Aktuelles - das Bibliotheksblog
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Zeitgeist
Das Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZIF) der Universität Bielefeld veranstaltet vom 19. bis 21. September die Tagung "Zeitgeist: Eine Untersuchung zu den Medien zeitspezifischer Kulturmuster" (bzw. „Zeitgeist: An inquiry into the media of time-specific cultural patterns“ - Konferenzsprache ist Englisch). Zur Erläuterung des Themas steht auf der Tagungsseite geschrieben: „Die Art und Weise, wie der ursprünglich deutsche Begriff 'Zeitgeist' Eingang in den Alltagsgebrauch anderer Sprachen gefunden hat, ist der Beweis sowohl für seinen speziellen Ursprung in der Geistesgeschichte als auch für seine - in verschiedenen Kontexten intuitiv verstandene - Fähigkeit, eine bestimmte Dimension kultureller Prozesse zu beschreiben. Unsere zweitägige Konferenz am ZiF verknüpft Perspektiven und Fallbeispiele aus verschiedenen Disziplinen und Perioden, um das Potenzial des Begriffs als Instrument des Vergleichs sozialer Formen und Medien zu beleuchten.“ Mehr dazu und das Tagungsprogramm hier.
Berliner Literaturfestival 2013
Das diesjährige Internationale Literaturfestival in Berlin (4. - 15. September), das uns Volker Michel im AVL-Blog schon so dringend ans Herz gelegt hat, findet auch andernorts interessante Erwähnung. So empfiehlt Hannes Richter in den Culture&Video Tipps vom 05. September besonders den Film "Erlesene Welten - Hungry Minds", in dem es darum geht, wie Menschen Bücher an die entlegensten Orte schaffen.
Ein Schwerpunkt innerhalb des Literaturfestivals ist in diesem Jahr "Weltweisheit - Kulturen des Alterns", der sich auf das Thema des diesjährigen Wissenschaftsjahres "Die demografische Chance" bezieht, von dem ich, zugegeben, in diesem Zusammenhang erstmalig etwas höre.
Gefährlich
… da klopft das Bibliothekarsherzchen aber ganz ängstlich: ein Bastelbuch.
(via Netbib)
Hans Blumenberg Konferenz
„Prometheus gibt nicht auf. Antike Welt und modernes Leben in Hans Blumenbergs Philosophie“ ist der Titel eines Symposiums an der Universität Heidelberg über das Werk des Philosophen Hans Blumenberg. Es findet vom 2. bis 4. September 2013 statt und neben anderen halten dort auch Stefan Willer und Daniel Weidner (je) einen Vortrag. Mehr Informationen und der Programmflyer hier.
Talk-Republik
„Es wird ununterbrochen geredet auf Deutschlands TV-Kanälen, oder besser: getalked. Kein Abend, an dem nicht auf irgendeinem Programm eine Runde von Politikern, Wirtschafts-Vertretern, Experten oder Betroffenen, garniert mit TV-prominenten Journalisten zusammenkommt, um die aktuelle Lage Deutschlands und der Welt zu verhandeln. […] Studierende der Universität Landau haben sich im Sommersemester 2012 intensiv mit dem Genre der Talkshow unter dem Aspekt der Politikvermittlung beschäftigt. Entstanden ist eine Dokumentation mit genauen Beobachtungen und detaillierte Analysen von 22 sehr unterschiedlichen Talk-Formaten.“ Diese Beschreibung steht auf der Seite Talk-Republik, wo es noch mehr Informationen, auch zum aktuellen Wahlkampf, Magisterarbeiten zum Thema Talkshow und zusätzliche Materialen zur Studie gibt. Die Studie als PDF hier.
(Gefunden in ZKBW-Dialog 76)
Sehforschung
Am 25. August 2013 findet die Veranstaltung "The Art of Perception - The Perception of Art - Official Satellite Symposium of the European Conference on Visual Perception (ECVP) 2013„ in Bremen statt. Veranstalter ist das Hanse-Wissenschaftskolleg. „Als Sprecher des Symposiums „The Art of Perception – the Perception of Art“ wurden internationale Experten eingeladen, die entweder Spezialisten im Bereich der Sehforschung bzw. Neurowissenschaften oder Künstler sind oder sogar beide Spezialisierungen in sich vereinen“, wie im Informationsdienst Wissenschaft zu lesen ist.
Benjamin und Sebald
Ende September gibt es ja das u.a. vom ZfL mitveranstaltete Walter-Benjamin-Symposium in Girona, La Jonquera und Port Bou mit dem Thema "Images in Walter Benjamin's and W.G. Sebald's Writings".
Ein wenig in der Nachbarschaft angesiedelt sind die Themen zweier Beiträge im Weblog Gedankenmühle von Christian Wobig. Nämlich:
Fremde Dinge in Europa
„Die Modernisierungsprozesse des 18. Jahrhunderts fallen zusammen mit dem Beginn der Konsumgesellschaft, deren vielleicht wichtigstes Merkmal die größere Präsenz fremder Dinge in fast allen gesellschaftlichen Bereichen ist. Die Fülle fremder Dinge, vor allem die von Reisen mitgebrachten Exotika, machte die Schaffung neuartiger Ordnungen des Wissens notwendig.“
Die Deutsche Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts (DGEJ) führt eine internationale Tagung in Kooperation mit der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Universität Passau und der DGEJ vom 9. bis 11. September 2013 in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel durch. Titel der Tagung: „Präsenz und Evidenz fremder Dinge im Europa des 18. Jahrhunderts“. Mehr Informationen und das Tagungsprogramm sind auf der Konferenzseite der DGEJ zu finden.
Alles so schön bunt ...
Heute in Beautiful Minds, dem Blog zu Intelligenz und Kreativität: The Real Neuroscience of Creativity. Mit einem wirklich dekorativen Gehirnbild.
Hannah Arendt
Schon Mitte Januar gab es auf dem Portal Open Culture diese Meldung: Hannah Arendt’s Original Articles on “the Banality of Evil” in the New Yorker Archive, erst jetzt gelangt sie hierher. Die Artikel sind aber immer noch frei zugänglich.