{"id":3080,"date":"2023-08-31T10:20:12","date_gmt":"2023-08-31T08:20:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=3080"},"modified":"2025-02-11T15:39:19","modified_gmt":"2025-02-11T13:39:19","slug":"magdalena-gronau-martin-gronau-physiker-in-der-alb-traumfabrik-christopher-nolans-oppenheimer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2023\/08\/31\/magdalena-gronau-martin-gronau-physiker-in-der-alb-traumfabrik-christopher-nolans-oppenheimer\/","title":{"rendered":"Magdalena Gronau\/Martin Gronau: PHYSIKER IN DER (ALB-)TRAUMFABRIK. Christopher Nolans Oppenheimer"},"content":{"rendered":"<div class=\"default-style\">\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>Oppenheimer<\/em> (Regie: Christopher Nolan, USA 2023) hat diverse Rekorde gebrochen. Er z\u00e4hlt zu den erfolgreichsten Filmen mit R-Rating; schon jetzt konnte er sich unter den ganz oder in wesentlichen Teilen vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs spielenden Filmen den vordersten Platz sichern. Das 180 Minuten lange Biopic \u00fcber den sogenannten \u203aVater der Atombombe\u2039 stellt selbst langj\u00e4hrige Spitzenreiter wie <em>Dunkirk<\/em> (Regie: Christopher Nolan, USA 2017) oder <em>Saving Private Ryan<\/em> (Regie: Steven Spielberg, USA 1998) in den Schatten. Mit einem erlesenen Star-Ensemble und einem Budget von 100 Millionen US-Dollar hat Nolan ein dunkles Historienspektakel geschaffen, das angesichts revolution\u00e4rer KI-Entwicklungsspr\u00fcnge, menschengemachter Klimaver\u00e4nderungen und wiederaufkeimender geopolitischer Bedrohungen erschreckend aktuell ist. Wieder einmal sieht sich die Menschheit mit ihren selbstzerst\u00f6rerischen Kr\u00e4ften konfrontiert. <!--more--><\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_3087\" aria-describedby=\"caption-attachment-3087\" style=\"width: 145px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-1-Werbeplakate-fuer-Oppenheimer-c-Universal-Pictures.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3087 \" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-1-Werbeplakate-fuer-Oppenheimer-c-Universal-Pictures-208x300.png\" alt=\"\" width=\"145\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-1-Werbeplakate-fuer-Oppenheimer-c-Universal-Pictures-208x300.png 208w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-1-Werbeplakate-fuer-Oppenheimer-c-Universal-Pictures.png 459w\" sizes=\"auto, (max-width: 145px) 85vw, 145px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3087\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-family: helvetica;\">Abb. 1: Werbeplakate f\u00fcr \u00bbOppenheimer\u00ab, (c) Universal Pictures<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Geschichte ist bekannt: Von 1943 bis 1945 arbeitete unter der wissenschaftlichen Leitung von J. Robert Oppenheimer ein Heer von Ingenieuren und hochkar\u00e4tigen Forschern in der abgelegenen Retortenstadt Los Alamos an der Entwicklung einer Nuklearwaffe, um den Bem\u00fchungen Nazideutschlands um eine milit\u00e4rische Anwendung der k\u00fcrzlich entdeckten Kernspaltung zuvorzukommen. Die Bombe ist f\u00fcr das Marketing des Films von zentraler Bedeutung. Wie die Filmplakate (Abb.\u00a01) bedienen auch die Trailer in erster Linie die morbide Neugier, eine Kernexplosion nicht nur sehen, sondern f\u00f6rmlich miterleben zu k\u00f6nnen: ein bombastisches Fanal, wie es anscheinend nur Christopher Nolan, der Gro\u00dfmeister des \u00dcberw\u00e4ltigungskinos, in Szene zu setzen vermag.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">In der Tat gelingt es dem Film, anhaltend Spannung aufzubauen. Von Anfang an prophezeien klickende Geigerz\u00e4hler sowie das Grollen und Flimmern imaginierter nuklearer Prozesse den Weltenbrand, der zwei Stunden sp\u00e4ter nach einem zeitdeckend heruntergez\u00e4hlten Countdown den Beginn einer neuen Zeitrechnung markiert. Todess\u00fcchtig scheint der Film auf die zentrale Szene (\u00fcber\u2011)menschlicher Zerst\u00f6rungslust zuzulaufen, auf nichts weniger als eine \u00bbterrible revelation of divine power\u00ab (Oppenheimer in <em>Oppenheimer<\/em> \u00fcber die Atombombe). Glaubt man der physikalisch affizierten Bombenmetaphorik des Feuilletons, liefert Nolan, was die Werbung verspricht. So fabuliert die NZZ von \u00bbNolans Teilchenbeschleuniger\u00ab, der \u00bbmassiv Druckwellen \u00fcber die Leinwand\u00ab jage, von einer \u00bbKernwaffe des Kinos\u00ab, einem \u00bbcineastische[n] Wettr\u00fcsten\u00ab, nach dem \u00bbdas Publikum, gepl\u00e4ttet und verstrahlt, aus den Sitzen geschabt werden\u00ab m\u00fcsse.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a> Da stellt sich die Frage: Muss man einen solchen Film gesehen haben?<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong><span style=\"color: #e63348;\">Narrative Komplexit\u00e4t<\/span><\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Zun\u00e4chst einmal: Bildsprachliche Plattit\u00fcden liegen in Anbetracht der audiovisuellen Strahlkraft des mit superhochaufl\u00f6senden 65-mm-IMAX- und Panavision-Kameras gedrehten Films nahe. Sie verengen jedoch den Blick zu stark auf dessen technische Schauwerte. <em>Oppenheimer<\/em> ist n\u00e4mlich auch in narrativer Hinsicht \u00fcberaus geschickt gestrickt. Der Plot, der den Zuschauer*innen zumindest in groben Z\u00fcgen bekannt sein d\u00fcrfte, wird durch die Einf\u00fchrung verschiedener Erz\u00e4hlebenen mit gegenl\u00e4ufig aufgebauten Spannungsb\u00f6gen und dramaturgischen Ver\u00e4stelungen in permanente Dynamik versetzt. So sind trotz grob chronologischer Organisation der episodenhaften Einblicke in Oppenheimers Leben die einzelnen Fragmente achronologisch angeordnet und assoziativ verkn\u00fcpft. Das Wechselspiel von grobk\u00f6rnigen Farb- und Schwarz-Wei\u00df-Passagen fungiert nicht nur als zeitliche Richtschnur, sondern dient zunehmend auch der Konturierung von Oppenheimers Innen- und einer st\u00e4rker objektivierten Au\u00dfensicht.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_3088\" aria-describedby=\"caption-attachment-3088\" style=\"width: 199px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-2-Historische-Fotografien-der-Trinitiy-Detonation-sowie-von-Robert-Oppenheimer-mit-Leslie-Groves-und-Albert-Einstein-gemeinfrei.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3088 \" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-2-Historische-Fotografien-der-Trinitiy-Detonation-sowie-von-Robert-Oppenheimer-mit-Leslie-Groves-und-Albert-Einstein-gemeinfrei-146x300.png\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-2-Historische-Fotografien-der-Trinitiy-Detonation-sowie-von-Robert-Oppenheimer-mit-Leslie-Groves-und-Albert-Einstein-gemeinfrei-146x300.png 146w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-2-Historische-Fotografien-der-Trinitiy-Detonation-sowie-von-Robert-Oppenheimer-mit-Leslie-Groves-und-Albert-Einstein-gemeinfrei.png 340w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 85vw, 199px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3088\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-family: helvetica;\">Abb. 2 (von oben nach unten): Robert Oppenheimer (re.) mit Leslie Groves (li.); Trinitiy-Detonation; Robert Oppenheimer (re.) mit Albert Einstein (li.) (alle Bilder gemeinfrei)<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>Oppenheimer<\/em> will viel: Es geht um Aufstieg und Fall einer scheinbar gleicherma\u00dfen genialen wie kaprizi\u00f6sen Forscherpers\u00f6nlichkeit, um politische und romantische Irrungen und Wirrungen, um die gro\u00dfen Fragen von Wissensdrang und Schuld, Reue und Verantwortung, Kontrolle und Kontrollverlust \u2013 und das vor dem am Horizont dr\u00e4uenden Gegenlicht eines menschengemachten Infernos. Die Bombe ist mehr als eine hochtechnisierte Version von Frankensteins Monster oder eines au\u00dfer Kontrolle geratenen Golems. Sie ist vor allem ein ambigues Symbol daf\u00fcr, was passieren kann, wenn Wissenschaft, Politik und Milit\u00e4r zu einer geradezu allm\u00e4chtigen Funktionseinheit verschmelzen (Abb. 2). Dann wird der Krieg zum Vater aller Dinge, zum Gebieter, der moralische Argumente in ein Schattendasein zwingt. Wer hier Bedenken \u00e4u\u00dfert, muss sich in den R\u00e4umen der Macht als humanit\u00e4tsduseliges \u00bbcry baby\u00ab (Truman in <em>Oppenheimer<\/em> \u00fcber Oppenheimer) verspotten lassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>Oppenheimer<\/em> bietet auch viel \u2013 vielleicht sogar zu viel: In seinem Anspruch auf historische Akkuratesse wirkt der Film mitunter wie die bildgewaltige Adaptation eines Wikipedia-Artikels. So wird das Publikum mit einer Kaskade von Wissenschaftlernamen konfrontiert, die fast schon eine prosopographische Registratur erfordert: Teller, Rabi, Fermi, Lawrence, Bethe, Fuchs, Feynman, G\u00f6del, Serber, Alvarez, Bainbridge, Neddermeyer, Morrison, Kistiakowsky, Condon, Snyder, Heisenberg, Diebner, Bothe, von Weizs\u00e4cker, Bohr \u2013 und nat\u00fcrlich darf auch Einstein als in die Popkultur eingegangene Ikone wissenschaftlicher Genialit\u00e4t und Besonnenheit nicht fehlen. Selbst ausf\u00fchrliche Dokumentarfilme zum Manhattan-Projekt sind in Sachen Namedropping sehr viel zur\u00fcckhaltender. Einzig die Vulg\u00e4rnamen der beiden <em>Schattenmacher<\/em>, \u203alittle boy\u2039 und \u203afat man\u2039, werden in Nolans Film komplett ausgespart \u2013 was umso bemerkenswerter erscheint, als sie in der letzten gr\u00f6\u00dferen Verspielfilmung des Stoffes, Roland Joff\u00e9s <em>Fat Man and Little Boy<\/em> (USA 1989), noch titelgebend waren.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_3089\" aria-describedby=\"caption-attachment-3089\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-3-Cillian-Murphy-als-Oppenheimer-\u00a9-Universal-Pictures-Germany-GmbH.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3089 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-3-Cillian-Murphy-als-Oppenheimer-\u00a9-Universal-Pictures-Germany-GmbH-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-3-Cillian-Murphy-als-Oppenheimer-\u00a9-Universal-Pictures-Germany-GmbH-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-3-Cillian-Murphy-als-Oppenheimer-\u00a9-Universal-Pictures-Germany-GmbH.jpg 681w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3089\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-family: helvetica;\">Abb. 3: Cillian Murphy als Oppenheimer;\u00a0 (c) Universal Pictures Germany GmbH<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>Oppenheimer <\/em>setzt andere Priorit\u00e4ten. Die Bombe ist zwar eine dauerpr\u00e4sente Requisite, zelebriert wird aber (angefangen mit Cillian Murphy) ein dialoglastiges \u203aKino der Gesichter\u2039 (Abb. 3). Dass diesen bisweilen allzu prominenten Gesichtern (Matt Damon, Robert Downey Jr., Gary Oldman, Matthias Schweigh\u00f6fer usw.) bis in randst\u00e4ndige Nebenrollen hinein die Namen historischer Personen zugeordnet werden, zeugt von einem dokumentarischen Gestus, der leicht \u00fcbersehen l\u00e4sst, dass konkrete Konstellationen (z.B. die Begegnung Oppenheimers mit Bohr in Cambridge) dem Reich der Fiktion entspringen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die sonst so gern bem\u00fchte Frage nach der \u203aFaktizit\u00e4t\u2039 der dargestellten Geschichte wei\u00df Nolan indes geschickt zu umgehen. Das liegt vor allem an der konsequenten Perspektivierung: Von Beginn an zieht der dynamische Schnitt des Films die Zuschauer*innen in einen Stream of Consciousness von Empfindungen, Begegnungen, Erinnerungsfragmenten und abstrakt-bedrohlichen \u00bbvisions of a hidden universe\u00ab (Oppenheimer in <em>Oppenheimer <\/em>\u00fcber seine Halluzinationen). Gezeigt wird weniger, \u00bbwie es eigentlich gewesen\u00ab, als vielmehr, wie Oppenheimer das Geschehen erlebt haben mag. Expressive Nahaufnahmen saugen das Publikum f\u00f6rmlich in die Gedanken- und Gef\u00fchlswelt des Protagonisten und bauen ihn als tragische, innerlich zerrissene Gestalt auf. So wird Oppenheimer ganz im Sinne der biographischen Buchvorlage<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> als <em>American Prometheus<\/em> in Szene gesetzt, der mit <em>Trinity<\/em>, Code-Name des ersten erfolgreichen Kernwaffentests, eben nicht nur die Initialz\u00fcndung f\u00fcr das Atomzeitalter lieferte, sondern nach dem \u2013 im Film etwas platt durch einen vergifteten Apfel symbolisierten \u2013 S\u00fcndenfall der Wissenschaft die Folgen seines politischen (und moralischen?) Absturzes in der McCarthy-\u00c4ra in unerwarteter Ausf\u00fchrlichkeit auszusitzen hat.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"><strong>Perspektivierungen<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die erfolgreichen Verfilmungen des Lebens von John Nash (<em>A Beautiful Mind<\/em>, Regie: Ron Howard, USA 2001) und von Stephen Hawking (<em>The Theory of Everything<\/em>, Regie: James Marsh, USA 2014) haben bereits gezeigt, das namhafte Wissenschaftler in der Traumfabrik durchaus eine lukrative Rolle spielen k\u00f6nnen. <em>Oppenheimer<\/em> steht inhaltlich in dieser Tradition des klassischen Biopics, orientiert sich stilistisch jedoch an eher extravaganten Genre-Vertretern wie <em>Amadeus <\/em>(Regie: Milo\u0161 Forman, USA 1984) oder <em>JFK<\/em> (Regie: Oliver Stone, USA 1991) und nimmt in nicht unerheblichen Passagen Anleihen beim Gerichtsfilm. Dabei bleibt er der genretypischen Idolisierung der Wissenschaftlerfigur verhaftet: Pr\u00e4sentiert wird ein vielseitig gebildetes, polyglottes Universalgenie mit faustisch-pathologischem Wissensdrang, best\u00e4ndig an der Kippe zwischen \u00bbBrillanz\u00ab und Wahnsinn, das die Revolution der Physik kenntnisreich mit den Revolutionen der Kunst (Picasso!), der Musik (Strawinsky!), der Politik und Psychologie (Marx! Freud! Jung!) in Beziehung zu setzen vermag und zudem mit den Qualit\u00e4ten eines idealistischen politischen M\u00e4rtyrers ausgestattet ist. Inwiefern eine solche Charakterisierung historisch haltbar ist, sei dahingestellt.<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a><\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_3091\" aria-describedby=\"caption-attachment-3091\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-4-Collage-diverser-Barbenheimer-Memes-zusammengestellt-von-M.-Gronau.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3108\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-4-Collage-diverser-Barbenheimer-Memes-zusammengestellt-von-M.-Gronau.png\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"585\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-4-Collage-diverser-Barbenheimer-Memes-zusammengestellt-von-M.-Gronau.png 420w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-4-Collage-diverser-Barbenheimer-Memes-zusammengestellt-von-M.-Gronau-107x300.png 107w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Abb.-4-Collage-diverser-Barbenheimer-Memes-zusammengestellt-von-M.-Gronau-364x1024.png 364w\" sizes=\"auto, (max-width: 208px) 85vw, 208px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3091\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-family: helvetica;\">Abb. 4: Barbenheimer-Memes<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbBrilliance is taken for granted in your circle\u00ab, stutzt Oppenheimers schnauzb\u00e4rtiger Sidekick Lt. General Groves den von ihm selbst auserkorenen wissenschaftlichen Leiter des milliardenschweren Forschungsvorhabens zurecht. Immer wieder nimmt Nolan \u00fcber solche Nebenfiguren kluge diskursive Nuancierungen vor, entmystifiziert beil\u00e4ufig die Oppenheimer\u2019sche Sicht auf die Dinge. Das hat der Film auch n\u00f6tig, bedenkt man seine unleugbaren blinden Flecken: Was ist mit den im Rahmen des Manhattan-Projekts vorgenommenen, ethisch h\u00f6chst fragw\u00fcrdigen Radiationsexperimenten? Oder dem nachhaltigen Schaden, den die fr\u00fchen Atombombentests an den <em>native communities<\/em> z.B. in der Jornada del Muerto, dem Gel\u00e4nde des <em>Trinity<\/em>-Tests, angerichtet haben? Inszeniert Nolan mit <em>Oppenheimer<\/em> und seiner durchweg maskulinen Welt, in der Frauen ein eher unterbelichtetes Dasein im Schatten ihrer genialen Gatten fristen, nicht einen fast schon biederen \u203aGro\u00dfe-M\u00e4nner-Film\u2039? \u2013 Nat\u00fcrlich, nur so konnte das taggenau terminierte <em>Barbie<\/em>-Counter-Programming jenen cineastischen Synergieeffekt zeitigen, der in den zahlreichen Barbenheimer-Memes (Abb. 4) einen vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt gefunden hat. Doch selbst in dieser Hinsicht sorgen Nebenfiguren f\u00fcr ein differenzierteres Gesamtbild: \u00dcber die scharfsichtige Figur der Kitty Oppenheimer, die ihre aufgezwungene Rolle als Ehefrau und Mutter fast schon selbstbewusst im Alkohol ertr\u00e4nkt, sowie die emanzipiert auftretende Chemikerin Lilli Hornig wird das historische Geschlechterverh\u00e4ltnis zumindest als problematisch markiert.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"><strong>Fragen der Anschaulichkeit<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ein Film kann (und muss) nicht <em>alles <\/em>zeigen. Vieles ist belanglos, manches wiederum so ersch\u00fctternd, dass es \u2013 jenseits cinematischer Spiegelung \u2013 geradezu paralysierend wirkt.<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a> Gute Filme sind nicht ohne Grund oft Imaginationsvehikel. Sie erschlie\u00dfen und re-pr\u00e4sentieren Bilder, die in den K\u00f6pfen ihres Publikums l\u00e4ngst eingelagert sind. In einem solchen Sinn kann Nolan das ikonische Potenzial des ersten Atompilzes voll aussch\u00f6pfen, wenn er diesen in ungewohnter Farbenpracht und Strahlkraft verbildlicht \u2013 und sich damit gewisserma\u00dfen in die Tradition Edward Steichens stellt, dessen von Kracauer bis Barthes vielf\u00e4ltig rezipierte S\/W-Fotoinstallation <em>The Family of Man<\/em> (1951) bekanntlich auf das in Farbe gehaltene Lichtbild einer nuklearen Explosion zul\u00e4uft. Gewiss ist die filmische Simulation einer \u203aechten Bombe\u2039 reines Handwerk. Die inszenatorische Kunst besteht darin, erst mit einiger Verz\u00f6gerung die existenzphilosophische Schockwelle einsetzen zu lassen, mit der etwa bei G\u00fcnther Anders und Karl Jaspers das atomare (End\u2011)Zeitalter seinen Anfang nimmt.<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Interessant ist, was im Dunkeln bleibt \u2013 n\u00e4mlich in erster Linie das humanit\u00e4re Elend in Hiroshima und Nagasaki. Lediglich in d\u00fcster flackernden Visionen deuten sich die unmenschlichen Auswirkungen der atomaren Detonationen an. Freilich sind in Oppenheimers Halluzination nicht etwa die Einwohner*innen der japanischen St\u00e4dte von den Konsequenzen \u203aseiner\u2039 Erfindung betroffen, sondern, wohl in Vorausahnung einer k\u00fcnftigen sowjetischen Bombe, seine ihm nach dem Abwurf begeistert zujubelnden Mitarbeiter*innen. Mit einer gewissen \u00bbApokalypse-Blindheit\u00ab (G\u00fcnther Anders) geschlagen, in der die Atombombe zu einem zwar f\u00fcrchterlichen, doch nicht mehr fassbaren Instrument moderner Kriegsf\u00fchrung vergeistigt wird, ist Oppenheimer in der Tat Zerst\u00f6rer von (abstrakten) Welten \u2013 und nicht von menschlichen Individuen. Dass der Film in Japan, aber auch in japanischst\u00e4mmigen Communities der USA sehr kritisch und als \u00bbmorally half-formed\u00ab aufgenommen wird, verwundert wenig.<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">F\u00fcr einen Film \u00fcber moderne Physik und ihre politischen Verstrickungen, der selbst f\u00fcr das physikalisch Undarstellbare \u00e4sthetische Bilder findet, ist die Ausblendung ihrer Opfer jedenfalls eine bemerkenswerte Entscheidung. Verbietet wirklich der \u00bbRespekt vor den Opfern der US-Atombombenabw\u00fcrfe\u00ab<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> eine wie auch immer geartete Verbildlichung? Ist das eine Frage der Piet\u00e4t oder nicht doch <em>victim erasure<\/em>? F\u00fcr ein Paar nackter Br\u00fcste hat die Produktionsfirma bereitwillig ein R-Rating in Kauf genommen. Es kann also nicht an der Altersfreigabe in den USA liegen, dass man Oppenheimer in einem Briefing \u00fcber den milit\u00e4rischen Einsatz der Bomben nicht \u00fcber die Schulter blickt, sondern nur beim bedeutungsschwangeren Wegschauen zuschaut. Das atomare Grauen offenbart sich, wenn \u00fcberhaupt, nur als scheinbar tiefsinniger Reflex in Oppenheimers wasserblauen Augen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Das Problem ist nicht neu: Bereits John Herseys Reportage im <em>New Yorker<\/em> (1946), die nach der anf\u00e4nglich euphorischen Bef\u00fcrwortung des <em>noiseless flash<\/em> auch in den USA eine Art von \u00bbAtommoral\u00ab (Hans Blumenberg) wachrief, f\u00fchrte das Leid der Betroffenen zensurbedingt rein sprachlich vor Augen.<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a> Filmische Adaptionen wie Joff\u00e9s <em>Schattenmacher<\/em> oder die BBC-Serie <em>Oppenheimer <\/em>(Regie: Barry Davis, GB 1980) bildeten die japanischen Opfer ebenso wenig ab wie <em>The Family of Man<\/em>, zu der auch in Hiroshima t\u00e4tige Kriegsfotografen beigetragen haben. Vor diesem Hintergrund wirkt Nolans Ansatz nicht nur unoriginell, sondern geradezu antiquiert. In Anbetracht gegenw\u00e4rtig auflebender Bedrohungsszenarien wirft der Film die Frage auf, ob die Nicht-Darstellung, die hinter k\u00fcnstlerisch ambitioniertere Ans\u00e4tze zur\u00fcckzufallen scheint, mit einem zwischenzeitlich totgeglaubten Endzeitdiskurs korrespondiert, wie er im deutschen Sprachraum etwa bei Karl Jaspers, Erwin Chargaff und anderen kulturpessimistischen Wissenschafts- und Technikkritikern fassbar wird. Wozu die Bombe noch immer als \u00bbontologisches Unikat\u00ab (Anders) sakralisieren?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Slavoj \u017di\u017eek hat in einem in der <em>Berliner Zeitung<\/em> erschienenen Artikel an <em>Oppenheimer <\/em>nur eines auszusetzen: Der Film vers\u00e4ume es, \u00bbdeutlich zu machen, dass die Beschw\u00f6rung jeglicher Art von \u203aspiritueller Tiefe\u2039 den Schrecken der neuen, von der Wissenschaft hervorgebrachten Realit\u00e4t vernebelt\u00ab. Um der \u203anackten Apokalypse\u2039 entgegenzutreten, brauche es das \u00bbGegenteil von spiritueller Tiefe: einen v\u00f6llig respektlosen komischen Geist\u00ab<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a> \u2013 ganz klassisch: Lachen als Mittel der Entspannung. Das ist nat\u00fcrlich nicht der einzig m\u00f6gliche Weg: W\u00e4hrend Alain Resnais in <em>Hiroshima, mon amour<\/em> (F 1959) dokumentarische Elemente mit fiktionalisierten Szenen zu einem poetischen Bilderstrom verwebt, ist in dem auf einer autobiografischen Graphic Novel basierenden Anime-Film <em>Barfu\u00df durch Hiroshima<\/em> (Regie: Mori Masaki, J 1983) die Sequenz des Bombenabwurfs in ihrer zeichnerischen Drastik schwer auszuhalten. Wom\u00f6glich h\u00e4tte wenigstens die Suggestion eines Einbruchs historischer Empathie in die filmische Realit\u00e4t auch <em>Oppenheimer<\/em> gutgetan.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em>Oppenheimer<\/em> ist ein sehenswerter Film. Man sollte sich allerdings im Klaren dar\u00fcber sein, dass er sich darin gen\u00fcgt, die Banalit\u00e4t einer Wissenschaft auszustellen, die im Krieg einfach zu funktionieren hat: Was gemacht werden kann, wird gemacht. Das Nachdenken dar\u00fcber kommt \u2013 wie die Sichtbarkeit der Fortschrittskonsequenzen \u2013 immer erst ex post. Gerade mit Blick auf die historische Person Oppenheimer wird die gleichzeitig betriebene Mythisierung damit fragw\u00fcrdig. Anstatt Oppenheimer zum modernen Prometheus, zum <em>Vor<\/em>denker amerikanischen K\u00f6nnensbewusstseins zu stilisieren, h\u00e4tte man mit gleichem Recht dessen weniger ber\u00fchmten Bruder als mythische Vorlage w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich war Epimetheus, der <em>Nach<\/em>denker, daf\u00fcr verantwortlich, dass die B\u00fcchse der Pandora in die Welt der Menschen kam.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em><span style=\"color: #e63348;\">Die Chemikerin und Literaturwissenschaftlerin <a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/magdalena.gronau.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Magdalena Gronau<\/a> ist Freigeist-Fellow der VolkswagenStiftung. Gemeinsam mit dem Althistoriker <a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/martin.gronau.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Martin Gronau<\/a> bearbeitet sie am ZfL das Projekt \u00bb<a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/die-philologie-der-physiker.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Philologie der Physiker. Angewandtes Textwissen in der Wissenschaftskultur der Quantenphysik<\/a>\u00ab.<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Gef\u00f6rdert von der VolkswagenStiftung.<\/span><\/p>\n<div class=\"default-style\">\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Andreas Schreiner: \u00bbDr. Oppenheimer oder: Wie er lernte, die Bombe zu lieben\u00ab, in: <em><a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/oppenheimer-christopher-nolans-monumentales-werk-ueber-den-vater-der-atombombe-ld.1747918\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neue Z\u00fcrcher Zeitung<\/a><\/em>, 19.7.2023.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Kai Bird\/Martin J. Sherwin: <em>American Prometheus. The Triumph and Tragedy of J. Robert Oppenheimer<\/em>, New York 2006.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Der Wissenschaftshistoriker David Cassidy hat k\u00fcrzlich in einem Interview darauf aufmerksam gemacht, dass im Fall Oppenheimers von Genialit\u00e4t nicht unbedingt die Rede sein kann \u2013 und noch viel weniger von politischer Naivit\u00e4t und M\u00e4rtyrertum. Adrian Cho: \u00bbOppenheimer h\u00e4tte einen Nobelpreis bekommen\u00ab, in: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/oppenheimer-atombombe-schwarze-loecher-nobelpreis-physik-1.6063837\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/em><\/a>, 25.7.2023.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Vgl. Siegfried Kracauer: <em>Theory of Film. The Redemption of Physical Reality<\/em>, with an Introduction by Miriam Bratu Hansen, Princeton, NJ 1997 [1960], S. 305.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Vgl. Ilona St\u00f6lken-Fitschen: \u00bbDer versp\u00e4tete Schock. Hiroshima und der Beginn des atomaren Zeitalters\u00ab, in: Michael Salewski\/Ilona St\u00f6lken-Fitschen (Hg.): <em>Moderne Zeiten. Technik und Zeitgeist im 19. und 20. Jahrhundert<\/em>, Stuttgart 1994, S. 139\u2013155.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Emily Zemler: \u00bbCritics say omitting the Japanese toll makes \u203aOppenheimer\u2039 \u203amorally half-formed\u2039\u00ab, in: <em><a href=\"https:\/\/www.latimes.com\/entertainment-arts\/movies\/story\/2023-08-04\/oppenheimer-movie-christopher-nolan-atomic-bomb-hiroshima-nagasaki-critics\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Los Angeles Times<\/a><\/em>, 4.8.2023.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> Michael Schleicher: \u00bb\u203aOppenheimer\u2039 von Christopher Nolan: Der Popstar der Physik\u00ab, in: <em><a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/kultur\/oppenheimer-2023-christoper-nolan-kino-cillian-murphy-hollywood-kritik-zr-92411356.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Merkur<\/a><\/em>, 19.7.2023.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> John Hersey: \u00bbHiroshima\u00ab, in: <em><a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/magazine\/1946\/08\/31\/hiroshima\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The New Yorker<\/a><\/em>, 23.8.1946.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> Slavoj \u017di\u017eek: \u00bbSlavoj Zizek \u00fcber \u203aIndiana Jones\u2039, \u203aBarbie\u2039 und \u203aOppenheimer\u2039: Wer vertr\u00e4gt die Wahrheit nicht?\u00ab, in: <em><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/gastbeitrag-philosoph-slavoj-zizek-ueber-indiana-jones-barbie-und-oppenheimer-wer-vertraegt-die-wahrheit-nicht-li.371347\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berliner Zeitung<\/a><\/em>, 20.7.2023.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Magdalena Gronau\/Martin Gronau: Physiker in der (Alb-)Traumfabrik. Christopher Nolans <em>Oppenheimer<\/em>, in: ZfL Blog, 31.8.2023, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2023\/08\/31\/magdalena-gronau-martin-gronau-physiker-in-der-alb-traumfabrik-christopher-nolans-oppenheimer\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2023\/08\/31\/magdalena-gronau-martin-gronau-physiker-in-der-alb-traumfabrik-christopher-nolans-oppenheimer<\/a>].<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20230831-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20230831-01<\/a><\/span><\/p>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20230831-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2023\/08\/31\/magdalena-gronau-martin-gronau-physiker-in-der-alb-traumfabrik-christopher-nolans-oppenheimer\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"PHYSIKER IN DER (ALB-)TRAUMFABRIK. 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