Aktuelles - das Bibliotheksblog
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Bibliotheksbesuch in Hamburg
Henning Bleyl schrieb in der taz/Nord über die Digitalisierung in der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek: Im Adressrausch - Mit Bit und Byte gegen die Zeit: Die Hamburger Staats- und Universitäts-Bibliothek ist ein Hotspot der Digitalisierung.
Peter Gente
Nach taz und Berliner Zeitung trauert heute auch Lothar Müller in der Süddeutschen Zeitung um den (Mit-)Gründer des Berliner Merve-Verlags, Peter Gente, der im Alter von 77 Jahren gestorben ist. Die Auflistung (legendärer) Merve-Titel von Sabine Vogel in der BZ stimmt nostalgisch: “Kunst des Handelns”, “Transparenz des Bösen”, “Postheroisches Management”, “Kool Killer”, “Aufstand der Zeichen” – und (fast) am Anfang stand das “Rhizom” von Gilles Deleuze und Felix Guattari. 2007 hat sich Peter Gente nach Thailand verabschiedet, die Nachrufe zeigen, dass die Wirkungsmacht älterer Merve-Publikationen immer noch / weiterhin zirkuliert. And the beat goes on, selbstverständlich (und unterbrochen). Daher soll an dieser Stelle der Hinweis auf die Merve-Verlagsvorschau für das Frühjahr 2014 nicht fehlen.
(Diesen Beitrag schrieb Volker Michel gestern für das AVL-Blog, woher ich ihn komplett, und hoffentlich mit Erlaubnis, übernommen habe.)
(P.S.: Auf der Website der Süddeutschen Zeitung ist der entsprechende Beitrag über Peter Gente leider nicht zu finden, den gab es wohl nur auf Papier. RH)
Arbeit am Zahlenorakel
„Arbeit am Zahlenorakel“ hört sich auf jeden Fall interessanter an als „Arbeit am Computer“, aber leider hat das Deutsche keinen so schönen Begriff geschaffen und darum sitzen wir alle am PC oder so.
Paul Rojas hat für die Telepolis darüber geschrieben: "Rechenmaschine, Computer oder Elektronisches Gehirn? - Die Wandlungen eines Begriffs".
Deutsche Kriegssammlungen
Das im letzten Jahr hier schon angekündigte Projekt Kriegssammlungen in Deutschland 1914 - 1918 ist jetzt online.
Berlinale Filmgespräche
Falls es noch jemand entgangen sein sollte: heute startet wieder die Berlinale. Das ganze Programm kann man hier durchstöbern, mit etwas Glück auch die eine oder andere Eintrittskarte bekommen.
Neben den Filmen ist auch die Reihe "Filmgespräche" im Haus der Berliner Festspiele etwas Besonderes. Als letzte Veranstaltung dieses Programmteils gibt es am Freitag, 14.2.2014 um 15 Uhr den Film mit anschließendem Gespräch zur „New York Review of Books“: „In Untitled New York Review Of Books Documentary setzen Oscar-Preisträger Martin Scorsese, selbst Abonnent der ersten Stunde, und David Tedeschi einer der interessantesten und anspruchsvollsten Zeitschriften zu Kultur und Politik sowie ihrem legendären Herausgeber Robert Silvers ein Denkmal. Die Berlinale präsentiert den Dokumentarfilm als Work in progress. Im Anschluss begrüßt Rainer Rother, Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek und Sektionsleiter der Retrospektive, beide Regisseure sowie Robert Silvers und den NYREV-Verleger Rea Hederman zum Gespräch.“
Neue Bücher 01.2014
Unsere aktuelle Neuerwerbungsliste vom Januar gibt es jetzt hier
Im Schutz der deutschen Sprache
Charles Davis hat im Blog auf arthistoricum.net eine recht umfassende Linkliste zur „Causa Bredekamp“ zusammengestellt und aus diesem Anlass auch über die Abschottung der deutschen Kunstgeschichte von der anderssprachigen wissenschaftlichen Öffentlichkeit geschrieben, die im Fall Bredekamp durch die zunächst englische Veröffentlichung eben nicht gegeben war. Der Artikel ist überschrieben mit IM ‚HORTUS CONCLUSUS’ DER DEUTSCHEN KUNSTGESCHICHTE.
(Gefunden bei Björn Biester @ Philobiblos auf Twitter)
11 Schritte
Von der Doktorarbeit zum Buch in 11 Schritten ist eine Artikelserie von Angelika Schoder betitelt, die sie im MusErMeKu-Blog zur Zeit veröffentlicht.
Das MusErMeKu-Blog verdient trotz des wirklich fürchterlichen Namens ohnehin einen regelmäßigen Besuch. Die Kurzbeschreibung des Blogs sagt: „MusErMeKu steht für Museum, Erinnerung, Medien und Kultur. Der Blog beschäftigt sich mit unterschiedlichen Ausstellungsthemen und -konzepten, diskutiert museums- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen und untersucht gesellschaftliche Ereignisse. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Bereich der Erinnerungskultur.“
(P.S.: Zwischen DAS Blog und DER Blog steht es immer noch fast unentschieden [97:100].)
Adobe-DRM-Verwaltung
Zur neuen Version von Adobe Digital Editions (3.0), gibt es hier einen informativen, wenn auch „meinungsstarken“ Artikel und dazu dann auch die entsprechenden gegensätzlichen Empfehlungen: FÜR das Update ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, DAGEGEN sind beispielsweise viele Onleihe-Portale von Bibliotheken (wenn auch aus anderen, eher praktischen, Gründen als den im oben verlinkten Artikel vertretenen).
(Zur Erklärung für Unbetroffene: Adobe Digital Editions benötigt man, um [unfreie] E-Books mit DRM (Digital Rights Management) lesen zu können.)
Und um den Unterhaltungsfaktor beim Thema E-Book zu erhöhen: Friedrich Forssmann wütet im Suhrkamp-Blog gegen E-Books und Johannes Haupt wütet zurück auf seiner E-Reader-Plattform (neben einigen anderen). Und das Ganze wird auf jeden Fall den Bekanntheitsgrad des Suhrkamp-Blogs letztlich erhöhen.
Update 6.2.2014: Zoë Beck über die bösen eBooks. Eine Antwort auf Friedrich Forssman
CfP Überlebende
Das Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg veranstaltet in Kooperation mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und dem DAAD Walter Benjamin Gastlehrstuhl an der Humboldt-Universität zu Berlin im November eine Tagung zum Thema „Überlebende – Politik und Semantik eines Begriffs“. Dafür ist der Call for Papers jetzt online, Deadline dafür ist der 1.4.2014.
„Der Begriff „Überlebende“ umfasst in den Geistes- und Sozialwissenschaften heute eine Vielzahl von Bedeutungsebenen. Im deutschen Kontext werden unter Überlebenden vor allem Personen verstanden, die als Jüdinnen und Juden während der Jahre 1939-1945 die nationalsozialistische Vernichtungspolitik in Deutschland und im besetzten Europa überlebten. Menschen, denen es gelang, rechtzeitig ins Exil zu flüchten und die in der Emigration überlebten, werden als EmigrantInnen oder ExilantInnen bezeichnet, nicht aber als Überlebende. Die US-amerikanische Shoah Foundation verwendet ein weiter gefasstes Begriffsverständnis und bezeichnet alle für das Visual History Archive interviewten Jüdinnen und Juden, gleich welche Erfahrungen sie durchlebten, als Überlebende (survivors). Beides zeigt exemplarisch die Wirkungsmacht einer kollektiven Fremdzuschreibung des Überlebendenstatus. Anders als die bereits ausführlich diskutierten Kategorien Opfer und ZeugInnen, ist der Begriff Überlebende bisher noch nicht in diesem Umfang diskutiert worden.“ (Hier weiterlesen)