{"id":3800,"date":"2025-08-11T13:22:10","date_gmt":"2025-08-11T11:22:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=3800"},"modified":"2025-09-09T16:45:22","modified_gmt":"2025-09-09T14:45:22","slug":"chiara-viceconti-emblematische-orte-und-autorinnen-der-ddr-science-fiction-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2025\/08\/11\/chiara-viceconti-emblematische-orte-und-autorinnen-der-ddr-science-fiction-in-berlin\/","title":{"rendered":"Chiara Viceconti: EMBLEMATISCHE ORTE UND AUTOR:INNEN DER DDR-SCIENCE-FICTION IN BERLIN"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Dass man Berlin heute als Hauptstadt der deutschsprachigen Science-Fiction-Literatur bezeichnen kann, hat vor allem damit zu tun, dass es in der DDR und speziell in Ost-Berlin eine bemerkenswerte Produktion von Wissenschaftlicher Phantastik gab, wie das Genre im Osten genannt wurde. In der Hauptstadt der DDR hatten damals unter anderem die Verlage Neues Leben und Das neue Berlin ihren Sitz, die zu den wichtigsten Publikationsorten von Science-Fiction geh\u00f6rten.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Thematisch befassten sich die Texte vorrangig mit Zukunftsvisionen und Gesellschaftsfragen, aber es ging auch um Themen wie Umweltschutz oder Menschenrechte. W\u00e4hrend sich das Genre aufgrund seines Potentials, die Verh\u00e4ltnisse im Realsozialismus unter dem Deckmantel der phantastischen Fiktion zu kritisieren, beim Publikum gro\u00dfer Beliebtheit erfreute, wurde es durch das Regime f\u00fcr die Propagierung einer besseren kommunistischen Zukunft instrumentalisiert.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Das Aufkommen der Wissenschaftlichen Phantastik in der DDR war stark von den Entwicklungen in der Sowjetunion beeinflusst. Bereits 1947 hatte der Verlag der Sowjetischen Milit\u00e4radministration eine deutsche \u00dcbersetzung des \u00bbutopischen Romans\u00ab <em>Der zehnte Planet <\/em>von Sergej Beljaew gedruckt. Als erstes von einem ostdeutschen Autor verfasstes Werk dieses neuen Genres gilt <em>Die goldene Kugel. Phantastischer Kurzroman um Atomkraft und Weltraumschiffe<\/em> (1949) von Ludwig Turek (1898\u20131975). Einen regelrechten Boom erlebte die Science-Fiction im \u00f6stlichen Europa in der Tauwetter-Periode. Mit dem erfolgreichen Start des Sputniks 1957 und dem sich anschlie\u00dfenden Wettlauf ins All wurde sie zur Propagierung der \u00dcberlegenheit des sozialistischen Systems in Wissenschaft und Technik genutzt. Diese M\u00f6glichkeit erkannte schlie\u00dflich auch die DDR-F\u00fchrung, die das Genre bislang eher geringgesch\u00e4tzt hatte. Das Verh\u00e4ltnis der offiziellen Instanzen zur Wissenschaftlichen Phantastik blieb allerdings zwiesp\u00e4ltig, erkannten die Zensoren doch schnell, dass diese Literatur nicht nur zur Affirmation kommunistischer Fortschrittsversprechen, sondern auch zur allegorischen Subversion und Kritik des Bestehenden genutzt werden konnte.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Zun\u00e4chst aber erfuhr das Genre auf der Konferenz der Zukunftsliteratur von 1962 offizielle Anerkennung durch den DDR-Schriftstellerverband, was nicht nur eine qualitative Aufwertung seitens der Literaturinstanzen bedeutete, sondern auch zu einer verst\u00e4rkten Nachfrage f\u00fchrte.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Zu dieser Zeit setzte sich auch der Begriff Wissenschaftliche Phantastik<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> als \u00dcbernahme aus dem Russischen (<em>nautschanaja fantastika<\/em>) durch und ersetzte bisherige Bezeichnungen wie \u00bbZukunftsroman\u00ab oder \u00bbutopischer Roman\u00ab.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Als bedeutendste Repr\u00e4sentanten galten Eberhardt del\u2019Antonio (1926\u20131997), Carlos Rasch (1932\u20132021) und G\u00fcnther Krupkat (1905\u20131990), wobei h\u00e4ufig die Unterscheidung getroffen wurde zwischen einer in der Tradition Jules Vernes stehenden, eher wissenschaftlich-technischen Abenteuerliteratur (Rasch und Krupkat) und einer Linie sozialkritischer Phantastik, die sich an H.G. Wells orientierte (del\u2019Antonio).<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Beide Traditionslinien waren darauf verpflichtet, die Zukunft auf Erden als sozialistisch und positiv darzustellen, Antiutopien waren nicht erw\u00fcnscht.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Indem die Geschichten in anderen Welten spielten, konnten die Vorgaben der Zensur umgangen und von der staatlichen Linie abweichende, antiutopische und systemkritische Geschichten erz\u00e4hlt werden. In den 1970er Jahren wurde der Einfluss der internationalen Science-Fiction st\u00e4rker, insbesondere Echos der <em>New Wave<\/em> waren zu vernehmen. Statt durch modernistischen Zukunftsoptimismus und eher konventionelle Form zeichnet sich diese durch experimentelle Schreibverfahren und technikkritische Stimmen aus. Zus\u00e4tzlich fanden in diesem Zeitraum auch vermehrt psychologische Motive Eingang in die Texte.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Die DDR-Literaturkritik versuchte, diese Wissenschaftliche Phantastik immer deutlich gegen\u00fcber der militaristischen Science-Fiction eines Kriegs der Sterne und der eskapistischen Trivialliteratur abzugrenzen, wie sie als typisch f\u00fcr den kapitalistischen Westen und insbesondere die USA angesehen wurden.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">In Westdeutschland entwickelte sich das Genre anfangs tats\u00e4chlich zu einem Massengenre mit sehr viel gr\u00f6\u00dferen Auflagen als in der DDR, man denke nur an <em>Perry Rhodan, <\/em>die bekannteste Heftromane-Serie in der BRD.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Im Vergleich zu solchen Heftromanen waren die in der DDR publizierten Werke zweifelsohne von h\u00f6herer Qualit\u00e4t und sprachen damit auch andere, gebildetere Leserkreise an.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Doch sp\u00e4testens in den 1970er Jahren gab es auch im Westen andere Tendenzen, wie beispielsweise die legend\u00e4re, von Franz Rottensteiner betreute <em>Phantastische Bibliothek <\/em>(1978\u20131998) bei Suhrkamp, in der auch viele Werke osteurop\u00e4ischer Autor:innen publiziert wurden.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Dabei genossen die Schriftsteller:innen in der DDR durchaus gewisse Privilegien, die es so in der BRD nicht gab. Angela (*1941) und Karlheinz Steinm\u00fcller (*1950), die zu den renommiertesten Autor:innen der DDR-Science-Fiction z\u00e4hlen, haben mir in einem Interview erz\u00e4hlt, dass Verfasser:innen von Science-Fiction aufgrund der steigenden Popularit\u00e4t des Genres von den Verlagen mitunter stark gef\u00f6rdert wurden und gut von ihren Honoraren leben konnten.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Der gr\u00f6\u00dfte Unterschied zur westdeutschen Science-Fiction-Literatur lag in der strengen Zensur, der die Werke in der DDR unterlagen. W\u00e4hrend die einen mit den Grenzen des Sagbaren spielten, indem sie ihre Kritik allegorisch oder in einer \u00e4sopischen Sprache verschl\u00fcsselten, zensierten sich andere bewusst selbst, um weiter publizieren k\u00f6nnen. Bei manchen war die Selbstzensur zu einem eher unbewussten Mechanismus geworden, den sie bereits verinnerlicht hatten.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Andere schlie\u00dflich entzogen sich den Beschr\u00e4nkungen der Zensur, indem sie ihre von satirischer Kritik durchzogenen Science-Fiction-Werke im Westen ver\u00f6ffentlichten und sich deutlich gegen die Selbstzensur positionierten, wie beispielsweise Johanna (1929\u20132008) und G\u00fcnter Braun (1928\u20132008).<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Ein weiterer Unterschied zwischen der in der BRD publizierten Science-Fiction und der in der DDR entstandenen Wissenschaftlichen Phantastik liegt in den Publikationsformaten. Science-Fiction in der BRD hatte noch lange Zeit starke \u00c4hnlichkeiten mit der amerikanischen Pulp-Science-Fiction, die meistens in Form von Heftromanen ver\u00f6ffentlicht wurde. Dieses Format war in der DDR nur wenig verbreitet. Stattdessen dominierten Kurzgeschichten und Romane. Als Vorbilder galten insbesondere sowjetische Autoren wie die Br\u00fcder Arkadi (1925\u20131991) und Boris Strugatzki (1933\u20132012), Kir Bulytschow (1934\u20132003) und Iwan Jefremow (1908\u20131972) sowie der polnische Autor Stanis\u0142aw Lem (1921\u20132006).<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Auch in Bezug auf die Bedeutung der Frauen f\u00fcr die Science-Fiction in der DDR und der Sowjetunion im Unterschied zur BRD, insbesondere im Hinblick auf Fragen der Autorschaft, gibt es Unterschiede (diese liegen im Fokus meiner Dissertation, an der ich derzeit arbeite). In diesem Zusammenhang habe ich das Autorenpaar Angela und Karlheinz Steinm\u00fcller sowie den Autor Erik Simon <a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> nach ihrer Einsch\u00e4tzung des historischen Emanzipationsprozesses in den beiden deutschen Staaten gefragt. Laut Angela Steinm\u00fcller war das Niveau der Frauenemanzipation im Berufsalltag signifikant h\u00f6her als im Westen, was sich auch an der Beteiligung von Frauen beim Verfassen von Science-Fiction zeigte.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Oft schrieben Frauen gemeinsam mit ihren m\u00e4nnlichen Partnern, wodurch eine gewisse Balance der Perspektiven erreicht wurde. Erik Simon dagegen nennt im Interview verschiedene Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass nur so wenige Frauen Science-Fiction schrieben: Das Publikum sei in der Regel m\u00e4nnlich gewesen und in der sozialistischen Gesellschaft h\u00e4tten Frauen nie F\u00fchrungspositionen erreicht.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Ich w\u00fcrde demgegen\u00fcber behaupten, dass trotz der geringen Zahl von Autorinnen die Frauen in der DDR von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr die Science-Fiction-Literatur waren, da von ihnen (auch in Paarkonstellationen) Themen und Fragen angesprochen wurden, die mit Geschlechterrollen und -identit\u00e4ten sowie der gesellschaftlichen Emanzipation von Frauen zusammenh\u00e4ngen. Dies ist besonders auff\u00e4llig im Vergleich zur BRD, wo Frauen in Science-Fiction-Clubs und im Fandom weniger pr\u00e4sent waren als in der DDR.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Erik Simon zufolge spielten Frauen insbesondere ab den 1980er Jahren eine st\u00e4rkere Rolle, als das Genre viele internationale Einfl\u00fcsse aufnahm.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> So waren Frauen auch an der Gr\u00fcndung von Science-Fiction-Clubs, Fanzines und Schreibwettbewerben beteiligt.<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a><\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><strong>Fandom in Berlin<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">In West-Berlin er\u00f6ffnete 1956 der Zweitsitz des ein Jahr zuvor von Walter Ernsting (1920\u20132005) und seiner Ehefrau Waltraud in Frankfurt am Main gegr\u00fcndeten Science Fiction Club Deutschland (SFCD) unter dem Namen Science Fiction Club Berlin (SFCB) in West-Berlin. In Ost-Berlin wurde der erste Science-Fiction-Club erst drei Jahrzehnte sp\u00e4ter in einer Phase relativer politischer Offenheit gegr\u00fcndet.<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a> Initiiert von Hardy Kettlitz und Krischan Schoeninger, die sich von der Archenhold-Sternwarte kannten, konstituierte sich am 6. Februar 1985 die Interessengemeinschaft f\u00fcr wissenschaftlich-phantastische Literatur. Diese organisierte im Sommer 1985 eine Ausstellung, bei der Werke der sowjetischen phantastischen Literatur und Malerei pr\u00e4sentiert sowie Raumschiffmodelle und Filme gezeigt wurden. Ein Jahr nach der Gr\u00fcndung erfolgte die Umbenennung in Andymon, nach dem Titel des Romans der Steinm\u00fcllers aus dem Jahr 1982, der als ber\u00fchmteste Science-Fiction-Ver\u00f6ffentlichung der DDR gilt. Die Aktivit\u00e4ten des Clubs gaben unter anderem den Ansto\u00df f\u00fcr die Publikation des Fanzines <em>tranSfer<\/em>, dessen erste Ausgabe 1987 erschien, und f\u00fcr die ersten Tage der Phantastischen Kunst im Oktober desselben Jahres. Diese Veranstaltung umfasste eine Ausstellung utopisch-phantastischer Kunstwerke und ein Begleitprogramm zum Thema Science-Fiction. Allerdings waren die Vortr\u00e4ge nur schwach besucht. Daraufhin organisierten die Clubmitglieder die Veranstaltung im n\u00e4chsten Jahr als eine Science-Fiction-Convention im 1987 neu er\u00f6ffneten Zeiss-Gro\u00dfplanetarium. Hierf\u00fcr gab es auch finanzielle Unterst\u00fctzung von staatlicher Seite. Der Erfolg der dritten Tage der Phantastischen Kunst f\u00fchrte zu einer verst\u00e4rkten staatlichen Kontrolle, da einige Autor:innen (zumeist private) Kontakte mit der westlichen Science-Fiction-Szene unterhielten, was nicht gestattet war. Die erste M\u00f6glichkeit f\u00fcr DDR-Schriftsteller:innen, an einer Convention im Ausland teilzunehmen, gab es 1988 mit der Eurocon in Budapest.<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> Eine weitere bedeutende Veranstaltung f\u00fcr Andymon war die erste (und letzte) DDR-Con von 1990, an der zahlreiche Science-Fiction-Clubs teilnahmen, darunter der SFCD.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Das Fanzine<em> tranSfer<\/em>, das bis 1990 als Informationsblatt des Clubs Andymon erschien und Essays, Rezensionen und Interviews enthielt, sah sich unter anderem durch den langwierigen Prozess der Druckgenehmigung vor gro\u00dfe Herausforderungen gestellt. Daraufhin gr\u00fcndeten Thomas H\u00f6ding und Hans-Peter Neumann mit <em>Terminator<\/em> ein eigenes Fanzine, in dem 1989\/90 Science-Fiction-Stories, Rezensionen und Autor:innenportr\u00e4ts ver\u00f6ffentlicht wurden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Diese von leidenschaftlichen Anh\u00e4nger:innen des Genres in oft kleinen Auflagen und Verlagen gedruckten Publikationen tragen noch heute dazu bei, dass die DDR-Schriftsteller:innen nicht in Vergessenheit geraten und immer wieder aufs Neue j\u00fcngere Leserschaften finden. So ver\u00f6ffentlichten die Berliner Verlage Shayol (1998\u20132009) und Golkonda (2010\u20132019) zahlreiche Science-Fiction-Texte und Werkausgaben von Autor:innen aus der DDR und der Sowjetunion. Dank der Arbeit von Hardy Kettlitz und seinem seit 2020 offiziell eigenst\u00e4ndigen Verlag Memoranda werden jedoch nicht nur Texte aus der DDR neu aufgelegt, sondern es entstehen auch literaturwissenschaftliche B\u00e4nde. Der Club <a href=\"http:\/\/www.club-andymon.net\/\">Andymon<\/a> besteht bis heute. Im Rahmen der Recherchen zu meiner Dissertation habe ich ihn im November 2024 besucht. Die freundliche Atmosph\u00e4re und die Gespr\u00e4che mit zentralen Akteur:innen der Berliner Science-Fiction erm\u00f6glichten es mir, das Genre und seine Rezeption besser zu verstehen. Ralf Neukirchen, Vorsitzender von Andymon, und Hardy Kettlitz gaben mir die M\u00f6glichkeit, an einer Lesung von Kurzgeschichten aus dem neuen Buch der Steinm\u00fcllers und von Erik Simon, <em>Eskapaden<\/em>, teilzunehmen. Heute m\u00fcssen diese Autor:innen keine R\u00fccksicht mehr auf die Zensur nehmen und k\u00f6nnen sich zeitgen\u00f6ssischen Einfl\u00fcssen \u00f6ffnen. DDR-Schriftsteller:innen wie die Steinm\u00fcllers und Erik Simon sind offen f\u00fcr Kontakte mit jungen Forscher:innen und Autor:innen der Berliner Szene. Ein Beispiel f\u00fcr eine solche Forscherin ist Isabella Hermann, die sich mit den Beziehungen zwischen Science-Fiction und Politik auseinandersetzt und Direktorin des <a href=\"https:\/\/www.berlinscifi.org\/\">Sci-Fi Filmfests<\/a> in Berlin ist, das jedes Jahr im Oktober stattfindet und internationale Science-Fiction-Kurzfilme pr\u00e4sentiert. Ein wichtiger Treffpunkt f\u00fcr Science-Fiction-Fans in Berlin ist zudem die Buchhandlung <a href=\"https:\/\/www.otherland-berlin.de\/en\/home.html\">Otherland<\/a>, die 1998 von Hannes Riffel und Birgit Herden unter dem Namen UFO er\u00f6ffnet wurde. Sie ist eine der wenigen Buchhandlungen, die auf Science-Fiction- und Fantasy-Literatur spezialisiert sind und auch Second-Hand-B\u00fccher aus der DDR anbieten. Dar\u00fcber hinaus finden hier Treffen mit Autor:innen statt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Der vorliegende \u00dcberblick kann nur einen Teil dessen abbilden, was die Berliner Szene so aktiv und attraktiv macht. Weitere Forschungsaufenthalte sind notwendig, um ein vollst\u00e4ndiges Bild zu zeichnen. Was meine bisherigen Begegnungen mir aber deutlich vor Augen gef\u00fchrt haben, ist die entscheidende Rolle, die das Fandom bei der Verbreitung und f\u00fcr das Fortleben der DDR-Science-Fiction spielte und spielt. Dieser Aspekt sollte daher in der Forschung gr\u00f6\u00dfere Ber\u00fccksichtigung finden, um die Spezifik und Entwicklungsdynamik von popul\u00e4ren Genres besser zu verstehen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em><span style=\"color: #e63348;\">Chiara Viceconti ist Doktorandin der Germanistik und Slawistik an der Universit\u00e4t Sapienza in Rom. Derzeit widmet sie sich in ihrer Forschung dem Dissertationsprojekt \u00bbFrauen, Science-Fiction und Ideologie in der DDR. Eine vergleichende Analyse zur sowjetischen <\/span><\/em><span style=\"color: #e63348;\">nautschnaja fantastika<\/span><em><span style=\"color: #e63348;\">\u00ab. Von Oktober bis Dezember 2024 war sie Gastwissenschaftlerin am ZfL.<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/www.eulenspiegel.com\/verlage.html\">https:\/\/www.eulenspiegel.com\/verlage.html<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Sonja Fritzsche: <em>Science Fiction Literature in East Germany<\/em>, Oxford 2006, S. 16.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. ebd., S. 105.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Ich verwende die Begriffe Science-Fiction und Wissenschaftliche Phantastik weitgehend synonym. Nur bei der Analyse von Unterschieden zwischen der DDR und der BRD werden sie entsprechend ihrer jeweiligen Herkunft verwendet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. Fritzsche: <em>Science Fiction Literature in East Germany<\/em> (Anm. 2), S. 107\u2013108.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. Olaf Spittel\/Erik Simon: <em>Die Science-Fiction der DDR. Autoren und Werke. Ein Lexikon<\/em>, Berlin 1989, S. 76.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. Angela und Karlheinz Steinm\u00fcller: \u00bbDie befohlene Zukunft. DDR-Science Fiction zwischen Wunschtraum und (Selbst-)Zensur\u00ab, in: <em>Das Science-Fiction-Jahr<\/em>, hg. von Wolfgang Jeschke, M\u00fcnchen 1994, S. 281.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Vgl. Spittel\/Simon: <em>Die Science-Fiction der DDR<\/em> (Anm. 6), S. 74.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vgl. Angela und Karlheinz Steinm\u00fcller: <em>Vorgriff auf das Lichte Morgen: Essays zur DDR-Science-Fiction<\/em>, Berlin 2023, abs. \u00bbEiszeit und Tauwetter\u00ab [1995].<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Vgl. Hans Frey: <em>Optimismus und Overkill. Deutsche Science Fiction in der jungen Bundesrepublik<\/em>, Berlin 2021, abs. 20.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Vgl. Hans Frey: <em>Vision und Verfall. Deutsche Science Fiction in der DDR<\/em>, Berlin 2023, abs. 12.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. Matthias Schwartz: \u00bb\u203aEine Vision anderer Zeiten und Welten\u2039. Der Osten Europas und die \u203aPhantastische Bibliothek\u2039\u00ab, in: Dirk Kemper\/Natalia Bakshi\/Pawel Zajas (Hg.): <em>Kulturtransfer und Verlagsarbeit. Suhrkamp und Osteuropa<\/em>, Paderborn 2019, S. 85\u2013112.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Interview mit Angela und Karlheinz Steinm\u00fcller am 17.10.2024. Seit den fr\u00fchen 1980er Jahren verfassten sie Romane und Kurzgeschichten zumeist gemeinsam. Ihr Erfolg verdankte sich insbesondere dem Roman <em>Andymon<\/em> aus dem Jahr 1982. Gegenw\u00e4rtig werden ihre Romane und Essays zur Science-Fiction-Literatur neu aufgelegt (<a href=\"https:\/\/steinmuller.de\/de\/sf-literatur\/team\">https:\/\/steinmuller.de\/de\/sf-literatur\/team<\/a>).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Vgl. Angela und Karlheinz Steinm\u00fcller: \u00bbDie befohlene Zukunft\u00ab (Anm. 7). S. 284.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Vgl. ebd., S. 285\u2013286.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Vgl. Hans Frey: <em>Vision und Verfall <\/em>(Anm. 11), abs. 12.1.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Erik Simon hat als Lektor beim Verlag <em>Neues Leben<\/em> gearbeitet, ist Science-Fiction-Schriftsteller und hat auch wissenschaftlich zum Thema gearbeitet. Au\u00dferdem war er Mitglied des Stanis\u0142aw-Lem-Clubs in Dresden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Interview mit Angela und Karlheinz Steinm\u00fcller am 17.10.2024.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Interview mit Erik Simon am 4.11.2024.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Vgl. Frey: <em>Vision und Verfall<\/em> (Anm. 11), abs. 18.5.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Vgl. Spittel\/Simon: <em>Die Science-Fiction der DDR<\/em> (Anm. 6), S. 88\u201389.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Vgl. Frey: <em>Vision und Verfall <\/em>(Anm. 11), abs. 18.5.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Zur Entwicklung des DDR-Fandoms vgl. Wolfgang Both\/Hans-Peter Neumann\/Klaus Scheffler (Hg.):<em> Berichte aus der Parallelwelt: die Geschichte des Science-fiction-Fandoms in der DDR<\/em>, Passau 1998.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Vgl. Frey: <em>Vision und Verfall <\/em>(Anm. 11), abs. 18.5.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Chiara Viceconti: Emblematische Orte und Autor:innen der DDR-Science-Fiction in Berlin, in: ZfL Blog, 11.8.2025, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2025\/08\/11\/chiara-viceconti-emblematische-orte-und-autorinnen-der-ddr-science-fiction-in-berlin\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2025\/08\/11\/chiara-viceconti-emblematische-orte-und-autorinnen-der-ddr-science-fiction-in-berlin\/<\/a>].<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">DOI: <\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20250811-01\"><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20250811-01<\/span><\/a><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20250811-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2025\/08\/11\/chiara-viceconti-emblematische-orte-und-autorinnen-der-ddr-science-fiction-in-berlin\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"EMBLEMATISCHE ORTE UND AUTOR:INNEN DER DDR-SCIENCE-FICTION IN BERLIN\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Chiara Viceconti\",\n    \"givenName\": \"Chiara\",\n    \"familyName\": \"Viceconti\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"0009-0006-5183-6520\"\n  },\n  \"license\": \"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/legalcode\",\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2025-08-11\",\n  \"datePublished\": 2025,\n  \"schemaVersion\": \"http:\/\/datacite.org\/schema\/kernel-4\",\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"@id\": \"https:\/\/ror.org\/00bpta863\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung\"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass man Berlin heute als Hauptstadt der deutschsprachigen Science-Fiction-Literatur bezeichnen kann, hat vor allem damit zu tun, dass es in der DDR und speziell in Ost-Berlin eine bemerkenswerte Produktion von Wissenschaftlicher Phantastik gab, wie das Genre im Osten genannt wurde. In der Hauptstadt der DDR hatten damals unter anderem die Verlage Neues Leben und Das <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2025\/08\/11\/chiara-viceconti-emblematische-orte-und-autorinnen-der-ddr-science-fiction-in-berlin\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[99,462,908,900,237,46,902,71,899,901],"class_list":["post-3800","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einblick","tag-berlin","tag-ddr","tag-ddr-literatur","tag-fandom","tag-literaturgeschichte","tag-science-fiction","tag-verlagswesen","tag-weltliteratur","tag-wissenschaftliche-phantastik","tag-zensur"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3800","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3800"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3800\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3857,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3800\/revisions\/3857"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3800"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3800"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3800"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}