{"id":443,"date":"2017-06-15T11:00:18","date_gmt":"2017-06-15T09:00:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=443"},"modified":"2025-03-04T15:32:25","modified_gmt":"2025-03-04T13:32:25","slug":"ein-forschungsprojekt-zu-ernst-juengers-briefarchiv-detlev-schoettker-im-gespraech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/06\/15\/ein-forschungsprojekt-zu-ernst-juengers-briefarchiv-detlev-schoettker-im-gespraech\/","title":{"rendered":"EIN FORSCHUNGSPROJEKT ZU ERNST J\u00dcNGERS BRIEFARCHIV. Detlev Sch\u00f6ttker im Gespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"<div class=\"container\">\n<div class=\"container_inner default_template_holder clearfix page_container_inner\">\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em>Detlev Sch\u00f6ttker antwortet auf Fragen von Alexander Pschera, Publizist und Vorsitzender der Ernst und Friedrich Georg J\u00fcnger Gesellschaft e.V.. Das Interview erschien im April 2017 auf der Webseite der <a style=\"color: #e63348;\" href=\"https:\/\/juenger-gesellschaft.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ernst und Friedrich J\u00fcnger Gesellschaft e.V. <\/a><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Alexander Pschera: Sie haben in den vergangenen Jahren mehrere kleinere Briefwechsel Ernst J\u00fcngers ver\u00f6ffentlicht, darunter mit Gershom Scholem, Dolf Sternberger und dem kommunistischen Pressefotografen Otto Storch. 2010 ist au\u00dferdem der von Ihnen und Anja H\u00fcbner herausgegebene Band \u00bbAutoren schreiben Ernst J\u00fcnger\u00ab erschienen. Inzwischen leiten Sie ein Forschungsprojekt zu J\u00fcngers Briefnachlass, der seit 1996 im Deutschen Literaturarchiv in Marbach liegt. K\u00f6nnen Sie das Projekt kurz skizzieren?<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Detlev Sch\u00f6ttker: Ich m\u00f6chte zun\u00e4chst einige Fakten mitteilen, da sie nicht bekannt sind: J\u00fcnger hat sein Leben lang t\u00e4glich Briefe bekommen und geschrieben. Wie seine Sekret\u00e4re berichtet haben, nahm die Erledigung der Korrespondenz mehrere Stunden pro Tag ein. Dar\u00fcber hinaus sammelte J\u00fcnger die Schreiben in Archivk\u00e4sten, die in seinem Wohnhaus in Wilflingen heute noch (ohne Inhalt) zu sehen sind. Den Bestand \u00fcbergab er etwa zwei Jahre vor seinem Tod mit dem gesamten Nachlass an das Deutsche Literaturarchiv in Marbach (DLA). Es handelt sich um ca. 130.000 Schreiben, davon 90.000 Briefe an den Autor und ca. 40.000 Briefe von ihm (jeweils in Abschriften oder Durchschriften bei Verwendung einer Schreibmaschine). Damit ist J\u00fcngers Briefnachlass vermutlich das gr\u00f6\u00dfte private Briefarchiv.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die Schreiben sind im Marbacher Archiv mit den Grundinformationen erfasst worden: Name des Absenders bzw. Empf\u00e4ngers, Datum und Ort. Diese Informationen sind online \u00fcber die Homepage zug\u00e4nglich. Die Briefe selbst k\u00f6nnen vor Ort mit einigen Einschr\u00e4nkungen bei noch lebenden Personen bestellt und eingesehen werden. Au\u00dferdem gibt es ein maschinenschriftliches, allerdings nicht vollst\u00e4ndig erhaltenes Verzeichnis der Korrespondenten mit ca. 5000 Namen, das J\u00fcngers Sekret\u00e4r Heinz Ludwig Arnold Mitte der 1960er Jahre erstellt hat; es wurde von J\u00fcngers zweiter Ehefrau Liselotte sp\u00e4ter handschriftlich erg\u00e4nzt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Eine inhaltliche Erfassung der gesamten Korrespondenz (Regesten) w\u00e4re nur im Rahmen eines umfassenden Langzeitprojekts m\u00f6glich; nach Berechnungen eines EDV-Experten am Marbacher Archiv w\u00fcrde man daf\u00fcr ca. 30 Jahre mit 10 Mitarbeitern ben\u00f6tigen. Da dies in absehbarer Zeit nicht m\u00f6glich ist, versuche ich, die Besonderheiten des brieflichen Nachlasses im Rahmen einer Monografie darzustellen. Der Arbeitstitel lautet <a href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/projekt\/das-briefarchiv-ernst-juengers.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00bbKorrespondenz und Nachleben \u2013 Ernst J\u00fcngers Briefarchiv\u00ab<\/a>. Daf\u00fcr hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzielle Mittel f\u00fcr drei Jahre (2015-2018) auf der Basis eines Antrags gew\u00e4hrt.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">AP: Welche Ziele verfolgt das Projekt?<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">DS: Ich beschr\u00e4nke mich nicht auf den Briefbestand allein, sondern bem\u00fche mich um einen Zugang, der poetologisch, literaturhistorisch und kulturtheoretisch ausgerichtet ist. Deshalb ist das Projekt am Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung in Berlin angesiedelt, auch wenn in Marbach das Material liegt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Ich m\u00f6chte drei Hauptanliegen der Untersuchung nennen: Erstens stelle ich dar, welche Funktion Briefe f\u00fcr J\u00fcnger hatten; zweitens geht es um ihre Rolle in seinen Werken, und drittens sollen die Besonderheiten des Briefarchivs charakterisiert werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Dazu l\u00e4sst sich bisher Folgendes sagen:<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"> \u2013 Erstens hat J\u00fcnger seit den fr\u00fchen zwanziger Jahren durch Briefe und Briefwechsel Netzwerke mit Freunden und Weggenossen geschaffen, die zur Verbreitung seiner Schriften und Auffassungen beigetragen haben.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"> \u2013 Zweitens hat er seit Ende der drei\u00dfiger Jahre in den Tageb\u00fcchern \u2013 von den \u00bbStrahlungen\u00ab bis hin zu \u00bbSiebzig verweht\u00ab immer wieder auf Briefe zur\u00fcckgegriffen, um sich als Autor und Weltdeuter in Szene zu setzen. Die brieflichen Aktivit\u00e4ten waren also nicht nur eine Erg\u00e4nzung der literarischen Arbeiten, sondern Bestandteil seiner Autorschaft.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"> \u2013 Drittens hat J\u00fcnger das Briefarchiv nicht nur f\u00fcr den eigenen Bedarf, sondern auch f\u00fcr die Nachwelt aufgebaut, um Biographen, Editoren und Interpreten mit Material zu versorgen, wie eigene \u00c4u\u00dferungen best\u00e4tigen. Ich bezeichne J\u00fcnger deshalb als Archiv-Autor und sein Briefarchiv als zweites Werk. Nur so ist erkl\u00e4rbar, warum ein Autor t\u00e4glich derart viel Zeit in das Schreiben, Lesen und Sammeln von Briefen investiert.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">AP: Welche Publikationen und Editionen sind zu erwarten?<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">DS: Es gibt viele J\u00fcnger-Forscher, die sich mit einzelnen Briefwechseln oder Briefkomplexen besch\u00e4ftigen und diese f\u00fcr Studien zu Werk und Biographie nutzen. \u00dcber geplante Editionen und Untersuchungen bin ich nicht im Einzelnen informiert. Doch erscheinen inzwischen h\u00e4ufig einschl\u00e4gige Publikationen, zuletzt u.a. die Briefe von Armin Mohler, J\u00fcngers erstem Sekret\u00e4r, an den \u00bbChef\u00ab. Im Rahmen meines Projekts besch\u00e4ftige ich mich neben der Untersuchung der genannten Aspekte mit drei Briefwechseln bzw. Briefkomplexen, zu denen ich Editionen vorbereite:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u2013 Briefe ehemaliger Frontsoldaten zu den Kriegsb\u00fcchern des Ersten Weltkriegs (es handelt sich um mehrere hundert Schreiben der zwanziger und fr\u00fchen drei\u00dfiger Jahre, auch von Soldaten aus L\u00e4ndern, die Gegner Deutschlands waren und die J\u00fcngers B\u00fccher aus den fr\u00fchen \u00dcbersetzungen ins Spanische und Englische kannten);<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u2013 der Briefwechsel zwischen Ernst und Gretha J\u00fcnger (es handelt sich um ca. 2000 Briefe mit einem Schwerpunkt auf dem Zweiten Weltkrieg, die Einblicke in die private Dimension des Krieges geben, von dem die Ehefrau J\u00fcngers durch die Bombardierungen Hannovers und seiner Umgebung st\u00e4rker betroffen war als der Autor in Paris);<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u2013 der Briefwechsel zwischen J\u00fcnger und dem Historiker Joseph Wulf, der als polnischer Jude das Konzentrationslager Auschwitz \u00fcberlebte und zum Begr\u00fcnder der Holocaust-Forschung in Deutschland wurde (er steht beispielhaft f\u00fcr die politischen Debatten zum Nationalsozialismus seit den sechziger Jahren).<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">AP: Welche weiteren Briefbest\u00e4nde in J\u00fcngers Nachlass sollten bearbeitet werden bzw. von welchen versprechen Sie sich am meisten?<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">DS: Eine Hierarchisierung bzw. qualitative Bewertung ist nicht m\u00f6glich, weil niemand in absehbarer Zeit \u00fcber 130.000 Briefe lesen oder gar beurteilen kann. Nicht selten hat man es hier mit schwierigen Handschriften zu tun, und nicht selten muss man in anderen Archiven arbeiten, um J\u00fcngers eigene Briefe zu lesen, wenn keine Ab- oder Durchschriften von ihm angefertigt wurden. Dar\u00fcber hinaus tauchen immer wieder kleinere Briefwechsel mit unbekannten oder kaum bekannten Korrespondenten auf, die Aufschl\u00fcsse \u00fcber J\u00fcngers Biographie oder die Entstehung seiner Werke geben. Einzelbriefe k\u00f6nnen ebenfalls interessant sein, wie die anfangs erw\u00e4hnte Anthologie \u00bbAutoren schreiben Ernst J\u00fcnger\u00ab zeigt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Nat\u00fcrlich gibt es auch umfangreiche und sehr bedeutende Briefwechsel, die bisher nicht ediert wurden, darunter die Korrespondenz zwischen Ernst und Friedrich Georg J\u00fcnger. Es ist mir aber wichtig zu betonen, dass die kleineren Briefwechsel mit weniger bekannten oder unbekannten Partnern f\u00fcr die Biographie, das Werk und die Zeitgeschichte J\u00fcngers ebenso wichtig sind wie die Korrespondenzen mit prominenten Partnern, die in den letzten zwanzig Jahren publiziert wurden, darunter mit Carl Schmitt, Martin Heidegger, Friedrich Hielscher, Gerhard Nebel und anderen.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">AP: Welchen Aufschluss \u00fcber J\u00fcnger und sein Werk geben die noch nicht ver\u00f6ffentlichten Briefbest\u00e4nde? K\u00f6nnen Sie unser J\u00fcnger-Bild ver\u00e4ndern?<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">DS: F\u00fcr Editoren, Biographen und Interpreten bietet der Briefnachlass umfassende M\u00f6glichkeiten der Recherche, die unsere Kenntnis von Werk und Biographie zweifellos erg\u00e4nzen und vertiefen werden. Immer wieder beeindruckend ist, wie unterschiedlich die Personen waren, die J\u00fcnger geschrieben haben: einfache Leser mit Fragen zu B\u00fcchern, junge Schriftsteller auf der Suche nach Publikationsm\u00f6glichkeiten, Redakteure von Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkanstalten mit der Bitte um Beitr\u00e4ge, Publizisten und Historiker mit der Bitte um Ausk\u00fcnfte zu Personen oder Ereignissen und Aktivisten linker und rechter Bewegungen mit der Bitte um Unterst\u00fctzung. Die meisten bekamen eine Antwort. Briefe, auf die J\u00fcnger nicht reagierte oder die er wegwarf, kennt man freilich nicht. Und einige Korrespondenzen mit prominenten Partnern, darunter Ernst Niekisch und Erich M\u00fchsam, hat J\u00fcnger aus Angst vor der Gestapo bekanntlich vernichtet, wie er in den \u00bbStrahlungen\u00ab berichtet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Durch die Vielzahl der Korrespondenzen mit Freunden, Gegnern, Verlagen, Zeitschriften, Zeitungen und unterschiedlichen Institutionen ist J\u00fcngers Briefarchiv ein Spiegel der deutschen Kultur- und Geistesgeschichte des gesamten 20. Jahrhunderts: vom Ersten Weltkrieg \u00fcber die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg bis hin zur Nachkriegszeit, die in diesem Falle mit J\u00fcngers Tod im Jahr 1998 endet. Als Fundament literatur- und zeithistorischer <\/span><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Forschung ist J\u00fcngers Briefarchiv bisher kaum genutzt worden.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">AP: Wie viele Briefe befinden sich nicht in Marbach, sondern in Privatbesitz, und lassen sie sich erschlie\u00dfen?<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Es gibt Tausende, vermutlich sogar Zehntausende von Briefen J\u00fcngers, die nicht in seinem Nachlass sind, weil er keine Abschriften oder Durchschriften angefertigt hat. Von diesen Briefen befinden sich viele in Archiven anderer Autoren oder Publizisten wie Carl Schmitt, Martin Heidegger oder Joseph Wulf. Solche Archive sind \u00fcberwiegend bekannt und meist zug\u00e4nglich; eine \u00dcbersicht gibt es allerdings nicht. \u00dcber die gro\u00dfe Zahl von Briefen in privaten Nachl\u00e4ssen, die inzwischen im Autographen-Handel oder sogar bei Ebay angeboten werden, wei\u00df man kaum etwas. Da das Deutsche Literaturarchiv nicht alles kauft oder kaufen kann, was im Handel angeboten wird, w\u00e4re es gut, private Sponsoren oder eine Stiftung zu gewinnen, die hier einspringt, damit J\u00fcngers Briefarchiv komplettiert werden kann.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Ein Forschungsprojekt zu Ernst J\u00fcngers Briefarchiv. Detlev Sch\u00f6ttker im Gespr\u00e4ch, in: ZfL BLOG, 15.6.2017, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/06\/15\/ein-forschungsprojekt-zu-ernst-juengers-briefarchiv-detlev-schoettker-im-gespraech\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/06\/15\/ein-forschungsprojekt-zu-ernst-juengers-briefarchiv-detlev-schoettker-im-gespraech\/<\/a>].<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">DOI: <\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20170615-01\"><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20170615-01<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20170615-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/06\/15\/ein-forschungsprojekt-zu-ernst-juengers-briefarchiv-detlev-schoettker-im-gespraech\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"EIN FORSCHUNGSPROJEKT ZU ERNST J\u00dcNGERS BRIEFARCHIV. 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