Aktuelles - das Bibliotheksblog
Weblog-Archiv (Kommentare sind nicht mehr möglich.)
ENCCRE
„Vor wenigen Wochen ist das Digitalisat eines der wichtigsten Werke der Aufklärung online gegangen: Das Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers – besser bekannt als Encyclopédie, die von 1751-1772 gemeinsam von Denis Diderot, Jean-Baptiste le Rond d’Alembert und Louis de Jaucourt herausgegeben wurde.“
Das Blog Franco-Fil berichtet darüber und es lohnt sich besonders für alle, die nicht ganz so fließend Französisch verstehen, den Artikel zu lesen, bevor man neugierig die Encyclopédie aufsucht, um das Digitalisat auszuprobieren. Die Oberfläche ist ziemlich ausgefuchst und bietet mehrere Möglichkeiten zum Recherchieren. Die Website enthält eine kurze französische Einführung für die Benutzung. Einiges erschließt sich auch intuitiv.
Zeitschriftenqualität
„Das Open Science Office der Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch bei Publikationen in OA-Zeitschriften. Dabei prüft es seit vier Jahren die Qualität wissenschaftlicher Zeitschriften. Diese Arbeit wird umso wichtiger, als […] in der Wissenschaftscommunity zunehmend Stimmen ob der mangelnden Seriosität und Qualität vermeintlich wissenschaftlicher Zeitschriften kursieren.“
Insbesondere für das Gebiet der Medizin hat sich das Büro mit diesem Problem beschäftigt und Astrid Vieler hat im Weblog der UB Leipzig einen Artikel veröffentlicht, der eine Reihe von Kriterien auflistet, anhand derer sogenannte betrügerische Zeitschriftentitel zu erkennen sind. Das meiste davon dürfte auch auf geisteswissenschaftliche Zeitschriften anwendbar sein, auch wenn die Geisteswissenschaften (noch) nicht ein so lukratives, Betrüger magisch anziehendes Feld sind.
Die räuberische Zeitschrift… …oder woran man die Qualität wissenschaftlicher Journale erkennen kann
Gesammeltes vom 10.11.
Machtmissbrauch in der Wissenschaft: Macht Schluss damit (Zeit.de, via Twitter)
„Die Strukturen der Wissenschaft begünstigen, dass Macht missbraucht wird. Die Debatte darüber kann jetzt zu einem Kulturwandel führen.“ (Teaser)
Von Anant Agarwala und Anna-Lena Scholz
Verpflichtung zu Open Access – universitäres Publizieren der Zukunft? (sui generis 1), via Twitter)
„Unter Open Access versteht man den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur. Sowohl der schweizerische Nationalfonds als auch Swissuniversities verlangen in immer verbindlicherer Form nach Open Access. Dabei stellt sich insbesondere die Frage, ob Universitätsangestellte zu Open Access verpflichtet werden dürfen. Die Autoren zeigen zunächst auf, wie diese Frage in anderen Ländern angegangen wurde und gehen danach auf eine mögliche Implementierung in der Schweiz ein.“ (Abstract)
Fabienne Sarah Graf / Dario Henri Haux
Buch. Ordnung und Format (Theseustempel)
„Das Buch als Ergebnis eines Fertigungszusammenhangs hat nicht zu hintergehende Abfolgen aufzuweisen, und insofern wird auch jedwede kulturelle Leistung, die mit dem Buch zusammenhängen kann (lesen[*], schreiben, annotieren, kommentieren oder zeichnen), durch ein Bedingungsgefüge bestimmt. […]“
Erscheint auf tumbl.com, keine Ahnung, wer da schreibt
Prost Neujahr 2018!
Die Zeit rast dahin, und dies für jeden in ihrer eigenen Geschwindigkeit. In Wiesbaden (oder vielleicht auch nur bei Springer Fachmedien in Wiesbaden) geht die Uhr mächtig vor und das Jahr 2018 ist bereits angebrochen.
Sehen kann man das an diesem Buch, das am 7. November (Berliner Zeit) bei uns ankam und laut Impressum bereits 2018 erschienen ist.
Lebensdauern
Infobib 2) hat einen graphischen Beitrag von XKCD zur Lebensdauer von Medien veröffentlicht, den ich hier weitergeben möchte:
XKCD, Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 License.
Neue Bücher 2017 / 10
Unsere Neuerwerbungen aus dem Oktober sind aktuell hier zu finden.
… und dazu passend noch ein aktueller Zeitungsartikel
Benjamin-Brecht-Ausstellung
Ausstellung in der Akademie der Künste: "Benjamin und Brecht - Denken in Extremen" vom 26.10.2017 - 18.1.2018
„Zum ersten Mal widmet sich eine Ausstellung dem Thema Benjamin und Brecht. Mit beiden zur Akademie gehörenden Archiven, dem Walter Benjamin Archiv und Bertolt-Brecht-Archiv sind die Voraussetzungen dafür ideal. Die Ausstellung zeigt die Aktualität dieser Freundschaft, das historisch Dokumentierbare, das Echo von Freunden und Feinden sowie Momente der Rezeption im Denken und in der Kunst. Sie geht aus von der persönlichen Nähe und reagiert auf den Umstand, dass die Namen Benjamin und Brecht Chiffren geworden sind, Modelle für die Kunst und die Weltbetrachtung.“
Kunst-, Kultur-, Museumsblogs
Angelika Schoder hat auf MusErMeKu eine sehr schöne Liste der besten Kunstblogs, Museumsblogs, Kulturblogs und Kultur-Podcasts veröffentlicht, dazu gibt es dann auch noch umfangreiche Ergänzungen in den Kommentaren. Die Liste in in verschiedene Rubriken unterteilt:
⇒ Kunstwissenschaft und Kunst-Blogs
⇒ Blogs zu Kultur- und Museumsthemen
⇒ Blogs über Kulturmarketing und zur Museumspraxis
⇒ Kultur-Reiseblogs
⇒ Theaterthemen und Klassische Musik
⇒ Kultur- und Museums-Podcasts
⇒ Museumsblogs von Institutionen
⇒ Internationale Museums- und Kuratoren-Blogs
Freie Bilder
Auf iRights.info gibt es eine aktuelle Zusammenstellung von Bildquellen:
Nicht nur kostenlos, sondern frei: Zehn Anlaufstellen für Bilder im Netz
„Auf vielen Seiten sind Fotos und andere Bilder umsonst verfügbar. Doch zwischen „kostenlos“, „lizenzfrei“, „gemeinfrei“ und „frei lizenziert” gibt es einige Unterschiede. Zehn empfehlenswerte Quellen für freie Bilder im Netz.“
Die einzelnen Bildersammlungen werden kurz mit ihren Inhalten und ihrer Benutzung vorgestellt. Vorangestellt ist dazu auch eine Erklärung der Begriffe: „Lizenzfrei“, „Gemeinfrei“ und „Freie Lizenzen“ und was sie an rechtlichen Bedingungen beinhalten können.
Autorenrechte
Auf iRights.info: Streit um Zweitveröffentlichungen: Verlage nehmen Researchgate ins Visier
„Auf der Plattform Researchgate laden viele Forscher eigene Publikationen hoch. Nun setzen Verlage den Dienst unter Druck, die Inhalte stärker zu kontrollieren. Im Streit geht es auch darum, wer eine Infrastruktur bereitstellt, die für die Wissenschaft zunehmend bedeutsam wird. […]
Die STM Association, eine internationale Branchenvereinigung wissenschaftlicher Fachverlage, hält den Umgang mit Urheberrechten auf der Plattform für zu nachlässig. In einem Schreiben an Researchgate vom 15. September fordern Anwälte der Vereinigung das Unternehmen auf, einer Einigung zuzustimmen, die Verlagen mehr Kontrolle über die hochgeladenen Artikel geben würde. […]
Bislang setzt Researchgate auf die Zusicherung seiner Nutzer, über alle nötigen Rechte zu verfügen, wenn sie eigene Artikel hochladen. Wer seine Rechte verletzt sieht, kann die Betreiber darauf hinweisen. Wenn diese trotz Kenntnis nichts unternehmen, haften sie.“
Der Artikel ist aus dem September. Einen weiteren aktuellen Artikel zum Thema und Update gibt es hier



