{"id":3991,"date":"2026-07-01T15:12:21","date_gmt":"2026-07-01T13:12:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=3991"},"modified":"2026-07-02T09:27:21","modified_gmt":"2026-07-02T07:27:21","slug":"sigrid-weigel-carlo-ginzburg-erinnerung-an-einen-grandseigneur-der-kulturwissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/07\/01\/sigrid-weigel-carlo-ginzburg-erinnerung-an-einen-grandseigneur-der-kulturwissenschaft\/","title":{"rendered":"Sigrid Weigel: CARLO GINZBURG \u2013 Erinnerung an einen Grandseigneur der Kulturwissenschaft"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3992\" aria-describedby=\"caption-attachment-3992\" style=\"width: 383px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Bild2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3992 \" src=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Bild2.png\" alt=\"Gruppenfoto: Autor:innen des Wagenbach-Verlags mit der Verlegerin, auf der Leinwand im Hintergrund ist ein Buchcover von Carlo Ginzburg zu sehen\" width=\"383\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Bild2.png 421w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Bild2-300x300.png 300w, https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Bild2-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 383px) 85vw, 383px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3992\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-family: helvetica;\">Abb. 1. \u00bb100 B\u00e4nde Kleine Kulturwissenschaftliche Bibliothek im Wagenbach Verlag\u00ab, 16. Juni 2026, \u00a9 Annekathrin Kohout<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Als habe er sich noch einmal zu Wort melden wollen, bevor er die Welt der Lebenden f\u00fcr immer verlassen w\u00fcrde, um an sein Pl\u00e4doyer f\u00fcr den Wahrheitsanspruch der historischen Wissenschaft zu erinnern: Bei der Veranstaltung zur <em>Kleinen Kulturwissenschaftlichen Bibliothek (KKB)<\/em> des Wagenbach Verlags am 16. Juni in der Berliner Staatsbibliothek war es von den 100 Titeln der KKB, die im Laufe des Abends auf die Leinwand projiziert wurden, ausgerechnet das Cover eines <em>seiner <\/em>B\u00fccher, das \u00fcber den K\u00f6pfen der Redner zu sehen war, als diese sich zum Abschlussfoto auf der B\u00fchne versammelt hatten (Abb. 1). \u00dcbergro\u00df prangte da der Titel <em>Faden und F\u00e4hrten: Wahr falsch fiktiv<\/em>. Am n\u00e4chsten Morgen erfuhren wir, dass Carlo Ginzburg in der Nacht zum Mittwoch, den 17. Juni, mit 87 Jahren verstorben war. Es f\u00e4llt schwer, bei einem Historiker, der das Hexenwesen und den fr\u00fchneuzeitlichen Volksglauben der Benandanti mit ihren Totenprozessionen erforscht hat, angesichts dieser Koinzidenz an einen Zufall zu glauben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><!--more-->Verfahren der Wahrheitsfindung und Spurensuche, Fallstudien und Methoden der Beweisf\u00fchrung geh\u00f6rten zu den Leitmotiven von Carlo Ginzburgs Arbeiten. Als eine zentrale erkenntniskritische Frage hat sich dieser Motivkomplex allm\u00e4hlich aus seinem intensiven Studium von Prozessdokumenten \u2013 von den Verh\u00f6rprotokollen des M\u00fcllers Menocchio (um 1600) \u00fcber die Prozessakten der Inquisition zum Hexenwesen bis zum Prozess gegen Mitglieder der Lotta Continua in den 1990ern \u2013 herausgebildet. Diese Studien f\u00fchrten ihn wiederholt zur Er\u00f6rterung von Verfahren, Quellen und Schl\u00fcsselbegriffen der Wahrheitsfindung im Verh\u00e4ltnis von Richter und Historiker. Zun\u00e4chst jedoch widmete Carlo Ginzburg sich diesen Dokumenten mit philologischer Akribie, um aus den Aussagen der Angeklagten ein detailreiches Bild von Volkskulturen der Fr\u00fchen Neuzeit zu gewinnen. Auf dem Umweg \u00fcber Prozessakten erforschte er so das Weltbild, den (Aber-)Glauben, die Kulte und Praktiken von Kulturen, deren Lebens- und Vorstellungswelt aus den traditionellen Quellen der Historiker ausgeblendet blieb. Damit ist er als Begr\u00fcnder der Mikrohistorie in die Wissenschaftsgeschichte eingegangen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Pers\u00f6nlich kennengelernt hatte ich Carlo Ginzburg durch die Arbeit \u00fcber\/mit Aby Warburg bei einer Tagung im Zentrum f\u00fcr Kunst und Medien in Karlsruhe. Dort pr\u00e4sentierte er seine ber\u00fchmte Fallstudie zur politischen Ikonographie des \u00bbI want you for U.S. Army\u00ab-Rekrutierungsposters aus dem Jahre 1917, dessen Bild von Uncle Sams ausgestrecktem, auf den Betrachter zielendem Zeigefinger er mit Warburgs Konzept der Pathosformel diskutierte. Da mein Vortrag sich den Wissensfiguren von Tableau und Stammbaum in Warburgs Aufzeichnungen widmete, kamen wir schnell ins Gespr\u00e4ch. Und dieser angeregte Austausch \u00fcber Warburg wurde zum Beginn einer langen Reihe von Begegnungen, teils bei verschiedenen Tagungen in London und anderswo, vor allem aber bei Carlo Ginzburgs bald regelm\u00e4\u00dfigen Vortr\u00e4gen und Aufenthalten am ZfL, dessen Honorary Member er 2006 wurde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Der erste Vortrag von Carlo Ginzburg am ZfL war der Abendvortrag \u00bbFamily Resemblances and Family Trees\u00ab auf der Jahrestagung \u00bbFiguren des Europ\u00e4ischen\u00ab 2001. Im selben Jahr erschien auf Deutsch <em>Die Wahrheit der Geschichte. Rhetorik und Beweis. <\/em>Ich erinnere mich noch an den riesigen, voll besetzten H\u00f6rsaal der Humboldt-Universit\u00e4t bei der Buchvorstellung, deren Moderation er mir \u00fcbertragen hatte. 2003 folgte ein Mittwochsvortrag am ZfL mit der mikrohistorischen Studie \u00bbLatitude, Slaves, and the Bible\u00ab. Darin diskutierte Ginzburg zugleich das theoretische Potential der Mikrogeschichte, indem er gegen das Missverst\u00e4ndnis argumentierte, bei den mikrohistorischen Darstellungen, den ausf\u00fchrlichen Einlassungen auf die Verh\u00f6re und den detaillierten Schilderungen der darin verhandelten Vorstellungen und Praktiken handele es sich um Erz\u00e4hlungen. In der drei Jahre sp\u00e4ter erschienenen italienischen Originalausgabe von <em>Faden und F\u00e4hrten<\/em> greift er diese Fragen vor dem Horizont der allgegenw\u00e4rtigen Rede von Narrationen wieder auf, diesmal im Verh\u00e4ltnis von Geschichtsschreibung und Fiktion. Der Vortrag 2003 war ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Mikrogeschichte als eine methodisch kontrollierte Historiographie \u2013 gleichsam nach dem Motto \u00bbDer liebe Gott steckt im Detail\u00ab, unter das Aby Warburg 1925 sein Seminar \u00fcber die italienische Kunst der Fr\u00fchrenaissance gestellt hatte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Es war gar keine Frage, dass er um den Festvortrag gebeten wurde, wenn es etwas zu feiern gab \u2013 so wie etwa 2008 die \u00bb<a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/zfl-in-bild-und-ton-detail\/items\/zukunft-fuer-die-geisteswissenschaftlichen-zentren-berlin.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zukunft f\u00fcr die Geisteswissenschaftlichen Zentren Berlin<\/a>\u00ab, nachdem das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung die F\u00f6rderung f\u00fcr die folgenden zw\u00f6lf Jahre zugesichert hatte. Die Mittel des ihm im gleichen Jahr auf Vorschlag des ZfL zugesprochenen Humboldt-Forschungspreises nutzte er f\u00fcr mehrere l\u00e4ngere Forschungsaufenthalte. So sollten viele Vortr\u00e4ge von ihm folgen, nahezu im j\u00e4hrlichen Rhythmus. Wir haben Carlo Ginzburgs Anwesenheit immer als eine gro\u00dfe Ehre und ein au\u00dferordentliches intellektuelles Vergn\u00fcgen erlebt. Jedes Mal \u00fcberraschte er mit neuen Themen, Gegenst\u00e4nden und Fragen; er sprach \u00fcber Machiavelli, Hobbes und Hume, \u00fcber Warburg, Auerbach und de Martino, bezog sich auf schriftliche Quellen und Bilder, analysierte grundlegende \u00e4sthetische Verfahren und interessierte sich immer wieder f\u00fcr die Spuren religi\u00f6ser Traditionen in der politischen Philosophie. Seine imposante Erscheinung und seine wissenschaftliche Brillanz haben stets Eindruck gemacht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Wenn Carlo Ginzburg sich am ZfL aufhielt, war stets intellektueller Festtag; es herrschte eine inspirierende Atmosph\u00e4re. Die Mitarbeiter konnten von der ihm eigenen pers\u00f6nlichen Gro\u00dfz\u00fcgigkeit profitieren, denn er lie\u00df sich auf die unterschiedlichsten Fragen ein, die an ihn herangetragen wurden, egal ob von Doktoranden oder erfahrenen Kollegen. Und er interessierte sich f\u00fcr viele unserer Forschungsprojekte: selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr die Arbeit an unserer Werkausgabe von Aby Warburgs Manuskripten, aber z.B. auch f\u00fcr die Forschung zum M\u00e4rtyrer in verschiedenen Religionen und s\u00e4kularen Kulturen, und ganz besonders f\u00fcr unseren Forschungsschwerpunkt zu osteurop\u00e4ischen Kulturen und die Kooperation mit Georgien. Daraus entstand u.a. eine von Kollegen des ZfL besorgte Edition mit einigen seiner Aufs\u00e4tze in georgischer \u00dcbersetzung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Carlo Ginzburgs Aufenthalte, Vortr\u00e4ge und Gespr\u00e4che geh\u00f6ren zu den gro\u00dfen, unvergesslichen Momenten in der Geschichte des ZfL.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"><strong>Vortr\u00e4ge am ZfL<\/strong><\/span><\/h4>\n<ul>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Family Resemblances and Family Trees<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Jahrestagung des ZfL \u00bbFiguren des Europ\u00e4ischen\u00ab, 19.10.2001<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Latitude, Slaves, and the Bible. An Experiment in Microhistory<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Mittwochsvortrag, 9.7.2003<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Aping Nature. Reflections on a Medieval Metaphor<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Jahrestagung des ZfL \u00bbF\u00e4lschungen. Autorschaft und Beweis in Wissenschaften und K\u00fcnsten\u00ab, 1.11.2003<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Fear, Reverence, Terror. Reading Hobbes Today<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Mittwochsvortrag, 11.7.2007<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Reproduction\/Reproduction. An Experiment in Historical Anthropology<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Festvortrag, Festveranstaltung \u00bbZukunft f\u00fcr die Geisteswissenschaftlichen Zentren Berlin\u00ab, 30.6.2008<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Actors of History. Georges Didi-Huberman und Carlo Ginzburg im Gespr\u00e4ch<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Podiumsgespr\u00e4ch, 7.7.2009<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Side Glances. A Note on Machiavelli<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Symposium \u00bbGesichter \u2013 Faces\u00ab, 25.3.2010<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Pathosformeln \u2013 Aby Warburg in Context<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">\u00d6ffentlicher Abendvortrag, Internationale ZfL\u2011Sommerakademie \u00bbDie \u203aErste Kulturwissenschaft\u2039 und ihr Potential f\u00fcr die Gegenwart\u00ab, 12.7.2011<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>A Conversation about Miracles. La Fl\u00e8che 1735\u20131737<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Mittwochsvortrag, 4.7.2012<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>On De Martino\u2019s Project <em>The End of the World<\/em>, and its Genesis<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Konferenz \u00bbMourning, Magic, Ecstatic Healing. Ernesto de Martino\u00ab, 9.7.2015<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Ekphrasis and Connoisseurship. On a Drawing by Bastianino<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">Festveranstaltung \u00bbZfL \u2013 Das zwanzigste Jahr\u00ab, 17.7.2015<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"><strong>Aufs\u00e4tze von Carlo Ginzburg in Publikationen des ZfL<\/strong><\/span><\/h4>\n<ul>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Familien\u00e4hnlichkeiten und Stammb\u00e4ume. Zwei kognitive Metaphern<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">in: Ohad Parnes u.a. (Hg.): <em>Generation. Zur Genealogie des Konzepts &#8211; Konzepte von Genealogie<\/em>, M\u00fcnchen 2005, S. 267\u2013289<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Das Nach\u00e4ffen der Natur. Reflexionen \u00fcber eine mittelalterliche Metapher<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">in: Anne-Kathrin Reulecke (Hg.): <em>F\u00e4lschungen. Zu Autorschaft und Beweis in Wissenschaften und K\u00fcnsten<\/em>, Frankfurt a. M. 2006, S. 95\u2013122<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Auerbach und Dante: Eine Verlaufbahn<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">in: Karlheinz Barck\/Martin Treml (Hg.): <em>Erich Auerbach. Geschichte und Aktualit\u00e4t eines europ\u00e4ischen Philologen<\/em>, Berlin 2007<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Vergegenw\u00e4rtigung des Feindes. Zur Mehrdeutigkeit historischer Evidenz<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">in: <em>Trajekte<\/em> 16, 2008, S. 7\u201317<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>The Bond of Shame<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">in: Corina Caduff\/Anne-Kathrin Reulecke\/Ulrike Vedder (Hg.): <em>Passionen. Objekte \u2013 Schaupl\u00e4tze \u2013 Denkstile<\/em>, M\u00fcnchen 2010, S. 19\u201327<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong><em>Nakvalevebi, mit&#8217;ebi, mikroistoria. Eseebi evropis istoriisa da kulturis \u0161esaxeb<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">hg. von Zaal Andronikashvili und Giorgi Maisuradze, Tbilissi 2011 (in georgischer Sprache)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Seitenblicke. Anmerkungen zu einem Brief von Machiavelli<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">in: Sigrid Weigel (Hg.): <em>Gesichter. Kulturgeschichtliche Szenen aus der Arbeit am Bildnis des Menschen<\/em>, M\u00fcnchen 2013, S. 245\u2013259<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica;\"><strong>Gertrud Bing \u00fcber Aby Warburg und eine Philologie der \u00dcberlieferung<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">in: <a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2020\/02\/25\/carlo-ginzburg-gertrud-bing-ueber-aby-warburg-und-eine-philologie-der-ueberlieferung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>ZfL Blog<\/em><\/a>, 25.2.2020<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><em><span style=\"color: #e63348;\"><a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/weigel.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sigrid Weigel<\/a> war von 1999 bis 2015 Direktorin des ZfL.<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Sigrid Weigel: Carlo Ginzburg \u2013 Erinnerung an einen Grandseigneur der Kulturwissenschaft, in: ZfL Blog, 1.7.2026, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/07\/01\/sigrid-weigel-carlo-ginzburg-erinnerung-an-einen-grandseigneur-der-kulturwissenschaft\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/07\/01\/sigrid-weigel-carlo-ginzburg-erinnerung-an-einen-grandseigneur-der-kulturwissenschaft<\/a>].<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\">DOI: <\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20260701-01\"><span style=\"font-family: helvetica;\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20260701-01<\/span><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20260701-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/07\/01\/sigrid-weigel-carlo-ginzburg-erinnerung-an-einen-grandseigneur-der-kulturwissenschaft\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"CARLO GINZBURG \u2013 Erinnerung an einen Grandseigneur der Kulturwissenschaft\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Sigrid Weigel\",\n    \"givenName\": \"Sigrid\",\n    \"familyName\": \"Weigel\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-0407-2792\"\n  },\n  \"license\": \"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/legalcode\",\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2026-07-01\",\n  \"datePublished\": 2026,\n  \"schemaVersion\": \"http:\/\/datacite.org\/schema\/kernel-4\",\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"@id\": \"https:\/\/ror.org\/00bpta863\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung\"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als habe er sich noch einmal zu Wort melden wollen, bevor er die Welt der Lebenden f\u00fcr immer verlassen w\u00fcrde, um an sein Pl\u00e4doyer f\u00fcr den Wahrheitsanspruch der historischen Wissenschaft zu erinnern: Bei der Veranstaltung zur Kleinen Kulturwissenschaftlichen Bibliothek (KKB) des Wagenbach Verlags am 16. 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