Aktuelles - das Bibliotheksblog
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Strophe, Chorus, Break
Ein Medium für die Öffentlichkeitsarbeit von Bibliotheken, ein Imagespot, mit Drang zum Doppel-t am Ende des Wortes. Erdacht von Superschool. Hier gibt es den Text (PDF) und nun das Werk:
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(Per Mail vom Deutschen Bibliotheksverband)
Rezensionszitate
„Früher war alles so einfach: Die Buchverlage schickten kostenlose Rezensionsexemplare an die Redaktionen, und im Gegenzug duldeten die Presseverlage die Verwendung von griffigen Rezensenten-Urteilen in Werbeanzeigen und Buchkatalogen oder auf den Rückseiten von Buchumschlägen – natürlich unter Nennung des jeweiligen Presseorgans.“ Das ist nun vorbei und der erste Rechtsstreit (zwischen FAZ und buch.de), bei dem es um die kostenlose und nunmehr aufgrund des „Leistungsschutzrechtes“ für Presseverlage unrechtmäßige Verwendung von Kritikerzitaten geht, läuft seit Juni 2012.
Nachlesen kann man das auf Carta.info.
(Gefunden bei den Netzpiloten)
Forschungsdatenmanagement
In der neuen Ausgabe Nr. 23 von Libreas gibt es einen lesenswerten Artikel von Patrick Sahle und Simone Kronenwett zum Forschungsdatenmanagement für die Geisteswissenschaften: Jenseits der Daten: Überlegungen zu Datenzentren für die Geisteswissenschaften am Beispiel des Kölner "Data Center for the Humanities".
Und für die Grundlagen gibt es den Beitrag von Jakob Voß Was sind eigentlich Daten?, der wiederum eine Begriffs-Diskussion in der Mailingliste Inetbib angestoßen hat, die man hier nachlesen kann (Beiträge vom 12. und 14. Oktober und spätere).
Neue Bücher 9.2013
Die im September in den Bibliotheksbestand aufgenommenen Bücher und Zeitschriften kann man hier nachlesen.
Jean-Paul-Ausstellung
Anlässlich des 250. Geburtstages von Jean Paul haben die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit der Stiftung Brandenburger Tor die Ausstellung Jean Paul. Dintenuniversum. Schreiben ist Wirklichkeit und ein Rahmenprogramm erarbeitet, das ausgehend vom erstmals in repräsentativer Auswahl gezeigten Nachlass die Möglichkeit bietet, Jean Paul und sein Universum in einem viel umfassenderen Sinn als bisher zu entdecken. Ziel von „Dintenuniversum“ ist es, Werk und Dichter aus Perspektive der heutigen Wissenschaft und Literatur neu zu erschließen und seine besondere Stellung als Wegbereiter der europäischen Moderne sichtbar zu machen.
Die Ausstellung ist vom 12. Oktober bis 29. Dezember 2013 im Max-Liebermann-Haus am Pariser Platz Nr. 7 zu sehen.
Geisteswissenschaftliche Forschung
Ein Tagungsbericht von Marcus Schröter über die Veranstaltung „Geisteswissenschaftliche Forschung an Universitäten – ein Gespräch“ vom 28. Juni d.J. in Freiburg ist auf H|Soz|u|Kult zu lesen.
Unbedingte Universität
Die Berliner Gazette hat eine Reihe von Beiträgen zu Universität und Wissenschaft in einem Dossier "Unbedingte Universität" zusammengestellt. Im Einführungstext heißt es:
„Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden: soviel zur ursprünglichen Bedeutung oder Absicht von Universität. Grundsätzlich kann man sagen, dass diese Gemeinschaft immer noch Bestand hat. Dabei wird sie fortwährend erweitert und verändert. Technologisch, strukturell, ideologisch. Also: Was ist eigentlich “gute” Wissenschaft? Wie kann diese betrieben werden und wofür überhaupt? Kann Bildung und der Trend, immer mehr Menschen zu erreichen und Kurse somit online stattfinden zu lassen, überhaupt noch qualitativ hochwertig sein? Das Dossier “Unbedingte Universität” befasst sich sowohl mit den aktuellen Veränderungen, die an Universitäten stattfinden, als auch mit der Universität als Ideal und Institution einer gerechten Gesellschaft.“
Grün ist die Hoffnung
Die neue Ausgabe der 027.7 - Zeitschrift für Bibliothekskultur beschäftigt sich unter dem Titel „Die Farbe des Katalogs“ mit verschiedenen Aspekten und Formen von Bibliothekskatalogen vom klassischen Opac über Suchmaschinen bis zum derzeit modischen Discoverysystem.
Im Editorial schreiben Bernhard Herrlich, Andreas Ledl und David Tréfás bezüglich des Farbthemas unter anderem: „Ein Recherchewerkzeug assoziiert dann je nach Couleur und selbstverständlich kulturell bedingt zum Beispiel die Hoffnung auf viele relevante Treffer (grün), eine lebendige und moderne Institution im Hintergrund (orange) oder leichte Bedienbarkeit und transparente Ergebnisse (hellblau) (vgl. Bartel 2003; Balzert/ Klug/Pampuch 2009). Gerade die heutigen „Next Generation Library Catalogues“ (NGC) sind es aber auch, welche dafür sorgen, dass eher traditionell ausgerichtete Kolleginnen und Kollegen bei der Suche mitunter ihr blaues Wunder erleben oder angesichts der Resultate rot sehen – was seit Jahren zu „heated discussions“ (Yang/ Hofmann 2011:267) führt.“
Da macht die violette Farbgebung unseres eigenen Katalogs hinsichtlich der Mischung aus blauem Wunder mit rot sehen doch etwas nachdenklich.
Diese colorierten Überlegungen sollen aber nicht davon ablenken, dass die Artikel darüber hinaus eine Menge Substantielles enthalten.
Zweitverwertungsrecht
Eine wunderbar kurze und verständliche Handreichung für die Anwendung des neuen Zweitverwertungsrechtes wissenschaftlicher Publikationen für die Autoren hat Thomas Hartmann erstellt. Zu finden ist sie hier als PDF.
Da das Zweitverwertungsrecht in der Praxis erst ab dem 01.01.2015 greifen wird, ist zu empfehlen, die SHERPA/RoMEO-Datenbank zu nutzen. Diese Datenbank gibt Auskunft darüber, was welche Verlage im Hinblick auf die Selbstarchivierung wissenschaftlicher Publikationen gestatten: http://open-access.net/?id=265 In vielen Fällen ist es möglich Publikationen bereits sechs Monate nach Erscheinen auf Repositorien frei zugänglich zu machen.
Außerdem kann bei vertieftem Interesse hier noch die Stellungnahme des Max-Planck-Instituts für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht vom 20. Februar 2013 eingesehen werden, die bereits während des Gesetzgebungsverfahrens abgegeben wurde.
(Via Inetbib-Mailingliste)
Selbstpreisgabe
Im Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung denkt Roberto Simanowski über Ignoranz, Bequemlichkeit und den gläsernen Menschen nach.
(Danke an Susanne Hetzer für diesen Hinweis!)