{"id":292,"date":"2017-03-01T17:35:09","date_gmt":"2017-03-01T15:35:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=292"},"modified":"2025-03-04T16:04:29","modified_gmt":"2025-03-04T14:04:29","slug":"insa-braun-die-unfuegsamkeit-ich-zu-sagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/03\/01\/insa-braun-die-unfuegsamkeit-ich-zu-sagen\/","title":{"rendered":"Insa Braun: DIE UNF\u00dcGSAMKEIT, ICH ZU SAGEN"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Nachdem Martin Doerry im <em>Spiegel<\/em> die Krise der Germanistik wiederbelebt hat,<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> bleibt unklar, ob es diese jemals gegeben hat, immer schon gab oder ob wir es hier mit einem Zombie des Feuilletons zu tun haben. Der Artikel zeugt zun\u00e4chst einmal von einer entt\u00e4uschten Erwartung an die Germanistik, die dem Fach eine merkw\u00fcrdige Potenz zuschreibt. Nur gut, dass die Historiker dieser Erwartung nachkommen, denn bei ihnen werden noch \u00bbdie gro\u00dfen Fragen der Zeit diskutiert\u00ab.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Doerry hat sich offensichtlich mehr von den Literaturwissenschaftlern erwartet. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/02\/17\/eva-geulen-fuer-die-einzelsprachlichkeit-der-literatur-nebenbemerkung-zum-juengsten-streit-um-die-germanistik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eva Geulen<\/a> mag recht haben, dass weltpolitische Krisen kein Grund sind, sich nicht auch mit dem Stand der Germanistik zu besch\u00e4ftigen. Aber man h\u00e4tte sich von Doerrys Artikel doch gew\u00fcnscht, dass der Begriff der Krise etwas differenzierter behandelt worden w\u00e4re: hinsichtlich des kritischen Potentials der Krise und der echten Krise aller Humanities in den USA. Dort m\u00fcssen sich schlie\u00dflich seit Donald Trumps Amtsantritt ganze Departments Sorgen um ihre Abschaffung und Einschmelzung machen. Die von Doerry angef\u00fchrte Forderung von Richard David Precht, nach der die \u00bbdurchfiktionalisierte Welt\u00ab (Doerry, S. 109) von heute doch Erkl\u00e4rungen bed\u00fcrfe, zeugt indes von einer ebenso merkw\u00fcrdigen Erwartung an die Germanistik. Wir sollen Politikberater spielen, f\u00fcr moralische Werte einstehen und uns mit dem \u00bbJargon der Populisten\u00ab (ebd.) besch\u00e4ftigen? Dann k\u00f6nnte es ja im Angesicht einer immer st\u00e4rker werdenden AfD, eines Front National und eines Donald Trump gar nicht genug Germanisten geben. Aber: Germanisten sind keine Welterkl\u00e4rer und die Methoden des Fachs sind nicht unmittelbar auf die Welt anwendbar, wie Precht es sich w\u00fcnscht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Was Literaturwissenschaftler wirklich gut k\u00f6nnen, ist, Darstellungsformen zu analysieren und Texte kritisch zu hinterfragen. Die Reaktionen auf Doerrys Artikel zeigen, dass <a href=\"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/03\/01\/hanna-hamel-entunterwerfung-zum-verhaeltnis-von-literatur-und-kritik-in-michel-houellebecqs-roman-unterwerfung-anlaesslich-einer-krise-der-germanistik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Germanistik noch kein angepasster, kritikloser Zirkel im Houellebecq\u2019schen Sinne<\/a> ist. Erfreulich ist an dieser Debatte, dass nicht geschwiegen, sondern Position bezogen wird. Gegeneinander, miteinander, aneinander. Kontroversen setzen immerhin die Freiheit zur Positionierung voraus. Die Textgattungen, die uns in solchen Debatten zur Verf\u00fcgung stehen, sind zuvorderst der Kommentar und der Essay. Im Rahmen eines literaturwissenschaftlichen Studiums kommt man mit diesen Textsorten vielfach in Ber\u00fchrung, in Form des philologischen Stellenkommentars in kritischen Werkausgaben, in der Besch\u00e4ftigung mit Denkern wie Walter Benjamin, Theodor W. Adorno und Georg Luk\u00e1cs und nicht zuletzt beim Schreiben einer Hausarbeit. Die soll allerdings, bitte sch\u00f6n, nicht wie der Essay oder der Kommentar aussehen, und so versuchen Studierende artig, das \u00bbIch\u00ab, das einem seit Schulzeiten doch als Marker des Essays gilt, in der wissenschaftlichen Arbeit zu tilgen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Mit dem studentischen Ich hat es eine eigenartige Bewandtnis: W\u00e4hrend des Studiums reift es idealiter zu einem kritischen Geist heran und lernt, wissenschaftliche Texte zu verfassen, deren Anspruch es sein muss, immer pr\u00e4zise am Gegenstand zu arbeiten und eigene Erkenntnisse an selbigem festzumachen. Auf dem Weg zu diesem Ziel macht es zwangsweise einige Krisen durch. Es erf\u00e4hrt, dass das \u00bbIch\u00ab aus dem Deutschunterricht nun eher verspottet wird und wirft dieses \u00bbIch\u00ab deshalb mitsamt alten Lekt\u00fcreschl\u00fcsseln aus der Oberstufe weg. Gegenwind sp\u00fcrt es auch aus anwendungsbezogenen F\u00e4chern, die die Legitimit\u00e4t der Germanistik generell infrage stellen. Aus der Masse hervorheben kann sich das \u00bbIch\u00ab schlie\u00dflich in einer Form der Selbstverleugnung. Denn wer als Germanistikstudent in h\u00f6herem Semester in einer Hausarbeit noch \u00bbIch\u00ab sagt und sich \u2013 noch schlimmer \u2013 sogar zu einem Geschmacksurteil hinrei\u00dfen l\u00e4sst, gilt eher als <a href=\"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/03\/01\/maria-kuberg-deuteleien-zur-krise-der-germanistik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mitglied einer tumben Masse<\/a>, die sich laut Doerry in den H\u00f6rs\u00e4len der Germanistik tummelt, denn als reflektiertes \u00bbIch\u00ab. Ob es hilfreich ist, sich zu profilieren, indem man sich einer elit\u00e4ren Gruppe zugeh\u00f6rig zeigt und sich \u00f6ffentlich \u00fcber desinteressierte Studierende ausspricht, sei dahingestellt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Vielleicht hat uns das die amerikanische Germanistik letztlich voraus: Dort wird \u00f6fter Meinung und Methodik miteinander verhandelt, ohne dass dies in Unwissenschaftlichkeit m\u00fcnden w\u00fcrde. In Anbetracht der politischen Lage und des grunds\u00e4tzlichen Drucks, der auf den Humanities in den USA lastet, ist das nicht nur ein Vorzug der amerikanischen Germanistik, sondern auch eine Notwendigkeit.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Nicht zuf\u00e4llig ist der Essay eine Form, die an amerikanischen Universit\u00e4ten h\u00e4ufiger als an deutschen gefragt ist. Beim Schreiben eines Essays darf experimentiert, darf die eigene Perspektive ausprobiert werden. Der Essay darf in medias res beginnen und ist nicht verpflichtet, einen Forschungs\u00fcberblick oder einen historischen R\u00fcckblick zu liefern. Die Form des Essays zwingt den Autor, eine Entscheidung zu treffen f\u00fcr das eine und gegen das andere. Studierende der Germanistik aus Deutschland, die eine Zeit lang im amerikanischen System studiert haben, tauschen sich gern dar\u00fcber aus, dass es amerikanischen Studierenden viel leichter falle, am Ende des Semesters innerhalb einer Woche zehn bis f\u00fcnfzehn Seiten aufs Papier zu bringen. Aus Gr\u00fcnden der Selbstaffirmation tr\u00f6stet man sich, dass die Arbeit dann ja aber nicht so gr\u00fcndlich und durchdacht, stilistisch bis auf die Spitze getrieben sein k\u00f6nne wie eine Hausarbeit an einer deutschen Universit\u00e4t. Das mag in einzelnen F\u00e4llen stimmen, aber eines lehrt die Aufforderung zum Schreiben von Essays jedenfalls: Mut zur L\u00fccke und Mut zur eigenen Meinung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Max Bense schreibt \u00fcber den Essay, dass \u00bb[e]ssayistisch schreibt, wer experimentierend verfa\u00dft, wer also seinen Gegenstand hin und her w\u00e4lzt, befragt, betastet, pr\u00fcft, durchreflektiert, wer von verschiedenen Seiten auf ihn losgeht und in seinem Geistesblick sammelt, was er sieht, und verantwortet, was der Gegenstand unter den im Schreiben geschaffenen Bedingungen sehen l\u00e4\u00dft.\u00ab<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> F\u00fcr Adorno ist der Essay gar \u00bbdie kritische Form par excellence\u00ab<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>, die eine Tendenz \u00bbzur Liquidation der Meinung\u00ab hat, \u00bbauch der, mit der er selbst anhebt\u00ab (Adorno, S. 27). Darin konvergieren Kritik und die Form des Essays. Michel Foucault definiert in einem Vortrag, dessen Titel bereits eine Frage ist, \u00bbWas ist Kritik?\u00ab, die Kritik als \u00bbKunst der freiwilligen Unknechtschaft, der reflektierten Unf\u00fcgsamkeit.\u00ab<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Ich erwarte von einem Germanistikstudium ebendies: dass das Fach anhand der ihm eigenen Gegenst\u00e4nde zu reflektierter Unf\u00fcgsamkeit ermutigt. Das kritische Potential des Germanistikstudiums liegt nicht darin, die Welt zu erkl\u00e4ren, sondern neue Fragen zu stellen, Zusammenh\u00e4nge zu hinterfragen, Fragen neu zu formulieren, in der Hoffnung, \u00bbErleuchtetes zu sehen, nicht das Licht.\u00ab<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"ce_text person_zflfunktion\">\n<p><em><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Insa Braun arbeitet als Elsa-Neumann-Stipendiatin des Landes Berlin an einer Dissertation mit dem Titel <a style=\"color: #e63348;\" href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/reden-ueber-lyrik.html\">Reden \u00fcber Lyrik<\/a>.<\/span><\/em><\/p>\n<\/div>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. Ulrich Greiner: \u00bbDie Krise der Germanistik \u2013 vorbei\u00ab, in: Die Zeit 14 (1997), <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1997\/14\/Die_Krise_der_Germanistik_-_vorbei\/komplettansicht\">http:\/\/www.zeit.de\/1997\/14\/Die_Krise_der_Germanistik_-_vorbei\/komplettansicht<\/a> (zuletzt aufgerufen am 22.02.2017).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Martin Doerry: \u00bbSchiller war Komponist\u00ab, in: Der Spiegel 6 (2017), S. 104\u2013109, hier S. 104.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Max Bense: \u00bb\u00dcber den Essay und seine Prosa\u00ab, in: Merkur 1 (1947), hier S. 418.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Theodor W. Adorno: \u00bbDer Essay als Form\u00ab, in: Ders.: Noten zur Literatur, GS 11, hg. v. Rolf Tiedemann et al., Frankfurt am Main 1974, S. 27.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Michel Foucault: Was ist Kritik?, \u00fcbersetzt v. Walter Seitter, Berlin 1992, S. 15.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Adorno zitiert zu Beginn seines Essays aus Goethes <em>Pandor<\/em>a; Adorno: \u00bbDer Essay als Form\u00ab, S. 9.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><span style=\"color: #e63358;\"><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Der Beitrag von Insa Braun geh\u00f6rt zu einer Gruppe von Texten, die unter dem Titel <\/span><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbGermanistik in der Kontroverse<\/span><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00ab auf dem ZfL Blog erschienen sind.<\/span><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"> Hier geht es zu den anderen Beitr\u00e4gen:<\/span><\/span><\/em><strong><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/03\/01\/maria-kuberg-deuteleien-zur-krise-der-germanistik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Maria Kuberg: DEUTELEIEN ZUR KRISE DER GERMANISTIK<\/span><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/03\/01\/hanna-hamel-entunterwerfung-zum-verhaeltnis-von-literatur-und-kritik-in-michel-houellebecqs-roman-unterwerfung-anlaesslich-einer-krise-der-germanistik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Hanna Hamel: ENTUNTERWERFUNG. Zum Verh\u00e4ltnis von Literatur und Kritik in Michel Houellebecqs Roman \u00bbUnterwerfung\u00ab anl\u00e4sslich einer \u00bbKrise der Germanistik\u00ab<\/span><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Insa Braun: Die Unf\u00fcgsamkeit, Ich zu sagen, in: ZfL BLOG, 1.3.2017, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/03\/01\/insa-braun-die-unfuegsamkeit-ich-zu-sagen\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/03\/01\/insa-braun-die-unfuegsamkeit-ich-zu-sagen\/<\/a>].<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">DOI: <\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20170301-01\"><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20170301-01<\/span><\/a><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20170301-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/03\/01\/insa-braun-die-unfuegsamkeit-ich-zu-sagen\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"DIE UNF\u00dcGSAMKEIT, ICH ZU SAGEN\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Insa  Braun\",\n    \"givenName\": \"Insa \",\n    \"familyName\": \"Braun\",\n    \"@type\": \"Person\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2017-03-01\",\n  \"datePublished\": 2017,\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem Martin Doerry im Spiegel die Krise der Germanistik wiederbelebt hat,[1] bleibt unklar, ob es diese jemals gegeben hat, immer schon gab oder ob wir es hier mit einem Zombie des Feuilletons zu tun haben. Der Artikel zeugt zun\u00e4chst einmal von einer entt\u00e4uschten Erwartung an die Germanistik, die dem Fach eine merkw\u00fcrdige Potenz zuschreibt. Nur <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/03\/01\/insa-braun-die-unfuegsamkeit-ich-zu-sagen\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[55,51,38,42,39],"class_list":["post-292","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ad-hoc","tag-essay","tag-germanistik","tag-literatur","tag-literaturwissenschaft","tag-streit"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/292","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=292"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/292\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3694,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/292\/revisions\/3694"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=292"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=292"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=292"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}