Aktuelles - das Bibliotheksblog
Weblog-Archiv (Kommentare sind nicht mehr möglich.)
Dynamische Ordnung
Die Zeitschrift "Kulturbetrieb" berichtet in der aktuellen Ausgabe 2 (vom Mai 2013, PDF, Seite 44-45) über das in der Kunstbibliothek Sitterwerk mit RFID-Technik realisierte dynamische Ordnungsprinzip, bei dem die Bücher und Zeitschriften keine festgelegten Plätze im Regal haben, sondern durch die Benutzer immer neue temporäre Ordnungen geschaffen werden. Die aktuellen Standorte werden über die integrierten Funkchips jeweils an den Katalog gemeldet. So entstehen einerseits viele themenorientierte Handapparate aber auch zufällige Ansammlungen durch das Abstellen nicht benötigter Bücher, die sicherlich für zahlreiche überraschende Entdeckungen im Regal sorgen.
Außerdem wirft sich die Redaktion auch noch einmal für die Unersetzlichkeit von Printmedien im Kulturbereich in die Bresche (S. 47).
Digital Humanities - Perspektiven
Zur Vorbereitung bzw. zur Einstimmung auf das 5. Kolloquium der Reihe „Digital Humanities am DHIP“ gab es einen Aufruf zu einer sogenannten Blogparade - also zur Einsendung von Weblog-Beiträgen - zum Thema Forschungsbedingungen und Digital Humanities - Welche Perspektiven hat der Nachwuchs?", zu der einige Beiträge eingegangen sind. Zu finden sind sie unterhalb des verlinkten Artikels in den Kommentaren.
Rezensions-Krise
Marc Mudrak schreibt in seinem Blog Altgläubige in der Reformation ausführlich über Die Krise der wissenschaftlichen Rezension.
Kleine Ergänzung im Umfeld des Themas: Im Januar gab es ja eine Konferenz zum Thema: „Rezensieren - Kommentieren - Bloggen: Wie kommunizieren Geisteswissenschaftler in der digitalen Zukunft?“, für deren Vor- und Nachbereitung ein Blog eingerichtet wurde, in dem man jetzt Links zu den Vortrags- und Diskussionsmitschnitten findet.
Neue Bücher 4.2013
Auch im April sind wieder neue Bücher und Zeitschriften in der Bibliothek angekommen. Die Liste gibt es hier.
Forschungsinfrastrukturen ...
Es gibt eine neue (Werbe)-Broschüre des BMBF "Forschungsinfrastrukturen für die Geistes- und Sozialwissenschaften" (PDF).
NS-Raubgut in Bibliotheken
Das Berliner Centrum Judaicum zeigt gemeinsam mit der Zentral- und Landesbibliothek Berlin gerade eine Ausstellung zu während der NS-Zeit geraubten Büchern in Bibliotheken. Titel der Ausstellung: geraubt und genutzt. Bücher von verfolgten und ermordeten Juden in Berliner Bibliotheken. Mehr Informationen auf den Seiten des Centrum Judaicum (hinter dem Link).
(via Inetbib)
Mediologie
Die ersten 15 Bände der Schriftenreihe „Mediologie“ des Kulturwissenschaftlichen Forschungskollegs „Medien und Kulturelle Kommunikation“ kann man sich als PDF-Dateien kostenlos hier herunterladen.
z.B. den bei uns viel entliehenen Band 5: Archivprozesse - die Kommunikation der Aufbewahrung
(gefunden bei Archivalia)
Film über Ruth Klüger
Das Weiterleben der Ruth Klüger
„Die Filmemacherin Renata Schmidtkunz hat die engagierte Wissenschaftlerin einige Zeit auf ihren Reisen zwischen den Kontinenten und Kulturen begleitet, bei privaten Treffen und öffentlichen Anlässen beobachtet und ergänzende Stimmen gesammelt.“ (Zitat aus der Besprechung im Film-Dienst) und hier gibt es die Filmkritik der FAZ.
(Fast) ausgestorben
Zettelkästen sind als Bibliothekstechnik ja fast überwunden, aber in vielen Regelungen (und natürlich im Gedächtnis der Bibliothekarinnen) noch durchaus präsent. Hektor Haarkötter schrieb anlässlich der Marbacher Ausstellung „Zettelkästen. Maschinen der Phantasie“ einen Artikel für die Telepolis: "Alles Wesentliche findet sich im Zettelkasten : zur Geschichte einer ausgestorbenen Medientechnik".
(Gefunden in auf der Lesewolke)
Neues Foucault-Blog
Auf den Seiten der Universität Zürich findet man seit April das foucaultblog. Es wird von Wissenschaftlern aus Zürich, München, Wien und Paris betrieben, die in verschiedenen Projekten zu Michel Foucault arbeiten. Als Anliegen des Blogs wurde formuliert, das es zwei Zielen dienen soll: „[…] der unverhohlenen Faszination wie der kühlen Historisierung. Er soll dieses doppelte Ziel erreichen, indem er in kurzer, prägnanter Form die Breite und die Vielfalt der Bezugnahmen auf Foucault sowie der Forschungen über Foucault reflektiert – und dabei zum kritischen Weiterdenken einlädt. Der foucaultblog soll ein offenes Forum all jener sein, die mit Foucault nicht zu Ende gekommen sind.“ (aus dem Editorial)
(Dank für den Hinweis an Volker Michel.)
Foucault-Blogs finden sich im Netz übrigens einige, jedoch oft schon seit Jahren verwaiste. z.B. Foucault blog, The Michel Foucault Blog, Foucault Across the Disciplines Blog, Michel Foucault.
Ein Blog, das aktuell noch gepflegt wird, ist: Foucault News. Dieses beschreibt sich so: „This blog posts news in relation to new publications, conferences or other activities in relation to the work of French philosopher and historian Michel Foucault (1926 -1984).“ Es wird von Clare O’Farrell betrieben, die an der Queensland University of Technology in Brisbane lehrt.