{"id":3021,"date":"2023-05-08T09:00:23","date_gmt":"2023-05-08T07:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=3021"},"modified":"2025-02-11T15:46:42","modified_gmt":"2025-02-11T13:46:42","slug":"barbara-picht-hans-jonas-im-radiointerview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2023\/05\/08\/barbara-picht-hans-jonas-im-radiointerview\/","title":{"rendered":"Barbara Picht: HANS JONAS IM RADIOINTERVIEW"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Am 10. Mai 2023 j\u00e4hrt sich der Geburtstag des Philosophen Hans Jonas zum 120. Mal, der 5. Februar war sein 30. Todestag. Dies soll Anlass sein, auf ein Interview mit ihm hinzuweisen, das 1988 erstmals im Radio ausgestrahlt wurde und seit kurzem wieder zug\u00e4nglich ist. Gef\u00fchrt wurde das Gespr\u00e4ch von dem Journalisten Harald von Troschke (1924\u20132009), der f\u00fcr die Aufzeichnung einen Besuch des aus den USA angereisten Hans Jonas\u2019 in Heidelberg nutzte. Von Troschke war vielen Radioh\u00f6rerinnen und -h\u00f6rern durch seine rund einst\u00fcndigen Portr\u00e4tsendungen bekannt, die in den 1960er bis 1980er Jahren vom Norddeutschen Rundfunk, dem Bayerischen Rundfunk und weiteren Sendern im In- und Ausland ausgestrahlt wurden. Da von Troschke, unterst\u00fctzt zun\u00e4chst von seiner Frau, sp\u00e4ter auch von seinen drei Kindern, seine Beitr\u00e4ge selbst produzierte, behielt er die Rechte an den Sendungen. Seit 2020 kann sein Audionachlass deshalb im digitalen <a href=\"https:\/\/troschke-archiv.de\/interviews\/hans-jonas\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Harald von Troschke-Archiv<\/a> pr\u00e4sentiert werden, wo sich auch das Interview mit Hans Jonas nachh\u00f6ren l\u00e4sst.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Von Troschke interessierte sich aus mehreren Gr\u00fcnden f\u00fcr Lebensweg und Werk von Jonas, der nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 aus Deutschland geflohen war, unter anderem in London und Jerusalem gelebt und sich schlie\u00dflich in New York niedergelassen hatte. Unter den Pers\u00f6nlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Kultur im In- und Ausland, mit denen von Troschke sprach, waren viele, die von den Nationalsozialisten in die Emigration gezwungen worden waren. Die Liste der interviewten Emigrantinnen und Emigranten ist beeindruckend: Bruno Bettelheim, Max Born, G\u00e9za von Cziffra, Lisa Fittko, Therese Giehse (von Troschke, der selbst einmal Schauspieler werden wollte, befragte viele Prominente aus Theater und Film), Ren\u00e9 K\u00f6nig, Annette Kolb, Hans Sahl, Fritz Stern, Friedrich Torberg, Joseph Weizenbaum und Elsbeth Weichmann sind nur einige von ihnen. Zu den wiederkehrenden Fragen, die von Troschke stellte, geh\u00f6rte, ob die Zeitzeugen 1933 geahnt hatten, was der Machtantritt Hitlers und der Nationalsozialisten bedeuten werde. Auch der Weg ins Exil und die Emigrationserfahrungen sind Thema dieser Gespr\u00e4che, ebenso wie das Leben in Deutschland bzw. \u00d6sterreich vor der Flucht. Wer die <em>Erinnerungen<\/em><a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> von Hans Jonas gelesen hat, wird in diesem Radiointerview zwar nicht viel Neues erfahren. Es lohnt dennoch, es sich anzuh\u00f6ren, schon der lebendigen und zugleich pr\u00e4zisen Erz\u00e4hlweise wegen, in der Jonas von seinen Erfahrungen und politischen wie philosophischen Ansichten berichtet.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_3022\" aria-describedby=\"caption-attachment-3022\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Jonas-und-Troschke.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3022 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Jonas-und-Troschke-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Jonas-und-Troschke-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Jonas-und-Troschke.jpg 542w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3022\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-family: helvetica;\">Hans Jonas (re.) und Harald von Troschke (li.), 1985 in Heidelberg, \u00a9 Andrea von Troschke<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ein weiterer Grund von Troschkes, Hans Jonas um ein Interview zu bitten, war das Interesse des Journalisten an einer gelingenden Friedensordnung nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Beitrag, den die Wissenschaft dazu leisten konnte. Jonas\u2019 umweltethisches Grundlagenwerk <em>Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik f\u00fcr die technologische Zivilisation<\/em> war 1979 erschienen. Der als Einspruch gegen Ernst Blochs <em>Das<\/em> <em>Prinzip Hoffnung<\/em> geschriebene Text war zugleich das erste Buch, das Jonas mehr als vierzig Jahre nach seiner Flucht wieder auf Deutsch geschrieben und das ihn rasch einer breiten \u00d6ffentlichkeit bekannt gemacht hatte. Jonas entwickelt darin eine Ethik, die auf das moderne Ausma\u00df technischen Verm\u00f6gens mit einer neuen Dimension von Verantwortung reagiert, die den Globus und auch die Nachgeborenen umfasst. Die Frage, ob Jonas\u2019 \u00bbPrinzip Verantwortung\u00ab und Blochs \u00bbPrinzip Hoffnung\u00ab, das dieser nicht mit Zuversicht verwechselt wissen wollte, einander widersprechen oder sich erg\u00e4nzen, besch\u00e4ftigt die Forschung bis heute.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> \u00dcber wissenschaftliche Kreise hinaus wird <em>Das Prinzip Verantwortung<\/em> im Kontext von Umweltschutz und Klimawandel rezipiert. Anfang des Jahres hielt die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer die j\u00fcngste Ausgabe des Buches, zu der Robert Habeck das Nachwort verfasst hat, beim Protest in L\u00fctzerath <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/philosoph-hans-jonas-lieblingsdenker-klimabewegung-prinzip-verantwortung-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in die Kameras<\/a>.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Als von Troschke 1985 in Heidelberg mit Hans Jonas sprach, ging es noch nicht um den Klimawandel, auch wenn Jonas im <em>Prinzip Verantwortung<\/em> den Treibhauseffekt und die Notwendigkeit sparsamer Energiewirtschaft thematisiert. Als Folge der technologischen Zivilisation stand von Troschke weit mehr die Bedrohung durch die milit\u00e4rische Nutzung der Atomtechnik vor Augen, wor\u00fcber er mit Max Born, Werner Heisenberg, Robert Jungk, Linus Pauling, Edward Teller, Carl Friedrich von Weizs\u00e4cker und anderen sprach. F\u00fcr alle, die sich f\u00fcr die Stimmen des Exils und die Geschichte der Bundesrepublik interessieren, bieten die etwa 250 Zeitzeugengespr\u00e4che im Harald von Troschke-Archiv wertvolles Quellenmaterial.\u00a0<\/span><span style=\"font-family: helvetica;\">Da sich das Archiv nach Namen, Themen, Berufen und Orten durchsuchen l\u00e4sst, ergeben sich vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten der Kontextualisierung der Gespr\u00e4che. Zu zentralen Debatten der Zeit erh\u00e4lt man so einen aufschlussreichen Querschnitt an Stellungnahmen und profitiert dabei davon, dass sich von Troschke sehr sorgf\u00e4ltig auf die Gespr\u00e4che vorbereitete und die jeweiligen Werke und Positionen seines Gegen\u00fcbers gut kannte. Gezielt suchte er diejenigen auf, die sich mit dr\u00e4ngenden Gegenwartsfragen befassten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00dcber die Vereinbarkeit technologischen Fortschritts mit dem Schutz der Natur sprach er au\u00dfer mit Jonas ebenfalls mit dem norwegischen Ethnologen und Umweltaktivisten Thor Heyderdahl, dem es 1947 gelungen war, mit einem nach indigenen Vorbildern gebauten Flo\u00df von Peru aus den Pazifischen Ozean zu \u00fcberqueren. Fragen der Ethik diskutierte er auch mit dem Gr\u00fcnder der Paneuropa-Union Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi, dem Schweizer Anthropologen und Zoologen Adolf Portmann, der \u00c4rztin und Spezialistin f\u00fcr Plastische Chirurgie Ursula Schmidt-Tintemann oder dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz. \u00dcber Heideggers Rolle im Nationalsozialismus unterhielt sich von Troschke au\u00dfer mit dem Heidegger-Sch\u00fcler Jonas mit dem Politologen und Publizisten Dolf Sternberger, der bei Paul Tillich mit einer Arbeit \u00fcber Heideggers <em>Sein und Zeit<\/em> promoviert worden war, sowie dem Journalisten Werner Rings, dessen Relegation von der Freiburger Universit\u00e4t Heidegger unterzeichnet hatte. Die im Audioarchiv enthaltenen kurzen Inhaltsangaben zu den Interviews sowie die verlinkten Schlagworte erlauben es, die entsprechenden Gespr\u00e4chsstellen im direkten Vergleich anzuh\u00f6ren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Auch in einer weiteren Hinsicht ist Hans Jonas im Troschke-Archiv in aussagekr\u00e4ftiger Gesellschaft. Sein Interesse f\u00fcr die Naturwissenschaften, das in seiner Milit\u00e4rzeit entstand, als er angesichts von Verst\u00fcmmelung und Tod um ihn herum \u00fcber das Leben nachzudenken begann,<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> teilt er mit vielen der Interviewpartnerinnen und -partnern von Troschkes. Neben den genannten (Atom-)Physikern sind unter den befragten Naturwissenschaftlern der Begr\u00fcnder der modernen Hormonforschung Adolf Butenandt, der Biophysiker und Nobelpreistr\u00e4ger Bernard Katz und der Evolutionsbiologe Ernst Mayr, um nur diese drei zu nennen. Wie mit Jonas unterhielt sich von Troschke auch mit ihnen unter anderem \u00fcber wissenschaftsethische Fragen. Ist der Forscher verantwortlich zu machen f\u00fcr das, was mit den Ergebnissen der Wissenschaft geschieht? Welche Grenzen hat sich die wissenschaftliche Forschung selbst aufzuerlegen? Welche ethischen Konzepte hat sie selbst zu entwickeln, welche Folgenabsch\u00e4tzung zu leisten?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Nicht gesprochen hat von Troschke mit Jonas \u00fcber die M\u00f6glichkeit einer Remigration (anders als beispielsweise mit dem Physiker Max Born, der 1954 nach Deutschland zur\u00fcckgekehrt war). M\u00f6glicherweise h\u00e4tte er sonst erfahren, was in dem 2022 erschienenen Briefwechsel zwischen Hans Jonas, der 1993 in New York starb, und Hans Blumenberg detailliert nachzulesen ist: dass sich Blumenberg wiederholt darum bem\u00fcht hatte, Jonas durch einen Ruf an eine deutsche Universit\u00e4t zur R\u00fcckkehr zu bewegen. Seine Wertsch\u00e4tzung galt dabei weniger dem Umweltethiker.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Blumenberg warb vielmehr um den Religionshistoriker Jonas, der \u00fcber das Wesen der Gnosis mit summa cum laude bei Martin Heidegger und Rudolf Bultmann promoviert worden war und dessen als Habilitation geplante Schrift <em>Gnosis und sp\u00e4tantiker Geist<\/em> in ihrem ersten Teil 1934, im Jahr nach seiner Flucht, noch in Deutschland erscheinen konnte. 1945, als er als Soldat der J\u00fcdischen Brigade der britischen Armee nach Deutschland zur\u00fcckkehrte, erfuhr Jonas, dass der Vandenhoeck &amp; Ruprecht Verlag den bereits gesetzten zweiten Teil aufbewahrt hatte, so dass er 1954 ver\u00f6ffentlicht werden konnte (der geplante dritte Teil ist nie erschienen). Jonas\u2019 Schilderung seines ersten Nachkriegsbesuches bei seinem ehemaligen Lehrer Rudolf Bultmann in Marburg geh\u00f6rt zu den bewegenden Stellen des Interviews. Jonas hielt bei diesem Wiedersehen im Jahr 1945 ein Buch in der Hand, das der Verleger G\u00fcnther Ruprecht ihm f\u00fcr Bultmann mitgegebenen hatte (der Postverkehr funktionierte noch nicht wieder). Bultmann deutete darauf und fragte: \u00bbDarf ich hoffen, dass dies der zweite Teil der <em>Gnosis<\/em> ist?\u00ab F\u00fcr Jonas war diese Frage der erste Moment der Vers\u00f6hnung mit Deutschland, die er sich bis dahin nicht hatte vorstellen k\u00f6nnen. Auch der Neutestamentler Bultmann bem\u00fchte sich um eine Berufung des ehemaligen Sch\u00fclers. Jonas h\u00e4tte eine R\u00fcckkehr nach Deutschland auch nicht grunds\u00e4tzlich abgelehnt. Seine Verpflichtungen an der New School for Social Research in New York und die Verwurzelung seiner drei Kinder in den Vereinigten Staaten lie\u00dfen ihn eine geteilte Professur vorschlagen, so dass er im Sommersemester in Deutschland, im Wintersemester in den USA h\u00e4tte lehren k\u00f6nnen. Dazu kam es aber nicht.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Zu den Eigenarten der von-Troschke-Interviews geh\u00f6rt die jeweils letzte Frage, die er seinen Interviewpartnerinnen und -partnern stellt. Er verl\u00e4sst mit ihr das Feld von Zeitgeschichte und Politik und fragt grunds\u00e4tzlicher nach ihrem Menschenbild, der Rolle des Glaubens in ihrem Leben oder ihren Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod. Der Gnosisforscher Hans Jonas, dessen Mutter in Auschwitz ermordet wurde, wollte seine Antwort ausdr\u00fccklich als ein pers\u00f6nliches Bekenntnis, nicht als eine Botschaft verstanden wissen. Er habe angesichts der Shoah den j\u00fcdischen Allmachtsbegriff fallen gelassen. Er glaube, wie er es in <em>Der Gottesbegriff nach Auschwitz<\/em> dargelegt hat, stattdessen an einen Gott, der sich der Welt gegen\u00fcber seiner Macht begeben habe und der es den Menschen \u00fcberlasse, die g\u00f6ttliche Sache in der Welt zu vertreten.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"><em>Die Historikerin <\/em><a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/picht.html\"><em>Barbara Picht<\/em><\/a><em> arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im ZfL-Schwerpunktprojekt \u00bb<\/em><a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/das-20-jahrhundert-in-grundbegriffen.html\"><em>Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur politisch-sozialen und kulturellen Semantik in Deutschland<\/em><\/a><em>\u00ab.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Das <a href=\"https:\/\/troschke-archiv.de\/projekt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Harald von Troschke-Archiv<\/a> wurde von Kerstin Schoor und Barbara Picht am Axel Springer-Lehrstuhl f\u00fcr deutsch-j\u00fcdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration an der Europa-Universit\u00e4t Viadrina in Frankfurt (Oder) eingerichtet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Hans Jonas: <em>Erinnerungen. Nach Gespr\u00e4chen mit Rachel Salamander<\/em>, hg. und mit einem Nachwort versehen von Christian Wiese, Frankfurt a.M.\/Leipzig 2003.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Rainer E. Zimmermann: \u00bbBloch\u00ab, in: Michael Bongardt u.a. (Hg.): <em>Hans Jonas Handbuch<\/em>, Stuttgart 2021, S. 35\u201339.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. Lore Jonas: \u00bbGeleitwort\u00ab, in: Jonas: <em>Erinnerungen<\/em> (Anm. 2), S. 7\u20139, hier S. 8.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> In Blumenbergs Augen hatte Jonas den kategorischen Imperativ missverstanden. Er hielt auch nicht viel von Jonas\u2019 Heuristik der Furcht, die im \u00dcbrigen auch von Robert Habeck als politisches Mittel abgelehnt wird. Vgl. Hans Blumenberg\/Hans Jonas:<em> Briefwechsel 1954<\/em>\u2013<em>1978 und weitere Materialien<\/em>, hg. von Hannes Bajohr, Berlin 2022, S. 282; \u00bbRobert Habeck \u00fcber Hans Jonas und \u203aDas Prinzip Verantwortung\u2039\u00ab, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=D9uVrr3zS8E\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Suhrkamp DISKURS #9<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. Blumenberg\/Jonas: <em>Briefwechsel<\/em> (Anm. 5), S. 100.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Barbara Picht: Hans Jonas im Radiointerview, in: ZfL Blog, 8.5.2023 [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2023\/05\/08\/barbara-picht-hans-jonas-im-radiointerview\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2023\/05\/08\/barbara-picht-hans-jonas-im-radiointerview\/<\/a>]<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">DOI: <\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20230508-01\"><span style=\"font-family: helvetica;\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20230508-01<\/span><\/a><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20230508-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2023\/05\/08\/barbara-picht-hans-jonas-im-radiointerview\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"HANS JONAS IM RADIOINTERVIEW\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Barbara Picht\",\n    \"givenName\": \"Barbara Picht\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"https:\/\/orcid.org\/0009-0003-0522-6519\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2023-05-08\",\n  \"datePublished\": 2023,\n  \"schemaVersion\": \"http:\/\/datacite.org\/schema\/kernel-4\",\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10. 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