{"id":774,"date":"2018-05-14T10:14:04","date_gmt":"2018-05-14T08:14:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/?p=774"},"modified":"2025-03-03T15:17:18","modified_gmt":"2025-03-03T13:17:18","slug":"stefan-willer-zum-europaeischen-jahr-des-kulturerbes-ii-die-grenzen-des-imperiums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2018\/05\/14\/stefan-willer-zum-europaeischen-jahr-des-kulturerbes-ii-die-grenzen-des-imperiums\/","title":{"rendered":"Stefan Willer: Zum \u00bbEurop\u00e4ischen Jahr des Kulturerbes\u00ab (II): DIE GRENZEN DES IMPERIUMS"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Im <em>World-Heritage<\/em>-Programm der Unesco sollen die als sch\u00fctzenswert hervorgehobenen Monumente, Natursch\u00f6nheiten oder auch kulturellen Praktiken exemplarisch f\u00fcr das Welterbe der Menschheit insgesamt stehen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Wie aber wird deren Beispielhaftigkeit begr\u00fcndet? Und wie funktioniert die kulturelle Kanonbildung im Einzelfall?<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"http:\/\/whc.unesco.org\/en\/list\/430\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00bbFrontiers of the Roman Empire\u00ab<\/a> hei\u00dft eine der 1073 St\u00e4tten (Stand: Mai 2018) auf der <em>World Heritage List<\/em> der Unesco. Zu diesen \u00bbFrontiers\u00ab geh\u00f6ren der Limes in S\u00fcdwestdeutschland, der Hadrianswall in Nordengland und der Antoninuswall in Schottland. Es handelt sich also um eine dezentrale, transnationale, grenz\u00fcbergreifende St\u00e4tte, die ihrerseits aus Grenzen besteht, noch dazu aus den hinterlassenen Grenzen eines <em>Imperiums<\/em>. Der Hadrianswall war bereits 1987 als Teil des Welterbes registriert worden; in den 1990er Jahren schlossen sich dann Denkmalsch\u00fctzer aus weiteren europ\u00e4ischen Staaten zusammen, auf deren Territorien sich r\u00f6mische Grenzbefestigungen befinden. Die transnationale Welterbest\u00e4tte wurde 2005 mit der Aufnahme des obergermanisch-r\u00e4tischen Limes etabliert, 2008 kam der schottische Antoninuswall dazu. Das Ziel ist die Aufnahme aller Grenzbefestigungen der maximalen Ausdehnung des Imperiums im 2. Jahrhundert n.Chr. (von Gro\u00dfbritannien bis Nordafrika, von Portugal bis ans Kaspische Meer) in die <em>eine<\/em> St\u00e4tte \u00bbFrontiers of the Roman Empire\u00ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Angesichts dieser Ausdehnung ist von Interesse, welche Funktion das Konzept Grenze und konkrete Praktiken der Grenzziehung im r\u00f6mischen Imperium hatten. Das bedeutet, die Geschichte dieses Imperiums von seinen Grenzen her zu betrachten und so auch im Allgemeinen zu er\u00f6rtern, was es eigentlich hei\u00dft und inwiefern es m\u00f6glich ist, ein Imperium \u2013 ein Weltreich \u2013 zu begrenzen. Die neuere Altertumswissenschaft neigt dazu, die Grenzen des R\u00f6mischen Imperiums vor allem auf ihre Inklusionsleistung hin zu untersuchen. Sie erscheinen weniger als Grenzlinien, eher als Grenzr\u00e4ume. Die Frage nach der Ausdehnung und Durchl\u00e4ssigkeit solcher Grenzr\u00e4ume ist eng verbunden mit der Semantik des lateinischen Wortes <em>limes<\/em>. Schon Theodor Mommsen, der 1892 zum ersten Pr\u00e4sidenten der deutschen Reichs-Limeskommission ernannt wurde, wies in seinem Aufsatz <em>Der Begriff des Limes <\/em>darauf hin, dass das Wort \u00bbkeine Lineargrenzen, sondern durchgelegte Strassen\u00ab bezeichne: \u00bbDarum wird auch sprachlich <em>limes <\/em>und <em>finis<\/em> streng geschieden. Die Termination ist die Feststellung der Grenze, die Limitation die des immer zugleich als Grenze dienenden Weges.\u00ab<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Das r\u00f6mische Weltreich bahnte sich also in konkreter Expansionspraxis immer neue <em>limites<\/em> in bis dahin unbesetzte Gebiete, und zwar gerade deswegen, weil es seiner eigenen Konzeption nach kein <em>finis<\/em> hatte, d.h. in Raum und Zeit unbegrenzt war. Einschl\u00e4gig formuliert wird diese Konzeption in der literarisch-mythologischen Begr\u00fcndung des augusteischen Kaisertums, die Vergil in seiner <em>Aeneis<\/em> gibt. Dort findet sich gleich im ersten Gesang die Verhei\u00dfung der r\u00f6mischen Geschichte durch Jupiter. Am mythischen Anfangspunkt dieser Geschichte steht keine origin\u00e4re Sch\u00f6pfung, sondern ein Vorgang der \u00dcbertragung: die <em>translatio<\/em> des Herrschaftsanspruchs von Troja nach Rom. Romulus als Stadtgr\u00fcnder ist kein Allererster, sondern derjenige, der \u203aden Stamm fortf\u00fchrt\u2039. \u00dcber ihn hei\u00dft es bei Vergil:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">Prangend umh\u00fcllt vom gelblichen Fell seiner Amme, der W\u00f6lfin,<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\"> F\u00fchrt dann Romulus weiter den Stamm: die Mauern der Marsstadt<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\"> Baut er auf und nennt nach seinem Namen die R\u00f6mer.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\"> Diesen setze ich weder in Raum noch Zeit eine Grenze,<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica;\"> Endlos Reich hab ich ihnen verliehn.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Begrenzung und Grenzenlosigkeit werden in dieser auf wenige Zeilen zusammengedr\u00e4ngten Gr\u00fcndungsgeschichte aufeinander bezogen. Der Aufbau von Stadt und Imperium durch Romulus vollzieht sich als Akt der Grenzziehung, hier ganz konkret des Mauerbaus. Die Ab- und Eingrenzung geht einher mit dem t\u00f6dlich endenden Bruderzwist zwischen Romulus und Remus. Das in dieser gewaltt\u00e4tigen Grenzziehung begr\u00fcndete Imperium wird dann aber an derselben Stelle als grenzenlos bezeichnet, als \u00bbimperium sine fine\u00ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Mit der Deklarierung der \u00bbFrontiers of the Roman Empire\u00ab zu einer dezentralen Welterbest\u00e4tte wird das imperiale Wechselverh\u00e4ltnis von Grenzziehung und Grenzenlosigkeit nachdr\u00fccklich in Erinnerung gerufen; und nicht nur das: Es wird auch in seiner Aktualit\u00e4t f\u00fcr die Politik des Welterbes erkennbar, die in ihrem universalen Anspruch selbst so etwas wie eine imperiale Erbschaft darstellt. Mit Blick auf den obergermanischen Limes wird die Grenzproblematik paradoxerweise dadurch besonders anschaulich, dass er fast nur noch als Bodendenkmal erhalten, also weitgehend unsichtbar ist. Das Kastell Saalburg als ber\u00fchmteste Sehensw\u00fcrdigkeit ist eine wilhelminisch-gr\u00fcnderzeitliche Rekonstruktion \u2013 etwas im modernen Denkmalschutz eigentlich Unerw\u00fcnschtes, seit in der 1965 verabschiedeten <em>Charta von Venedig<\/em>, einem unmittelbaren Vorg\u00e4ngertext der Unesco-Konvention von 1972, die international verbindliche Pr\u00e4misse \u00bbRuins must be maintained\u00ab festgeschrieben wurde (<a href=\"https:\/\/www.icomos.org\/charters\/venice_e.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Art. 15<\/a>). Bei der Aufnahme des Limes ins Weltkulturerbe stellte jedoch der mit der Pr\u00fcfung beauftragte International Council on Monuments and Sites (ICOMOS) fest, dass die wilhelminischen Rekonstruktionen von historischem Interesse seien, aber nur in bestimmten Grenzen:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: helvetica;\">ICOMOS considers that the Roman remains need to be differentiated from reconstructions. Whereas reconstructions carried out in the nineteenth century can be said to now have a certain historical interest, it does not consider that reconstructions carried out since the inception of the Venice Charter can be considered authentic or of sufficient value as to be included in the nomination. [<u><\/u><a href=\"http:\/\/whc.unesco.org\/document\/153457\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S. 167<\/a>]<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Rekonstruktionen, die nach Abschluss der Charta von Venedig 1965 vorgenommen wurden, sind unauthentisch: Hier setzt die Weltkulturpolitik einen Termin, der sich aus ihrer eigenen Geschichte herleitet. Da der historische Wert der sp\u00e4teren Rekonstruktionen nicht hinreichend ist, werden sie aus der Welterbest\u00e4tte ausgeschlossen: \u00bbexcluded from the nomination\u00ab, wie es im Gutachten hei\u00dft, \u00bband treated as a buffer zone.\u00ab Die zeitliche Grenze 1965 wird also wieder verr\u00e4umlicht (\u00bbexcluded\u00ab; \u00bbbuffer zone\u00ab). Dieses Verfahren der Grenzziehung ist charakteristisch f\u00fcr die Unesco und ihre Pr\u00fcforganisationen. Es entstehen r\u00e4umliche Begrenzungen, die zeitliche Verh\u00e4ltnisse abbilden, indem sie historische Authentizit\u00e4t <em>terminieren<\/em> und <em>definieren<\/em>. Alle neueren und etwaige k\u00fcnftige Ver\u00e4nderungen werden als Bedrohung, ja Zerst\u00f6rung gewertet: <a href=\"http:\/\/whc.unesco.org\/document\/153457\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00bb[A]ny further reconstructions [\u2026] could risk putting the site under threat.\u00ab<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\">Das Problem von Inklusion und Exklusion ist von gro\u00dfer Bedeutung, wenn man die heute so aktuelle und wirkungsvolle Verkn\u00fcpfung von \u203aWelt\u2039 und \u203aErbe\u2039 verstehen m\u00f6chte. Es betrifft die zeitlich-r\u00e4umliche Begrenzung jeder einzelnen Welterbest\u00e4tte, und es wird fortw\u00e4hrend in der Politik des Erbes diskutiert: als Frage, was \u00fcberhaupt auf die \u203aListe\u2039 geh\u00f6rt und was nicht, und als Frage, was wieder auszuschlie\u00dfen ist, weil es den Kriterien von \u203aPflege\u2039 und \u203aManagement\u2039 nicht gehorcht. Dabei verf\u00e4hrt die Unesco zum einen entschieden universalistisch (in der unbegrenzten Anwendung derselben Kriterien auf alle St\u00e4tten), zum anderen global (in der grenz\u00fcberschreitenden Gleichberechtigung aller Gegenden und \u00dcberlieferungsstr\u00e4nge der Erde), und zwar so, dass die universale Anwendung des Konzepts Erbe gleichsam zu einer globalen Verteilung von Kulturwerten f\u00fchren soll. Allerdings ist dieser Versuch, eine globalisierte Welt zu strukturieren, regelf\u00f6rmig nur auf dem Umweg \u00fcber die Nation und die Internationalit\u00e4t zu erreichen, wovon dann wieder Transnationalit\u00e4t zu unterscheiden w\u00e4re \u2013 in exemplarisch grenz\u00fcberschreitenden F\u00e4llen wie der transnationalen St\u00e4tte, die hier als Beispiel diente. In dieser Metareflexion auf Begrenzung, Grenz\u00fcberschreitung und Unbegrenztheit liegt m\u00f6glicherweise die imperiale Erbschaft heutiger universalistischer Welt-Programme.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Die folgenden Bemerkungen kn\u00fcpfen an den im M\u00e4rz 2018 auf dem ZfL Blog erschienen ersten Teil zum \u00bbEurop\u00e4ischen Jahr des Kulturerbes\u00ab, <a href=\"http:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2018\/03\/05\/stefan-willer-zum-europaeischen-jahr-des-kulturerbes-i-kultur-als-erbe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">KULTUR ALS ERBE<\/a>, an.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Theodor Mommsen: \u00bbDer Begriff des Limes\u00ab (1894), in: ders.: <em>Gesammelte Schriften<\/em>, Bd. 5, Berlin: Weidmann 1908, S. 456\u2013464, hier S. 457f.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0inde lupae fulvo nutricis tegmine laetus\/ Romulus excipiet gentem et Mavortia condet\/ moenia Romanosque suo de nomine dicet\/ his ego nec metas rerum nec tempora pono\/ imperium sine fine dedi. Vergil: <em>Aeneis<\/em>, \u00fcbers. von Johannes G\u00f6tte in Zusammenarbeit mit Maria G\u00f6tte, M\u00fcnchen: dtv 1990, S. 35 (I, 275\u2013279).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #e63348; font-family: helvetica;\"><a style=\"color: #e63348;\" href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/person\/willer.html\"><em>Stefan Willer<\/em><\/a><em> ist stellvertretender Direktor des ZfL. 2014 erschien sein Buch \u00bb<\/em><a style=\"color: #e63348;\" href=\"http:\/\/www.zfl-berlin.org\/publikationen-detail\/items\/erbfaelle.html\"><em>Erbf\u00e4lle<\/em><\/a><em>. Theorie und Praxis kultureller \u00dcbertragung in der Moderne\u00ab.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica;\"><span style=\"font-weight: 400;\">VORGESCHLAGENE ZITIERWEISE: Stefan Willer: Zum \u00bbEurop\u00e4ischen Jahr des Kulturerbes\u00ab (II): Die Grenzen des Imperiums, in: ZfL BLOG, 14.5.2018, [<a href=\"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2018\/05\/14\/stefan-willer-zum-europaeischen-jahr-des-kulturerbes-ii-die-grenzen-des-imperiums\/\">https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2018\/05\/14\/stefan-willer-zum-europaeischen-jahr-des-kulturerbes-ii-die-grenzen-des-imperiums\/<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">].<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20180514-01\">https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20180514-01<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"http:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"CreativeWork\",\n  \"@id\": \"https:\/\/doi.org\/10.13151\/zfl-blog\/20180514-01\",\n  \"url\": \"https:\/\/www.zflprojekte.de\/zfl-blog\/2018\/05\/14\/stefan-willer-zum-europaeischen-jahr-des-kulturerbes-ii-die-grenzen-des-imperiums\/\",\n  \"additionalType\": \"Blogpost\",\n  \"name\": \"Zum \u00bbEurop\u00e4ischen Jahr des Kulturerbes\u00ab (II): DIE GRENZEN DES IMPERIUMS\",\n  \"author\": {\n    \"name\": \"Stefan Willer\",\n    \"givenName\": \"Stefan\",\n    \"familyName\": \"Willer\",\n    \"@type\": \"Person\",\n    \"@id\": \"Stefan Willer\"\n  },\n  \"inLanguage\": \"de\",\n  \"dateCreated\": \"2018-05-14\",\n  \"datePublished\": 2018,\n  \"publisher\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"Leibniz-Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \"\n  },\n  \"provider\": {\n    \"@type\": \"Organization\",\n    \"name\": \"datacite\"\n  }\n}\n<\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im World-Heritage-Programm der Unesco sollen die als sch\u00fctzenswert hervorgehobenen Monumente, Natursch\u00f6nheiten oder auch kulturellen Praktiken exemplarisch f\u00fcr das Welterbe der Menschheit insgesamt stehen.[1] Wie aber wird deren Beispielhaftigkeit begr\u00fcndet? 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