63348;\"> Arbeiten zu den Begriffen \u203aChassid\u2039 und \u203aChassidismus\u2039.<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Lazar Gulkowitsch: <em>Zur Grundlegung einer begriffsgeschichtlichen Methode in der Sprachwissenschaft<\/em>, Tartu 1937 (Acta Seminarii Litterarum Judaearum Universitatis Tartuensis).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. vor allem den auf umfassenden Quellenmaterialien basierenden Gesamt\u00fcberblick bei Anu P\u00f5ldsam: <a href=\"https:\/\/dspace.ut.ee\/handle\/10062\/18748\"><em>Lazar Gulkowitsch. Eine vergessene Stimme der Wissenschaft des Judentums<\/em><\/a>, Dissertation, Universit\u00e4t Tartu 2011; dies.: \u00bbVon Leipzig nach Dorpat. Lazar Gulkowitsch und die deutschsprachige Wissenschaft des Judentums\u00ab, in: Arndt Engelhardt\/Susanne Zepp (Hg.): <em>Sprache, Erkenntnis und Bedeutung. Deutsch in der j\u00fcdischen Wissenstradition<\/em>, Leipzig 2015, S.\u00a087\u2013102.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. hierzu Glenn Dynner: \u00bbChassidismus\u00ab, in: <em>Enzyklop\u00e4die j\u00fcdischer Geschichte und Kultur<\/em><\/span><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">, im Auftrag der S\u00e4chsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig herausgegeben von Dan Diner, 7 Bde., Weimar\/Stuttgart 2011\u20132017, hier Bd. 1, S. 489\u2013498.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Lazar Gulkowitsch: \u00bbZur Grundlegung einer begriffsgeschichtlichen Methode\u00ab, in: ders.: <em>Schriften zur begriffsgeschichtlichen Methode 1934\u20131940\/41<\/em>, hg. von Ernst M\u00fcller in Zusammenarbeit mit Annett Martini, G\u00f6ttingen 2022, S. 91\u2013412, hier S. 97.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Ebd., S.\u00a098.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. den Gesamt\u00fcberblick Ernst M\u00fcller\/Falko Schmieder: <em>Begriffsgeschichte und historische Semantik. Ein kritisches Kompendium<\/em>, Berlin 2016.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Gulkowitsch: \u00bbZur Grundlegung\u00ab (Anm. 4), S.\u00a0217.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Ebd., S.\u00a0127.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Ebd., S.\u00a0128.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Dan Diner: \u00bbEinf\u00fchrung\u00ab, in: <em>Enzyklop\u00e4die j\u00fcdischer Geschichte und Kultur<\/em> (Anm. 3), Bd. 1, S. VII\u2013XVIII, hier S. X.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Lazar Gulkowitsch: <em>Die Bildung des Begriffes H\u0323\u0101s\u012bd I. Der Begriff H\u0323\u0101s\u012bd in der Gattung der Ma\u2019a\u015bijj\u014dt. 1. H\u0323\u0101s\u012bd und Wunder<\/em>, Tartu 1935; jetzt in: Gulkowitsch: <em>Schriften <\/em>(Anm. 4), S. 454\u2013488, hier S. 455.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Ernst M\u00fcller: Lazar Gulkowitschs fr\u00fche Grundlegung der Begriffsgeschichte, in: ZfL Blog, 21.12.2022, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2022\/12\/21\/ernst-mueller-lazar-gulkowitschs-fruehe-grundlegung-der-begriffsgeschichte\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2022\/12\/21\/ernst-mueller-lazar-gulkowitschs-fruehe-grundlegung-der-begriffsgeschichte\/<\/a>].<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">DOI: <\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20221221-01\"><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20221221-01<\/span><\/a><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20221221-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2022\/12\/21\/ernst-mueller-lazar-gulkowitschs-fruehe-grundlegung-der-begriffsgeschichte\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"LAZAR GULKOWITSCHS FR\u00dcHE GRUNDLEGUNG DER BEGRIFFSGESCHICHTE\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Ernst M\u00fcller\",\n    \"givenName\": \"Ernst\",\n    \"familyName\": \"M\u00fcller\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"Ernst M\u00fcller\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2022-12-21\",\n  \"datePublished\": 2022,\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Monografie, die sich ausdr\u00fccklich und titelgebend mit der \u00bbbegriffsgeschichtlichen Methode\u00ab befasste, stammt von dem j\u00fcdischen Religionswissenschaftler Lazar Gulkowitsch (1898\u20131941). 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