{"id":3480,"date":"2024-12-16T13:05:24","date_gmt":"2024-12-16T11:05:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=3480"},"modified":"2025-02-05T18:00:13","modified_gmt":"2025-02-05T16:00:13","slug":"lukas-schemper-retten-toeten-oder-sterbenlassen-schiffbruch-und-seenotrettung-in-das-boot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/12\/16\/lukas-schemper-retten-toeten-oder-sterbenlassen-schiffbruch-und-seenotrettung-in-das-boot\/","title":{"rendered":"Lukas Schemper: Retten, T\u00f6ten oder Sterbenlassen? SCHIFFBRUCH UND SEENOTRETTUNG IN \u00bbDAS BOOT\u00ab"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Seit Kurzem kann man die Serie <em>Das Boot<\/em>, deren letzte Staffel bereits im vergangenen Herbst auf dem TV-Sender Sky ausgestrahlt wurde, auch auf Netflix sehen. Sie lehnt sich frei an Romane Lothar-G\u00fcnther Buchheims an, allen voran den 1973 erschienenen gleichnamigen Bestseller und dessen Verfilmung von 1981.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Sowohl Buchheims B\u00fccher als auch die aktuelle Serie thematisieren die Atlantikfront des U-Boot-Kriegs im Zweiten Weltkrieg sowie den Kontext der deutschen Besatzung Frankreichs, welche die Voraussetzung f\u00fcr die Errichtung deutscher U-Boot-St\u00fctzpunkte an der franz\u00f6sischen Atlantikk\u00fcste war. Wie <em>Babylon Berlin<\/em> oder <em>Der Pass<\/em> ist <em>Das Boot<\/em> eine Serienproduktion, die aus der deutschen Geschichte bzw. dem deutschen Identit\u00e4tsverst\u00e4ndnis nicht nur ein deutsches Serienerlebnis, sondern einen internationalen Streaming-Erfolg machen sollte. Umso erstaunlicher, dass die Serie bislang kaum von Historiker:innen diskutiert wurde, zumal sie den Nationalsozialismus thematisiert und Buchheims Romanvorlage bei Erscheinen eine Kontroverse in der deutschen \u00d6ffentlichkeit ausgel\u00f6st hatte.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Als <em>Das Boot<\/em> 1973 herauskam, wurde debattiert, ob es sich dabei um ein Kriegs- oder ein Antikriegsbuch, um Fiktion oder historische Wahrheit handelte, und vor allem, ob es eine Helden-, T\u00e4ter- oder Opferdarstellung war. Diese Fragen lie\u00dfen sich auch an die Serie stellen. Eine der wenigen tiefergehenden Rezensionen kritisiert beispielsweise die Relativierung der deutschen Verantwortung f\u00fcr den Zweiten Weltkrieg durch den Einbau des Plots einer ausgerechnet j\u00fcdisch-amerikanischen Industriellenfamilie, die in deutsche Kriegsr\u00fcstung investiert.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Mit diesen und \u00e4hnlichen (Fehl-)Interpretationen treibt die Serie Buchheims Antikriegsvision in der Tat auf eine revisionistische Spitze.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Als Historiker, der sich mit der Geschichte der Seenotrettung besch\u00e4ftigt, gilt mein besonderes Interesse dem Umgang mit Schiffbr\u00fcchigen und Ertrunkenen in Buchheims B\u00fcchern und deren filmischen Adaptionen. Nicht zuletzt die Darstellung einer verbrecherischen Kriegsmarineleitung, die f\u00fcr die humanit\u00e4ren Katastrophen des U-Boot-Kriegs verantwortlich gemacht wird \u2013 veranschaulicht durch den Umgang mit Schiffbr\u00fcchigen \u2013, hatte bei der Ver\u00f6ffentlichung des Romans <em>Das Boot<\/em> zu Emp\u00f6rung unter Marineangeh\u00f6rigen und Veteranenvereinen gef\u00fchrt.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Ich m\u00f6chte nun zeigen, dass sich das Schiffbruchthema wie ein roter Faden durch das Buchheim-Franchise zieht, und nach den Gr\u00fcnden daf\u00fcr fragen. Meine These lautet, dass sich daran die Grausamkeit und die aus teils rechtlicher, teils moralischer Sicht verbrecherische Natur des deutschen U-Boot-Kriegs diskutieren l\u00e4sst. Denn die Darstellung von Schiffbruch und Seenotrettung erlaubt es dem Autor Buchheim und den Regisseuren der Filme und Serien, Verschr\u00e4nkungen und Konflikte zwischen seem\u00e4nnischem Ethos einerseits und nationalsozialistischer Indoktrinierung und kriegerischer Brutalisierung andererseits zu verhandeln.<\/span><\/p>\n<h4><strong><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\">Die Rettung Schiffbr\u00fcchiger zwischen seem\u00e4nnischer Norm und NS-Brutalisierung<\/span><\/strong><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Zun\u00e4chst muss man anmerken, dass im Roman <em>Das Boot<\/em> \u2013 und in den weniger bekannten Nachfolgeromanen <em>Die Festung<\/em> (1995) und <em>Der Abschied<\/em> (2000) \u2013 die Akteure mit weniger Handlungsspielraum ausgestattet sind als in der neuen Serie. Buchheim, der im Zweiten Weltkrieg als Kriegsberichterstatter t\u00e4tig war, spart in seinen B\u00fcchern nicht mit Kritik an der deutschen Kriegsf\u00fchrung und der NS-Regierung, zumeist ausgedr\u00fcckt in den Gedanken und Dialogen des Ich-Erz\u00e4hlers, der klar mit Buchheim identifiziert werden kann. Dieser Erz\u00e4hler begleitet in <em>Das Boot<\/em> die Besatzung des deutschen U-Boots U\u00a096, flieht in <em>Die Festung<\/em> vor den landenden Alliierten aus Frankreich nach Deutschland und spricht in den 1970er Jahren in <em>Der Abschied<\/em> mit dem ehemaligen U-Boot-Kommandanten des U\u00a096 \u00fcber den Krieg. In Buchheims Romanen sind die Gener\u00e4le die Verbrecher, die U-Boot-Besatzungen f\u00fchren lediglich Befehle aus und sehen die ertrinkenden Schiffbr\u00fcchigen eines torpedierten Schiffes oft nur aus der Ferne. Damit war es Buchheim (und Wolfgang Petersen in seinen filmischen Adaptionen der 1980er Jahre) dramaturgisch m\u00f6glich, Teilnehmer an einem Vernichtungskrieg zu klischeehaft gebrochenen Helden zu stilisieren. In der neuesten Serie hingegen versuchen die Protagonisten (und nun auch Protagonistinnen), den Kriegsverlauf zu beeinflussen, auch an Land. Es wird gemeutert, zum Feind \u00fcbergelaufen, spioniert und im Widerstand gek\u00e4mpft.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Dabei w\u00e4re es gar nicht n\u00f6tig gewesen, einen Gro\u00dfteil der Handlung an Land zu verlegen, um ethische und ideologische Konflikte zu thematisieren. Das Meer ist ja keine ideologie-, moral- oder rechtsfreie Zone. Im Gegenteil, der maritime Raum ist von historischen Normen und Gesetzen gepr\u00e4gt. Einzelne rechtliche Bestimmungen, die vorschreiben, dass der Kapit\u00e4n eines Schiffes einem in Seenot geratenen Schiff Unterst\u00fctzung zu leisten hat, gehen bis in das 15. und 16. Jahrhundert zur\u00fcck.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Seit dem 18. Jahrhundert haben sich humanit\u00e4re Bewegungen Themen wie der Wiederbelebung, der Rettung vor dem Ertrinken und der organisierten Seenotrettung angenommen. Als heroisch angesehene Rettungstaten wurden von Herrschenden, Regierungen oder Institutionen mit Medaillen und Geschenken bedacht. Im 20. Jahrhundert wurde die Seenotrettung durch internationales Recht kodifiziert, erstmals durch das <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/1954\/773_790_686\/de#index\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>\u00dcbereinkommen zur einheitlichen Feststellung von Regeln \u00fcber die Hilfeleistung und Bergung in Seenot<\/em><\/a> von 1910. Dessen Regeln galten auch in Kriegszeiten und durch das Londoner U-Boot-Protokoll von 1936 (zu dem sich auch Deutschland verpflichtete) wurde es zumindest de jure auf den U-Boot-Krieg ausgeweitet: Ein U-Boot-Kommandant hatte demnach f\u00fcr die Sicherheit von Schiffbr\u00fcchigen eines durch ihn versenkten Handelsschiffes zu sorgen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Auch in den 1930er und 40er Jahren geh\u00f6rte die Rettung Schiffbr\u00fcchiger zu den seem\u00e4nnischen Normen. Diese passten aber so gar nicht in die Logik des von der nationalsozialistischen F\u00fchrung ausgerufenen uneingeschr\u00e4nkten U-Boot-Krieges, der vorrangig das Versenken von Handelsschiffen zum Ziel hatte. Der entscheidende strategische Vorteil eines U-Boots lag darin, einen \u00dcberraschungsangriff aus dem Hinterhalt durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Tod durch Schiffbruch und Ertrinken geh\u00f6rte zum Wesen dieses U-Boot-Kriegs, denn es gab weder Platz noch M\u00f6glichkeit, eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Schiffbr\u00fcchigen aufzunehmen. Die Deutschen versenkten sch\u00e4tzungszeise 3.500 alliierte Handelsschiffe und t\u00f6teten rund 30.000 zivile Seeleute. Angesichts dieser Zahlen h\u00e4tte der Seekrieg einen gr\u00f6\u00dferen Stellenwert in der Nachkriegsjustiz einnehmen k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Oft aber waren die T\u00e4ter ums Leben gekommen (von insgesamt etwa 40.000 deutschen U-Boot-Fahrern kehrten nur 10.000 zur\u00fcck<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>), und in vielen F\u00e4llen konnte den Vorw\u00fcrfen von deutscher Seite mit dem Tu-quoque-Argument begegnet werden: Auch alliierte Schiffe retteten den Gegner nicht konsequent vor dem Ertrinken und es gab F\u00e4lle von absichtlichen T\u00f6tungen Schiffbr\u00fcchiger auf beiden Seiten.<\/span><\/p>\n<h4><strong><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\">Die Rettung Schiffbr\u00fcchiger in <em>Das Boot<\/em><\/span><\/strong><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Buchheim war selbst NS-belastet, erfand sich aber mit <em>Das Boot<\/em> neu. Als Marinekriegsberichterstatter geh\u00f6rte er zu den ca. 2.000 Propagandasoldaten der Kriegsmarine. Er war Mitglied der 1942 auf Betreiben Hitlers gegr\u00fcndeten \u00bbStaffel der bildenden K\u00fcnstler\u00ab, die direkt dem Oberkommando der Wehrmacht unterstand.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Nach dem Krieg machte er sich als Verleger, Kunsth\u00e4ndler und Sammler von expressionistischer Kunst, die im Nationalsozialismus als entartet gegolten hatte, einen Namen. Er selbst verstand sich als sp\u00e4texpressionistischer Maler, der seinen eigentlichen k\u00fcnstlerischen Stil in der NS-Zeit nicht habe verwirklichen k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Der von Buchheim behauptete widerst\u00e4ndige Charakter seiner eigenen im Rahmen seiner Kriegsberichterstattung entstandenen Texte und Malereien, den er durch die Darstellung von Kriegsschrecken verb\u00fcrgt sah, l\u00e4sst sich jedoch nicht best\u00e4tigen. Die Forschung attestiert ihm allenfalls, dass er gelegentlich Propaganda-Topoi durch gegens\u00e4tzliche Darstellungen abschw\u00e4chte.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Erst in den 1970er Jahren trat er mit dem Roman <em>Das Boot<\/em> \u00f6ffentlich als Pazifist in Erscheinung und wurde mit Erich Maria Remarque verglichen.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Trotz seines Zurechtr\u00fcckens der eigenen Rolle im Krieg gibt es aus stilistischer Sicht doch einige Kontinuit\u00e4ten in den Texten Buchheims. Der Journalist Gerrit Reichert hat sich im Rahmen einer Ausstellung im Buchheim Museum am Starnberger See kritisch mit Buchheims Biographie auseinandergesetzt und konnte Parallelen zwischen <em>Das Boot<\/em> und der Reportage <em>J\u00e4ger im Weltmeer<\/em> von 1943 aufzeigen,<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> die als Vorlage f\u00fcr den sp\u00e4teren Roman diente: Beides seien Propagandab\u00fccher. In <em>J\u00e4ger im Weltmeer<\/em> propagiere Buchheim den \u00bbheroischen Kampf der deutschen U-Boot-Waffe im Krieg\u00ab, in <em>Das Boot<\/em> propagiere er knapp 30 Jahre nach dem Krieg mit der Darstellung desselben U-Boots \u00bbden heroischen Opfergang der U-Boot-Fahrer\u00ab. In beiden B\u00fcchern zeichne sich die zentrale Figur des (historisch verb\u00fcrgten) Kommandanten Heinrich Lehmann-Willenbrock, genannt \u00bbder Alte\u00ab, durch sein \u00bbAlleinsein im F\u00fchrertum\u00ab aus.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Das Thema der Rettung Schiffbr\u00fcchiger wird erstmals auf Seite drei von <em>Das Boot<\/em> eingef\u00fchrt, in medias res werden die Schrecken des Krieges gezeigt: Dem Erz\u00e4hler begegnet 1941 in Saint Nazaire Flo\u00dfmann, ein \u00bbunangenehmer j\u00e4hzorniger Bursche\u00ab, der sich \u00bbk\u00fcrzlich damit br\u00fcstete, w\u00e4hrend seiner letzten Reise bei einem Artillerie\u00fcberfall auf einen Einzelfahrer zuerst mal die Rettungsboote mit Maschinenwaffen zerschossen zu haben, um klare Verh\u00e4ltnisse zu schaffen\u00ab.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Im weiteren Verlauf wird deutlich, dass es sich hierbei um ein Tabuthema handelt, was den Erz\u00e4hler nicht davon abh\u00e4lt, sich wiederholt dar\u00fcber Gedanken zu machen. W\u00e4hrend die Mannschaft vom U-Boot aus einen brennenden britischen Dampfer beobachtet, von dem \u00dcberlebende sich durch einen Sprung ins Wasser zu retten versuchen, will der Kommandant vor allem wissen, wie das untergehende Schiff hie\u00df, w\u00e4hrend der Erz\u00e4hler dar\u00fcber nachdenkt, wieviel Mann Besatzung sich an Bord befunden haben m\u00f6gen und ob ein Zerst\u00f6rer die \u00dcberlebenden aufgelesen habe. Doch keiner der Verantwortlichen kommt auf die Idee, die Schiffbr\u00fcchigen zu retten.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Selbst als sie kurz darauf im Wasser treibende Schiffbr\u00fcchige bemerken, ist der Kommandant weiterhin nur am Namen des untergegangenen Schiffes interessiert und nimmt nicht einmal dann \u00dcberlebende auf, als diese versuchen, in das U-Boot zu gelangen.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Auch in der Petersen-Verfilmung weigert sich der Kommandant in einer \u00e4hnlichen Szene, Schiffbr\u00fcchigen zu helfen, und rechtfertigt sich dem Erz\u00e4hler gegen\u00fcber damit, dass es auf dem U-Boot keinen Platz f\u00fcr sie gegeben h\u00e4tte.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Schiffsungl\u00fccke und die Rettung von Passagieren sind noch im letzten Roman der Trilogie, <em>Der Abschied<\/em>, Gegenstand von Unterhaltungen zwischen Buchheim und Lehmann-Willenbrock, der in den 1970er Jahren das deutsche Atomschiff <em>Otto Hahn<\/em> kommandierte. Allerdings ist das Thema in Friedenszeiten in weite Ferne ger\u00fcckt. Nur einmal, als die <em>Otto Hahn<\/em> Ouessant an der Atlantikk\u00fcste Frankreichs passiert, kommen beklemmende Erinnerungen auf und der Alte muss an die Versenkung der <em>Bismarck<\/em> durch britische Bomber an gleicher Stelle am 27. Mai 1943 denken:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbDrei Tage haben wir nach \u00dcberlebenden gesucht. Drei Leute auf einem Flo\u00df, das war alles. [&#8230;] Die Engl\u00e4nder hatten circa 100 Mann aus dem Bach gefischt \u2013 hundert von zweieinhalbtausend! Das muss man sich mal vorstellen!\u00ab<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Schiffbruch zu thematisieren stellt einen Bruch mit den Konventionen der Propagandaliteratur des Zweiten Weltkriegs dar. In <em>J\u00e4ger im Weltmeer<\/em> wurde der Umgang mit Schiffbr\u00fcchigen nicht thematisiert. Immer wieder bekr\u00e4ftigt Buchheim in seinen Nachkriegsromanen, dass es sich zumal f\u00fcr einen f\u00fcr Propaganda zust\u00e4ndigen Kriegsberichterstatter um das \u00bbtabuisierte Thema\u00ab gehandelt habe (\u00bbden Feind vernichten oder nur seine Schiffe?\u00ab<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a>). In <em>Der Abschied<\/em> erinnert sich der Erz\u00e4hler, wie das Ertrinken von Kameraden nicht offiziell verk\u00fcndet wurde: \u00bbNur U-Boot-Erfolge wurden gemeldet.\u00ab<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Berichte von Schiffbr\u00fcchen durften nur in einem f\u00fcr NS-Deutschland vorteilhaften, propagandistischen Kontext verwendet werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Es war im Sinne der oben beschriebenen eigenen Neuerfindung Buchheims, dass der Autor in seinen Nachkriegsb\u00fcchern die NS-Propaganda, ihre Propagandisten und ihre Sprache entweder verteufelt oder l\u00e4cherlich macht, w\u00e4hrend er in seinen eigenen Schriften aus der NS-Zeit die gleiche Sprache verwendete. Gleichzeitig stilisiert er sich in seinen Romanen zum \u203aGuten\u2039, zu einem zeitweise empathischen Beobachter und regelrecht zu einem Oppositionellen, der mit dieser Sprache und Strategie nichts zu tun haben m\u00f6chte. Freut sich Buchheim mit seinen Kameraden in einem Propagandaartikel Ende 1940 ob der Zerst\u00f6rung eines britischen Zerst\u00f6rers, der \u00bbin alle Fetzen zerrissen\u00ab wurde und \u00bbsofort abgesoffen\u00ab ist, so zeigt er in <em>Das Boot<\/em> Mitgef\u00fchl f\u00fcr den ertrinkenden Feind (\u00bbfishermen, die armen Schweine\u00ab).<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Das Narrativ des grausamen Umgangs mit Schiffbr\u00fcchigen und des eigenen Leids beim Betrachten dieser Grausamkeiten in seinen Publikationen seit den 1970er Jahren verwendet Buchheim also dazu, den Erz\u00e4hler \u2013 und damit sich selbst \u2013 zu rehabilitieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Auch wenn sich die aktuelle Fernsehserie in vielerlei Hinsicht vom Buchheim-Stoff entfernt, nutzt sie noch immer das Thema der Schiffbr\u00fcchigen, um daran den Konflikt zwischen Kriegs- und Seemannsnormen zu er\u00f6rtern. Beispielsweise torpediert gleich zu Beginn der zweiten Staffel der fiktive Korvettenkapit\u00e4n Johannes von Reinhartz einen Frachter und ist best\u00fcrzt, als er eine gro\u00dfe Anzahl von Frauen und Kindern im Wasser schwimmen sieht. Ein Offizier beruhigt ihn: \u00bbDas konnten Sie nicht wissen!\u00ab Als kurz darauf ein feindlicher Zerst\u00f6rer auftaucht, man\u00f6vriert von Reinhartz das U-Boot unter die im Wasser Treibenden, um vor Wasserbomben sicher zu sein, verwendet sie also als menschliche Schutzschilde. Von der NS-F\u00fchrung wird er daf\u00fcr als Held gefeiert, h\u00e4lt seine Handlungen selbst jedoch keineswegs f\u00fcr heldenhaft und beginnt so sehr am Krieg zu zweifeln, dass er bei seiner n\u00e4chsten Feindfahrt mit seinem ganzen U-Boot zu den Amerikanern \u00fcberlaufen m\u00f6chte.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Die Darstellung des Korvettenkapit\u00e4ns und sein Umgang mit den Schiffbr\u00fcchigen bedient hier das offenbar weitverbreitete Bed\u00fcrfnis nach Figuren, die den \u203aguten Deutschen\u2039 verk\u00f6rpern und eine positive Identifikation erm\u00f6glichen.<\/span><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\">***<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Buchheims Reinterpretation der eigenen Erfahrung in Bezug auf \u203aunseem\u00e4nnisches\u2039 oder verbrecherisches Verhalten im U-Bootkrieg ging einigen ehemaligen U-Bootfahrern zu weit. Sie widersprachen seiner Sicht der Dinge \u00f6ffentlich oder wendeten sich von ihm ab, so auch der mit Buchheim befreundete ehemalige Kommandant Lehmann-Willenbrock.<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> Die Kontroversen um die Ver\u00f6ffentlichung von Buch und Film machten deutlich, dass es damals etwas aufzuarbeiten gab, wo es angeblich nichts aufzuarbeiten gebe, weil der Seekrieg ja \u203asauber\u2039 verlaufen sei. Dieser Mythos konnte sich nicht nur auf die Propagandaliteratur der Kriegszeit, sondern auch auf die verkl\u00e4rende Literatur der Nachkriegszeit (z.B. die Memoiren ehemaliger Marineangeh\u00f6riger) st\u00fctzen. Als Kriegsberichterstatter und Propagandak\u00fcnstler trug Buchheim w\u00e4hrend des Krieges das Seinige dazu bei. Mit <em>Das Boot<\/em> wollte er demgegen\u00fcber eine andere Wahrheit pr\u00e4sentieren und das Grauen im Seekrieg erfahrbar machen. Der Umgang mit Schiffbr\u00fcchigen eignete sich deshalb so gut daf\u00fcr, weil er im Gegensatz zu den Verpflichtungen zu gegenseitiger Hilfe auf dem Meer stand. Auch in der neuesten TV-Serie wurde das Thema in dieser Weise aufgegriffen. Die Behandlung der Frage der Rettung und des richtigen moralischen Verhaltens im Allgemeinen und Schiffbr\u00fcchigen gegen\u00fcber im Besonderen in Buchheims Schriften vollzog einen Bruch mit der Propagandaliteratur der NS-Zeit, in der dies ein Tabuthema war. Doch bei allem von Buchheim in seinen Nachkriegsromanen beabsichtigten Pazifismus und seiner Kritik an der NS-F\u00fchrung bleibt seine Darstellung von der Rettung und Nichtrettung Schiffbr\u00fcchiger mit Ideen von Heldentum und Opfer verbunden, die sich kaum von fr\u00fcheren Propagandamustern unterscheiden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\"><em>Der Historiker <\/em><a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/schemper.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Lukas Schemper<\/em><\/a><em> ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZfL im Projekt \u00bb<\/em><a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/schiffbruch-und-lebensrettung-in-europaeischen-gesellschaften-seit-1800.html\"><em>Archipelagische Imperative. Schiffbruch und Lebensrettung in europ\u00e4ischen Gesellschaften seit 1800<\/em><\/a><em>\u00ab.\u00a0<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Der Roman <em>Das Boot<\/em> erschien 1973 bei Piper und wurde in 18 Sprachen \u00fcbersetzt. Nachfolgeromane erschienen 1995 (<em>Die Festung<\/em>) und 2000 (<em>Der Abschied<\/em>), es handelt sich damit im weitesten Sinne um eine Trilogie. Dar\u00fcber hinaus gab Buchheim eine Handvoll B\u00fccher zum historischen Kontext der Romane heraus. Wolfgang Petersen verfilmte den ersten Roman 1981 und verarbeitete das Filmmaterial anschlie\u00dfend auch in einer Fernsehserie. Es folgten ein H\u00f6rbuch (2003) und eine Theater-Version (2012). Die erste Staffel der neuen Serie <em>Das Boot<\/em> wurde 2018 ausgestrahlt. Produziert wurde sie von Bavaria Fiction, die seit der ersten Verfilmung 1981 die Rechte an <em>Das Boot<\/em> h\u00e4lt, sowie von Sky Deutschland und Sonar Entertainment. Die insgesamt vier Staffeln sind aktuell bei Sky, RTL+ und Netflix zu sehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Sven-Felix Kellerhoff: \u00bb\u203aDas Boot\u2039 spielt mit einer Geschichtsklitterung\u00ab, in: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/zweiter-weltkrieg\/article184341446\/Hitler-Finanzierung-Das-Boot-spielt-mit-einer-Geschichtsklitterung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Die Welt<\/em><\/a>, 23. November 2018.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Michael Salewski: <em>Von der Wirklichkeit des Krieges: Analysen und Kontroversen zu Buchheims <\/em>\u00bb<em>Boot\u00ab<\/em>, M\u00fcnchen 1976, S. 39f.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. Irini Papanicolopulu: \u00bbThe Historical Origins of the Duty to Save Life at Sea in International Law\u00ab, in: <em>Journal of the History of International Law<\/em> 24 (2022), S. 149\u2013188.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> In britischen Archiven befinden sich hierzu Dokumente: National Archives, German War Crimes: Preparation of Admiralty Case against Naval War Generals 1945\u201346, ADM\/116\/5548\u20135549.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Die Sch\u00e4tzungen zu den Opferzahlen variieren. Diese Zahlen stammen aus der permanenten Ausstellung des Milit\u00e4rhistorischen Museums Dresden, Abschnitt \u00bbU-Bootkrieg\u00ab, 2023.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. Gerrit Reichert: <em>U 96 <\/em>\u2013<em> Realit\u00e4t und Mythos<\/em><em>: Der Alte und Lothar-G\u00fcnther Buchheim<\/em>, Hamburg 2019, S.\u00a052, 56, 65, 106\u2013111.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Vgl. Yves Buchheim\/Franz Kotteder: <em>Buchheim: K\u00fcnstler, Sammler, Despot \u2013 Das Leben meines Vaters<\/em>, M\u00fcnchen 2018, S.\u00a075, 104, 157, 242.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vgl. Mirko Wittwar: <em>Das Bild vom Krieg: zu den Romanen Lothar G\u00fcnther Buchheims<\/em>, Berlin 2009, S. 41.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Vgl. beispielsweise Ingeborg Drewitz: \u00bbDas Boot. Lothar-G\u00fcnther Buchheims See-Erfahrung\u00ab, in: dies.: <em>Die zerst\u00f6rte Kontinuit\u00e4t: Exilliteratur und Literatur des Widerstandes<\/em>, Wien 1981, S. 182\u2013185.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Lothar-G\u00fcnther Buchheim: <em>J\u00e4ger im Weltmeer<\/em> [1943], Hamburg 1996.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Reichert: <em>U 96 <\/em>(Anm. 7), S. 221.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Lothar-G\u00fcnther Buchheim: <em>Das Boot. Roman<\/em> [1973], M\u00fcnchen 1995, S. 9.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Vgl. ebd., S. 392\u2013394.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Vgl. ebd., S. 399.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> <em>Das Boot<\/em>, Regie: Wolfgang Petersen, Deutsche Fernsehversion (Bavaria, 1987), Teil 4, etwa 36:00. Lothar-G\u00fcnther Buchheim, <em>Der Abschied: Roman<\/em> (M\u00fcnchen: Piper, 2002), 394-395.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Lothar-G\u00fcnther Buchheim: <em>Der Abschied. Roman, <\/em>M\u00fcnchen 2002, S. 395.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Buchheim: <em>Das Boot<\/em> (Anm. 13), S. 24.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Buchheim: <em>Der Abschied<\/em>, M\u00fcnchen 2000, S. 95f.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Zit. nach Reichert: <em>U 96 <\/em>(Anm. 7), S. 186.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> <em>Das Boot<\/em>, Regie: Matthias Glasner\/Rick Ostermann, Produktion: Bavaria Fiction, Sky Deutschland, Sonar Entertainment, 2020, S2E1.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Vgl. Reichert: <em>U 96 <\/em>(Anm. 7), S. 212, 221\u2013223.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Lukas Schemper: Retten, T\u00f6ten oder Sterbenlassen? Schiffbruch und Seenotrettung in \u00bbDas Boot\u00ab, in: ZfL Blog, 16.12.2024, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/12\/16\/lukas-schemper-retten-toeten-oder-sterbenlassen-schiffbruch-und-seenotrettung-in-das-boot\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/12\/16\/lukas-schemper-retten-toeten-oder-sterbenlassen-schiffbruch-und-seenotrettung-in-das-boot\/<\/a>].<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">DOI: <\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20241216-01\"><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20241216-01<\/span><\/a><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20241216-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/12\/16\/lukas-schemper-retten-toeten-oder-sterbenlassen-schiffbruch-und-seenotrettung-in-das-boot\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"Retten, T\u00f6ten oder Sterbenlassen? 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Sie lehnt sich frei an Romane Lothar-G\u00fcnther Buchheims an, allen voran den 1973 erschienenen gleichnamigen Bestseller und dessen Verfilmung von 1981.[1] Sowohl Buchheims B\u00fccher als auch die aktuelle Serie thematisieren <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2024\/12\/16\/lukas-schemper-retten-toeten-oder-sterbenlassen-schiffbruch-und-seenotrettung-in-das-boot\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,19],"tags":[853,468,171,93,854,43,855,587,466,856],"class_list":["post-3480","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ad-hoc","category-lektueren","tag-das-boot","tag-geschichtswissenschaft","tag-krieg","tag-lebenswissen","tag-lothar-guenther-buchheim","tag-nationalsozialismus","tag-propaganda","tag-schiffbruch","tag-seenotrettung","tag-u-boot"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3480","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3480"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3480\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3486,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3480\/revisions\/3486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3480"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3480"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}