{"id":597,"date":"2017-11-14T15:00:28","date_gmt":"2017-11-14T13:00:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=597"},"modified":"2025-03-04T15:20:32","modified_gmt":"2025-03-04T13:20:32","slug":"daniel-weidner-die-unfaehigkeit-zu-trauern-geschichte-einer-abwehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/11\/14\/daniel-weidner-die-unfaehigkeit-zu-trauern-geschichte-einer-abwehr\/","title":{"rendered":"Daniel Weidner: \u00bbDIE UNF\u00c4HIGKEIT ZU TRAUERN\u00ab \u2013 Geschichte einer Abwehr?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Liest man heute, f\u00fcnfzig Jahre nach der Erstver\u00f6ffentlichung, Alexander und Margarete Mitscherlichs <em>Die Unf\u00e4higkeit zu trauern<\/em>, so kann man \u00fcberrascht werden. Das Buch ist ein Klassiker und sein Titel zum Schlagwort geworden: f\u00fcr die Verz\u00f6gerung der Vergangenheitsbew\u00e4ltigung, f\u00fcr die Versp\u00e4tung, mit der sich die Deutschen mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinandergesetzt haben, f\u00fcr den Unwillen, deren Opfer anzuerkennen. Im Buch liest sich das allerdings etwas anders, denn dass die Deutschen nicht getrauert h\u00e4tten, bezieht sich nicht prim\u00e4r \u2013 wie wir wohl erwarten w\u00fcrden\u00a0\u2013 auf die Opfer:<!--more--><\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">\u00bbDie Unf\u00e4higkeit zur Trauer um den erlittenen Verlust des F\u00fchrers ist das Ergebnis einer intensiven Abwehr von Schuld, Scham und Angst; sie gelingt durch den R\u00fcckzug bisher starker libidin\u00f6ser Besetzungen. Die Nazivergangenheit wird derealisiert, entwirklicht. Als Anla\u00df zur Trauer wirkt \u00fcbrigens nicht nur der Tod Adolf Hitlers als realer Person, sondern vor allem das Erl\u00f6schen seiner Repr\u00e4sentanz als kollektives Ich-Ideal. [\u2026] Als solches repr\u00e4sentierte und belebte er aufs neue die Allmachtsvorstellungen, die wir aus der fr\u00fchen Kindheit \u00fcber uns hegen; sein Tod und seine Entwertung durch Sieger bedeutete auch den Verlust eines narzi\u00dftischen Objekts und damit eine Ich- oder Selbstverarmung und \u2011entwertung. Die Vermeidung dieser Traumen mu\u00df als unmittelbarster Anla\u00df der Derealisation gesehen werden. Erst in zweiter Linie folgte die Abwehr der Trauer um die zahllosen Opfer der Hitlerschen Aggression \u2013 einer Aggression, die wir so willig, so widerstandsschwach in der Tradition mit ihm teilten.\u00ab<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die Deutschen seien unf\u00e4hig zu trauern \u2013 aber dabei geht es nur \u00bbin zweiter Linie\u00ab um die Opfer ihrer Verbrechen, in erster Linie interessiert hier die ausgebliebene Trauer um die eigenen Verluste. Die Abwehr <em>dieser<\/em> Trauer, so die zentrale These des Textes, habe die nationalsozialistische Vergangenheit bereits unmittelbar nach dem Krieg eigenartig \u00bbirreal\u00ab erscheinen lassen und die \u00bbGef\u00fchlsstarre\u00ab, den \u00bbpsychosozialen Immobilismus\u00ab hervorgerufen, welche die Nachkriegsgesellschaft charakterisieren sollen. Mitscherlichs fordern, \u00fcberspitzt gesagt, gar nicht in erster Linie eine Trauer um die Opfer, sondern um die vergangene deutsche Gr\u00f6\u00dfe, weil ohne eine Auseinandersetzung mit den eigenen Verlusten die \u00bbmoralische Pflicht, Opfer unserer ideologischen Zielsetzung mit zu betrauern\u00ab, nur ein \u00bboberfl\u00e4chliches seelisches Geschehen\u00ab bleiben k\u00f6nne.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Dass es dem Buch eben nicht um diese \u00bbmoralische Pflicht\u00ab, sondern um die Psychodynamik der Trauer ging, ist in der Rezeption vergessen worden \u2013 ironischerweise vor allem von denen, welche die Mitscherlichs am heftigsten kritisierten und f\u00fcr die das Buch (der Titel!) geradezu zum Feindbild des \u00bbTrauerzwangs\u00ab und des \u00bbmoralischen Diktats\u00ab der Erinnerungskultur wurde. Dabei richtete sich die Abwehr gegen das Buch nicht nur gegen ein bestimmtes Erinnern, sondern auch gegen die Psychoanalyse und eine bestimmte Art von Intellektuellen.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\">Was war Erinnerungskultur?<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Liest man das Buch heute, mit historischem Abstand, so fragt sich weniger, ob seine Diagnose noch aktuell ist, als vielmehr wie die Geschichte der Vergangenheitsbew\u00e4ltigung sich von ihm aus darstellt. Denn das verbreitete Missverst\u00e4ndnis des Titels legt die Vermutung nahe, dass nicht nur das Buch, sondern auch das in ihm verhandelte Problem m\u00f6glicherweise ebenfalls eher missverstanden oder vergessen worden ist, als dass es wirklich eine L\u00f6sung gefunden hat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die Deutschen seien, so konstatierten die Mitscherlichs, emotional so blockiert, dass sie sich nicht f\u00fcr die Opfer interessieren konnten. Heute, f\u00fcnfzig Jahre sp\u00e4ter, scheinen die Opfer im Zentrum der Erinnerung an den Nationalsozialismus zu stehen: Handelt es sich dabei um einen Akt der Gerechtigkeit \u2013 oder um eine psychische \u00dcbersprungshandlung, die von einer Verbindung zur T\u00e4tergemeinschaft nichts mehr wissen will? Ist damit die \u00bbDerealisierung\u00ab der Vergangenheit aufgehoben und Empathie wieder m\u00f6glich, oder bleibt auch diese Erinnerung nur \u00bboberfl\u00e4chlich\u00ab, weil ihr die Auseinandersetzung mit eigenen Verlusten fehlt? Oder ist das \u00bbopferidentifizierte Erinnern\u00ab gar ein Akt \u00bbgenerationeller Selbsterm\u00e4chtigung\u00ab (Christan Schneider), durch den die Kinder und Enkel der T\u00e4ter sich an die Stelle der Opfer phantasieren? Ist im Gegenzug das j\u00fcngere Interesse f\u00fcr die deutschen Opfer \u2013 f\u00fcr Luftkrieg und Vertreibung \u2013 als Opferkonkurrenz zu beschreiben oder als eine Art nachgeholter Trauer?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Mit den Mitscherlichs gelesen, k\u00f6nnte die g\u00e4ngige Selbsterz\u00e4hlung der deutschen Vergangenheitsbew\u00e4ltigung komplizierter erscheinen: Diese w\u00e4re nicht ein lange verz\u00f6gertes, endlich \u2013 nicht zuletzt: durch die Mitscherlichs! \u2013 initiiertes und andauernd erfolgreiches, wenngleich niemals abzuschlie\u00dfendes Unternehmen, eine Art unendliche Aufgabe mit dem Glanz ethischer Forderungen. Sondern ein komplexer Prozess der Abl\u00f6sung und Ausverhandlung, der Trennung und Trauer, in dem \u2013 das kann man eben aus der Psychoanalyse lernen \u2013 Aggression und Projektion, Neid und Angst eine zentrale Rolle spielten und noch spielen.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\">Psychoanalyse, kollektiv<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Ihr Buch analysiere, so die Mitscherlichs, die \u00bbkollektive Abwehr kollektiv erzeugter Schuld\u00ab. Nicht wenige Leser wiesen dabei nicht nur \u2013 erneut: missverstehend \u2013 die \u00bbKollektivschuld\u00ab von sich, sondern auch das ganze Theorieprogramm, wo mal von Trauer, mal von Melancholie die Rede sei und \u00fcberhaupt viel zu viel psychologisiert werde. Nicht nur der Moralismus, auch die Psychoanalyse behagte vielen Lesern nicht. Unberechtigt ist das nicht, ist doch der Schritt vom einzelnen klinischen Befund zum Kollektiv methodisch kaum ausgewiesen und das Verst\u00e4ndnis von Trauer alles andere als klar. So bleibt etwa undeutlich, ob die Rede von Trauer hier normative Z\u00fcge tr\u00e4gt oder ob umgekehrt die konstatierte \u00bbUnf\u00e4higkeit\u00ab gar zur Entschuldung beitr\u00e4gt: Mehrfach argumentieren die Mitscherlichs, die Gef\u00fchlsstarre sei Resultat eines \u00bbgleichsam reflektorisch ausgel\u00f6sten Selbstschutzmechanismus\u00ab gegen die totale psychische Entwertung gewesen, eine Regression, die einen \u00bbsubmoralischen Notstand\u00ab ausgel\u00f6st habe \u2013 die Deutschen h\u00e4tten also gar nicht anders gekonnt, als nicht zu trauern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Gerade diese Zweideutigkeiten sind aber auch wertvoll. Denn der heutige Diskurs \u00fcber die Erinnerungskultur ist gepr\u00e4gt durch so abstrakte wie kategorische Forderungen, \u203aniemals zu vergessen\u2039 und einen weitgehend entpolitisierten und neutralisierten Begriff von \u203akulturellem Ged\u00e4chtnis\u2039. Er k\u00f6nnte von einem Konzept von Erinnerung profitieren, dass sich der Ambivalenz und Doppelb\u00f6digkeit von Erinnerungen bewusst ist, das Individuum und Gemeinschaft aufeinander bezieht und auch die Dimension von Affekt und Abwehr \u2013 gerade diese! \u2013 denken kann. Die Psychoanalyse stellt hier ein Potential dar, das noch keineswegs ausgesch\u00f6pft ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Und das gilt nicht nur f\u00fcr die Erinnerung. <em>Die Unf\u00e4higkeit zu trauern<\/em>, im Untertitel <em>Grundlagen kollektiven Verhaltens<\/em>, enth\u00e4lt neben dem ber\u00fchmten ersten Kapitel auch Aufs\u00e4tze zum moralischen Relativismus in modernen Gesellschaften, zum Wandel der Pubert\u00e4t, zur Krise der Autorit\u00e4t etc.; diese verweisen wiederum auf andere Arbeiten der Autoren, etwa auf Alexander Mitscherlichs f\u00fcnf Jahre zuvor erschienenes <em>Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft<\/em>. Es ist das Gebiet der Massenpsychologie, die lange Zeit einen dubiosen Ruf hatte: methodisch unhaltbar, naiv reduktionistisch, elitistisch-antimodern und nur noch von historischem Interesse. Heute aber, angesichts der diversen Populismen, k\u00f6nnte sie wieder durchaus aktuell erscheinen, und so kann man sich beim Wiederlesen der <em>Unf\u00e4higkeit<\/em> fragen, ob und was man diesen Denkfiguren abgewinnen kann. Oder auch genereller, ob und wenn ja welchen Ort die Psychoanalyse in der Analyse moderner Gesellschaften haben kann.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif; color: #e63348;\">Der Intellektuelle und \u203aseine\u2039 Geschichte<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Die \u00bbUnf\u00e4higkeit zu trauern\u00ab, die \u00bbvaterlose Gesellschaft\u00ab, die \u00bbUnwirtlichkeit der St\u00e4dte\u00ab \u2013 Alexander Mitscherlich hatte wie wenige ein Talent, seine Thesen in markante Schlagworte zu fassen, was ihn dann auch zu einem gern gesehenen Gast in Radio und Fernsehen machte. Er war einer der wichtigsten Intellektuellen der Bundesrepublik der sechziger Jahre, und die \u00bbUnf\u00e4higkeit\u00ab ist auch ein h\u00f6chst kritisches Psychogramm der Bundesrepublik. Allerdings unterscheidet sich sowohl Mitscherlichs Geschichte wie auch seine Diagnose nicht unwesentlich von denen anderer \u203aLinker\u2039 wie Adorno, Marcuse oder Horkheimer: Mitscherlich, der in seiner Jugend der \u203akonservativen Revolution\u2039 nahestand und im Nationalsozialismus als Dissident am Rande der Gesellschaft gelebt hatte, blieb stets skeptisch gegen\u00fcber Projekten der Emanzipation und hat \u2013 auch als Freudianer \u2013 einen durchaus positiven Begriff von Autorit\u00e4t. Nicht zuletzt interessiert er sich auch f\u00fcr das spezifisch \u203aDeutsche\u2039 dieser Geschichte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\">Das erste, bekannte Kapitel der <em>Unf\u00e4higkeit zu trauern<\/em> tr\u00e4gt den etwas ungelenken Untertitel \u00bbwomit zusammenh\u00e4ngt: eine deutsche Art zu lieben\u00ab. Der Nationalsozialismus war, so hei\u00dft es, das \u00bbAusagieren\u00ab eines f\u00fcr die deutsche Kultur charakteristischen \u00bbungew\u00f6hnlich ambivalenten Verh\u00e4ltnisses zur Vater-Autorit\u00e4t\u00ab, er \u00bbreaktivierte das deutsche Sendungsbewusstsein, das in unserer Nationalgeschichte so tiefe Wurzeln hatte\u00ab und setzte \u00bbeine lange Geschichte des Ungl\u00fccks\u00ab fort, eine Geschichte des prek\u00e4ren, ja fatalen Verh\u00e4ltnisses, das die Deutschen zu Ihren Idealen gehabt h\u00e4tten. Die <em>Unf\u00e4higkeit<\/em> ist damit auch ein Buch \u00fcber Deutschland, vergleichbar etwa Helmuth Plessners <em>Die versp\u00e4tete Nation<\/em> und Norbert Elias\u2019 <em>Studien \u00fcber die Deutschen<\/em>. Ob es sich dabei um eine weitere Variation der deutschen Sonderwegsthese handelt oder sich von dieser durch die deutliche Reserve gegen\u00fcber der \u203awestlichen\u2039 politischen Ordnung, gegen\u00fcber Demokratie und Parlamentarismus unterscheidet, kann nur eine genauere Wiederlekt\u00fcre zeigen. Aber schon auf den ersten Blick ist auff\u00e4llig, dass die Mitscherlichs zwar oft mit analytischer Distanz \u00fcber die Deutschen reden \u2013 Mangel an Empathie und arrogante K\u00e4lte warf Tilman Moser ihnen vor \u2013, noch \u00f6fter aber von \u00bbunserer\u00ab Geschichte sprechen. Die Theorie, die hier entworfen wird, ist eminent geschichtlich, und sie bezieht sich nicht nur auf den \u203aZivilisationsbruch\u2039 des Nationalsozialismus, sondern gleichzeitig auch auf die Kontinuit\u00e4t der deutschen Geschichte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><em><a href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/weidner.html\">Daniel Weidner<\/a> ist <\/em><em>stellvertretender Direktor des ZfL und Professor am Institut f\u00fcr Kulturwissenschaft der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. Gemeinsam mit Stephan Braese (RWTH Aachen) veranstaltet er vom 30.11. \u2013 1.12.2017 am ZfL die Konferenz <\/em><em><a href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/veranstaltungen-detail\/items\/die-unfaehigkeit-zu-trauern-50-jahre-danach.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00bbDIE UNF\u00c4HIGKEIT ZU TRAUERN \u2013 Ambivalenz und Aktualit\u00e4t. 50 Jahre danach\u00ab<\/a>.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Source Sans 3', sans-serif;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Daniel Weidner: \u00bbDie Unf\u00e4higkeit zu Trauern\u00ab \u2013 Geschichte einer Abwehr?, in: ZfL BLOG, 14.11.2017, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/11\/14\/daniel-weidner-die-unfaehigkeit-zu-trauern-geschichte-einer-abwehr\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/11\/14\/daniel-weidner-die-unfaehigkeit-zu-trauern-geschichte-einer-abwehr\/<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">].<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20171114-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20171114-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20171114-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2017\/11\/14\/daniel-weidner-die-unfaehigkeit-zu-trauern-geschichte-einer-abwehr\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"\u00bbDIE UNF\u00c4HIGKEIT ZU TRAUERN\u00ab \u2013 Geschichte einer Abwehr?\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Daniel Weidner\",\n    \"givenName\": \"Daniel\",\n    \"familyName\": \"Weidner\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-2214-9346\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2017-11-14\",\n  \"datePublished\": 2017,\n  \"schemaVersion\": \"http:\/\/datacite.org\/schema\/kernel-4\",\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liest man heute, f\u00fcnfzig Jahre nach der Erstver\u00f6ffentlichung, Alexander und Margarete Mitscherlichs Die Unf\u00e4higkeit zu trauern, so kann man \u00fcberrascht werden. 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