Aktuelles - das Bibliotheksblog
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Akademischer SPAM
Im letzten Horizonte-Heft (der Zeitschrift des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung) gibt es einen Artikel von Edwin Cartlidge, der sich einer relativ neuen Form von SPAM im akademischen Bereich widmet, vor allem dem Problem sogenannter Predatory Publishers, dem Hijacking von Fachzeitschriften und ähnlichen Phänomenen, die mit dem Erheben von Publikations- oder -tagungsgebühren ein lukratives Geschäftsfeld bedienen, ohne eine ordentliche Gegenleistung zu erbringen. Diese Begrifflichkeit, die auf den Bibliothekar Jeffrey Beall zurückgeht, ist noch umstritten, da es oft nicht leicht zu entscheiden ist, ob es sich um ein kriminelles oder einfach nur um dilettantisches Vorgehen handelt. Im geisteswissenschaftlichen Bereich scheinen solche Aktivitäten noch nicht ganz so weit verbreitet zu sein, wie z.B. bei Naturwissenschaften und Medizin, was wohl auch mit den ganz anderen Preisstrukturen in den unterschiedlichen Fachgebieten zusammenhängen dürfte. Wer den Artikel lesen will, kann das hier tun.
Neue Bücher 2016 / 10
Die Neuerwerbungen der Bibliothek gibt es diesmal in einer größeren Ladung zu sehen, die gesammelten Listen von Oktober bis Dezember 2016 in einem Stück, wie immer hier
Kartenmaterial Osteuropa Südosteuropa
GeoPortOst – Portal für versteckte Karten zu Ost- und Südosteuropa
GeoPortOst bietet Zugriff auf mehr als 900 versteckte Karten zu Ost- und Südosteuropa. Die Sammlung beinhaltet thematische Karten zur Geschichte, zur Ethnographie sowie zu den wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen der Region. GeoPortOst synthetisiert die Karten mit ihren Geodaten und ihrem Quellkontext zu einem System für historische Rauminformation.
Clio online, das Fachportal für die Geschichtswissenschaften schreibt dazu: „Im DFG-Projekt GeoPortOst wurde ein Set von mehr als 900 in Forschungsliteratur 'versteckten' Karten digitalisiert und zur Georeferenzierung online gestellt. Die Sammlung beinhaltet thematische Karten zur Geschichte, zu territorialen Veränderungen sowie zu sozio-ökonomischen Relationen in Ost- und Südosteuropa. In ihrer Vielfalt bietet sie einen Überblick über die „Macht der Raumkonzepte“ für eine Region, die immer wieder neu konstruiert und mythisiert wurde. Da die meisten Karten keine kartografischen Angaben enthalten, ist eine Georeferenzierung unerlässlich. Unter Georeferenzierung wird die eindeutige Zuordnung eines Ortes zu seiner Position auf der Erdoberfläche verstanden. Dadurch wird es möglich, alte Karten als Overlay auf moderne Grundkarten zu projizieren, sie zu vergleichen und auf ihre Genauigkeit zu überprüfen. Zudem dienen die ermittelten Geodaten als Grundlage zur Einrichtung geografischer Recherchezugänge. Der Prozess der Georeferenzierung selbst erfolgt über das intuitiv bedienbare Webtool Georeferencer und verlangt keine technischen Vorkenntnisse. …“ Weiterlesen
(Danke für den Hinweis an Susanne Hetzer)
Open Access Ökonomie
Der erste Artikel im Weblog von Uwe Jochum: "Zur Ökonomie von »Open Access«", eine sehr kritische Betrachtung dieses Publikationsmodells.
Advent, Advent
Die Universität Münster hat dieses Jahr einen Adventskalender mit Rätseln ins Netz gestellt, zu finden ist er hier: http://www.uni-muenster.de/Rektorat/exec/adventskalender/
Sehr zeitig gibt es auch schon die bibliothekarische Weihnachtsgeschichte für 2016 von Rainer Pörzgen: Kurz vor Feierabend.
Prosit Neujahr 2017!
Das Neue Jahr wurde auch dieses Mal wieder sehr zeitig eingeläutet. Dieses Mal vom Verlag VS Springer mit dem Jahrbuch Interdisziplinäre Anthropologie, dessen Band 4 für 2016 schon den Erscheinungsvermerk 2017 hat. Damit ist der bisherige Rekord (24. November) mit großem Abstand übertroffen worden.
Alles Gute!
Open Access Week 2016
„Während der diesjährigen Open-Access-Woche vom 24.-28.10. veranstaltet die KOBV-Zentrale1) ein online „publishing event“. An fünf aufeinanderfolgenden Tagen – beginnend mit dem 24.10. – wird täglich eine Sondernummer des KOBV-Newsletters über ausgewählte Aspekte des Open Access auf der KOBV-Homepage veröffentlicht und an die Newsletter-Abonnenten versendet. Der aktuelle Stand zum jeweiligen Thema wird von Expertinnen und Experten in kurzen Übersichtsartikeln vorgestellt und mit Praxistipps ergänzt.“
Hier geht es zu den Artikeln: http://www.kobv.de/kobv-beitrag-zur-open-access-week-2016/
(Gefunden im Netbib-Weblog)
Für unsere Leser von Staabi-Büchern
Ein Beitrag im Weblog der Staatsbibliothek:
Neue Bücher 2016 / 09
Die Neuerwerbungen von September können jetzt hier nachgelesen werden.
Kulturwissenschaftliche Zeitschrift
Wolf-Andreas Liebert, der auch selbst Mitherausgeber ist, berichtet im Weblog Rhizome – Kulturwissenschaftliche Ideen, Entwürfe, Textfassungen und Aktivitäten über das erste Heft der „Kulturwissenschaftlichen Zeitschrift“. Die Zeitschrift erscheint bei de Gruyter Open. „Gründungsausgabe der Kulturwissenschaftlichen Zeitschrift erschienen! 10 Merkmale, die sie von anderen Zeitschriften unterscheiden.“