{"id":3224,"date":"2024-02-15T11:45:07","date_gmt":"2024-02-15T09:45:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=3224"},"modified":"2025-02-11T14:53:46","modified_gmt":"2025-02-11T12:53:46","slug":"sandra-folie-aspekte-schwarzer-geschichten-in-berlin-global-eine-fuehrungs-und-ausstellungsreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/02\/15\/sandra-folie-aspekte-schwarzer-geschichten-in-berlin-global-eine-fuehrungs-und-ausstellungsreflexion\/","title":{"rendered":"Sandra Folie:\u00a0ASPEKTE SCHWARZER GESCHICHTE(N) IN \u00bbBERLIN GLOBAL\u00ab. Eine F\u00fchrungs- und Ausstellungsreflexion"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Februar ist Black History Month<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> und damit der ideale Zeitpunkt, eine Blogserie \u00fcber Berliner Orte zu beginnen, die wir \u2013 Gianna Zocco und Sandra Folie \u2013 im Zuge unseres neuen Forschungsprojekts \u00bb<a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/schwarze-narrative-transkultureller-aneignung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schwarze Narrative transkultureller Aneignung<\/a>\u00ab besuchen: Museen, Theater, Verlage, Archive usw., die f\u00fcr eine afroeurop\u00e4isch fokussierte Literatur- und Kulturforschung relevant sind und mit denen wir ins Gespr\u00e4ch kommen wollen.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Die erste Exkursion f\u00fchrte mich zur Ausstellung BERLIN GLOBAL im Humboldt Forum, die zu zeigen versucht, \u00bbwie die Stadt und ihre Menschen mit der Welt verbunden sind\u00ab<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>. Sie beruft sich dabei auf eine vielstimmige, <a href=\"https:\/\/www.humboldtforum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Basistext-Partizipation_BERLIN-GLOBAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">partizipative Konzeption<\/a> und Umsetzung und besch\u00e4ftigt sich intensiv mit dem Thema des <a href=\"https:\/\/www.humboldtforum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Basistext-Kolonialismus_BERLIN-GLOBAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kolonialismus<\/a> und seinen Nachwirkungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Unter dem Titel \u00bbSichtbar werden\u00ab f\u00fchrten eine externe afrodeutsche Expertin und eine Museumsvermittlerin im Gespr\u00e4ch \u2013 miteinander, aber auch mit der Gruppe \u2013 durch die Spuren Schwarzer<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Geschichte(n) in der Ausstellung.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Welche Aspekte Schwarzer Geschichte(n) m\u00fcssen aber in einer solchen Ausstellung erst im Rahmen einer speziellen F\u00fchrung \u00bbsichtbar werden\u00ab, fragte ich mich vorab. Und w\u00fcrde sich die F\u00fchrung mit ihrem Anspruch der Sichtbarmachung als ein Akt des <em>narrating back <\/em>und damit der partiellen oder tempor\u00e4ren Aneignung eines (zu) wei\u00df kodierten Raumes wie des Humboldt Forums<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> begreifen lassen?<!--more--> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Expertin, die den thematischen Fokus setzte, war Tanja-Bianca Schmidt, freie Kuratorin und Kunsthistorikerin an der TU Dresden mit den Schwerpunkten Black Identity, rassismuskritische Kunstgeschichte, \u00c4sthetik der Migration und Postkoloniale Theorie. Zus\u00e4tzlich zu ihrer beruflichen Expertise brachte sie ihre pers\u00f6nlichen Erfahrungen als Schwarze Deutsche mit ein. Sophie Eliot, die als Outreach-Spezialistin f\u00fcr das Stadtmuseum Berlin t\u00e4tig ist und sich in der diskriminierungskritischen und -sensiblen Museumsarbeit verortet, war ihre Gespr\u00e4chspartnerin.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Prolog: Wer denkt hier die Welt?<\/span><\/h4>\n<figure id=\"attachment_3227\" aria-describedby=\"caption-attachment-3227\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3227 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-1-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-1.jpg 638w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3227\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Ausstellung <span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bb<\/span>Berlin Global<span style=\"font-family: helvetica;\">\u00ab, <\/span>Aufbauansicht Weltdenken, \u00a9 How &amp; Nosm \/ Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin, Foto: Alexander Schippel<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Im ersten Raum der Ausstellung ist ein 360-Grad-Wandbild des K\u00fcnstlerduos How &amp; Nosm zu sehen (Abb. 1).<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Bei meinem ersten, schon l\u00e4nger zur\u00fcckliegenden Ausstellungsbesuch hatte ich dieses Bild mit dem Titel <em>Weltdenken<\/em> nicht besonders eingehend betrachtet. Einzig an die Portr\u00e4ts von Alexander und Wilhelm von Humboldt darin konnte ich mich gut erinnern \u2013 zum einen aufgrund ihrer prominenten Positionierung, zum anderen auch, da sich ihre fotorealistischen Abbildungen vom restlichen Street-Art-Stil (schwarze Outlines, h\u00e4ufig ohne F\u00fcllung) absetzen. Doch was zeigt das raumgreifende Wandbild abseits der Namensgeber des umstrittenen Berliner Schlosses? Welche Geschichte wird erz\u00e4hlt? Die F\u00fchrung beginnt mit Fragen und dem Auftrag, das Wandbild erst einmal zu betrachten.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_3226\" aria-describedby=\"caption-attachment-3226\" style=\"width: 232px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3226 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-2-232x300.png\" alt=\"\" width=\"232\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-2-232x300.png 232w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-2.png 347w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 85vw, 232px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3226\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: Edward Linley Sambourne: <span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bb<\/span>The Colossus of Rhodes: Striding From Cape To Cairo<span style=\"font-family: helvetica;\">\u00ab<\/span>, Punch Magazine, 1892;\u00a0 Wikimedia Commons<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Gruppe tr\u00e4gt zusammen, dass eine Geschichte der Ausbeutung, Zerst\u00f6rung und Gewalt abgebildet ist, des Versklavungshandels und des deutschen Kolonialismus. Die Eingangswand zeigt den brandenburgischen Kurf\u00fcrsten Friedrich Wilhelm (1620\u20131688), einen der Bauherren des Berliner Schlosses und Gr\u00fcnder der ersten deutschen Kolonie in Afrika, \u00bbGro\u00df-Friedrichsburg\u00ab im heutigen Ghana. Auf seine aktive Rolle im transatlantischen Versklavungshandel weisen das Dreieckssymbol, die in Ketten gelegten People of Color und das Schiff hin. Auf der gegen\u00fcberliegenden Wand sind die Benin-Bronzen, Bismarck und die Afrika-Konferenz 1884\/85 zu erkennen. Nach einer Sammlung erster Eindr\u00fccke wird es still. Schmidt fragt nach dem Mann, der \u00fcbergro\u00df in einer breiten Gr\u00e4tsche dargestellt ist, in einer Hand die Welt, in der anderen eine Karte von Afrika. Die Abbildung beruht auf der popul\u00e4ren Karikatur des von Kapstadt bis nach Kairo gr\u00e4tschenden <em>Rhodes Colossus<\/em> (Abb. 2). Doch was macht Cecil Rhodes im deutschen Kolonialismus? Die Zusatzmaterialien zum Wandbild beantworten die Frage damit, dass das Bild nicht einzig den deutschen, sondern den europ\u00e4ischen Kolonialismus zeige.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Das gro\u00dfe Schiff neben Friedrich Wilhelm stehe f\u00fcr die Eroberung Amerikas und der britische Kolonialpolitiker Cecil Rhodes versinnbildliche den kolonialen Gr\u00f6\u00dfenwahn. So betrachtet, wirkt der deutsche Kolonialismus be(un)ruhigend klein.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_3230\" aria-describedby=\"caption-attachment-3230\" style=\"width: 201px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a style=\"font-weight: bold; background-color: transparent; text-align: inherit;\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-3-ohne-text.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3230 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-3-ohne-text-201x300.jpg\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-3-ohne-text-201x300.jpg 201w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-3-ohne-text-686x1024.jpg 686w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-3-ohne-text-768x1146.jpg 768w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-3-ohne-text-1029x1536.jpg 1029w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-3-ohne-text-1372x2048.jpg 1372w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-3-ohne-text-1200x1791.jpg 1200w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-3-ohne-text.jpg 1675w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 85vw, 201px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3230\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3: Gedenkkopf einer K\u00f6niginmutter (Iyoba), Ident Nr: III 12507; \u00a9 Foto: Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin; Fotograf: J\u00fcrgen Liepe<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Schmidt und Eliot machen auf eine markante Frauenfigur inmitten all der wei\u00dfen Eroberer und namenlos bleibenden Schwarzen Eroberten aufmerksam. Es handelt sich um den Gedenkkopf einer K\u00f6niginmutter (<em>Iyoba<\/em>) aus Benin \u2013 erkennbar an der Form ihrer Krone. Amt und Titel der K\u00f6niginmutter, die eine wichtige politische Position einnahm, wurden im fr\u00fchen 16. Jahrhundert eingef\u00fchrt (Abb. 3). Das Ethnologische Museum besitzt eine ganze Reihe solcher Objekte, die im Zusammenhang mit der britischen Eroberung von Benin \u00bbvermutlich gepl\u00fcndert\u00ab und dem Museum irgendwann \u00bbgeschenkt\u00ab oder \u00bbverkauft\u00ab wurden.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Die Abbildung eines K\u00f6niginmutter-Gedenkkopfes in den Zusatzmaterialien illustriert zwar einen kurzen Informationstext \u00fcber \u00bbgeraubte Kunst\u00ab, dieser handelt allerdings nur von den Benin-Bronzen im Allgemeinen und enth\u00e4lt keinerlei Informationen \u00fcber die K\u00f6niginmutter oder die dahinterstehende Tradition.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die erste Station der F\u00fchrung regt dazu an, \u00fcber Sichtbarkeit, Kontextualisierung und Publikumsansprache nachzudenken. Der Einf\u00fchrungsraum ist zweifelsohne ein prominenter Ort, um den deutschen Kolonialismus zu thematisieren, aber wird das raumgreifende Wandbild ob seiner Un\u00fcbersichtlichkeit nicht leicht \u00fcbersehen bzw. als blo\u00dfes Ornament wahrgenommen? Und gen\u00fcgt es, diese Art von \u00bbWeltdenken\u00ab zu zeigen bzw. darauf zu vertrauen, dass Besucher:innen die digital bereitgestellten Zusatzmaterialien konsultieren? Was oder wen finden sie dort (nicht)? Das Wandbild soll \u00bbatmosph\u00e4risch\u00ab in der Ausstellung willkommen hei\u00dfen,<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> doch wer hei\u00dft in dieser wei\u00df und m\u00e4nnlich perspektivierten Darbietung von Ausbeutung und Gewalt wen willkommen?<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Begrenzt divers: Eine unvollendete Revolution<\/span><\/h4>\n<figure id=\"attachment_3231\" aria-describedby=\"caption-attachment-3231\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-65ca26e9a92b2-BERLIN-GLOBAL-Raum-Revolution-\u00a9-Clemens-Porikys-I-Kulturprojekte-Berlin-und-Stadtmuseum-Berlin-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3231\" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-65ca26e9a92b2-BERLIN-GLOBAL-Raum-Revolution-\u00a9-Clemens-Porikys-I-Kulturprojekte-Berlin-und-Stadtmuseum-Berlin-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-65ca26e9a92b2-BERLIN-GLOBAL-Raum-Revolution-\u00a9-Clemens-Porikys-I-Kulturprojekte-Berlin-und-Stadtmuseum-Berlin-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-65ca26e9a92b2-BERLIN-GLOBAL-Raum-Revolution-\u00a9-Clemens-Porikys-I-Kulturprojekte-Berlin-und-Stadtmuseum-Berlin-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-65ca26e9a92b2-BERLIN-GLOBAL-Raum-Revolution-\u00a9-Clemens-Porikys-I-Kulturprojekte-Berlin-und-Stadtmuseum-Berlin-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-65ca26e9a92b2-BERLIN-GLOBAL-Raum-Revolution-\u00a9-Clemens-Porikys-I-Kulturprojekte-Berlin-und-Stadtmuseum-Berlin-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-65ca26e9a92b2-BERLIN-GLOBAL-Raum-Revolution-\u00a9-Clemens-Porikys-I-Kulturprojekte-Berlin-und-Stadtmuseum-Berlin-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Folie-65ca26e9a92b2-BERLIN-GLOBAL-Raum-Revolution-\u00a9-Clemens-Porikys-I-Kulturprojekte-Berlin-und-Stadtmuseum-Berlin-1200x800.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3231\" class=\"wp-caption-text\">Ausstellung <span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bb<\/span>Berlin Global<span style=\"font-family: helvetica;\">\u00ab,<\/span> Raum: Revolution, Humboldt Forum, Berlin \u00a9 Clemens Porikys | Kulturprojekte Berlin und Stadtmuseum Berlin<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Einer der n\u00e4chsten Themenr\u00e4ume zur \u00bbRevolution\u00ab beleuchtet die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Forderung nach B\u00fcrgerrechten (Abb. 4). Es stehen die f\u00fcr Deutschland und Berlin zentralen Revolutionsjahre 1848, 1918 und 1989 im Fokus. Etwas abseits, an der Au\u00dfenseite jener zwei raumgreifenden elliptischen W\u00e4nde, innerhalb derer sich das \u00bbRad der Geschichte\u00ab befindet,<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> ist ein gro\u00dfes Bild der in Berlin lebenden \u00e4gyptischen K\u00fcnstlerin Hanaa El Degham zu sehen: <em>Die Wiedergeburt des Osiris<\/em>. Ich muss gestehen, dass ich dieses bei meinem ersten Ausstellungsbesuch nicht weiter beachtet hatte. Es sind darauf \u00fcberwiegend People of Color zu sehen, die durch einschl\u00e4gige Gesten \u2013 erhobene F\u00e4uste, gekreuzte Arme, vier ausgestreckte Finger und eingeklappte Daumen \u2013, ihren Protest ausdr\u00fccken. Teils \u00fcbermalt, teils aber auch gut lesbar in Aussparungen platziert, sind kurze handschriftliche Texte in das Bild integriert. Schmidt und Eliot laden dazu ein, einen dieser Texte gemeinsam zu lesen:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00dcber die Abwesenheit der Diversit\u00e4t:<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Haben Sie sich schon einmal gefragt,<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">wer alles NICHT ins Museum<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">geht. wer sich von den prunkvollen<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Bauten, goldenen Kuppeln und gl\u00e4nzendem<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Kreuz nicht eingeladen f\u00fchlt?<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Museen sollten ein Ort der Vielen<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">sein, sowohl die ausgestellten Objekte<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">und Inhalte, aber auch die Menschen,<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">die sie besuchen.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">In einem <a href=\"https:\/\/www.stadtmuseum.de\/artikel\/die-wiedergeburt-des-osiris\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aufgezeichneten Gespr\u00e4ch<\/a> mit Eliot gab El Degham preis, dass sie nicht einfach eingeladen wurde, etwas zur Ausstellung beizutragen. Vielmehr sollte sie bestimmte, vorgegebene Inhalte umsetzen. Erst als sie dies strikt ablehnte, wurden ihr mehr Freiheiten einger\u00e4umt. Sie fasste den Entschluss, sich den Raum zu nehmen, um zu sagen, was sie sagen wollte, und vor allem auch, weiteren Aktivist:innen und K\u00fcnstler:innen diese M\u00f6glichkeit zu geben. Deren Zitate, die sich wie das obige teils sehr kritisch auf das Humboldt Forum und sein Selbstverst\u00e4ndnis <a href=\"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/ueber-uns\/gemeinsames-verstaendnis-und-ziele\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00bbals ein Forum der Vielstimmigkeit\u00ab<\/a> beziehen, bilden den Hintergrund des Wandbilds. Sie stellten nicht nur eine wichtige Inspiration f\u00fcr El Deghams Arbeit daran dar, sondern nennen auch das beim Namen, was im Zusammenhang mit dem behaupteten Kosmopolitismus, der Multikulturalit\u00e4t und Diversit\u00e4t des Humboldt Forums gewisserma\u00dfen den Elefanten im (Ausstellungs-)Raum darstellt. Im <a href=\"https:\/\/www.humboldtforum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Basistext-Kolonialismus_BERLIN-GLOBAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressedossier \u00bbKolonialismus\u00ab<\/a> findet sich dazu nur eine etwas verhalten klingende Anmerkung: \u00bbAuch werden in dem Wandbild Bez\u00fcge auf das wiedererrichtete Berliner Stadtschloss hergestellt, dem einstigen Sitz der preu\u00dfischen und deutschen Kolonialherren.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Eine K\u00fcnstlerin of Color einzuladen, zu einem zentralen Thema der Ausstellung beizutragen, das nicht unmittelbar mit ihren pers\u00f6nlichen Rassismuserfahrungen in Deutschland zu tun hat, ist ein wichtiger Schritt, aber auch einer, der inzwischen erwartet und eingefordert wird. Schon vor drei\u00dfig Jahren beschrieb die afrodeutsche Dichterin und Aktivistin May Ayim die Problematik einer Einladungspolitik, die auf der pers\u00f6nlichen Betroffenheit von Minderheiten basiert: \u00bbDie \u203aBetroffenen\u2039 waren nur geladen, um \u00fcber \u203aihre Probleme\u2039 zu sprechen. Sie wurden weder als Gespr\u00e4chspartnerInnen noch als Pers\u00f6nlichkeiten mit vielf\u00e4ltigen Interessen und Arbeitsschwerpunkten ernst genommen.\u00ab<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Das traf auf El Degham, die eingeladen wurde, um zum Thema Revolution zu arbeiten, so nicht mehr zu. Die Versuche, ihren k\u00fcnstlerischen Output zu steuern, und die Platzierung ihres Kunstwerks an den \u00e4u\u00dfersten R\u00e4ndern des Raumes machen jedoch deutlich, dass eine diversere, von pers\u00f6nlicher Betroffenheit abr\u00fcckende Einladungspolitik allein nicht garantiert, dass jemand als Gespr\u00e4chspartner:in, Pers\u00f6nlichkeit und K\u00fcnstler:in ernst genommen wird.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Grenzenlos unversch\u00e4mt: Schwarze Deutsche als \u00bbSubkultur\u00ab<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbBerlin bot schon immer Raum f\u00fcr Menschen, die anderswo nicht leben durften, wie sie wollten\u00ab, hei\u00dft es in einer <a href=\"https:\/\/www.humboldtforum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Basistext-Highlights_BERLIN-GLOBAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beschreibung des Themenbereichs \u00bbFreiraum\u00ab<\/a>, der \u00bbvon Projekten und Utopien\u00ab erz\u00e4hlt, \u00bbdie in den Nischen der gro\u00dfen Stadt gediehen\u00ab. Es gibt verschiedene voneinander abgegrenzte Sektionen, etwa \u00fcber Geschlecht, Kunst oder Subkulturen. In letzterer verweilen wir. Auf einer chronologisch arrangierten Schautafel werden unterschiedliche Beispiele zur Geschichte der Subkulturen in Berlin pr\u00e4sentiert: von der Wandervogelbewegung \u00fcber die Hippies bis hin zur Vielfalt und Verdr\u00e4ngung der Alternativkulturen heute. Zwischen Hausbesetzungen und Punkfestivals findet sich die \u00bbSchwarz-Deutsche Bewegung\u00ab, die eigentlich Afrodeutsche oder Schwarze Deutsche Bewegung<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> hei\u00dft und seit Mitte der 1980er daf\u00fcr k\u00e4mpft, Schwarzes Deutschsein in der wei\u00dfen Mehrheitsgesellschaft sichtbar zu machen. Schmidt gibt zu bedenken, welch verletzende Setzung vorgenommen wird, wenn die Schwarze Deutsche Bewegung \u2013 und damit Schwarze Deutsche \u2013 als \u00bbSubkultur\u00ab ausgewiesen werden; w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt eine Kultur \u203aunterhalb\u2039 der gegebenen Kultur, die laut <a href=\"https:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/Subkultur\">Duden<\/a> auch eigene Normen und Werte vertritt. Das gilt umso mehr, als die anderen Subkulturen, die auf der Schautafel abgebildet sind, Beispiele f\u00fcr Jugend-, Alternativ- und\/oder Gegenkulturen darstellen.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Die Schwarze Deutsche Bewegung setzte sich jedoch weder \u00fcberwiegend aus Jugendlichen zusammen noch ging es ihr in erster Linie darum, die Normen und Werte der Mehrheitsgesellschaft infrage zu stellen. Vielmehr handelte es sich um eine Gruppe von Deutschen, die sich zusammenfand, weil sie im Alltag rassistisch diskriminiert und ihr Deutschsein immer wieder angezweifelt wurde. Die Stadt Berlin war f\u00fcr diesen Prozess des Zusammenfindens zentral, da sich hier afroamerikanische und afrodeutsche Aktivist:innen kennenlernen und vernetzen konnten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Auf der \u00bbSubkultur\u00ab-Schautafel ist Audre Lorde abgebildet, die 1984 eine Gastprofessur am John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universit\u00e4t Berlin innehatte und bei der Entstehung der Schwarzen Deutschen Bewegung eine wichtige Rolle spielte. Sie brachte die oft einzeln gegen Rassismus ank\u00e4mpfenden Schwarzen deutschen Studierenden (vor allem Frauen) zusammen und entwickelte mit ihnen, analog zum Begriff \u203aAfrican American\u2039 oder \u203aAfro-American\u2039, \u203aAfro-Deutsche\u2039 als Eigenbezeichnung. Eine ihrer Studentinnen, May Ayim, sollte das Gesicht und die Stimme der Afrodeutschen Bewegung werden. Bei dem Zitat, das ohne Quellenangabe neben ihrem Bild abgedruckt ist \u2013 \u00bbich werde trotzdem \/ afrikanisch \/ sein \/ auch wenn ihr \/ mich gerne \/ deutsch \/ haben wollt \/ und werde trotzdem \/ deutsch sein \/ auch wenn euch \/ meine schw\u00e4rze \/ nicht pa\u00dft\u00ab \u2013, handelt es sich um den Anfang ihres erstmals 1995 erschienenen Gedichts \u00bbgrenzenlos und unversch\u00e4mt. ein gedicht gegen die deutsche sch-einheit\u00ab.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Der Titel liest sich an dieser Stelle fast wie ein Kommentar auf die Bezeichnung der Schwarzen Deutschen Bewegung als Subkultur bzw. darauf, dass Schwarze Deutsche, die eine Normalisierung Schwarzen Deutschseins einforderten und sich gegen den Schein eines inklusiven, wiedervereinigten Deutschlands wandten, schnell als partikularistisch wahrgenommen wurden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Portr\u00e4ts der beiden Dichterinnen illustrieren die Bedeutung sowohl von Frauen wie auch von Literatur f\u00fcr die Schwarze Deutsche Bewegung.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Bereits das von Ayim 1986 mitherausgegebene Gr\u00fcndungsdokument der Bewegung, <em>Farbe bekennen<\/em>. <em>Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte<\/em>, enthielt neben historischen Abrissen und Interviews Gedichte und kurze Prosaskizzen. Zudem gaben die beiden aus der Bewegung hervorgehenden Vereine Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und Afrodeutsche Frauen\/Schwarze Frauen in Deutschland (ADEFRA) Literaturzeitschriften heraus. Passend zu ihren Ausf\u00fchrungen zum literarischen Schwerpunkt in der Schwarzen Deutschen Bewegung liest Schmidt abschlie\u00dfend May Ayims Gedicht <em>afro-deutsch I<\/em> vor. Darin eignet sich die Dichterin eine wei\u00dfe deutsche Stimme an, die sich an ein Schwarzes \u203astummes\u2039 bzw. f\u00fcr Leser:innen\/H\u00f6rer:innen nicht vernehmliches Gegen\u00fcber richtet. Das wei\u00dfe Textsubjekt monologisiert vor sich hin und entlarvt sich dabei als das rassistische Ich, das es zu sein verneint:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">Sie sind afro-deutsch?<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">\u2026 ah, ich verstehe: afrikanisch und deutsch.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Ist ja \u2019ne interessante Mischung!<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Wissen Sie, manche, die denken ja immer noch,<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0die Mulatten, die w\u00fcrden\u2019s nicht<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0so weit bringen<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0wie die Wei\u00dfen<br \/>\n<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0Ich glaube das nicht.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0Ich meine, bei entsprechender Erziehung &#8230;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0Sie haben ja echt Gl\u00fcck, da\u00df Sie<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\"><em>\u00a0 \u00a0 \u00a0hier<\/em> aufgewachsen sind<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0Bei deutschen Eltern sogar. Schau an!<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">Epilog: Das andere ewige Dilemma<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ich gehe nach der F\u00fchrung noch einmal durch die inzwischen fast menschenleere Ausstellung und merke, dass ich nun einiges anders sehe oder \u00fcberhaupt anderes sehe. Bei meinem ersten Besuch war ich auf eine Art, so banal das klingt, froh, dass Schwarze Geschichten vorkommen und deutscher Kolonialismus und Rassismus ansatzweise kritisch thematisiert werden. Mir war vor allem der sehenswerte Interviewfilm <em>Entertain Berlin<\/em> von Jermain Raffington in Erinnerung geblieben und ich wundere mich, warum er in der F\u00fchrung nicht vorkam. Der Film, in dem vier Schwarze Deutsche unterschiedlicher Generationen \u2013 Theodor Wonja Michael, Marie Nejar, Langston Uibel und Aminata Belli \u2013 von ihren Erfahrungen mit Rassismus in der Unterhaltungsindustrie berichten, wird im Themenraum \u00bbVergn\u00fcgen\u00ab gezeigt. Als ich nun noch einmal an dieser Station vorbeigehe, sticht mir die Triggerwarnung ins Auge, die angesichts des Materials (u.a. Ausschnitte aus NS-Kolonialfilmen) durchaus nachvollziehbar ist. Ich finde den Film immer noch gut, stelle mir aber nun auch die Frage, an wessen \u00bbVergn\u00fcgen\u00ab bei seiner Positionierung in diesem Themenraum gedacht wurde? W\u00e4re es vorstellbar, einen Film \u00fcber Sexismus in der Unterhaltungsindustrie unter dem Label \u00bbVergn\u00fcgen\u00ab auszustellen? Vielleicht ja, wenn die Kontextualisierung stimmt, wenn nicht der Eindruck entst\u00fcnde, der \u203aFrauenbereich\u2039 im Themenraum \u00bbVergn\u00fcgen\u00ab w\u00e4re dem Sexismus gewidmet, und wenn in Begleittexten, die das Konzept des Raumes erl\u00e4utern, nicht etwa \u00bbSpannungen\u00ab zwischen den Geschlechtern f\u00fcr die Abgr\u00fcnde der Vergn\u00fcgungskultur verantwortlich gemacht w\u00fcrden. In der <a href=\"https:\/\/www.humboldtforum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Themenraeume-von-BERLIN-GLOBAL-im-Ueberblick.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kurzbeschreibung des Themenraums<\/a> hei\u00dft es allerdings: \u00bbDie Vergn\u00fcgungskultur lebt seit jeher vom internationalen Austausch. Auch in Berlin existiert in Musik und Tanz, Theater und Kino ein Nebeneinander und Miteinander unterschiedlicher kultureller Traditionen, aus dem auch ein Spannungsverh\u00e4ltnis und Abgrenzung entstehen kann.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Vielleicht haben wir es hier und in der Ausstellung insgesamt mit dem zu tun, was Priya Basil in ihrem Kurzfilm-Essay zur Er\u00f6ffnung des Humboldt Forums \u00bbdas andere ewige Dilemma\u00ab nannte. Wie soll man sich mit den Fragen danach, wer gew\u00fcrdigt und erinnert werden soll, \u00bbauseinandersetzen, ohne die vergangene Gewalt in anderer Weise zu wiederholen? Wie kann man versuchen, etwas nachzubessern, ohne ungewollt neues Leid zuzuf\u00fcgen?\u00ab<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Diesem Dilemma m\u00fcssen wir uns mit Sicherheit auch in unserem Projekt stellen, und das nicht einmalig, sondern kontinuierlich. Der Besuch von Orten, an denen Schwarze deutsche Geschichte und Geschichten erz\u00e4hlt werden, und das Gespr\u00e4ch mit Menschen, vor allem auch Schwarzen Deutschen, die sie erz\u00e4hlen, soll das pr\u00e4sent halten. Vielleicht k\u00f6nnen wei\u00dfe Sehgewohnheiten mithilfe solcher Exkursionen, Dialoge und rassismuskritischer Vermittlungsangebote wie der Tandemf\u00fchrung von Tanja-Bianca Schmidt und Sophie Eliot ein St\u00fcck weit verlernt werden. Und vielleicht l\u00e4sst sich dieses Verlernen auch in das unmittelbarere eigene Wirkungsfeld \u2013 z.B. vom Museum in die Literaturwissenschaft \u2013 transferieren. Die F\u00fchrung \u00bbSichtbar werden\u00ab hat jedenfalls fruchtbare Anregungen gegeben, die meinen Blick auf die Ausstellung und auf die darin (nicht) erz\u00e4hlte(n) Schwarze(n) Geschichte(n) nachhaltig ver\u00e4ndert haben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em><span style=\"color: #e63348;\">Die Literaturwissenschaftlerin <a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/folie.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sandra Folie<\/a> arbeitet am ZfL im ERC-<span class=\"text longtext\">Projekt<\/span> \u00bb<a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/schwarze-narrative-transkultureller-aneignung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schwarze Narrative transkultureller Aneignung: Literarische Akte des Konstruierens afro-europ\u00e4ischer Welten und der Infragestellung europ\u00e4ischer Grundlagen<\/a>\u00ab.<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Der Black History Month (BHM) wird in Deutschland, ebenso wie in den USA, in Kanada und zahlreichen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, im Februar gefeiert. In Deutschland wurde diese Tradition schon vor \u00fcber 30 Jahren eingef\u00fchrt, um auch hierzulande Schwarze Geschichte(n) sichtbar(er) zu machen. Der BHM wurde erstmals von der Initiative Schwarze Menschen (ISD) in Berlin (mit)organisiert. \u00dcber das genaue Datum \u2013 Dank an Gianna Zocco f\u00fcr den Hinweis \u2013 herrscht in der Literatur Uneinigkeit: Ika H\u00fcgel-Marshall nennt das Jahr 1985, May Ayim einmal 1989 und ein anderes Mal 1990. Vgl. Ika H\u00fcgel-Marshall: <em>Daheim unterwegs. Ein deutsches Leben<\/em>, Frankfurt am Main 2001, S. 94; May Ayim: <em>Grenzenlos und unversch\u00e4mt<\/em>, M\u00fcnster <sup>2<\/sup>2022, S. 93 bzw. S. 153.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Neben Gianna Zocco und mir werden voraussichtlich auch die zwei Doktorand:innen, die das Projektteam ab Herbst 2024 vervollst\u00e4ndigen, zu dieser Blogserie beitragen. Orte in Berlin und damit in unserer unmittelbaren Lebens- und Arbeitsumgebung sollen erst einmal den Ausgangspunkt der Exkursionen bilden \u2013 eine r\u00e4umliche Erweiterung ist aber nicht ausgeschlossen und wird auch von den Lebensumst\u00e4nden und Interessen der zuk\u00fcnftigen Projektmitglieder abh\u00e4ngen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Ausstellung Berlin Global, \u00bb<a href=\"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/programm\/dauerangebot\/ausstellung\/berlin-global-14140\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Was Sie erwartet<\/a>\u00ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Bei \u203aSchwarz\u2039 handelt es sich um eine Selbstbezeichnung von <em>Black, Indigenous (and) People of Color<\/em> (BIPoC), die \u00fcber die Hautfarbe hinausgeht und auf einem Verst\u00e4ndnis von <em>race<\/em> als sozialer Kategorie beruht. Die Gro\u00dfschreibung unterstreicht den soziopolitischen Akt des Widerstands gegen die wei\u00dfe Vorherrschaft. Die Verwendung eines kleinen \u203aw\u2039 bei der Schreibweise von \u203awei\u00df\u2039 weist darauf hin, dass es sich nicht um eine Selbstbezeichnung handelt, sondern um eine Analysekategorie, die von Schwarzen Wissenschaftler:innen geschaffen wurde, um die wei\u00dfe europ\u00e4ische Norm sichtbar zu machen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Ich habe die Tandemf\u00fchrung am 20.1.2024 besucht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Als der Bundestag 2002 f\u00fcr den Wiederaufbau eines Schlosses aus der Zeit der Preu\u00dfenk\u00f6nige und des Kaiserreichs, des Militarismus und Kolonialismus, stimmte, formierte sich zivilgesellschaftlicher Widerstand. Kritik von aktivistischer wie auch wissenschaftlicher Seite regte eine l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige \u00f6ffentliche Debatte \u00fcber die deutsche koloniale Vergangenheit und Erinnerungskultur an. Zum Humboldt Forum als wei\u00df, kolonial und\/oder feudal kodiertem Raum vgl. beispielsweise Nikita Dhawan in einem Radiointerview f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/nikita-dhawan-zu-kolonialismus-und-rassismus-ignoranz-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Deutschlandfunk Kultur<\/em><\/a> (27.6.2020); das Kurzfilm-Essay zur Er\u00f6ffnung des Humboldt Forums 2021 von Priya Basil: <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Vke6wN-Ri_8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Locked In and Out<\/a> <\/em>(2021); oder auch Fatima el-Tayeb: \u00bbThe Universal Museum: How the New Germany Built its Future on Colonial Amnesia\u00ab, in: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1215\/10757163-8308198\"><em>Nka<\/em><\/a> 46 (2020), S. 72\u201382.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Meine folgenden Reflexionen beziehen sich auf ausgew\u00e4hlte Stationen der F\u00fchrung. Auch hat Tanja-Bianca Schmidt in einem Telefonat mit mir (gef\u00fchrt am 31.1.2024) erl\u00e4utert, dass die F\u00fchrung \u00bbSichtbar werden\u00ab, die sie schon einige Male durchgef\u00fchrt hat, nicht immer gleich abl\u00e4uft. Die Schwerpunkte variieren und werden von ihr teilweise situativ angepasst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Es gibt die M\u00f6glichkeit, das Wandbild <a href=\"https:\/\/360-grad-weltdenken.stadtmuseum.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">online<\/a> zu besichtigen. Dies birgt den Vorteil, dass die zus\u00e4tzlichen Informationsmaterialen \u2013 im Gegensatz zur Ausstellung vor Ort \u2013 gut sichtbar positioniert und leicht zug\u00e4nglich sind. Wei\u00df blinkende Punkte direkt bei den betreffenden Figuren und Szenen machen auf sie aufmerksam.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vor jeder Wand finden sich kurze Begleittexte. F\u00fcr ausf\u00fchrlichere Informationen, etwa zu spezifischen Figuren oder Szenen des Wandbildes, k\u00f6nnen die Zusatzmaterialien im virtuellen Kiosk in einer Ecke des Raums oder online konsultiert werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> So die durchwegs \u00e4hnlich formulierten Informationen zum Erwerbungskontext der K\u00f6niginmutter-Objekte, die online nachgelesen werden k\u00f6nnen, z.B. <a href=\"https:\/\/sammlungenonline.humboldtforum.org\/en\/object-catalogue\/146613-gedenkkopf-einer-koeniginmutter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/sammlungenonline.humboldtforum.org\/en\/object-catalogue\/146613-gedenkkopf-einer-koeniginmutter<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Zu diesem Text gelangt man in der <a href=\"https:\/\/360-grad-weltdenken.stadtmuseum.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">360-Grad-Ansicht des Wandbilds<\/a> \u00fcber den wei\u00dfen Punkt \u00fcber den fotorealistischen Abbildungen der Benin-Bronzen. Detaillierte Informationen \u00fcber die Plastik der K\u00f6niginmutter sind auf der <a href=\"https:\/\/smb.museum-digital.de\/object\/21360\">Website<\/a> der Staatlichen Museen Berlin nachzulesen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Bild 1\/4 im Slider \u00bb<a href=\"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/programm\/dauerangebot\/ausstellung\/berlin-global-14140\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weltdenken<\/a>\u00ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Beim \u00bbRad der Geschichte\u00ab handelt es sich um eine elliptische, zentral im Raum positionierte, interaktive Medieninstallation, die in den <a href=\"https:\/\/www.humboldtforum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Basistext-Highlights_BERLIN-GLOBAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressematerialien<\/a> als Highlight der Ausstellung vermarktet wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> May Ayim: \u00bbDie Wut der Schwarzen Frauen sollte auch die Emp\u00f6rung der wei\u00dfen Frauen sein\u00ab [1993], in: Ayim: <em>Grenzenlos <\/em>(Anm. 1), S. 103\u2013109, hier S. 103.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> In den 1980er Jahren und dar\u00fcber hinaus war \u203aAfro-deutsche Bewegung\u2039 (auch noch in der heute weniger gebr\u00e4uchlichen Schreibweise mit Bindestrich) die g\u00e4ngige Bezeichnung. Heute findet sich jedoch eher \u203aSchwarze Deutsche Bewegung\u2039, da der Begriff \u2013 analog zur Selbstbezeichnung \u203aSchwarze Deutsche\u2039 statt \u203aAfro-Deutsche\u2039 \u2013 inklusiver ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Auf der Schautafel sind neben der Schwarzen Deutschen Bewegung folgende \u00bbSubkulturen\u00ab abgebildet: Wandervogel, Wilde Cliquen, Swing-Jugend, Halbstarke, Rock\u2019n\u2019Roll, Hippies, Student:innenbewegung, Lesben- und Schwulenbewegung, West-Berliner Punk, Tunix-Kongress, Instandbesetzung, Al\u00f6sa Fr\u00fchlingsfest, Hip-Hop-Aktivismus, Clubszene auf Leerfl\u00e4chen der wiedervereinigten Stadt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> May Ayim: <em>blues in schwarz weiss. nachtgesang. Gedichte<\/em>, M\u00fcnster 2021, S. 69.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Vgl. dazu Tiffany N. Florvil: <em>Black Germany. Schwarz, deutsch, feministisch \u2013 die Geschichte einer Bewegung<\/em>, \u00fcbers. von Stephan Pauli, Berlin 2023.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> May Ayim: <em>blues <\/em>(Anm. 18), S. 26\u201327. Auf der Website des <a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/rbbkultur\/radio\/programm\/schema\/sendungen\/der_tag\/archiv\/20230221_1600\/kultur_aktuell_1645.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rundfunk Berlin-Brandenburg<\/a> ist eine Lesung des Gedichts verf\u00fcgbar.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Basil: <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ynG4uX5pmr0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eingeschlossen \/ Ausgeschlossen<\/a> <\/em>(2021), 20:06\u201320:37 min.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Sandra Folie: Aspekte Schwarzer Geschichte(n) in \u00bbBerlin Global\u00ab. Eine F\u00fchrungs- und Ausstellungsreflexion, in: ZfL Blog, 15.2.2024, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/02\/15\/sandra-folie-aspekte-schwarzer-geschichten-in-berlin-global-eine-fuehrungs-und-ausstellungsreflexion\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/02\/15\/sandra-folie-aspekte-schwarzer-geschichten-in-berlin-global-eine-fuehrungs-und-ausstellungsreflexion\/<\/a>].<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">DOI: <\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20240215-01\"><span style=\"font-family: helvetica;\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20240215-01<\/span><\/a><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20240215-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/02\/15\/sandra-folie-aspekte-schwarzer-geschichten-in-berlin-global-eine-fuehrungs-und-ausstellungsreflexion\/\",\n  \"name\": \"ASPEKTE SCHWARZER GESCHICHTE(N) IN \u00bbBERLIN GLOBAL\u00ab. 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