{"id":4076,"date":"2026-10-29T13:40:22","date_gmt":"2026-10-29T11:40:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=4076"},"modified":"2026-10-29T14:31:30","modified_gmt":"2026-10-29T12:31:30","slug":"claude-haas-omas-gegen-rechts-zur-finalen-staffel-von-babylon-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/10\/29\/claude-haas-omas-gegen-rechts-zur-finalen-staffel-von-babylon-berlin\/","title":{"rendered":"Claude Haas: Omas gegen Rechts. ZUR FINALEN STAFFEL VON \u00bbBABYLON BERLIN\u00ab"},"content":{"rendered":"<p>Seit Kurzem ist die f\u00fcnfte und letzte Staffel von <em>Babylon Berlin <\/em>in der ARD-Mediathek verf\u00fcgbar. <em>Babylon Berlin <\/em>war 2017 als historische Krimiserie gestartet. Als solche lebte sie von der Herstellung eines zeittypischen Ambientes stets fast mehr als von den jeweils aufgebotenen Mordhandlungen. Wie der Titel zu Recht nahelegt, ist die eigentliche Hauptfigur der Serie die Stadt Berlin: das sympathisch verruchte Berlin der 1920er Jahre. In seiner sexuellen Freiz\u00fcgigkeit, zwischenmenschlichen Schnoddrigkeit und technischen Modernit\u00e4t wurde Berlin behutsam romantisiert, aber nicht vollst\u00e4ndig verkl\u00e4rt. So spielten soziale Missst\u00e4nde und der aufkeimende Faschismus eine bedeutende Rolle. Die Serie pr\u00e4sentierte das Berlin der Weimarer Republik unterschwellig immer auch als ein Verm\u00e4chtnis und seinen Untergang 1933 als ein Mahnmal f\u00fcr unsere heutige Zeit. \u00bbArm, aber sexy\u00ab, wie das sp\u00e4ter genannt wurde.<!--more--><\/p>\n<p><em>Babylon Berlin<\/em> \u00fcberforderte nie seine Zuschauer*innen, sondern best\u00e4tigte deren Vorwissen und \u00dcberzeugungen mit liebevoll und opulent inszenierten Details. An Kost\u00fcmen, Maske, Requisiten, Komparsen und nachgebauten Stra\u00dfenz\u00fcgen wurde ein Aufwand betrieben, der <em>Babylon Berlin<\/em> zu der teuersten Filmproduktion machte, die jemals in Deutschland realisiert wurde. Dabei erlaubten sich die Macher manch ansprechende Sottise. So sollen die Schauspieler*innen, wie im neuen Making-of zu erfahren ist, auch dann originalgetreue Unterw\u00e4sche getragen haben, wenn sie sich gar nicht ausziehen mussten. Das Feuermal im Gesicht des Gro\u00dfindustriellen Alfred Nyssen (Lars Eidinger) wurde offenbar in den Umrissen der Stadt Berlin aufgetragen und wenn Hermann G\u00f6ring (Devid Striesow) in der f\u00fcnften Staffel auf Schloss Liebenberg zu Tisch sitzt, gibt es als Vorspeise Fleischbr\u00fche mit Eierstich in Hakenkreuzform.<\/p>\n<p>Machart und Bildsprache der neuen Folgen entsprechen denen der vorherigen Staffeln. Wieder sind Achim von Borries, Hendrik Handloegten und Tom Tykwer f\u00fcr Drehbuch und Regie verantwortlich, wieder nutzen sie dabei denkbar frei einen historischen Kriminalroman von Volker Kutscher als Vorlage (<em>M\u00e4rzgefallene <\/em>von 2014) und wieder sind es Gereon Rath (Volker Bruch) und Charlotte Richter (Liv Lisa Fries), die ermitteln.<\/p>\n<p>Der Gegenstand der letzten Staffel ist jedoch ungleich monumentaler. Sie spielt weitestgehend im Februar 1933, genauer gesagt: in den Wochen von Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar bis zum Reichstagsbrand am 27. Februar. Es ist demnach die ganz gro\u00dfe Geschichte, die zur Darstellung gebracht wird. Bildete die Kriminalhandlung in den bisherigen Staffeln eher eine Art Rahmen f\u00fcr die Aufbereitung von Zeitgeschichte, r\u00fcckt diesmal die Person Adolf Hitlers in ihr Zentrum, auch wenn Hitler selbst (Clemens Schick) nicht zu einer Hauptfigur aufsteigt. Er bleibt bis auf wenige Auftritte die braune Eminenz hinter den Kulissen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr setzt <em>Babylon Berlin<\/em> auf eine gar nicht einmal unplausible Fiktion: Anders als in <em>Mein Kampf<\/em> dargestellt, sei Hitler am Ende des Ersten Weltkriegs nicht infolge eines Senfgasangriffs vor\u00fcbergehend erblindet, der Serie zufolge lautete die damalige Diagnose auf \u00bbhysterische Blindheit\u00ab. Dementsprechend versuchen Gestapo und SA jetzt nicht nur, Hitlers Krankenakte zum Verschwinden zu bringen, sondern auch alle Personen zu ermorden, die seinerzeit mit Hitler zusammen im Lazarett Pasewalk waren und seine Hysterie bezeugen k\u00f6nnten; allen voran den behandelnden Psychiater Dr. Edmund Forster (Ulrich Noethen). Charlotte, Gereon und diverse andere Beamte setzen ihrerseits alles daran, den Schergen das Handwerk zu legen, und arbeiten auf eine Publikation der Krankenakte hin, damit die Nazis bei den f\u00fcr den 5. M\u00e4rz anberaumten Neuwahlen endlich einen D\u00e4mpfer bekommen.<\/p>\n<p>Auf politischer Ebene und mit Blick auch auf die heutige Bedr\u00e4ngnis westlicher Demokratien, auf die die Serie immer wieder dezent anspielt, ist die gesamte Kriminalhandlung von r\u00fchrender Naivit\u00e4t. Hitler unter Hysterieverdacht zu stellen, h\u00e4tte es damals wie heute kaum einer Krankenakte \u00fcber sein Augenleiden bedurft. Und die W\u00e4hlerstimmen, die eine entsprechende Publikation die Nazis am 5. M\u00e4rz gekostet h\u00e4tte, w\u00e4ren wahrscheinlich leider sehr \u00fcberschaubar geblieben.<\/p>\n<p>Aufschlussreich ist die f\u00fcnfte Staffel von <em>Babylon Berlin<\/em> dort, wo sie der politischen Brisanz von Hitlers Krankengeschichte selbst nicht recht zu trauen scheint. So darf der Arzt und Schriftsteller Ernst Wei\u00df (Godehard Giese), den Gereon und Dr. Forster in Paris f\u00fcr eine Ver\u00f6ffentlichung der Hysteriediagnose gewinnen wollen, am Ende der vierten Folge selbst Zweifel an deren potenziellem Einfluss auf die anstehenden Wahlen formulieren. Damit wird Wei\u00df von Drehbuch und Regie zum Tr\u00e4ger jener Bedenken gemacht, die viele Zuschauer*innen angesichts der Kriminalhandlung zu dem Zeitpunkt l\u00e4ngst beschlichen haben d\u00fcrften. Als Zuschauerfiguration kann er massenwirksame Folgen von Hitlers Hysteriebefund zwar infrage stellen, den gesamten Plot aber nat\u00fcrlich nicht gegen die Wand fahren lassen. Um so weniger, als neben Kutscher auch Wei\u00df\u2019 Roman <em>Ich, der Augenzeuge <\/em>eine bedeutende Vorlage f\u00fcr die Kriminalhandlung der letzten Staffel abgibt. Es ist eine denkw\u00fcrdige politische Unentschiedenheit, die die finale Staffel von <em>Babylon Berlin<\/em> \u00fcber weite Strecken durchzieht, ohne dass diese indes zu ihrem Kompositionsprinzip erhoben werden w\u00fcrde. Und genau hier liegt der Hase, wie man so sagt, im Pfeffer.<\/p>\n<p>Genau besehen werden die neuen Folgen zwischen zwei g\u00e4ngigen, nichtsdestotrotz aber kontr\u00e4ren geschichtlichen \u00dcberzeugungen \u00fcber die Nazis zerrieben: einmal der, dass sie durch einen geschlossenen Verbund aufgekl\u00e4rter und demokratischer Kr\u00e4fte 1933 noch gut h\u00e4tten verhindert werden k\u00f6nnen, und einmal der, dass sie in ihrer Monstrosit\u00e4t geradezu unvermeidlich waren. Beide Ansichten begegnen im politischen Diskurs bis heute in unterschiedlichen Begr\u00fcndungszusammenh\u00e4ngen. Der deprimierend aktuelle Imperativ \u00bbWehret den Anf\u00e4ngen!\u00ab steht der Beschw\u00f6rung einer tats\u00e4chlichen oder vermeintlichen Singularit\u00e4t und Unvergleichbarkeit der Nazi-Verbrechen letztlich unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber; mindestens aber steht er zu ihr in massiver Spannung. Die Unvergleichbarkeitsthese wurde urspr\u00fcnglich mit Blick auf andere historische Totalitarismen ins Feld gef\u00fchrt, sie schlie\u00dft Vergleiche aber auch mit heutigen Entwicklungen streng genommen aus. Zudem droht sie, ein aufgekl\u00e4rtes mit einem d\u00e4monischen und deterministischen Geschichtsbild zu \u00fcberblenden.<\/p>\n<p>Diesem Widerspruch und seiner Symptomatik wusste sich die finale Staffel von <em>Babylon Berlin<\/em> trotz oder wegen bester politischer Absichten nicht \u00fcberzeugend zu stellen. Im Gegenteil erscheint die Machtergreifung der Nazis in den letzten Folgen als buchst\u00e4blich <em>tragisches<\/em> Fatum, wie die Verkn\u00fcpfung von Hitlers Krankenakte mit gleich drei Nebenhandlungen verr\u00e4t:<\/p>\n<p>Zum einen beschlie\u00dft Gereons Bruder Anno (Jens Harzer), der 1918 zu Hitlers Lazarettkameraden geh\u00f6rt hatte, ein Attentat auf diesen zu orchestrieren, als sich abzeichnet, dass aus der Krankenakte allein kein politisches Kapital zu schlagen sein wird. Gereon selbst soll die Bombe auf Schloss Liebenberg z\u00fcnden, wo Hitler und G\u00f6ring mit s\u00e4mtlichen Gr\u00f6\u00dfen der deutschen Industrie zum Abendessen eingeladen sind. Als Hitler zwischenzeitlich kurz totgeglaubt wird, verk\u00fcndet Anno in einer Radiorede das Ende des \u00bbF\u00fchrerprinzips\u00ab \u2013 die Ankl\u00e4nge an das missgl\u00fcckte Stauffenberg-Attentat vom 20. Juli 1944 sind nicht zu \u00fcberh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Zum anderen planen die Nazis zwecks einer Aushebelung der Weimarer Verfassung, den Reichstag anzuz\u00fcnden. Mit der Hilfe eines Doppelagenten f\u00fchren sie den niederl\u00e4ndischen Kommunisten Marinus van der Lubbe (Tobias Kersloot) hinters Licht, der schlie\u00dflich erfolgreich Feuer legt und damit unfreiwillig Hitler vor seinem sicheren Tod auf Schloss Liebenberg bewahrt. Gemeinsam mit G\u00f6ring war dieser zum brennenden Reichstag beordert worden, bevor die an seinem Sitzplatz angebrachte Bombe hochgehen konnte.<\/p>\n<p>Dass der Reichstagsbrand und der Anschlag auf Hitler an ein und demselben Abend stattfinden, liegt zum dritten urs\u00e4chlich jedoch gar nicht an den Nazis, sondern an einer beinahe schon begl\u00fcckenden politischen Intrige der Pensionsinhaberin Elisabeth Behnke (einmal mehr fulminant gespielt von Fritzi Haberlandt). Damit KPD und SPD ihre Gr\u00e4ben endlich \u00fcberwinden und im Vorfeld der anstehenden Wahlen eine gemeinsame Bastion gegen <u>den NS<\/u> bilden, hatte sich Frau Behnke den f\u00fchrenden Frauen von SPD (der Rosa Helfers von Jenny Schily) und KPD (der Marie-Luise V\u00f6lcker von J\u00f6rdis Triebel) gegen\u00fcber f\u00e4lschlicherweise als j\u00fcngste Schwester Rosa Luxemburgs ausgegeben. Rosa Luxemburgs geheimer Wille habe immer schon in einer Fusion der beiden linken Lager bestanden und diese sei jetzt dringlicher denn je. Obwohl die Intrige auffliegt, gelingt es den Frauen, ihre m\u00e4nnlichen Parteivorsitzenden f\u00fcr ein gemeinsames Treffen im Reichstag am 28. Februar zu gewinnen. Erst als G\u00f6ring hiervon erf\u00e4hrt, beschlie\u00dft er, die geplante Brandstiftung zeitlich vorzuverlegen, um das Treffen von SPD und KPD zu vereiteln. Dadurch f\u00e4llt der Reichstagsbrand zeitlich just auf den Abend des geplanten Attentats auf Hitler.<\/p>\n<p>Auf der Ebene von Chronologie und Handlungskausalit\u00e4t sind es in <em>Babylon Berlin<\/em> drei Omas gegen Rechts, die unbeabsichtigt das \u00dcberleben Adolf Hitlers und damit einhergehend den Untergang der Weimarer Republik bewirken. Die politisch bislang v\u00f6llig unbedarfte Frau Behnke, Rosa Helfers von der SPD und Marie-Luise V\u00f6lcker von der KPD bringen jenen Stein ins Rollen, der die Demokratie und ihre eigenen Parteien am Ende zermalmt. Das ist g\u00e4ngiges, nicht zu sagen: vulg\u00e4res, tragisches Inventar. Anders als in vielen Theorien der Trag\u00f6die und des Tragischen wird dieses in <em>Babylon Berlin<\/em> zwar nicht geschichtsphilosophisch aufgeladen. Die Serie unterstellt Hitler auch implizit keine h\u00f6here oder verdeckte Berechtigung, geschweige denn eine Gleichberechtigung kollidierender tragischer Kr\u00e4fte im Sinne Hegels. Hitlers Rettung wie sein politischer Erfolg erhalten \u00fcber den tragischen Kunstgriff jedoch unweigerlich Z\u00fcge des Schicksalhaften und Unab\u00e4nderlichen. Verst\u00e4rkt werden diese dadurch, dass die gesamte letzte Staffel sich den Blick auf durchschnittliche Nazi-Anh\u00e4nger*innen so gut wie vollst\u00e4ndig versagt und der politische Durchbruch des NS folglich weitgehend im Irrationalen verharrt.<\/p>\n<p>Viele Szenen und Details auch der letzten Staffel sind beeindruckend gut gemacht. Vom Hypnosependel Dr. Forsters, nachgebaut im edelsten Art-D\u00e9co-Design, bis zum K\u00f6lner Karneval, in dem Gereon und Dr. Forster sich verirren und der gr\u00f6\u00dftenteils aus originalen kolorierten Filmsequenzen montiert wird. Diese f\u00fchren nicht allein den Liebreiz des damals noch unzerbombten K\u00f6lns vor Augen, sondern kontrastiv auch den unwillk\u00fcrlich karnevalesken Zug der SA-M\u00e4rsche, auf den sie unmittelbar folgen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>\u00a0Viele weitere Beispiele lie\u00dfen sich anf\u00fcgen. Gleichwohl kann man sich der Erkenntnis kaum verschlie\u00dfen, dass sich die finale Staffel von <em>Babylon Berlin<\/em> an der Figur Adolf Hitlers verhoben hat. Ein \u00f6ffentlich gewordener Hysteriebefund h\u00e4tte Hitler nicht aufgehalten, aber trag\u00f6dientauglich war er schon mal gar nicht.<\/p>\n<p>Ein Grund mehr, es heute mit den Omas gegen Rechts zu halten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348;\"><em>Der Literaturwissenschaftler <\/em><a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/haas.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Claude Haas<\/em><\/a> <em>ist Ko-Leiter des Programmbereichs Weltliteratur und arbeitet gegenw\u00e4rtig an seinem Projekt \u00bb<a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/der-neue-historismus.html\">Der Neue Historismus in Literatur und Medienkultur der Gegenwart<\/a>\u00ab. Auf dem ZfL BLOG erschien von ihm zuletzt \u00bb<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/01\/06\/claude-haas-ein-fach-von-welt-zu-einem-plaedoyer-fuer-die-welthaltigkeit-der-philologie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ein Fach von Welt. Zu einem Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Welthaltigkeit der Philologie<\/a>\u00ab.<\/em><\/span><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Hier erlaubt sich die Serie eine film\u00e4sthetisch gegl\u00fcckte historische Freiheit. Der Rosenmontag 1933 fiel nicht auf den Tag nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler (wie in der vierten Folge der f\u00fcnften Staffel), sondern auf den Tag, an dem der Reichstag brannte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Claude Haas: Omas gegen Rechts. Zur finalen Staffel von \u00bbBabylon Berlin\u00ab, in: ZfL Blog, 29.10.2026, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/10\/29\/claude-haas-omas-gegen-rechts-zur-finalen-staffel-von-babylon-berlin\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/10\/29\/claude-haas-omas-gegen-rechts-zur-finalen-staffel-von-babylon-berlin<\/a>].<br \/>\nDOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20261029-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20261029-01<\/a><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"ScholarlyArticle\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20261029-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2026\/10\/29\/claude-haas-omas-gegen-rechts-zur-finalen-staffel-von-babylon-berlin\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"Claude Haas: Omas gegen Rechts. 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