{"id":4037,"date":"2026-10-12T11:00:11","date_gmt":"2026-10-12T09:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=4037"},"modified":"2026-10-12T11:00:11","modified_gmt":"2026-10-12T09:00:11","slug":"dirk-naguschewski-pariser-raubgut-zur-bedeutung-von-widmungsexemplaren-fuer-die-provenienzforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/10\/12\/dirk-naguschewski-pariser-raubgut-zur-bedeutung-von-widmungsexemplaren-fuer-die-provenienzforschung\/","title":{"rendered":"Dirk Naguschewski: PARISER RAUBGUT. Zur Bedeutung von Widmungsexemplaren f\u00fcr die Provenienzforschung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Wenn von Provenienzforschung die Rede ist, denkt man zumeist entweder an von Nazis geraubte Kunstwerke, an wertvolle Gegenst\u00e4nde aus j\u00fcdischem Besitz oder an solche, die im Zuge des Kolonialismus auf problematische Weise aus aller Welt in europ\u00e4ische Museen und Archive gelangt sind. B\u00fccher, deren materieller Wert in der Regel gering ist, spielen in den aktuellen Debatten nur eine untergeordnete Rolle, zumal es sich bei ihnen um Massenware handelt, deren individuelle Herkunft nur schwer zu bestimmen ist. Es sei denn, es gibt deutliche Provenienzmerkmale, die auf jene Vorbesitzer hinweisen, denen sie unrechtm\u00e4\u00dfig entzogen wurden: handschriftliche Besitzvermerke, Exlibris, Bibliotheksstempel \u2013 oder Widmungen.<!--more--><\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Von Paris nach Berlin<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Ihren Anfang nahm die Provenienzforschung am ZfL im Sommer 2023, als das Institut von Berlin-Mitte nach Wilmersdorf umzog und die Bibliothek sich gezwungen sah, ihren Bestand von damals etwa 60.000 B\u00fcchern zu verkleinern. Im Bereich der franz\u00f6sischen Literatur kam nach einer ersten Durchsicht vor allem eine Vielzahl ungebundener B\u00fccher zumeist unbekannter Autoren und Autorinnen aus den 1920er und 1930er Jahren f\u00fcr die Aussonderung infrage. Die meisten dieser B\u00fccher waren nicht einmal aufgeschnitten, sie hatten also in den etwa 100 Jahren ihrer Existenz keinen einzigen Leser, keine Leserin gefunden \u2013 unwahrscheinlich, dass es sich hierbei um k\u00fcnftig relevante Forschungsliteratur handeln w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Nun sortiert keine Bibliothek leichtfertig B\u00fccher aus, und bei genauerer Durchsicht fiel auf, dass es sich bei vielen dieser B\u00e4nde um pers\u00f6nliche Widmungsexemplare handelte; d.h., sie waren von den Autoren und Autorinnen signiert und mit einer pers\u00f6nlichen Nachricht an die Empf\u00e4nger versehen worden. Unter den Widmungsempf\u00e4ngern kam ein Name besonders h\u00e4ufig vor: Henry Torr\u00e8s. Kein Name, den man kennen muss, doch eine erste Internetrecherche zu seiner Person f\u00fchrte schnell zum <a href=\"https:\/\/provenienz.gbv.de\/Hauptseite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ProvenienzWiki<\/a>, einer Plattform f\u00fcr Provenienzforschung und Provenienzerschlie\u00dfung. Die dort zug\u00e4nglichen biographischen Informationen, Beschreibungen und Bilder von Provenienzmerkmalen helfen, die Herkunft und die wechselnden Besitzverh\u00e4ltnisse einzelner B\u00fccher und ganzer Sammlungen nachzuvollziehen. Der Eintrag zu Torr\u00e8s offenbarte, dass es sich bei den ihm gewidmeten B\u00fcchern mit h\u00f6chster Wahrscheinlichkeit um NS-Raubgut handelte. Diese Erkenntnis war erst mal ein Schock, l\u00f6ste aber auch weitere Nachforschungen aus. Seither wird am ZfL Provenienzforschung betrieben, mittlerweile in einem eigenen, vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gef\u00f6rderten Projekt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Anhand der vorhandenen Zugangsb\u00fccher der Bibliothek lie\u00df sich zun\u00e4chst feststellen, dass die fraglichen B\u00fccher mit den Widmungen an Torr\u00e8s wohl Ende 1979 in einem Konvolut von etwa 250 B\u00fcchern von der Ost-Berliner Zentralstelle f\u00fcr wissenschaftliche Altbest\u00e4nde (ZwA) an die Vorg\u00e4ngerinstitution des ZfL, das Zentralinstitut f\u00fcr Literaturgeschichte (ZIL) der Akademie der Wissenschaften der DDR, gelangt waren und dort Anfang 1980 in die Best\u00e4nde eingearbeitet wurden.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Die ZwA, damals angesiedelt im Geb\u00e4ude der Deutschen Staatsbibliothek Unter den Linden, war f\u00fcr die Weiterverteilung von wissenschaftlicher Literatur in der DDR zust\u00e4ndig. Dazu geh\u00f6rten nicht nur ausgesonderte B\u00fccher oder Dubletten, sondern auch Best\u00e4nde ungekl\u00e4rter Herkunft, die in den Bibliotheken lagerten, darunter von den Nazis in ganz Europa geraubte B\u00fccher und solche, die bei Enteignungen in der SBZ und DDR \u203aanfielen\u2039.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> In der Bibliothek des ZIL wurden die Angebotslisten der ZwA vermutlich dankbar entgegengenommen. An franz\u00f6sischsprachige B\u00fccher kam man ansonsten nicht ohne Weiteres heran und f\u00fcr m\u00f6glicherweise problematische Herk\u00fcnfte fehlte zu jener Zeit das Bewusstsein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Dank der bei unseren Recherchen in den B\u00fcchern gefundenen Merkmale zeichneten sich die Provenienzen des franz\u00f6sischen Konvoluts zumindest in Teilen recht schnell ab. Einige wenige Exemplare stammen nachweislich aus Bibliotheken der DDR, die in den 1960er Jahren aufgel\u00f6st wurden, ein voriger unrechtm\u00e4\u00dfiger Entzug durch die Nazis l\u00e4sst sich an ihnen nicht ablesen (ist aber auch nicht a priori auszuschlie\u00dfen). Der gr\u00f6\u00dfere Teil der B\u00fccher aber d\u00fcrfte von den deutschen Besatzern zwischen Juni 1940 und August 1944 in Paris geraubt worden sein. Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass die Deutschen in ganz Frankreich insgesamt bis zu 10 Millionen B\u00fccher geraubt haben.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Neben Henry Torr\u00e8s, dessen Name in mehr als 90 B\u00e4nden der ZfL-Bibliothek auftaucht, gibt es allein in diesem Konvolut noch etwa 15 weitere Widmungsempf\u00e4nger, unter ihnen der j\u00fcdische Pariser Galerist und Autor Jacques Darnetal, der Erfolgsschriftsteller Victor Margueritte, die geb\u00fcrtige Amerikanerin Laura Dreyfus-Barney oder die deutsch-j\u00fcdischen Emigranten Erich Stern und Bruno Cassirer, die sich auf ihrer Flucht aus Nazi-Deutschland vor\u00fcbergehend in Paris aufgehalten hatten. Durch die unmittelbar im Anschluss an den Fund erfolgte Kontaktaufnahme mit den zust\u00e4ndigen Kolleginnen der Staatsbibliothek zu Berlin, Michaela Scheibe und Regine Dehnel, war es dem ZfL m\u00f6glich, sich an der Restitution von insgesamt 221 Exemplaren \u2013 und es handelt sich ausschlie\u00dflich um Widmungsexemplare! \u2013 an die Nachfahren von Henry Torr\u00e8s zu beteiligen. Betreut von der Staatsbibliothek wurden die B\u00fccher im Juni 2025 im Rahmen der Pariser Konferenz \u00bb<a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/zfl-in-bild-und-ton-detail\/items\/recovered-memories-les-livres-d-henry-torres-konferenz-und-restitution.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Recovered Memories<\/a>\u00ab der CIVS \u2013 Kommission f\u00fcr die Restitution von Kulturg\u00fctern und die Entsch\u00e4digung der Opfer antisemitischer Enteignungen zur\u00fcckgegeben.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Henry Torr\u00e8s<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Wer aber war Henry Torr\u00e8s? Am 17. Oktober 1891 im franz\u00f6sischen Jura in eine b\u00fcrgerliche j\u00fcdische Familie geboren, war Torr\u00e8s als Rechtsanwalt und Politiker, Journalist, Buch- und Theaterautor aktiv. Erst war er Kommunist, sp\u00e4ter Sozialist. Sein rednerisches Talent im Gerichtssaal war legend\u00e4r.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Zwei Mal war er verheiratet: in erster Ehe mit Jeanne Levylier, die danach den dreimaligen franz\u00f6sischen Premierminister L\u00e9on Blum heiratete, als dieser auf dem SS-Falkenhof im KZ Buchenwald als prominenter \u203aEhrenh\u00e4ftling\u2039 interniert war; in zweiter Ehe mit Suzanne Rosambert, die sp\u00e4ter den aus dem Algerienkrieg bekannten General Georges Massu heiraten und als eine der Rochambelles, d.h. als Angeh\u00f6rige einer weiblichen Ambulanz- und Sanit\u00e4tseinheit im Zweiten Weltkrieg, selbst \u00fcber einen gewissen Bekanntheitsgrad verf\u00fcgen sollte.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Torr\u00e8s war in der Pariser Gesellschaft gut bekannt und d\u00fcrfte wohl gewesen sein, was man fr\u00fcher \u203aeine schillernde Pers\u00f6nlichkeit\u2039 nannte. Als die Nazis in Frankreich einmarschierten, floh er \u00fcber Brasilien nach Nordamerika, wo er weiterhin politisch und journalistisch aktiv war und gegen jene Franzosen agitierte, die sich den Nazis andienten. Mit Kriegsende kehrte er als Parteig\u00e4nger de Gaulles wieder nach Paris zur\u00fcck. Als er dort am 4. Januar 1966 starb, hinterlie\u00df er zwei S\u00f6hne, die aus der Ehe mit Suzanne stammten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Zwar erz\u00e4hlt Torr\u00e8s in seinen Memoiren davon, dass die Wohnung der Torr\u00e8s in der Avenue Hoche 38 im Jahr 1940 von den Deutschen gepl\u00fcndert wurde und dabei einige Kunstwerke gestohlen wurden, darunter Skulpturen von Auguste Rodin und Antoine Bourdelle.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Doch soweit bekannt ist, hat er nach Ende des Krieges keine Restitutionsforderungen gestellt. Von gestohlenen B\u00fcchern ist in seinen Erinnerungen keine Rede, nichts weist darauf hin, dass ihm seine B\u00fcchersammlung besonders am Herzen lag. Immerhin 2.000 seiner juristischen Dokumente, die die Nazis an die Pariser Nationalbibliothek gegeben hatten, erhielt er schon 1946 von dort zur\u00fcck.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Hat Torr\u00e8s seine B\u00fccher mit einem Besitzvermerk versehen? Die Widmungsexemplare geben keine verl\u00e4ssliche Antwort auf diese Frage, denn in ihnen ist sein Name in der Widmung enthalten, ein weiterer Vermerk w\u00e4re \u00fcberfl\u00fcssig gewesen. B\u00fccher, die seinen eigenh\u00e4ndigen Namenszug enthalten, sind nicht bekannt, d.h. er d\u00fcrfte in der Regel darauf verzichtet haben, sein Eigentum auf diese Weise zu kennzeichnen. Wenn aber ein Besitzvermerk oder andere Provenienzmerkmale im Buch fehlen, es kein Bestandsverzeichnis gibt, keine Akten der T\u00e4ter \u00fcberliefert sind, die belegen k\u00f6nnten, welche G\u00fcter wann und wo gestohlen wurden, dann l\u00e4sst sich die Herkunft eines Buches nicht belegen. Wie viele andere B\u00fccher aus Torr\u00e8s\u2019schem Besitz sich in deutschen Bibliotheken befinden, wird sich schwerlich kl\u00e4ren lassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Umso bedeutender sind handschriftliche Widmungen in den B\u00fcchern. Sie geben Aufschluss \u00fcber m\u00f6gliche Provenienzen und lassen R\u00fcckschl\u00fcsse auf Besitzverh\u00e4ltnisse zu, dar\u00fcber hinaus erlauben sie auch interessante Einblicke in soziale Netzwerke.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Viele der an Henry Torr\u00e8s gerichteten Widmungen sind tats\u00e4chlich Ergebenheitsadressen. Sie klingen nicht, als seien die Autorinnen oder Autoren eng mit ihm verbunden gewesen, und vor diesem Hintergrund verwundert es auch nicht, dass Torr\u00e8s diese B\u00fccher nicht einmal aufgeschnitten hat. Bei allein 30 Widmungsexemplaren handelt es sich beispielsweise um Presseexemplare des Verlags Les Editions de France. Dieser hatte 1928 Torr\u00e8s\u2019 Buch Le proc\u00e8s des pogromes ver\u00f6ffentlicht, das sein aufsehenerregendes Pl\u00e4doyer f\u00fcr Samuel Schwartzbard dokumentiert.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Pers\u00f6nliche Widmungen, die voller Anspielungen sein k\u00f6nnen und sich dem Uneingeweihten nicht immer sofort erschlie\u00dfen, sind demgegen\u00fcber in der Minderzahl. Darunter etwa die des bekannten Reiseschriftstellers und guten Freundes Joseph Kessel:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bb<a href=\"https:\/\/provenienz.gbv.de\/Datei:Kessel_Joseph_Widmung_DE-B557_TFKes3_Kes~enf.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Son cosaque Jef<\/a>\u00ab,<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">die des Schriftstellers und Filmemachers Jean Cocteau, mit dem ihn k\u00fcnstlerische Interessen verbunden haben:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bb<a href=\"https:\/\/provenienz.gbv.de\/Datei:Cocteau_Jean_Widmung_DE-1_Ag2517~601-9.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mon tr\u00e8s cher Torr\u00e8s comment vous remercier \u2013 votre force est celle des fauves \u2013 une petite caresse et tout s\u02bc\u00e9croule (dans le bon sens) merci, de fond de c\u0153ur, votre Jean<\/a>\u00ab<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">oder die der deutsch-franz\u00f6sischen Autorin Claire Goll, die ihn als jemanden adressiert, der das Unm\u00f6gliche m\u00f6glich macht:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bb<a href=\"https:\/\/provenienz.gbv.de\/Datei:Goll_Claire_Widmung_DE-1_Xy20197~35.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00e0 Monsieur Henry Torr\u00e8s ce crime passionnel, dans l\u02bcespoir qu\u02bcil ferait acquitter Jupiter au cas que les blancs le poursuivraient, en grande admiration Claire Goll<\/a>\u00ab.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">W\u00e4hrend all diese B\u00fccher im Juni 2025 restituiert worden sind, befinden sich wenigstens noch weitere 20 bis 30 im Besitz des ZfL, die zwar ganz dem Profil der zur\u00fcckgegebenen B\u00fccher entsprechen, aber keinerlei Provenienzmerkmale enthalten, die eindeutige Schl\u00fcsse in Hinblick auf einen Vorbesitz Torr\u00e8s erlauben. Sie verhandeln \u00e4hnliche gesellschaftliche Themen und zum Teil handelt es sich auch bei ihnen um unaufgeschnittene Presseexemplare der Editions de France. Es ist davon auszugehen, dass der Verlag regelm\u00e4\u00dfig Neuerscheinungen an den einflussreichen Torr\u00e8s geschickt hat, ob mit oder ohne Widmung. Zum jetzigen Zeitpunkt ist offen, ob sich ihre Herkunft zweifelsfrei wird kl\u00e4ren lassen.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Jacques Darnetal<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Selbstverst\u00e4ndlich l\u00e4sst sich von einer Widmung nicht immer auf den tats\u00e4chlich letzten Eigent\u00fcmer oder die letzte Eigent\u00fcmerin eines Buches schlie\u00dfen. B\u00fccher werden vererbt oder weitergegeben, auch ohne dass sich jemand die M\u00fche macht, diesen Besitzwechsel mit einem Namenseintrag zu finalisieren, sei es handschriftlich, als Stempel oder in Form eines Exlibris. So gibt es weitere B\u00fccher in dem franz\u00f6sischsprachigen ZfL-Konvolut, bei denen die Vermutung naheliegt, dass sie ebenfalls aus der Bibliothek von Henry Torr\u00e8s stammen k\u00f6nnten, obwohl sie einen anderen Widmungsempf\u00e4nger hatten, und zwar Jacques Darnetal. Um die Zusammenh\u00e4nge zu verstehen und diese Annahme zu plausibilisieren, bedurfte es weiterf\u00fchrender Tiefenrecherchen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Jacques Darnetal hie\u00df mit b\u00fcrgerlichem Namen Jacques Bernheim. Er wurde am 20. Juni 1900 als Sohn des j\u00fcdischen Galeristen und Kunsth\u00e4ndlers Georges Bernheim in Paris geboren und starb bereits am 16. Mai 1938 im Alter von 37 Jahren in Marseille, d.h. noch vor dem Einmarsch der Nazis in Paris. Darnetal war sowohl f\u00fcr die seinem Vater geh\u00f6rende \u00bbGalerie Georges Bernheim\u00ab als auch als freiberuflicher Schriftsteller und Journalist t\u00e4tig. In den 1920er Jahren ver\u00f6ffentlichte er insgesamt neun B\u00fccher, beinahe j\u00e4hrlich eines: Romane, Essay- und Gedichtb\u00e4nde. Nachhaltigen Eindruck haben seine Schriften allerdings nicht hinterlassen. Im Antiquariatsbuchhandel werden zwar immer wieder Exemplare angeboten, gelegentlich sogar mit eigenh\u00e4ndigen Widmungen, doch in die g\u00e4ngigen franz\u00f6sischen Literaturgeschichten haben weder Name noch Werk Eingang gefunden. Nicht einmal einen Eintrag in der franz\u00f6sischen Wikipedia gibt es zu ihm. Umso bemerkenswerter ist es, dass sich in der ZfL-Bibliothek nicht nur f\u00fcnf Exemplare befinden, die Jacques Darnetal pers\u00f6nlich gewidmet wurden, sondern zus\u00e4tzlich drei seiner eigenen B\u00fccher, von denen mit Ausnahme des Romans <em>Patrice<\/em> (1923) im Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK), der das Gros der deutschen Bibliothekskataloge durchsucht, keines nachgewiesen ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Darnetal war von Mai 1925 bis Februar 1930 mit der oben schon erw\u00e4hnten Suzanne Rosambert verheiratet gewesen, die nach der Scheidung von ihm noch im selben Jahr zur zweiten \u00bbMadame Henry Torr\u00e8s\u00ab wurde, als die sie gelegentlich auch in anderen Widmungen adressiert wurde. Das ZfL-Exemplar von Darnetals Gedichtband <em>Dissonances<\/em> (1923) enth\u00e4lt eine doppelte Widmung an \u00bbSuzanne\u00ab, eine bereits ins Buch gedruckte und eine zus\u00e4tzliche handschriftliche.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Gebunden in feines Leder und mit Goldschnitt versehen wird es sich um ihr pers\u00f6nliches Exemplar handeln und so l\u00e4sst sich mutma\u00dfen, dass diese ganze Gruppe von B\u00fcchern von Suzanne nach der Scheidung von Jacques in ihre Ehe mit Henry eingebracht wurde, bevor sie dann sp\u00e4ter mit der Bibliothek von Henry Torr\u00e8s, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ja die Bibliothek des Ehepaares Torr\u00e8s gewesen sein d\u00fcrfte, von den Nazis geraubt wurde und ihren Weg nach Berlin fand.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Zu dieser Gruppe von B\u00fcchern d\u00fcrfte auch das Exemplar von Darnetals wohl erfolgreichstem Buch, dem in mehrfacher Auflage erschienenen Roman <em>Patrice<\/em>, z\u00e4hlen, das sich heute in der Berliner Staatsbibliothek befindet. Aufgrund des k\u00fcnstlerisch gestalteten Einbands der Buchgestalterin Marie Brisson befindet es sich in der dortigen Einbandsammlung. Der Katalog gibt zwar an, dass es sich laut Druckvermerk um das nummerierte Exemplar Nr. 15 auf Lafuma-Papier handelt, verzeichnet aber nicht, dass es dem Autor selbst geh\u00f6rte \u2013 \u00bbno 15, exemplaire sp\u00e9cialement justifi\u00e9 pour M. Jacques Darnetal, auteur de Patrice\u00ab, wie dort ebenfalls zu lesen ist.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Somit haben wir es hier mit einem Exemplar zu tun, bei dem Verfasser und Besitzer (zumindest f\u00fcr einen gewissen Zeitraum) identisch sind, das dazugeh\u00f6rige Provenienzmerkmal selbst aber in eher ungew\u00f6hnlicher Form vorliegt: nicht in Form eines Stempels oder handschriftlichen Eintrags, sondern als bereits im Buch gedruckter Paratext.<\/span><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">***<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">In der Bibliothek des ZfL befinden sich heute mehr als 5.000 Titel mit einem Erscheinungsdatum vor 1945. Diese werden jetzt im Forschungsprojekt \u00bb<a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/ns-raubgut.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NS-Raubgut? Systematische Bestandspr\u00fcfung der ZfL-Bibliothek<\/a>\u00ab von der Provenienzforscherin Anne Haeming auf Widmungen und andere Provenienzmerkmale hin gepr\u00fcft. Zum <a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/veranstaltungen-detail\/items\/anne-haeming-dirk-naguschewski-provenienzforschung-in-der-bibliothek-des-zfl.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tag der Bibliotheken<\/a> pr\u00e4sentieren wir erste Ergebnisse.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348;\"><em><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/naguschewski.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dirk Naguschewski<\/a> ist am ZfL zust\u00e4ndig f\u00fcr Wissenstransfer und Kommunikation und leitet das Forschungsprojekt \u00bb<a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/ns-raubgut.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NS-Raubgut? Systematische Bestandspr\u00fcfung der ZfL-Bibliothek<\/a>\u00ab.<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Zur Geschichte der ZfL-Bibliothek vgl. Jana Lubasch\/Halina Hackert\/Ruth H\u00fcbner: \u00bb\u203aUmwuchtungen\u2039. Die wechselvolle Geschichte der Bibliothek des ZfL\u00ab, in: <a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2019\/10\/24\/jana-lubasch-halina-hackert-ruth-huebner-umwuchtungen-die-wechselvolle-geschichte-der-zfl-bibliothek\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>ZfL Blog<\/em><\/a>, 24.10.2019.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Zur Geschichte der ZwA vgl. Regine Dehnel: <em>\u00dcbernommen, weiterverteilt, zerstreut. Die Zentralstelle f\u00fcr wissenschaftliche Altbest\u00e4nde und NS-Raubgut nach 1945<\/em>, Frankfurt am Main: Klostermann 2024.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. grundlegend zum B\u00fccherraub in Frankreich Martine Poulain:<em> Livres pill\u00e9s, lectures surveill\u00e9es. Les biblioth\u00e8ques fran\u00e7aises sous l\u02bcoccupation<\/em>, Paris: Gallimard, 2008, sowie die Webseite <a href=\"https:\/\/www.errproject.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cultural Plunder by the Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg<\/a> (letztes Update 30.3.2022). Julien Acquatella (\u00bbNS-Raubforschung in Bibliotheken als Teil der deutsch-franz\u00f6sischen Erinnerungskultur\u00ab, in: <em>AKMB-news<\/em> 30.1 (2024), S. 10\u201315) beschreibt eindringlich, dass auf diesem Forschungsfeld noch viel zu tun ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> In diesem Jahr ist die erste zu gleichen Teilen wissenschaftliche wie hagiographische Biographie zu Torr\u00e8s erschienen: Julien Broch: <em>Henry Torr\u00e8s (1891\u20131966): L\u02bcavocat des \u00bbjustes causes\u00ab<\/em>, Paris: mare &amp; martin 2026.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. Suzanne Massu: <em>Kommando Rochambelle<\/em>, \u00fcbers. von Siglinde Summerer und Helga Kurz, Esslingen: Bechtle Verlag 1969.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> \u00bbH\u00e9las! en 1940, les Allemands, qui envahirent mon appartement d\u00e8s leur entr\u00e9e dans notre capitale, firent main basse sur tout ce qui leur apparaissait comme un objet de prix et s\u2019empar\u00e8rent de mon Rodin comme de mes Bourdelle\u00ab, Henry Torr\u00e8s: <em>Souvenir, souvenir, que me veux-tu?<\/em>, Paris: \u00c9d. Mondiales\/Del Duca 1964, S. 45.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Poulain: <em>Livres pill\u00e9s<\/em> (Anm. 3), S. 359.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Umfassende Informationen zu den restituierten B\u00fcchern und den darin enthaltenen Widmungen bietet die Seite des <em>GBV ProvenienzWikis<\/em> zu <a href=\"https:\/\/provenienz.gbv.de\/Henry_Torres#NN_1939\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Henry Torr\u00e8s<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Schwartzbard hatte im Mai 1926 in Paris den ukrainischen Nationalistenf\u00fchrer Symon Petljura erschossen, den er f\u00fcr die antij\u00fcdischen Pogrome in der Ukraine verantwortlich machte. Torr\u00e8s machte aus dem Prozess gegen Schwartzbard ein Tribunal gegen die Pogrome selbst und erreichte damit einen Freispruch Schwartzbards durch die Geschworenen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Alle Widmungen sind dokumentiert im <em>GBV ProvenienzWiki<\/em> zu <a href=\"https:\/\/provenienz.gbv.de\/Henry_Torres\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Henry Torr\u00e8s<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Die gedruckte Widmung verwendet ein Zitat des Dichters Tristan Der\u00eame: \u00bbPour Suzanne\/ Tu parais, l\u02bcouragan suspend son large cri\/ Tu parles, et ta voix douce et lente l\u02bcapaise,\/ Et la mer en chantant caresse la falaise,\/ Et mon r\u00eave au soleil est un vaisseau fleuri.\/ (Tristan Der\u00eame)\u00ab. Der handschriftliche Zusatz lautet \u00bbque puis-je t\u02bcajouter \u2013\/ ma ch\u00e9rie \u2013\/ Ce livre est pour toi\/ Comme mon bonheur est par toi;\/ aidons-nous l\u02bcun et l\u02bcautre\/ et rions? d\u02bc\u00eatre jeune et\/ heureux.\/ Ton Jacques\u00ab. Jacques Darnetal:<em> D\u00e9sordres<\/em>. Po\u00e8mes avec un dessin \u00e0 la plume de Pierre Billou, Paris: Aux \u00e9diteurs associ\u00e9s. Les \u00e9ditions du monde moderne 1926.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Suzanne Massu berichtet in ihren Erinnerungen, in denen \u00fcbrigens an keiner Stelle von Henry Torr\u00e8s die Rede ist, ebenfalls von der Pl\u00fcnderung ihrer Wohnung: \u00bbAuf dem R\u00fcckweg mache ich kurz in der Avenue Hoche vor meiner eigenen Wohnung halt. Die Concierge \u2013 macht sie nicht einen etwas verlegenen Eindruck? \u2013 nimmt mich beiseite. Die Wohnung ist von den Deutschen vollst\u00e4ndig ausger\u00e4umt worden \u2026 wer wei\u00df, ob ihnen nicht jemand ein bi\u00dfchen dabei geholfen hat? Jedenfalls ist nichts mehr da, kein M\u00f6belst\u00fcck, kein Bild, kein Buch, kein einziges Kleidungsst\u00fcck!\u00ab (Massu: <em>Kommando Rochambelle<\/em>, Anm. 5, S. 139). Auch sie hat, soweit bekannt, nach dem Krieg keine Restitutionsforderungen gestellt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Jacques Darnetal: <em>Patrice<\/em>. Pr\u00e9face de Maurice Rostand, Paris: \u00c9ditions du Monde Nouveau 1923, Signatur Staatsbibliothek zu Berlin: 4 W 138.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Dirk Naguschewski: Pariser Raubgut. Zur Bedeutung von Widmungsexemplaren f\u00fcr die Provenienzforschung, in: ZfL Blog, 12.10.2026, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/10\/12\/dirk-naguschewski-pariser-raubgut-zur-bedeutung-von-widmungsexemplaren-fuer-die-provenienzforschung\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/10\/12\/dirk-naguschewski-pariser-raubgut-zur-bedeutung-von-widmungsexemplaren-fuer-die-provenienzforschung\/<\/a>].<br \/>\nDOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20261012-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20261012-01<\/a><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20261012-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/10\/12\/dirk-naguschewski-pariser-raubgut-zur-bedeutung-von-widmungsexemplaren-fuer-die-provenienzforschung\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"PARISER RAUBGUT. 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B\u00fccher, deren materieller Wert in der Regel gering ist, spielen in den aktuellen <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/10\/12\/dirk-naguschewski-pariser-raubgut-zur-bedeutung-von-widmungsexemplaren-fuer-die-provenienzforschung\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,21],"tags":[980,976,977,981,978,979,982],"class_list":["post-4037","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-einblick","tag-bibliotheksgeschichte","tag-henry-torres","tag-jacques-darnetal","tag-ns-raubgut","tag-provenienzforschung","tag-restitution","tag-widmung"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4037","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4037"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4037\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4071,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4037\/revisions\/4071"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4037"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4037"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4037"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}