{"id":3194,"date":"2024-02-21T11:52:31","date_gmt":"2024-02-21T09:52:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=3194"},"modified":"2025-03-19T16:42:03","modified_gmt":"2025-03-19T14:42:03","slug":"benjamin-kohlmann-ivana-perica-der-politische-gebrauch-und-nutzen-von-literatur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/02\/21\/benjamin-kohlmann-ivana-perica-der-politische-gebrauch-und-nutzen-von-literatur\/","title":{"rendered":"Benjamin Kohlmann\/Ivana Perica: DER POLITISCHE GEBRAUCH UND NUTZEN VON LITERATUR"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbErst der neue Zweck macht die neue Kunst\u00ab, erkl\u00e4rte Bertolt Brecht in seinem kurzen Essay <em>\u00dcber Stoffe und Formen<\/em> von 1929.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Formuliert als Begr\u00fcndung f\u00fcr die Entwicklung seiner Lehrst\u00fccke um 1930, liefert Brechts \u00c4u\u00dferung einen Zugang zu den Debatten \u00fcber den politischen Nutzen von Literatur nicht nur in der Zwischenkriegszeit, sondern auch in unserer Gegenwart. Obwohl die \u00c4u\u00dferung den Anschein eines unersch\u00fctterlichen k\u00fcnstlerischen Dogmas hat, verbleibt sie in einer ambivalenten Schwebe zwischen zwei scheinbar kontr\u00e4ren Positionen in Bezug auf die eigentlichen Verpflichtungen engagierter Kunst. Einerseits scheint Brechts Satz auf dem absoluten Vorrang des politischen Engagements vor \u00e4sthetischen Belangen zu bestehen, indem er suggeriert, dass die inneren Funktionsweisen der Literatur notwendigerweise einem \u00e4u\u00dferen (d.h. politischen oder gesellschaftlichen) Zweck untergeordnet sind; andererseits behauptet er, dass Politik f\u00fcr den K\u00fcnstler nur insofern von Wert ist, als sie eine radikale Umgestaltung der Muster und Formen der Kunst erm\u00f6glicht. Anders ausgedr\u00fcckt: K\u00fcnstlerische Innovationen scheinen ohne eine vorherige Verpflichtung auf (politische oder gesellschaftliche) Zwecke, die als au\u00dferhalb der Kunst liegend vorgestellt werden, undenkbar zu sein. Doch gleichzeitig muss, was die Arbeit des Schriftstellers betrifft, der Wert dieser \u203avorherigen\u2039 Verpflichtungen an ihrem Verm\u00f6gen gemessen werden, neue \u00e4sthetische Formen hervorzubringen. Brecht zufolge birgt die Frage nach den Verpflichtungen der Kunst eine unaufl\u00f6sbare Dialektik: Kunst und politischer Zweck sind einander nicht \u00e4u\u00dferlich, ihre Beziehung ist nicht durch Konflikt oder gegenseitigen Ausschluss gekennzeichnet, sondern vielmehr durch das Versprechen sch\u00f6pferischer Reibung und gegenseitiger Bereicherung.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Dies entspricht nicht der Art und Weise, in der die Literaturwissenschaft traditionell \u00fcber die Beziehung der Literatur zur Sph\u00e4re der Politik nachgedacht hat. Sie hat vielmehr dazu geneigt, den Versuch, Kunst als politische Arbeit zu begreifen, als Kategorienfehler zu betrachten \u2013 als eine von au\u00dfen herangetragene Zumutung, die beiden schadet: der Kunst und der Politik. Um nur ein besonders prominentes Beispiel zu nennen: Der marxistische Literatur- und Kulturkritiker Fredric Jameson pr\u00e4gte die These, dass die Politik literarischer Werke auf der Ebene eines textuellen Unbewussten angesiedelt sei. Er pl\u00e4dierte daf\u00fcr, Politik nicht im Sinne einer manifesten oder expliziten Zielsetzung zu denken, sondern argumentierte, dass die Politik \u00e4sthetischer Gegenst\u00e4nde am besten anhand der Beziehungen zwischen den verschiedenen formalen und Gattungsmerkmalen eines Textes beschrieben werden kann. Das politische Unbewusste zeigt sich ihm zufolge \u00bbnot by abandoning the formal level for something extrinsic to it \u2013 such as some inertly social \u203acontent\u2039 [or political \u203apurpose\u2039] \u2013 but rather immanently, by construing purely formal patterns as a symbolic enactment of the social within the formal and the aesthetic\u00ab.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Demnach w\u00e4re die Politik eng mit der Textur des literarischen Werks selbst verwoben. Indem die Literatur die Politik in die Form sublimiert, tr\u00e4gt sie sie als ihren immanenten oder intrinsischen Subtext in sich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Wenn wir versch\u00fcttete literaturgeschichtliche Genealogien wiederherstellen, um der theoretischen Untersuchung alternative Wege aufzuzeigen, orientieren wir uns an neueren Bem\u00fchungen, ausgew\u00e4hlte Episoden politisierten Schreibens nicht als literaturgeschichtliche Anomalien zu betrachten, sondern als Schl\u00fcsselmomente in der Konfiguration der Beziehung zwischen Literatur und Politik \u2013 als einflussreiche Epizentren interventionistischer Kunst, von denen aus Debatten \u00fcber Literaturpolitik und Praktiken engagierten Schreibens in neue und global ausgedehnte Kontexte ausstrahlen k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Die von uns vorgeschlagene Periodisierung verbindet experimentell drei Perioden intensiv politisierter und aktivistischer Kunst und Schriftstellerei: die Zwischenkriegszeit, die langen 1960er Jahre und die Gegenwart. Damit sollen alternative Traditionen sichtbar gemacht werden, die Raymond Williams zufolge oft an den R\u00e4ndern des Jahrhunderts zur\u00fcckgelassen wurden.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Diese Periodisierung verzichtet auch bewusst darauf, eine einzige oder eindeutige Geschichte politisierter Literatur nachzuzeichnen. Die Verkn\u00fcpfung der Zwischenkriegszeit mit den langen 1960er Jahren und unserer Gegenwart macht jedoch sichtbar, was der K\u00fcnstler und Kunsttheoretiker Gregory Sholette k\u00fcrzlich als \u00bbfragmented and boisterous reservoir of past interventions\u00ab bezeichnet hat.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Sholette betont die unautorisierte und nicht formalisierte Qualit\u00e4t dieses Reservoirs. Er spricht auch von einem nichtkanonisierten \u00bbphantom archive of activist art, overflowing with interventions, experiments, repetitions, compromises, minor victories and outright failures\u00ab.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Und er vermutet, dass die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Fragmentierung dieses versch\u00fctteten Archivs \u2013 und auch f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil seiner Ungeb\u00e4rdigkeit \u2013 in der hochgradig partikularen Natur der aktivistischen Kunst liegen, d.h. in der Intensit\u00e4t, mit der sie auf die spezifischen Situationen und historischen Momente eingeht, in die sie zu intervenieren versucht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Gerade in dem letztgenannten Sinne bietet Brechts Bemerkung einen wertvollen Einblick in die umfassendere Problematik, die uns besch\u00e4ftigt. Denn sie scheint zwar eine allgemeine Wahrheit \u00fcber die Beziehung zwischen Literatur und Politik zu verk\u00fcnden, d\u00fcrfte aber wohl besser als unmittelbare Reaktion auf die sich verd\u00fcsternde politische Atmosph\u00e4re der sp\u00e4teren Weimarer Republik zu verstehen sein \u2013 den Aufstieg des Faschismus, die \u203aKlasse-gegen-Klasse\u2039-Politik der Kommunistischen Partei (KP), das Verbot des Roten Frontk\u00e4mpferbundes (der paramilit\u00e4rischen Organisation der KP) durch die regierenden Sozialdemokraten und die anschlie\u00dfende Denunziation der Sozialdemokraten als Sozialfaschisten durch die KP. In den Augen Brechts und seiner Mitstreiter*innen erforderten diese Entwicklungen eine neue Art von interventionistischer, aktivistischer Kunst, die in der Lage w\u00e4re, die Massen zu erziehen \u2013 eine p\u00e4dagogisch-k\u00fcnstlerische Waffe, die zu der neuen Phase des politischen Kampfes passte und die seine <em>Lehrst\u00fccke<\/em> liefern sollten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Der Fall Brecht zeigt, dass bestimmte literarisch-politische Konstellationen nicht ohne Ber\u00fccksichtigung ihrer unmittelbaren (historischen, geographischen, sozialen, politischen, aber auch \u00e4sthetischen) Kontexte zu verstehen sind. Ausgehend von der Einsicht, dass Kunst ohne ihre konstitutive Ausrichtung auf einen bestimmten Ort oder eine bestimmte historische Situation, in die sie zu intervenieren versucht, unverst\u00e4ndlich bleibt, argumentieren wir, dass eine neuerliche wissenschaftliche Debatte \u00fcber den politischen Gebrauch und Nutzen von Literatur nicht davon absehen kann, die Logik der Ortsbezogenheit offenzulegen, die Kunst kennzeichnet, die im weitesten Sinne politisch \u203an\u00fctzlich\u2039 sein will. Dies verlangt von der wissenschaftlichen Arbeit, sich intensiv mit spezifischen lokalen Situationen auseinanderzusetzen und Werke zu untersuchen, die in breitere historische Zusammenh\u00e4nge intervenieren. Ein Beispiel: W\u00e4hrend der kanonische Sartre\u2019sche Begriff der <em>litt\u00e9rature engag\u00e9e<\/em> eine dezisionistische Betonung impliziert \u2013 d.h. die F\u00e4higkeit des Menschen, sich aus freien St\u00fccken f\u00fcr diese oder jene Sache zu engagieren<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> \u2013, vermittelt Antonin Artauds Konzept der <em>culture orient\u00e9e<\/em> (entwickelt in seinen <em>Messages r\u00e9volutionnaires<\/em>) eine unausl\u00f6schliche anthropologische Orientierung gegen\u00fcber der Welt, eine quasi physische Positionierung, die auch f\u00fcr alle Arten von literarisch-politischem Engagement grundlegend ist. In diesem letztgenannten Sinne kann die lokale Erkundung des politischen Nutzens von Literatur zu einem umfassenderen Verst\u00e4ndnis ihres interventionistischen Potentials f\u00fchren, nicht als historische Sackgasse oder Verirrung, sondern als grundlegende Modalit\u00e4t k\u00fcnstlerischer Produktion als solcher.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: helvetica; color: #e63348;\"><strong>Neue Verpflichtungen: Literaturwissenschaft und der politische Nutzen von Literatur<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Literaturwissenschaft interessiert sich seit Langem f\u00fcr die Politik des Schreibens. Vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit wurde dabei allerdings Werken zuteil, die explizit versuchen, in ihre jeweiligen historischen Produktions- oder Rezeptionskontexte einzugreifen \u2013 \u00a0als ob diese einen zu engen Fokus auf einen bestimmten, fremden \u203aZweck\u2039 h\u00e4tten, um k\u00fcnstlerisch von Bedeutung zu sein. Viele der Wissenschaftler*innen, die den politischen Nutzen von Literatur verteidigen, greifen auf bew\u00e4hrte Argumente aus dem 20. Jahrhundert zur\u00fcck, in denen es um die Art und Weise geht, wie politische Verpflichtungen literarischer Texte in ihren formalen Merkmalen kodiert werden. Andere gehen davon aus, dass die Auseinandersetzung von Literatur mit der Politik am besten als eine Form der Metapolitik zu verstehen sei, d.h. dass literarische Werke insofern politisch sind, als sie die hegemonialen gesellschaftlichen Protokolle verfremden, Formen politischer Sichtbarkeit schaffen oder politische Unsichtbarkeit erzwingen.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> Zwar haben einige Wissenschaftler*innen in j\u00fcngster Zeit damit begonnen, spezifischer \u00fcber den \u203aNutzen\u2039 nachzudenken, den Literatur in den verschiedensten Kontexten hat, doch operieren sie dabei in der Regel mit einem pragmatischen Verst\u00e4ndnis des Konzepts \u203aNutzen\u2039. Wissenschaftler*innen wie Rita Felski argumentieren, dass Literatur in dem Ma\u00dfe n\u00fctzlich sei, wie sie ein individuelles (affektives oder intellektuelles) Bed\u00fcrfnis befriedigt. Aus diesen \u00dcberlegungen sind zwar viele wichtige Arbeiten hervorgegangen, doch diese haben dazu gef\u00fchrt, dass die Frage nach dem explizit politischen Nutzen von Literatur in den Hintergrund gedr\u00e4ngt wurde. Durch die Ablehnung der Binarit\u00e4t zwischen der Skylla des politischen Funktionalismus und der Charybdis der Kunst um der Kunst willen<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> haben Wissenschaftler*innen in j\u00fcngerer Zeit die unterschiedlichen Zwecke aus den Augen verloren, denen literarische Texte im Kontext der zahllosen sozialen und politischen Bewegungen gedient haben, die sich \u203ada drau\u00dfen\u2039 entwickeln.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Literaturtheorie hat ein umfangreiches kritisches Vokabular entwickelt, um die Frage des direkten Handelns oder der instrumentellen Nutzbarmachung aus der akademischen Besch\u00e4ftigung mit Literatur zu verdr\u00e4ngen. So schreibt Gabriel Rockhill in einer bemerkenswerten neueren Studie, es sei \u00bbcrucial to rethink the operative logic of political efficacy outside of the instrumentalist framework\u00ab; stattdessen m\u00fcssten wir die Handlungsversuche der Literatur im Kontext einer komplexen \u00bbconjuncture of determinants with multiple tiers, types, and sites of agency\u00ab verstehen.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Dem zweiten Teil dieser Aussage stimmen wir vollkommen zu: Politisches Handeln ist immer komplex, und was es f\u00fcr einen Text bedeutet, \u203azu intervenieren\u2039 und politisch aktiv zu werden, h\u00e4ngt von dem jeweiligen historischen Zeitpunkt und der jeweiligen Situation ab. Den ersten Teil dieser Aussage m\u00f6chten wir jedoch noch etwas komplexer fassen, da wir der Meinung sind, dass die Literaturwissenschaft es vers\u00e4umt hat, \u00fcber die Anziehungskraft nachzudenken, die der instrumentalistische Rahmen auf Schriftsteller*innen aus\u00fcbt, die versuchen, ihren Werken politische Wirksamkeit und Absicht zu verleihen. Mit den folgenden Fragen muss sich die zeitgen\u00f6ssische Literaturwissenschaft daher auseinandersetzen: Wie verhalten sich bestimmte literarische Werke zur machtvollen und attraktiven Vorstellung einer direkten instrumentellen Handlungsf\u00e4higkeit? Wie versuchen manche, diese umzusetzen, w\u00e4hrend andere sich bem\u00fchen, ihrer Anziehungskraft zu widerstehen?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Diese Fragen stehen durchaus im Widerspruch zu einigen der Leitideen, die die Literaturwissenschaft des zwanzigsten Jahrhunderts im Allgemeinen und die Weltliteraturforschung im Besonderen gepr\u00e4gt haben. Die Idee der Weltliteratur \u2013 von der ersten Formulierung des Konzepts durch Johann Wolfgang von Goethe bis hin zu ihren verschiedenen Nachleben, z.B. in den nach wie vor sehr einflussreichen Arbeiten von Pascale Casanova, Gayatri Chakravorty Spivak oder David Damrosch \u2013 hat allzu oft dazu gedient, die komplexe lokale Verstrickung der Literatur in die praktische Politik in den Hintergrund zu dr\u00e4ngen oder ganz zu verneinen. In diesem Zusammenhang haben Teile der Forschung die M\u00f6glichkeit einer \u00bb\u00e4sthetischen Bildung im Zeitalter der Globalisierung\u00ab \u2013 d.h. die Erweiterung der ethischen Vorstellungskraft der (\u203awestlichen\u2039) Leser*innen \u2013 in den Vordergrund gestellt, was auf Kosten einer detaillierteren Betrachtung der Art und Weise ging, wie sich radikale Politik in einer Vielzahl historischer Situationen und geographischer Gegebenheiten abspielt.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Diese \u203aS\u00e4uberung\u2039 des aktivistischen, explizit politischen Wirkens von Literatur hat im \u00dcbrigen auch in selbsterkl\u00e4rt linken Theoriekreisen stattgefunden, vor allem in der festgefahrenen Konfrontation zwischen Formalismus und Marxismus bzw. zwischen Avantgarde und Realismus, f\u00fcr die Theoriegr\u00f6\u00dfen wie Theodor W. Adorno und Georg Luk\u00e1cs stehen. Mit der Kanonisierung dieser Konfrontation erstarrten die Pole, und in der Folge verga\u00df man, wie problematisch und historisch kontingent diese Binarit\u00e4ten von Anfang an gewesen waren. Wie Joe Cleary feststellte, wurden Modernismus und Realismus ab den 1930er Jahren als verdinglichte Kategorien und als unhinterfragbare Bezeichnungen f\u00fcr die moderne \u203aWeltliteratur\u2039 zugleich produziert: W\u00e4hrend die Sowjetunion den Realismus f\u00fcr sich beanspruchte, nahm New York sich (mit gro\u00dfz\u00fcgiger Unterst\u00fctzung aus Washington) des Modernismus an.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Wenn wir Clearys Weltsystem-Perspektive erweitern, wird deutlich, wie das Vorgehen, einen formal innovativen, aber weitgehend selbstbezogenen Modernismus gegen einen k\u00fcnstlerisch r\u00fcckw\u00e4rtsgewandten, aber gesellschaftlich aktiven Realismus auszuspielen, in wichtigen linken Beitr\u00e4gen zur Debatte \u00fcber Literatur und Politik implizit best\u00e4tigt wird. Hierf\u00fcr gilt <em>Aesthetics and Politics<\/em>, die wegweisende Anthologie von 1977, die Schl\u00fcsseltexte zur Realismus-Modernismus-Debatte der 1930er Jahre (unter anderem von Ernst Bloch, Adorno und Luk\u00e1cs) versammelt, als Paradebeispiel. Der Band ist zwar das Standardwerk f\u00fcr mehrere Generationen von Literaturwissenschaftler*innen zu diesem Thema, hat aber unser Verst\u00e4ndnis der literaturhistorischen Landkarte, die wir hier wiederherstellen wollen, dramatisch verengt. Es ist ein unbeabsichtigter Effekt der Sedimentierung und Kanonisierung solcher theoretischer Konstrukte, dass sie dazu neigen, bestimmte Gegens\u00e4tze zu enthistorisieren und sie als nat\u00fcrlich oder als ontologisch gegeben und nicht als gesellschaftlich produziert darzustellen. Infolgedessen hat die strenge Dichotomisierung der k\u00fcnstlerischen Debatten, die die Jahre des Kalten Krieges kennzeichnete, viele Wissenschaftler*innen dazu verleitet, irref\u00fchrende oder verk\u00fcrzte Ansichten \u00fcber den politischen Nutzen von Literatur zu \u00fcbernehmen. Obwohl wir die zentralen Konzepte Realismus und Modernismus hier keiner systematischen oder umfassenden Revision unterziehen wollen und k\u00f6nnen, schlagen wir eine alternative Konfiguration der Beziehung zwischen ihnen vor: Einerseits erscheint der literarische Realismus nicht als eine einzelne Form, sondern definiert sich vielmehr durch das, was er in der Welt zu leisten vermag;<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> andererseits wurden formale Experimente, wie sie oft mit der Moderne in Verbindung gebracht werden, selbst allzu oft im Dienste des \u203arealistischen\u2039 Projekts zur Kartierung und Befragung gesellschaftlicher Totalit\u00e4t benutzt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Vor diesem Hintergrund schlagen wir vor, die Diskussion \u00fcber das politische und aktivistische Potential der Literatur neu zu er\u00f6ffnen, indem wir sowohl einzelne literarische Werke betrachten als auch breitere theoretische Debatten \u00fcber die F\u00e4higkeit der Literatur, in die gesellschaftliche Realit\u00e4t einzugreifen, wieder aufnehmen. Wir sehen unseren Vorschlag von einer wachsenden Zahl wissenschaftlicher Arbeiten best\u00e4tigt, die sich mit dem langen kulturellen (Nach-)Leben und den globalen Verflechtungen der Literaturproduktion in der transnationalen Welt der Komintern sowie in den kolonialen Peripherien in Vergangenheit und Gegenwart befassen.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> So haben wir gro\u00dfe Sympathie f\u00fcr die j\u00fcngsten Bem\u00fchungen der Autor*innen des von Amelia Glaser und Steven Lee herausgegebenen Sammelbandes <em>Comintern Aesthetics<\/em>, \u00bb[to] unearth a lost genealogy for present-day activism, demonstrating ways of connecting the local and the global, the personal-as-political and world revolution\u00ab.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> \u00c4hnlich inspirierend sind Forschungsarbeiten zu antikolonialer Literatur, darunter z.B. jene von J. Daniel Elam, der versucht, den Geist eines egalit\u00e4ren Internationalismus wiederzubeleben,<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> und Sonali Perera, die in ihrer Untersuchung eines literarischen Internationalismus der Arbeiterliteratur feststellt, dass die Schriften der Arbeiterklasse aus verschiedenen Teilen der Welt mehr Gemeinsamkeiten aufweisen, als zumeist angenommen wird.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Offenbar haben wir es heute mit einer Art nichtformalisierter Internationale engagierter Schriftsteller*innen zu tun, deren Werke zu einem gemeinsamen Projekt des politischen Wandels und der Erneuerung beitragen. In den H\u00e4nden dieser Schriftsteller*innen erscheint Literatur nicht in erster Linie als Ware, die mit anderen Waren um die begrenzte Aufmerksamkeit potentieller Konsument*innen konkurriert \u2013 wie es beispielsweise in Casanovas Modell des weltliterarischen Systems der Fall ist \u2013, sondern als ein Medium der Weltgestaltung, das sich f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere politische Projekte gemeinschaftlicher Weltgestaltung \u00f6ffnet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Diese Projekte sind literarisch, wissenschaftlich und politisch. Sie k\u00f6nnen sich auf wichtige neue Studien st\u00fctzen, die die Aufmerksamkeit auf interventionistische K\u00fcnste lenken, die in den R\u00e4umen zwischen den \u203awestlichen\u2039 Literaturen und den Literaturen des antikolonialen Widerstands auf der ganzen Welt entstehen. Uns ist klar, dass die Literatur des Globalen S\u00fcdens oftmals direkte Allianzen mit politischen Bewegungen gesucht hat (und immer noch sucht) \u2013 und dass solche Allianzen f\u00fcr jede Darstellung des politisierten Schreibens im Kontext der Globalisierungsprozesse des 20. und 21. Jahrhunderts zentral sind.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Wie wir bereits festgestellt haben, sollte diese horizontale Ausdehnung \u00fcber verschiedene geographische R\u00e4ume und Schaupl\u00e4tze hinweg stets durch die Hervorhebung von Affinit\u00e4ten erg\u00e4nzt werden, die sich diachron, d.h. \u00fcber mehrere markante historische Momente hinweg manifestieren (wof\u00fcr das oben erw\u00e4hnte revolution\u00e4re Schreiben der Zwischenkriegszeit und die engagierte Literatur der langen 1960er Jahre nur die prominentesten Beispiele sind). Anstatt jedoch anzunehmen, dass sich diese lokalen Affinit\u00e4ten und diachronen Korrespondenzen zu ununterbrochenen historischen Kontinuit\u00e4ten oder einheitlichen Teleologien verfestigen, m\u00f6chten wir sie im Sinne einer Konstellation oder Montage begreifen: Mit Blick darauf, wie linke Filmemacher wie Chris Marker auf die Montage zur\u00fcckgegriffen haben, um die (Dis-)Kontinuit\u00e4t revolution\u00e4rer Traditionen zu vermitteln, sollten die einzelnen literaturwissenschaftlichen Bereiche jene lokalen Auspr\u00e4gungen aktivistischer Kunst untersuchen, die in der Lage sind, \u00fcber die Zeit hinweg miteinander zu sprechen.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Die literarisch-aktivistischen Konstellationen, die ein solches wissenschaftliches Vorgehen aufzudecken vermag, sollten sich einer Verfestigung zu starren Genealogien widersetzen. Nur dann bleiben sie offen und formbar und bieten neue Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr zuk\u00fcnftige politische Zwecke.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: helvetica; color: #e63348;\"><strong>Eingreifendes Denken: Literatur und Politik jenseits linker Melancholie<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Diese neuen kritischen Interventionen lassen sich, so unsere These, entlang dreier miteinander verbundener Achsen organisieren: Erstens k\u00f6nnte eine erneuerte Aufmerksamkeit f\u00fcr besonders intensive Momente radikaler literarischer Produktion \u00d6ffnungen f\u00fcr neue, zukunftsorientierte Genealogien aktivistischer Literatur schaffen. Diese pluralen Geschichten, wie wir sie uns vorstellen, widerstehen der Tendenz, die R\u00fcckbesinnung auf revolution\u00e4re Vergangenheiten mit der nostalgisch-retrospektiven (und politisch ohnm\u00e4chtigen) Form \u203alinker Melancholie\u2039 zu verbinden.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Wenn man die Diskussion \u00fcber solche radikalen Momente bis in die Gegenwart verl\u00e4ngert, sollte man nachverfolgen, wie die vitalen literarischen und theoretischen Interventionen, die zwischen den beiden Weltkriegen formuliert wurden, im Lichte neuer und aufkommender politischer Forderungen (einschlie\u00dflich feministischer und antikolonialer K\u00e4mpfe) in den langen 1960er Jahren wie auch in unserem eigenen historischen Moment neu artikuliert wurden. Die politische Wirksamkeit der Literatur ist sicherlich auch heute noch eine offene Frage \u2013 was nicht zuletzt mit der anhaltend unsicheren Position der politisierten Literatur zwischen ihren gro\u00dfen, revolution\u00e4ren Horizonten und ihrer Verpflichtung zur Konstituierung einer marginalisierten oder untergr\u00fcndigen \u00bbGegen\u00f6ffentlichkeit\u00ab zusammenh\u00e4ngt.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Die kritische Analyse der Jetztzeit l\u00e4sst sich dadurch st\u00e4rken, dass zeitgen\u00f6ssische Interventionen in einen Dialog mit fr\u00fcheren historischen Momenten gebracht werden, in denen Literatur und Politik einander entscheidend beeinflussten. In diesem Zusammenhang kommt der Theorieproduktion selbst eine radikale Rolle zu, indem sie die Rolle dessen \u00fcbernimmt, was Brecht einst als \u00bbeingreifendes Denken\u00ab bezeichnete (eine Formulierung, die er mit leuchtendem Rot in sein Notizbuch von 1931\u20131932 eintrug).<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Zweitens m\u00f6chten wir hervorheben, dass bei der Erforschung des politischen Gebrauchs und Nutzens von Literatur die globale \u00dcbertragbarkeit der Praktiken und Debatten ber\u00fccksichtigt werden muss, die sich ja in einem breiten Spektrum von geographischen Kontexten und historischen Situationen entwickelt haben. So blieben die Konfigurationen des Verh\u00e4ltnisses zwischen Literatur und Politik im Europa der Zwischenkriegszeit auf die besonderen Artikulationen dieses Verh\u00e4ltnisses in anderen, weit entfernten (\u203aperipheren\u2039) geographischen Kontexten abgestimmt und umgekehrt. Die Literaturwissenschaftlerin Snehal Shingavi schreibt dazu: \u00bb[A]esthetic and political notions put forward through various organs of the Communist Party were translated, reinterpreted, reimagined, and refigured\u00ab.<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> Dieser kritische Blick auf kulturelle \u00dcbersetzungs- und Umgestaltungsprozesse zeigt, dass wir besser daran t\u00e4ten, uns mit genauer bestimmten Formen des Politischen zu befassen, anstatt den Begriff des Politischen als unspezifisches Label zu verwenden. In den Worten von Sholette ist jede aktivistische Kunst, ob sie nun einen Gef\u00e4ngnisausbruch, eine Revolution oder lediglich die Neukonzeptionierung bestehender Institutionen in Betracht zieht, \u00bbhaunted by the elusive dream of historical agency and its unceasing hunger for total emancipation\u00ab.<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Drittens: Zeitgen\u00f6ssische Untersuchungen zum politischen Aktivismus in der Literatur f\u00fchren zu neuen Konzeptualisierungen des \u203aNutzens\u2039 der Literatur f\u00fcr Literaturgeschichte und Literaturtheorie. In der Tat ist die Besch\u00e4ftigung mit der Frage nach dem offenkundig politischen Nutzen von Literatur eine sowohl notwendige als auch dringende Aufgabe. Mit dem Fokus auf Politik als bewusstes Engagement und prinzipiengeleitetes Handeln m\u00fcssen Untersuchungen \u00fcber die modische (und politisch schwache) Behauptung der literarischen \u203aAffordanzen\u2039 der Form hinausgehen, indem sie untersuchen, wie literarische Werke als Momente der aktivistischen Intervention eingesetzt werden.<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a> Dies bedeutet nicht, literarische Handlungsf\u00e4higkeit auf naive Weise als unvermittelt anzunehmen \u2013 im Gegenteil, es gilt, darauf zu bestehen, dass selbst das flachste und fl\u00fcchtigste Pamphlet (um W. H. Audens ber\u00fchmten Satz von 1937 zu adaptieren)<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> eine hochgradig vermittelte Form politischen Engagements ist. Um dieser Erkenntnis Rechnung zu tragen, ist stets ein breites Spektrum an literarischen Gattungen, Textformen und k\u00fcnstlerischen Darstellungen zu ber\u00fccksichtigen. Gleichzeitig sollte man eine entscheidende Akzentverschiebung wagen: weg von der Auffassung, dass die Frage des \u203aNutzens\u2039 in erster Linie von den Eigenschaften des Objekts (literarische Formen, \u00e4sthetische Strukturen usw.) abh\u00e4ngt, und hin zu der Ansicht, dass K\u00fcnstler*innen aktiv auf bestimmte Formen zugreifen (<em>make<\/em> <em>use<\/em>), um bestimmte Ziele zu erreichen. Der Kunsttheoretiker Stephen Wright hat unl\u00e4ngst festgestellt, dass die \u203aNutzbarmachung\u2039 k\u00fcnstlerischer Formen ein aktives \u203aUmr\u00fcsten\u2039 und \u203aUmfunktionieren\u2039 dieser Formen selbst beinhaltet.<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\"><sup>[27]<\/sup><\/a> Der Versuch, Literatur zu einem Mittel des gesellschaftlichen und politischen Wandels zu machen, bedeutet nicht, auf Fragen der spezifisch \u00e4sthetischen Vermittlung g\u00e4nzlich zu verzichten. Vielmehr, und das wusste schon Brecht, bringt diese aktivistische Umgestaltung von Formen unser Annahme ins Wanken, dass die Arbeit der \u00e4sthetischen Vermittlung das Einzige ist, worauf wir achten sollten, insbesondere wenn sie im modernistischen Gewand der k\u00fcnstlerischen \u203aKomplexit\u00e4t\u2039 oder \u203aSchwierigkeit\u2039 des \u00e4sthetischen Anspruchs daherkommt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Wie wir bereits festgestellt haben, wurde die Forderung, dass Literatur politisch aktiv sein solle, stets von situativen und konjunkturellen Zw\u00e4ngen vorangetrieben. Zweifellos ist der \u203akapitalistische Realismus\u2039 (Mark Fishers Begriff f\u00fcr die zeitgen\u00f6ssische Schlie\u00dfung revolution\u00e4rer Horizonte) ein solcher Zwang, und trotz einer Vielzahl miteinander verbundener Krisen \u2013 Wirtschafts-, Klima-, Hunger-, Migrations- und Kriegskrisen \u2013 erweist er sich immer noch als kraftvoll genug, um jede Form des Handelns zu blockieren, die in der Lage sein k\u00f6nnte, seinen global herrschenden Status quo grundlegend infrage zu stellen.<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\"><sup>[28]<\/sup><\/a> Wie die Mitglieder des Endnotes Collective k\u00fcrzlich festgestellt haben, produziert unsere gegenw\u00e4rtige historische Situation \u00bb<em>revolutionaries without revolution<\/em>, as millions descend onto the streets and are transformed by their collective outpouring of rage and disgust, but without (yet) any coherent notion of transcending capitalism\u00ab.<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\"><sup>[29]<\/sup><\/a> Manche meinen, dass wir uns nicht die M\u00fche machen sollten, in der Literatur nach L\u00f6sungen f\u00fcr diese zutiefst politischen Probleme zu suchen. Aktivistische Literatur und Kunst stellen jedoch nicht blo\u00df ein totes oder verkn\u00f6chertes Archiv dar \u2013 sie liefern vielmehr die notwendigen Werkzeuge, um radikale politische Impulse zu bewahren und in neuen Konstellationen erneut aufzugreifen. Insofern stellen sie ein Reservoir zukunftsorientierter Denk-, F\u00fchl- und Lebensweisen dar, das wir heute dringender denn je ben\u00f6tigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00dcbersetzung: Dirk Naguschewski<\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: helvetica; color: #e63348;\">Die Literaturwissenschaftlerin <a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/perica.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ivana Perica<\/a> arbeitet am ZfL in dem Projekt \u00bb<a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/kartographie-des-politischen-romans-in-europa.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kartographie des politischen Romans in Europa<\/a>\u00ab. <a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.uni-regensburg.de\/sprache-literatur-kultur\/anglistik\/staff\/pd-dr-benjamin-kohlmann\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Benjamin Kohlmann<\/a> ist Heisenberg-Professor f\u00fcr Anglistik \/ British Studies an der Universit\u00e4t Regensburg.<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Bertolt Brecht: \u00bb\u00dcber Stoffe und Formen\u00ab, in: ders.: <em>Schriften I <\/em>(<em>Werke<\/em>, Bd. 21), Frankfurt a.M. 1992, S. 302\u2013304, hier S. 303f. \u2013 Dieser Beitrag ist die gek\u00fcrzte und angepasste \u00dcbersetzung der Einleitung des von den Autoren herausgegebenen Bandes <a href=\"https:\/\/www.bloomsbury.com\/us\/political-uses-of-literature-9781501399336\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The Political Uses of Literature. Global Perspectives and Theoretical Approaches, 1920\u20132020<\/em><\/a> (New York: Bloomsbury Academic 2024). Der Abdruck der \u00dcbersetzung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Bloomsbury Academic.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Fredric Jameson: <em>The Political Unconscious: Narrative as a Socially Symbolic Act<\/em>, Ithaca 1981, S. 63.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Zu Theorien \u00fcber die \u00bblangen 1930er Jahre\u00ab und ihr Erbe politisierter Kunst vgl. Leo Mellor\/Glyn Salton-Cox: \u00bbIntroduction: The Long 1930s\u00ab, in: <em>Critical Quarterly<\/em> 57.3 (2015), S. 1\u20139; und Benjamin Kohlmann\/Matthew Taunton: \u00abIntroduction\u00ab, in: dies. (Hg.): <em>A History of 1930s British Literature<\/em>, Cambridge 2019, S. 1\u201313.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Raymond Williams: \u00bbWhen Was Modernism?\u00ab, in: <em>The Politics of Modernism: Against the New Conformists<\/em>, London 2006, S. 131\u2013135, hier S. 135.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Gregory Sholette: <em>The Art of Activism and the Activism of Art<\/em>, London 2022, S. 18.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Ebd.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Vgl. Jean-Paul Sartre: \u00bbWhat is Literature?\u00ab, in: ders.: <em>What Is Literature? <\/em><em>And Other Essays<\/em>, Cambridge, MA 1988, S. 21\u2013245.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> Eine einflussreiche Version hiervon liefert Jacques Ranci\u00e8re: <em>Die Aufteilung des Sinnlichen. Die Politik der Kunst und ihre Paradoxien<\/em>, \u00fcbers. von Maria Muhle, Sabet Buchmann und J\u00fcrgen Link, Berlin 2006.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Rita Felski: <em>The Uses of Literature<\/em>, Oxford 2008, S. 9.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Gabriel Rockhill: <em>Radical History and the Politics of Art<\/em>, New York 2014, S. 53f.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Vgl. Gayatri Chakravorty Spivak: <em>An Aesthetic Education in the Era of Globalization<\/em>, Cambridge, MA 2013.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Joe Cleary: \u00bbRealism after Modernism and the Literary World System\u00ab, in: <em>Modern Language Quarterly<\/em> 73.3 (2012), S. 255\u2013268, hier S. 262f.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> Steven S. Lee: \u00bbIntroduction: Comintern Aesthetics\u2013Space, Form, History\u00ab, in: Amelia M. Glaser\/Steven Lee (Hg.):<em> Comintern Aesthetics<\/em>, Toronto 2020, S. 3\u201329, hier S. 17.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> Zur verlorenen Welt der Komintern vgl. z.B. Michael Denning: <em>Culture in the Age of Three Worlds<\/em>, London 2004; Katerina Clark: <em>Moscow, the Fourth Rome: Stalinism, Cosmopolitanism, and the Evolution of Soviet Culture, 1931\u20131941<\/em>, Cambridge, MA 2011; und Glaser\/Lee: <em>Comintern Aesthetics<\/em> (Anm. 13). Zur komplexen Stellung antikolonialer K\u00e4mpfe innerhalb internationalistischer politischer Projekte siehe z.B. Sonali Perera: <em>No Country: Working-Class Writing in the Age of Globalization<\/em>, New York 2014; Rossen Djagalov: <em>From Internationalism to Postcolonialism: Literature and Cinema between the Second and the Third World<\/em>, Montreal 2020; und J. Daniel Elam: <em>World Literature for the Wretched of the Earth: Anticolonial Aesthetics, Postcolonial Politics<\/em>, New York 2020.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Lee: \u00bbIntroduction\u00ab (Anm. 13), S. 14.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> Elam: <em>World Literature <\/em>(Anm. 14), S. xiii.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Perera: <em>No Country<\/em> (Anm. 14), S. 5.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Vgl. zum lateinamerikanischen Kontext Sophie Esch: <em>Modernity at Gunpoint: Firearms, Politics, and Culture in Mexico and Central America<\/em>, Pittsburgh 2018; zum k\u00fcnstlerischen Aktivismus im Mittleren Osten Ryan Watson: <em>Radical Documentary and Global Crises: Militant Evidence in the Digital Age<\/em>, Bloomington 2021; und zum afrikanischen Kontext Alexander Fyfe\/Madhu Krishnan (Hg.: <em>African Literatures as World Literature<\/em>, London 2022.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Markers eindrucksvoller Film <em>Le Fond de l\u2019air est rouge<\/em> (1977) verbindet Artikulationen des revolution\u00e4ren Impulses im 20. Jahrhundert, indem er Szenen aus verschiedenen radikalen Momenten wie der Revolution von 1917 und den antikolonialen Protesten der 1960er und 70er Jahre miteinander zusammenschneidet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Der Begriff der linken Melancholie geht auf Walter Benjamin zur\u00fcck. Vgl. Walter Benjamin: \u00bbLinke Melancholie. Zu Erich K\u00e4stners neuem Gedichtbuch\u00ab (1931), in: ders: <em>Gesammelte Schriften III<\/em>, hg. von Hella Tiedemann-Bartels, Frankfurt 1972, S. 279\u2013283. Eine neuere vergleichbare Darstellung liefert Enzo Traverso: <em>Left-Wing Melancholia: Marxism, History, and Memory<\/em>, New York 2016.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Oskar Negt\/Alexander Kluge: <em>\u00d6ffentlichkeit und Erfahrung: zur Organisationsanalyse von b\u00fcrgerlicher und proletarischer \u00d6ffentlichkeit<\/em>, Frankfurt a.M. 1972.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Bertolt Brecht: \u00bbEingreifendes Denken\u00ab, in: ders: <em>Schriften I<\/em> (<em>Werke<\/em>, Bd. 21), Frankfurt a.M. 1992, S. 524f. Im Gegensatz dazu haben neuere Darstellungen des Aufstiegs der Literaturtheorie und der Institutionalisierung der Ideologiekritik betont, dass sich die Kritik als intellektueller Ersatz f\u00fcr \u203aechte\u2039 revolution\u00e4re Aktivit\u00e4ten entwickelte: Nach dieser Lesart stellte die Theorie eine kompensatorische Antwort auf das Scheitern der linken politischen Revolutionen im Westen in den 1920er und 30er Jahren dar, vgl. etwa Joseph North: <em>Literary Criticism: A Concise Political History<\/em>, Cambridge, MA 2017.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> Snehal Shingavi: \u00bbIndia\u2013England\u2013Russia: The Comintern Translated\u00ab, in: Glaser\/Lee: <em>Comintern Aesthetics<\/em> (Anm. 13), S. 109\u2013132, hier S. 109.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\"><sup>[24]<\/sup><\/a> Sholette: <em>The Art of Activism<\/em> (Anm. 5), S. 151.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\"><sup>[25]<\/sup><\/a> Zum Konzept der Affordanzen, das seine Wurzeln in der Designtheorie hat, vgl. Caroline Levine: <em>Forms: Whole, Rhythm, Hierarchy, Network<\/em>, Princeton, NJ 2015.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> Audens Worte \u00bbTo-day the expending of powers\/ On the flat ephemeral pamphlet\u00ab stammen aus seinem B\u00fcrgerkriegsgedicht <em>Spain 1937<\/em>, in: <em>The English Auden: Poems, Essays and Dramatic Writing, 1927\u20131939<\/em>, hg. von Edward Mendelson, London 1986, S. 210\u2013212, hier S. 212.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\"><sup>[27]<\/sup><\/a> Vgl. Stephen Wright: <a href=\"https:\/\/museumarteutil.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Toward-a-lexicon-of-usership.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Toward a Lexicon of Usership<\/em><\/a>, 2013.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\"><sup>[28]<\/sup><\/a> Zum kapitalistischen Realismus vgl. Mark Fisher: <em>Capitalist Realism: Is There No Alternative?<\/em>, London 2009.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\"><sup>[29]<\/sup><\/a> Endnotes Collective: \u00bbOnward Barbarians, in: <a href=\"https:\/\/endnotes.org.uk\/posts\/endnotes-onward-barbarians\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Endnotes<\/em><\/a> 2020.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Benjamin Kohlmann\/Ivana Perica: Der politische Gebrauch und Nutzen von Literatur, in: ZfL Blog, 21.2.2024, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/02\/21\/benjamin-kohlmann-ivana-perica-der-politische-gebrauch-und-nutzen-von-literatur\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/02\/21\/benjamin-kohlmann-ivana-perica-der-politische-gebrauch-und-nutzen-von-literatur\/<\/a>].<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">DOI: <\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20240221-01\"><span style=\"font-family: helvetica;\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20240221-01<\/span><\/a><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20240221-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/02\/21\/benjamin-kohlmann-ivana-perica-der-politische-gebrauch-und-nutzen-von-literatur\/\",\n  \"name\": \"DER POLITISCHE GEBRAUCH UND NUTZEN VON LITERATUR\",\n  \"author\": [\n    {\n      \"name\": \"Benjamin Kohlmann\",\n      \"givenName\": \"Benjamin\",\n      \"familyName\": \"Kohlmann\",\n      \"@type\": \"Person\",\n      \"@id\": \"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-2190-9323\"\n    },\n    {\n      \"name\": \"Ivana Perica\",\n      \"givenName\": \"Ivana\",\n      \"familyName\": \"Perica\",\n      \"@type\": \"Person\",\n      \"@id\": 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der Zwischenkriegszeit, sondern auch in unserer Gegenwart. <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/02\/21\/benjamin-kohlmann-ivana-perica-der-politische-gebrauch-und-nutzen-von-literatur\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[655,780,153,82,779,776,310,365,774,267,42,773,777,775,419,2,103],"class_list":["post-3194","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einblick","tag-aktivismus","tag-antikolonialismus","tag-aesthetik","tag-bertolt-brecht","tag-engagierte-literatur","tag-funktionalismus","tag-kritik","tag-kunst","tag-literaturpolitik","tag-literaturtheorie","tag-literaturwissenschaft","tag-marxismus","tag-modernismus","tag-nutzen","tag-politik","tag-realismus","tag-theoriegeschichte"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3194","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3194"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3194\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3732,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3194\/revisions\/3732"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3194"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3194"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3194"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}