{"id":3905,"date":"2026-01-19T12:13:37","date_gmt":"2026-01-19T10:13:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=3905"},"modified":"2026-01-19T13:17:02","modified_gmt":"2026-01-19T11:17:02","slug":"katrin-truestedt-im-ruecken-die-ruinen-europas-ophelia-in-der-lausitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/01\/19\/katrin-truestedt-im-ruecken-die-ruinen-europas-ophelia-in-der-lausitz\/","title":{"rendered":"Katrin Tr\u00fcstedt: Im R\u00fccken die Ruinen Europas: OPHELIA IN DER LAUSITZ"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbIch war Emilia. Ich stand an der K\u00fcste und sprach mit der Brandung BLABLA, im R\u00fccken die Ruinen von Europa.\u00ab<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">W\u00e4hrend Emilia in einer der riesigen Fabrikhallen ihren Auftritt hat, h\u00f6ren wir aus einer anderen Halle Desdemona schreien, die gerade umgebracht wird. Es ist Lausitz Festival 2025 und wir sehen, frei nach Shakespeare (und mit Heiner-M\u00fcller-Zitaten gespickt), <em>Othello\/Die Fremden.<\/em><a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>\u00a0Die \u00bbRuinen von Europa\u00ab sind hier weder Nachkriegsruinen noch etwa metaphorische Ruinen, sondern stillgelegte Lausitzer Fabrikanlagen, die keine Gl\u00e4ser und keine Briketts mehr produzieren, sondern nun Kunst. <em>Othello\/Die Fremden <\/em>sehen wir in den Hallen der ehemaligen Telux-Werke in Wei\u00dfwasser\/B\u011b\u0142a W\u00f3da (Telux wurde 1899 vom j\u00fcdischen Unternehmer Joseph Schweig gegr\u00fcndet und war zehn Jahre sp\u00e4ter gr\u00f6\u00dfter Produzent von technischen Gl\u00e4sern weltweit); die <em>Sonettfabrik<\/em> nach Shakespeares Sonetten in der ehemaligen Brikettfabrik Louise in Domsdorf; und das St\u00fcck <em>M\u00fcller &amp; M\u00fcller <\/em>wird am Originalschauplatz aufgef\u00fchrt, dem ehemaligen Klettwitzer Braunkohletagebau.<!--more--><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">***<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbAus den Augen verloren hast du die Klasse am Schreibtisch\u00ab,<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> sagt Inge zu Heiner M\u00fcller. Sie sagt es in Michael H\u00f6ppners St\u00fcck<em> M\u00fcller &amp; M\u00fcller<\/em>, einer Urauff\u00fchrung \u00fcber die Recherchearbeit der M\u00fcllers im Klettwitzer Tagebau f\u00fcr ihr H\u00f6rst\u00fcck <em>Die Br\u00fccke. Ein Bericht aus Klettwitz<\/em> von 1958. Im <em>Philosophischen Labor<\/em> des Lausitz Festivals diskutieren wir das Verh\u00e4ltnis von Individuum und Kollektiv, politische Affekte im Sp\u00e4tkapitalismus, Krieg und Tr\u00e4ume, und im letzten Panel die Frage, wer spricht, und f\u00fcr wen. \u00bbAus den Augen verloren hast du die Klasse am Schreibtisch\u00ab, sagt Inge M\u00fcller, und der Anspruch, \u00bbdie Klasse\u00ab am Schreibtisch nicht aus den Augen zu verlieren, sie vielmehr auf irgendeine Weise zu repr\u00e4sentieren, geistert durch das St\u00fcck. Explizit \u00e4u\u00dfert diesen Anspruch dort am ehesten der Bergwerksverantwortliche, mit einer Formulierung, die aus der Begr\u00fcndung der Akademie der K\u00fcnste Berlin zur Verleihung des Heinrich-Mann-Preises 1959 an die M\u00fcllers \u00fcbernommen ist. \u00bb[D]as gemeinschaftliche Leben, Arbeiten und Schreiben ist lobend hervorzuheben; dr\u00fcckt sich doch hier im Kleinen, d.h. in einem sozialistischen Dichterkollektiv, die erfolgreiche Entwicklung eines allgemeinen Wir-Gef\u00fchls aus.\u00ab<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Im Kleinen (dem sozialistischen Dichterkollektiv) sei also das Gro\u00dfe (die Gemeinschaft) auch in der Form abzubilden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">In welchen Relationen Individuum und Kollektiv zueinander stehen, fragt das <em>Philosophische Labor<\/em> des Lausitz Festivals 2025, und hier sind es Intellektuelle und Arbeiterklasse, um deren Verh\u00e4ltnis es geht. Es ist ein spezifisches: eines der F\u00fcrsprache, Stellvertretung, Repr\u00e4sentation. Was f\u00fcr Sartre \u00bbengagierte Literatur\u00ab hie\u00df und bei den M\u00fcllers als Anspruch, als Intellektuelle f\u00fcr \u00bbdie Klasse\u00ab zu sprechen, vorausgesetzt wird,<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> erscheint heute hoffnungslos vermessen. Aber die Gegenposition \u2013 wie Foucault und Deleuze ohne Reflexion der eigenen etablierten Sprecherposition jegliche F\u00fcrsprache mit dem Hinweis abzulehnen, \u203adie Arbeiterklasse\u2039 k\u00f6nne ja f\u00fcr sich selbst sprechen \u2013 ist mit Spivak auch nicht gut m\u00f6glich.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>\u00a0Was dann?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Im Theater sind F\u00fcrsprache und Stellvertretung immer schon am Werk. Ohne selbst anwesend zu sein, tritt Desdemona in den Telux-Werken auf, eine Brikettpresserin kommt im Klettwitzer Bericht der M\u00fcllers zu Wort, und in <em>M\u00fcller &amp; M\u00fcller<\/em> streiten Inge und Heiner M\u00fcller. Sie alle treten auf, ohne tats\u00e4chlich auf der B\u00fchne zu sein, w\u00e4hrend viele andere auf der B\u00fchne agieren, ohne dies als sie selbst zu tun, und wieder andere ganz im Hintergrund arbeiten, um Desdemona, der Brikettpresserin und den M\u00fcllers den Auftritt zu bereiten. Die Fragen, wer gesehen wird, wer ungesehen bleibt, und wer f\u00fcr wen spricht, werden in <em>M\u00fcller &amp; M\u00fcller<\/em> aber nicht nur im Hintergrund verhandelt, sondern explizit auf die B\u00fchne gebracht. \u00bbEin Kind wird geboren\u00ab, sagt Inge zu Heiner M\u00fcller.<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbEin Haus wird gebaut. Ein Feld wird bestellt. \/ Ein Gedicht wird gemacht. \/ Allt\u00e4gliche Dinge. \/ Wer tut sie? \/ Die, die du nicht sehen willst. \/ Weil ihre H\u00e4nde und Gesichter gezeichnet sind \/ Von dem, was sie tun. \/ Weil sie dich erinnern \/ An das, was du tun m\u00fc\u00dftest. \/ Du siehst weg \/ Und schreibst \/ Hinweg \/ \u00dcber sie.\u00ab<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ein Kind wird geboren: traditionell weibliche, unbezahlte Arbeit. Die alte marxistische Frage \u00bbWer produziert den Arbeiter?\u00ab wird von der polnischen Philosophin Ewa Majewska (wie von anderen) nicht nur als Frage danach verstanden, wie der Kapitalismus den Arbeiter hervorbringt, sondern als gr\u00f6\u00dfere Frage von ungesehener Care-Arbeit und Reproduktion.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Ein Kind wird geboren. Ein Gedicht wird <em>gemacht<\/em>. Wie ein Haus gebaut. Allt\u00e4glicher Prozess, in den aber nicht nur ein:e Autor:in, sondern eben auch andere involviert sind, die ungesehene Arbeit im Hintergrund leisten.<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bb\u00dcber die schriftstellerische Zusammenarbeit, wie sie zwischen Heiner und mir besteht, gibt es eigenartige Vorstellungen. Man nimmt bisweilen an, ich s\u00e4he das, was Heiner geschrieben hat, nur noch einmal durch, um dies oder das zu verbessern oder Geringf\u00fcgiges zu ver\u00e4ndern. Daf\u00fcr betrachtet es dann mein Mann als seine Kavalierspflicht, im Titel auch meinen Namen erscheinen zu lassen.\u00ab<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Heiners Sicht ist Inges einfach gegen\u00fcbergestellt. <\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbDann habe ich das Ding geschrieben, und da sie an der Vorbereitung beteiligt gewesen war, im Grunde mehr als ich, ich brauchte wenig Material, habe ich sie als Mitautorin genannt. Der Hacks sagte mir damals, dass das ein schwerer Fehler gewesen sei, und das stimmt, das h\u00e4tte ich nicht tun sollen, denn es entsprach nicht den Tatsachen. Andrerseits: Was ist ein Autor?\u00ab<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Was ist ein Autor, fragt Heiner M\u00fcller und zieht seinen Kollegen Peter Hacks heran, den \u203aGoethe der DDR\u2039, der die unbezahlte, ungesehene Arbeit unkenntlich lie\u00df, die in seine St\u00fccke floss, in denen es aber durchaus, wie in der <em>Frau von Stein<\/em>, genau um solche Fragen ging (Frau von Stein: \u00bbIch habe Goethe zu dem gemacht, was er ist.\u00ab).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Den Hintergrund all derer, die mitarbeiten an einem Text und die normalerweise als Hintergrund im Off verbleiben, bringt <em>M\u00fcller &amp; M\u00fcller<\/em> nun auf die B\u00fchne. Indem Inge M\u00fcller all diejenigen hervorhebt, die Gedichte \u00bbmachen\u00ab, klagt sie \u00fcber ihren eigenen Anteil hinaus auch die Anteile all derer ein, die nicht gesehen und geh\u00f6rt werden sollen, die Felder bestellen, H\u00e4user bauen, Kinder geb\u00e4ren. <\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbDu zitterst vor Eigenliebe, Narzi\u00df \/ WER GIBT DIR EIN RECHT DEN STUMMEN ZU SPIELEN \/ Zu viele sind ohne Stimme und Recht noch.\u00ab<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">***<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbIch bin [\u2026] Die Frau am Strick\u00ab ruft Emilia in der Telux-Halle, \u00bbDie Frau mit den aufgeschnittenen Pulsadern Die Frau mit der \u00dcberdosis\u00ab.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Sie spricht hier weder als Emilia noch als Desdemona, die im Nebenraum umgebracht wird. Vielmehr sind dies Ophelias Worte aus Heiner M\u00fcllers <em>Hamletmaschine<\/em> von 1977. Das St\u00fcck wurde als Reflexion der Situation des Intellektuellen in der DDR verstanden; so tritt M\u00fcllers Hamlet eben gerade nicht mehr auf, sondern wird von dem Hamlet-Darsteller vorgestellt mit den Worten \u00bbIch <em>war<\/em> Hamlet\u00ab (wie hier: \u00bbIch war Emilia\u00ab). Ophelia aber, bei Shakespeare meist als Nebenfigur verstanden, die als Opfer von Hamlets Verhalten in den Tod geht, probt bei M\u00fcller im Gegensatz zu Hamlet den gro\u00dfen Aufstand. Sie richtet sich als Revolution\u00e4rin mit einer exzessiven Geste an \u00bbdie Metropolen der Welt\u00ab,<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a>\u00a0und zwar nicht in ihrem eigenen Namen. \u00bbHier spricht Elektra. Im Herzen der Finsternis. Unter der Sonne der Folter. An die Metropolen der Welt. Im Namen der Opfer.\u00ab<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Die \u00bbOpfer\u00ab werden nicht genauer identifiziert, aber \u00bbIm Herzen der Finsternis\u00ab zitiert Joseph Conrads <em>Heart of Darkness<\/em>, und \u00bbUnter der Sonne der Folter\u00ab Sartres Vorwort zu Fanons <em>Die Verdammten der Erde<\/em>.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Im Namen der Verdammten der Erde scheint sich M\u00fcllers Ophelia auf eine Kritik des Imperialismus und der Kolonisierung \u00bbAnderer\u00ab zu beziehen, die aus unseren kapitalistischen Zentren ebenso ausgeschlossen sind wie die unteren Schichten vom Hof von Shakespeares Helsing\u00f6r oder, Inge M\u00fcller zufolge, die Arbeiter:innen, die Kinder geb\u00e4ren, Felder bestellen und Gedichte machen, von Heiner M\u00fcllers B\u00fchne.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Ophelia, f\u00fcr Majewska eine privilegierte Symbolfigur f\u00fcr den Ausschluss von Frauen aus dem \u00f6ffentlichen Leben, bel\u00e4sst es aber in den unterschiedlichsten Manifestationen nicht bei der Anprangerung dieser Mi\u00dfst\u00e4nde. Sie verschafft sich selbst eine Gegen\u00f6ffentlichkeit: in M\u00fcllers Version der <em>Hamletmaschine<\/em>; in der Inszenierung von Zorka Wollny, an der sich Majewska orientiert; und selbst in der Inszenierung von <em>Othello<\/em> in der Lausitz, in der Ophelia eigentlich gar keinen Auftritt hat.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> In dem Kapitel <em>Feminist Counterpublics: From Ophelia to Current Women\u2019s Protests<\/em> liest Majewska Ophelia nicht nur als Subalterne, der in der patriarchalischen Kultur die Stimme genommen wurde, sondern auch als Stifterin subalterner Gegen\u00f6ffentlichkeiten, beruhend auf heterogenen, nichtindividualistischen Allianzen,<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> wie wir sie hier sehen k\u00f6nnen, wenn Emilia auf Desdemona verweist und Ophelia zu Wort kommen l\u00e4sst, und Ophelia wiederum im Namen anderer spricht, die im Off verbleiben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">***<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbDa sah ich riesige Feuer \u00fcber den Planeten laufen\u00ab.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a>\u00a0<em>M\u00fcller &amp; M\u00fcller<\/em> bringt viel von dem, was f\u00fcr den <em>Bericht<\/em> zum Braunkohle-Tagebau wie f\u00fcr andere St\u00fccke als Hintergrund ausgeblendet wird, auf die B\u00fchne. Was bei <em>M\u00fcller &amp; M\u00fcller<\/em> dann selbst wiederum fast g\u00e4nzlich im Off verbleibt, sind die \u00f6kologischen Kosten der Lausitzer Braunkohlegewinnung. Messungen des Landesumweltamtes seit 2004 zeigen, dass die Mengen des durch den Abbau der Braunkohle freigesetzten Feinstaubs deutlich \u00fcber den EU-Grenzwerten liegen. Der Einsatz der Braunkohle in den Kraftwerken des Lausitzer Reviers erzeugt ebenso erh\u00f6hte Mengen Kohlendioxid. Feinst\u00e4ube wie Treibhausgase sind f\u00fcr das menschliche Auge nicht sichtbar und werden, zusammen mit ihren \u00f6kologischen und sozialen Kosten, \u00fcblicherweise aus der Kalkulation ausgeklammert.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Diese Kosten kommen nun auch in <em>M\u00fcller &amp; M\u00fcller<\/em> nur am Rande vor, ein neuer Hintergrund zum Vordergrund gewordenen alten. \u00bbINGE: F\u00dcNFUNDF\u00dcNFZIG WURDEN WIR AUFGERUFEN \/ Zum Kampf gegen B\u00e4ume und Sand.\u00ab<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Als Hintergrund sind die Kosten aber dennoch wirksam und r\u00fchren an Fragen, die sich im Rahmen des Strukturwandels stellen. Wer spricht f\u00fcr \u203adie Natur\u2039? Wer f\u00fcr kommende Generationen? Wer spricht f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Betriebe, die sich selbst als Verlierer des Strukturwandels sehen? Und wer spricht f\u00fcr die Zuziehenden, die angesichts des Fachkr\u00e4ftemangels f\u00fcr den Strukturwandel gebraucht, aber nicht unbedingt willkommen gehei\u00dfen werden? <em>Othello\/Die Fremden<\/em> endet mit Shakespeares Textfragment \u00bbThe Strangers\u00ab, das Iago den Akteur:innen des Stadtchors Wei\u00dfwasser zuruft, der einen fremdenfeindlichen Mob spielt und nach dem Mord an der \u203awei\u00dfen\u2039 Frau (Desdemona) den \u203aSchwarzen\u2039 Mann (Othello) jagen will. Im Ausland, anderswo, im Nebenraum, sagt Iago, seien sie selbst \u00bbdie Fremden\u00ab, die Ausgeschlossenen, genau wie die, die sie hier als vermeintlich Fremde vertreiben wollen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">***<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Als Intellektueller soll Heiner M\u00fcller f\u00fcr \u00bbdie Klasse\u00ab sprechen, so ein erstes Modell als Antwort auf die Frage, wer spricht, und f\u00fcr wen. Das tut er nicht. Als Autor etwa der <em>Hamletmaschine<\/em>, so ein zweites Modell, soll Heiner M\u00fcller \u2013 ganz so wie Peter Hacks als Autor der <em>Frau von Stein<\/em> \u2013 allein, f\u00fcr sich, aus sich selbst heraus sprechen. Das tut er aber (wiederum nach Inge M\u00fcller) ebenso wenig, und unterschl\u00e4gt vielmehr all diejenigen, die mitgearbeitet haben im Prozess der Produktion.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> M\u00fcllers Ophelia schlie\u00dflich, als ein drittes Modell, ma\u00dft sich an, ohne Auftrag f\u00fcr \u00bbdie Opfer\u00ab zu sprechen, die nicht gesehen werden oder nicht gesehen werden sollen. Alle drei Formen der F\u00fcrsprache sind gewaltvoll. Alle drei gehen nicht auf.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Es macht das Theater im Allgemeinen und die Lausitzer Inszenierungen im Besonderen aus, nicht nur das sonst Ungesehene auf die B\u00fchne zu bringen, sondern das Unsichtbarmachen selbst aufzuf\u00fchren. Das Publikum von <em>Othello\/Die Fremden<\/em> wird in drei Gruppen geteilt und erlebt die Geschichte Othellos in drei verschiedenen Fabrikhallen der Telux-Werke, in drei unterschiedlichen Reihenfolgen und aus drei verschiedenen Perspektiven. Wenn Emilia in der einen Halle \u00bbIch bin [\u2026] die Frau am Strick Die Frau mit den aufgeschnittenen Pulsadern Die Frau mit der \u00dcberdosis\u00ab, ruft, durchkreuzen ihre Worte Desdemonas Schreie aus der Nebenhalle, und wir vermuten, dass die entscheidenden Handlungen gerade anderswo stattfinden. Im n\u00e4chsten Raum sehen wir dann Desdemona, w\u00e4hrend wir wissen, dass Emilia nun in der Nebenhalle auftritt, dass also das, was vorher Vordergrund war, nun Hintergrund ist. Irgendjemand hat immer die Ruinen im R\u00fccken. Das <em>Off<\/em> wird hier als <em>Off <\/em>mit ins <em>On<\/em> gezogen; wir haben <em>proxies<\/em> und <em>sounds<\/em> dessen, was sich anderswo, im Nebenraum oder hinter unserem R\u00fccken abspielt. So zeigt die Fabrik als ehemalige Produktionsst\u00e4tte nun die Produktionsbedingungen des Auftretens als gleichzeitige Exklusion. Wir h\u00f6ren Schreie, und Emilia, als <em>proxy<\/em>, als Stellvertreterin, l\u00e4sst Abwesende erscheinen, wenn sie auf Desdemona verweist und Ophelia zu Wort kommen l\u00e4sst, die wiederum als Elektra spricht (ganz so, wie die Schauspielerin nicht sich selbst, sondern diese Rolle \u2013 Emilia\/Ophelia\/Elektra \u2013 spielt). F\u00fcr die Zuschauer:innen, die <em>M\u00fcller &amp; M\u00fcller<\/em> kennen, evoziert Emilia auch noch Inge M\u00fcller, deren Suizid im St\u00fcck thematisiert wird, die also auch die Frau am Strick, die Frau mit den aufgeschnittenen Pulsadern, die Frau mit der \u00dcberdosis ist, und mit ihr wiederum all diejenigen, die, ungesehen und unterbezahlt, das Gedicht machen und das Feld bestellen. Und, ganz am Rande, auch noch das Feld selbst.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\">***<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbWenn Literatur zeigt, dass es immer ein Off gibt, immer etwas Ausgeschlossenes, sind die Exklusionen der Literatur dann nicht trotzdem immer noch gewaltvoll?\u00ab, fragt Christoph Menke im letzten Panel des <em>Philosophischen Labors<\/em> auf dem Lausitz Festival 2025.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbGeht es nicht letztlich darum, im Akt des F\u00fcrsprechens f\u00fcr andere den eigenen Status in Bezug auf diese (etwa als Profiteur:in ungesehener, unbezahlter Arbeit) zu markieren?\u00ab, fragt eine Studierende aus Lettland.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbSpricht Kunst nicht eigentlich eh immer f\u00fcr alle?\u00ab, wirft der Intendant des Festivals Daniel K\u00fchnel kurz vor Schluss ein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">\u00bbSpricht Kunst nicht immer <em>an<\/em> alle?\u00ab, entgegnet Christiane Voss, die gemeinsam mit Christoph Menke das <em>Philosophische Labor<\/em> leitet. \u00bbKunst ist doch immer exzessiv und schie\u00dft \u00fcber sich hinaus\u00ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Die Anma\u00dfung von M\u00fcllers Ophelia, ohne Auftrag, im Namen der Opfer und an die Metropolen der Welt zu sprechen, die hier wiederum selbst nur indirekt, nur durch andere, die f\u00fcr Ophelia sprechen, evoziert wird \u2013 diese Anma\u00dfung, die durch die alten Lausitzer Fabrikhallen geistert, w\u00e4re, in anderen Worten, die Anma\u00dfung der Kunst selbst.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"><em>Die Literaturwissenschaftlerin\u00a0<\/em><a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/truestedt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Katrin Tr\u00fcstedt<\/em><\/a><em>\u00a0arbeitet am ZfL an ihrem Projekt \u00bb<\/em><a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/politik-des-erscheinens.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Politik des Erscheinens<\/em><\/a><em>\u00ab und ist Ko-Leiterin des Programmbereichs \u00bb<\/em><a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/theoriegeschichte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Theoriegeschichte<\/em><\/a><em>\u00ab.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Nach Heiner M\u00fcllers <em>Hamletmaschine<\/em>: \u00bbIch war Hamlet. Ich stand an der K\u00fcste und sprach mit der Brandung BLABLA, im R\u00fccken die Ruinen von Europa\u00ab, in: Heiner M\u00fcller: <em>Werke<\/em>, Bd. 4, <em>St\u00fccke 2<\/em>, hg. von Frank H\u00f6rnigk, Frankfurt a.\u00a0M. 2001, S. 544\u2013554, hier\u00a0S. 544.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Inszenierung: Marcel Kohler.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Michael H\u00f6ppner: <em>M\u00fcller &amp; M\u00fcller<\/em>, Manuskript, Fassung vom 12.7.2025, S. 8.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Ebd., S. 4.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Selbst Heiner M\u00fcller l\u00e4sst diesen Anspruch unhinterfragt, auch wenn er ihn in seiner Entgegnung auf Inge umdreht: \u00bbDie Klasse hat mich \/ Aus den Augen verloren. Ich gehe voran. \/ Sie hinkt nach\u00ab, ebd., S. 8f.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Gayatri Chakravorty Spivak: \u00bbCan the Subaltern Speak?\u00ab, in: Cary Nelson \/ Larry Grossberg (Hg.): <em>Marxism and the Interpretation of Culture<\/em>, Champaign, IL 1988, S. 271\u2013314.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Ebd., S. 8.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> \u00bbThis (re)production of the workforce covers various elements of what constitutes housework, affective labor and family; [\u2026] the \u203asilences\u2039 of Marxist narrative \u2013 the invisible labor of care, biological reproduction and maintaining social relations of kinship and beyond. The refusal to embrace these forms of agency as \u203awork\u2039 deepens their exclusion and marginalization, thus translating into the diminished status of domestic workers \u2013 mainly women \u2013 in society.\u00ab Ewa Majewska: <em>Feminist Antifascism: Counterpublics of the Common<\/em>, London 2021, S.\u00a073.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> H\u00f6ppner: <em>M\u00fcller &amp; M\u00fcller<\/em> (Anm. 3), S. 9.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Ebd., S. 11.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Ebd., S. 21.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> M\u00fcller: \u00bbHamletmaschine\u00ab (Anm. 1), S. 547.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Ebd., S. 554. Vgl. dazu auch Katrin Tr\u00fcstedt: \u00bbAlienation und Affirmation. Die Kom\u00f6die der Negativit\u00e4t in Heiner M\u00fcllers Hamletmaschine\u00ab, in: Thomas Khurana u.a. (Hg.): <em>Negativit\u00e4t: Kunst \u2013 Recht \u2013 Politik<\/em>, Frankfurt a.M. 2018, S. 65\u201379.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> M\u00fcller: \u00bbHamletmaschine\u00ab (Anm. 1), S. 554.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Vgl. Jean Jourdheuil: \u00bbDie Hamletmaschine\u00ab, in: Hans-Thies Lehmann u.a. (Hg.): <em>Heiner M\u00fcller Handbuch: Leben, Werk, Wirkung<\/em>, Stuttgart 2003, S.\u00a0221\u2013227, hier S. 226.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Ganz zu schweigen von aktuellen Inszenierungen wie Florentina Holzingers <em>Ophelia\u2019s Got Talent.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Vgl. Majewska: <em>Feminist Antifascism <\/em>(Anm. 7), S. 92\u2013105.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> H\u00f6ppner: <em>M\u00fcller &amp; M\u00fcller<\/em> (Anm. 3), S. 34.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Vgl. Katharine Ainger: \u00bbThe New Peasants\u2019 Revolt\u00ab, in: <em>New Internationalist<\/em>, 2.1.2003: \u00bbHow \u203aefficient\u2039 is a system of agriculture that ignores (\u203aexternalizes\u2039) the huge costs of removing chemical contamination from water or losing genetic diversity?\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> H\u00f6ppner: <em>M\u00fcller &amp; M\u00fcller<\/em> (Anm. 3), S. 27.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Vgl. Walter Benjamin: \u00bbDer Autor als Produzent\u00ab, in: ders.: <em>Gesammelte Schriften<\/em>, Bd. II\/2, hg. von Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenh\u00e4user, Frankfurt a.M., 1977, S. 683\u2013701.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Katrin Tr\u00fcstedt: Im R\u00fccken die Ruinen Europas: Ophelia in der Lausitz, in: ZfL Blog, 19.1.2026, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/01\/19\/katrin-truestedt-im-ruecken-die-ruinen-europas-ophelia-in-der-lausitz\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/01\/19\/katrin-truestedt-im-ruecken-die-ruinen-europas-ophelia-in-der-lausitz\/<\/a>].<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">DOI: <\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20260119-01\"><span style=\"font-family: helvetica;\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20260119-01<\/span><\/a><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20260119-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/01\/19\/katrin-truestedt-im-ruecken-die-ruinen-europas-ophelia-in-der-lausitz\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"Im R\u00fccken die Ruinen Europas: OPHELIA IN DER LAUSITZ\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Katrin Tr\u00fcstedt\",\n    \"givenName\": \"Katrin\",\n    \"familyName\": \"Tr\u00fcstedt\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-5155-0382\"\n  },\n  \"license\": \"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/3.0\/legalcode\",\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2026-01-19\",\n  \"datePublished\": 2026,\n  \"schemaVersion\": \"http:\/\/datacite.org\/schema\/kernel-4\",\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"@id\": \"https:\/\/ror.org\/00bpta863\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung\"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbIch war Emilia. Ich stand an der K\u00fcste und sprach mit der Brandung BLABLA, im R\u00fccken die Ruinen von Europa.\u00ab[1] W\u00e4hrend Emilia in einer der riesigen Fabrikhallen ihren Auftritt hat, h\u00f6ren wir aus einer anderen Halle Desdemona schreien, die gerade umgebracht wird. Es ist Lausitz Festival 2025 und wir sehen, frei nach Shakespeare (und mit <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/01\/19\/katrin-truestedt-im-ruecken-die-ruinen-europas-ophelia-in-der-lausitz\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,1,19],"tags":[462,948,944,945,949,943,282,947,946],"class_list":["post-3905","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ad-hoc","category-allgemein","category-lektueren","tag-ddr","tag-hamletmaschine","tag-heiner-mueller","tag-inge-mueller","tag-lausitz-festival","tag-ophelia","tag-shakespeare","tag-stellvertretung","tag-theater"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3905","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3905"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3905\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3915,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3905\/revisions\/3915"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}